{"id":14656,"date":"2012-02-16T15:50:01","date_gmt":"2012-02-16T14:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14656"},"modified":"2012-06-08T20:24:14","modified_gmt":"2012-06-08T18:24:14","slug":"14656","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/02\/14656\/","title":{"rendered":"Die Bundeswehr auf dem Vormarsch &#8211; in unseren Schulen!"},"content":{"rendered":"<p>  Kooperationsabkommen &#8211; wer mit wem und warum?<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Auf eine Kleine Anfrage im D&#252;sseldorfer Landtag antwortete das   Schulministerium, dass 2009 insgesamt 1.098 Bundeswehrveranstaltungen   &#8222;an und mit Schulen&#8220; stattgefunden haben. Bundesweit wurden rund 400.000   Sch&#252;lerInnen von Offizieren &#8222;bedient&#8220;. Das Ziel lautet, j&#228;hrlich 20.000   Jugendliche anzuwerben. Wie ist vor diesem Hintergrund nun zu bewerten,   dass auch unter Friedensbewegten der Ruf nach &#8222;Kooperationsabkommen&#8220; mit   zivilen Organisationen immer lauter wird?<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Max H&#246;he, K&#246;ln<\/i><\/h4>\n<p>  2008 schloss Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland eine sogenannte   Kooperationsvereinbarung zwischen dem eigenen Ministerium f&#252;r Schule und   Weiterbildung und der Bundeswehr ab. Verantwortlich zeichnete damals   noch eine christlich-liberale Koalition, und Ute Sch&#228;fer, die ehemalige   Schulministerin der SPD, &#228;u&#223;erte sich kritisch zu diesem Vorgehen. Ihr   Alternativvorschlag bestand darin, neben Vereinbarungen der   Zusammenarbeit mit der Bundeswehr auch zu Kooperationsabkommen mit   Friedensinitiativen zu kommen.<\/p>\n<h4>  Nachwuchswerbung der Armee<\/h4>\n<p>  Im Mitgliedermagazin (Ausgabe 3\/2010) der &#8222;Deutschen   Friedensgesellschaft &#8211; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen&#8220; (DFG-VK) ist   &#252;ber das wachsende Engagement des Milit&#228;rs an Schulen zu lesen: &#8222;94   hauptamtliche, gut geschulte Jugendoffiziere stehen bundesweit f&#252;r   Schulbesuche zur Verf&#252;gung, die Zahl solcher Veranstaltungen schwankt   zwischen 4.500 und 5.000 pro Jahr. Insgesamt sind die Ausgaben f&#252;r   Nachwuchswerbung (ohne Geh&#228;lter f&#252;r Jugendoffiziere) von 12 (2009) auf   27 Millionen Euro (2010) gestiegen. Demgegen&#252;ber steht die   Friedensbewegung, die &#252;ber alle Organisationen hinweg lediglich &#252;ber   eine Handvoll Hauptamtlicher verf&#252;gt, die dar&#252;ber hinaus auch noch   andere Aufgaben zu erf&#252;llen haben.&#8220;<\/p>\n<p>  Das ist im &#220;brigen die eindeutige Antwort auf die Frage, ob parallele   Kooperationsvereinbarungen mit zivilen Strukturen ein ad&#228;quates Mittel   sind, um Sch&#252;lerInnen &#8222;gleichberechtigt&#8220; mit Akteuren eben dieser   Strukturen in Kontakt treten zu lassen. Die Ressourcen sind nicht   gegeben.<\/p>\n<h4>  Scheindebatte<\/h4>\n<p>  Wer fordert, Friedensgruppen m&#252;ssten an Kooperationen mit Schul-   beziehungsweise Kultusministerien beteiligt werden, muss sich die Frage   gefallen lassen, ob sie oder er die Vertr&#228;ge mit der Bundeswehr einfach   hinnehmen und die Bundeswehr ihren fragw&#252;rdigen Job (im Klassenraum)   machen lassen will.<\/p>\n<p>  Zwar w&#228;re es mit Sicherheit nur ein kleiner Beitrag, um in realiter die   Anwesenheit von Friedensbewegten im Schulunterricht zu erh&#246;hen,   allerdings w&#228;re das politische Signal an die &#214;ffentlichkeit umso gr&#246;&#223;er:   Kooperationsabkommen von AntimilitaristInnen untereinander! Wieso nicht   eine Kampagne auflegen, in der &#246;ffentlich Vertr&#228;ge unterzeichnet werden   zwischen GEW, Friedensinitiativen, Eltern- und Sch&#252;lervertretungen, von   der Bundeswehr abgekehrten Afghanistan-HeimkehrerInnen und so weiter?   Eine solche Kampagne sollte die Fragen aufwerfen, die eigentlich von   Brisanz sind. Und dazu z&#228;hlt nicht, was Friedensinitiativen ein Vertrag   mit einem Ministerium bringt, sondern warum die Bundeswehr so hei&#223;   darauf ist, Vertragspartner von allen m&#246;glichen zu werden.<\/p>\n<h4>  Weitere Infos auf der Website zur &#8222;Kampagne Bundeswehr raus aus Schulen&#8220;   von Linksjugend [&#8217;solid]: www.bundeswehr-raus.de<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Kooperationsabkommen &#8211; wer mit wem und warum?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[62,26],"tags":[244],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14656"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14656"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14656\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}