{"id":14612,"date":"2012-01-06T00:00:00","date_gmt":"2012-01-06T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14612"},"modified":"2012-01-06T00:00:00","modified_gmt":"2012-01-06T00:00:00","slug":"14612","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2012\/01\/14612\/","title":{"rendered":"Gemeinsam den Park sch&#252;tzen"},"content":{"rendered":"<p>  Geld f&#252;r Bildung &amp; Soziales statt f&#252;r Stuttgart 21<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Weiter gegen Stuttgart 21 protestieren, obwohl die Volksabstimmung   verloren ging? Ja, das ist n&#246;tig. Bei der Volksabstimmung setzten sich   die Bef&#252;rworter durch. Das stimmt &#8211; wobei sich die Innenstadt   mehrheitlich gegen das Projekt aussprach. Am 27. November siegte das   gro&#223;e Geld gegen das Engagement von Tausenden AktivistInnen. Aber, wie   Theaterregisseur Volker L&#246;sch sagte: S21 wird durch die Volksabstimmung   nicht sinnvoll und der Widerstand nicht sinnlos. Deshalb gilt es, den   Protest fortzusetzen. Dabei bietet sich auch die Chance, in Zukunft die   Zahl der S21-GegnerInnen zu erweitern &#8211; wenn mehr und mehr Menschen   begreifen, wie katastrophal die Folgen von Stuttgart 21 wirklich sind.   Und welche L&#252;gen ihnen in der Volksabstimmungskampagne von Grube,   Schuster und Co. aufgetischt wurden.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Aron Amm<\/i><\/h4>\n<p>  In der Volksabstimmungskampagne setzten Bahn-Vorstand,   Oberb&#252;rgermeister, CDU, SPD, FDP, Kirchen, Kreis- und Landr&#228;te auf Lug   und Betrug (siehe auch Interview mit Tom Adler, Stadtrat der   Fraktionsgemeinschaft S&#214;S und DIE LINKE, auf Seite 4).<\/p>\n<h4>  L&#252;gen der S21-Bef&#252;rworter<\/h4>\n<p>  L&#252;ge Nr. 1: &#8222;Fertig bauen.&#8220; Dabei wurde mit dem Bau noch nicht einmal   angefangen. Nicht mal alle Planfeststellungsverfahren sind   abgeschlossen. Am Freitag, den 16. Dezember musste selbst der   Verwaltungsgerichtshof Baden-W&#252;rttemberg urteilen: Das   Grundwassermanagement (GWM) wurde illegal errichtet. Viele, die f&#252;r   Stuttgart 21 stimmten, hofften darauf, damit den ganzen &#196;rger endlich   loszuwerden. Dabei steht der gr&#246;&#223;te &#196;rger erst bevor: Vernichtung des   Mittleren Schlossgartens, jahrelange Gro&#223;baustelle im Stadtzentrum,   Verkehrschaos, Gef&#228;hrdung der Mineralquellen&#8230;<\/p>\n<p>  L&#252;ge Nr. 2: &#8222;Horrende Ausstiegskosten.&#8220; Statt der dreist   zusammengelogenen 1,5 Milliarden Euro Ausstiegskosten f&#252;r das Land   k&#246;nnten Milliarden gerettet werden. Allein in Stuttgart. Dort verbr&#228;t   die Stadt 1,6 Milliarden Euro f&#252;r S21, w&#228;hrend aktuell 4.600 Krippen-   und 3.500 Ganztagspl&#228;tze in Kitas fehlen. Laut Schulb&#252;rgermeisterin   Susanne Eisenmann geh&#246;ren hungrige Kinder in den Schulen wieder zum   Alltag. Dass Bahn-Chef R&#252;diger Grube bereits am Tag nach der   Volksabstimmung mit Mehrkosten f&#252;r Stadt und Land drohte, macht das   Referendum de facto zur Makulatur.<\/p>\n<h4>  Montagsdemos und D-Day<\/h4>\n<p>  Wenn nur ein Teil unserer Bef&#252;rchtungen &#8211; ob Kostenexplosionen oder   Baukatastrophen &#8211; eintreten sollten, dann kann sich in der Bev&#246;lkerung   der Unmut neu aufbauen und der Bewegung gegen dieses Immobilien- und   Banken-Projekt wieder Auftrieb geben. Darum m&#252;ssen die Montagsdemos &#8211;   auch &#252;ber den 9. Januar hinaus &#8211; weitergehen. Schlie&#223;lich haben sie sich   als R&#252;ckgrat der Bewegung erwiesen, sind w&#246;chentlicher Ort des   Kr&#228;ftetankens, der Information und des Austauschs.<\/p>\n<p>  Ab Neujahr droht jederzeit der Abriss des S&#252;dfl&#252;gels und die F&#228;llung von   176 teils Jahrhunderte alten B&#228;umen. Darum brauchen wir ab sofort &#8211;   neben dem &#8222;D-Day-Alarm&#8220; &#8211; eine verst&#228;rkte Pr&#228;senz im Park. Politische   und kulturelle Angebote wie Konzerte k&#246;nnen helfen, dass &#252;ber die Zahl   der AktivistInnen hinaus mehr Menschen h&#228;ufiger in den Park kommen &#8211; und   dann am sogenannten D-Day bereit sind, im Schlossgarten gemeinsam gegen   die Baumf&#228;llungen zu protestieren. Wichtig ist, dass es einen Austausch   und eine Verst&#228;ndigung zwischen denjenigen gibt, die den Park besetzen,   die blockieren wollen und die einfach nur ihren Protest vor Ort kundtun   m&#246;chten. Wichtig ist auch, dass alle Aktionen darauf ausgerichtet sind,   neue Unterst&#252;tzerInnen f&#252;r den Widerstand zu gewinnen. Deshalb ist auch   Informationsmaterial &#8211; ob beim Protest im Park oder in den Stadtteilen &#8211;   sinnvoll.<\/p>\n<p>  Der &#8222;Gro&#223;e Ratschlag&#8220; im Rathaus und die Aktionskonferenz im DGB-Haus   waren ermutigende und konstruktive Versammlungen von Aktiven. Um die   n&#228;chsten Fragen und Aufgaben f&#252;r die Bewegung zu diskutieren, sollten   wir weitere Ratschl&#228;ge und Plena durchf&#252;hren.<\/p>\n<h4>  Proteste b&#252;ndeln<\/h4>\n<p>  Vor der Haushaltsberatung am 15. Dezember wurde f&#252;r einige Zeit der   Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses von S21-GegnerInnen durch eine   Sitzblockade versperrt. Die Zuschauertrib&#252;ne war voll von Kindern,   Eltern, ErzieherInnen, S21-Gegnern, die Mehrausgaben f&#252;r Bildung und   Soziales forderten.<\/p>\n<p>  Konfrontiert mit Schulden-, Euro-Krise und der andauernden   kapitalistischen Misere drohen schon bald drastische Sozialk&#252;rzungen und   sogar Stellenstreichungen und Betriebsschlie&#223;ungen. Ob Stuttgart 21,   Rotstiftpolitik oder Arbeitsplatzvernichtung &#8211; jedes Mal haben wir es   mit den gleichen Kontrahenten zu tun. Darum sollten wir alles   unternehmen, dass die K&#228;mpfe gegen S21 und gegen Arbeitsplatz- und   Sozialabbau zusammengef&#252;hrt und das Profitsystem selber in Frage   gestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Geld f&#252;r Bildung &amp; Soziales statt f&#252;r Stuttgart 21\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58],"tags":[243],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14612"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14612"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14612\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}