{"id":14609,"date":"2011-12-21T18:00:00","date_gmt":"2011-12-21T18:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14609"},"modified":"2011-12-21T18:00:00","modified_gmt":"2011-12-21T18:00:00","slug":"14609","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/12\/14609\/","title":{"rendered":"Solidarit&#228;t mit Widerstand in Kasachstan!"},"content":{"rendered":"<p>  Blutbad gegen streikende &#214;larbeiterInnen<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 16. Dezember 2011, dem 20. Jahrestag der Unabh&#228;ngigkeit   Kasachstans, ver&#252;bte das diktatorische Regime ein Massaker gegen   &#214;larbeiterInnen in der Stadt Schanaosen. CWI-Mitglieder in Kasachstan   und international organisieren Proteste und Solidarit&#228;tsarbeit. Zudem   beteiligen sich SAV, LINKE-Abgeordnete und andere an der &#8222;Kampagne f&#252;r   demokratische, soziale und betriebli-che\/gewerkschaftliche Rechte in   Kasachstan&#8220;.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Krischan Friesecke, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Seit Mai 2011 streiken die &#214;larbeiterInnen des Konzerns KazMunaiGaz. Von   Anfang an waren sie starker Repression ausgesetzt. Es wurden   GewerkschafterInnen ermordet und die Anw&#228;ltin der Streikenden, Natalia   Sokolova, f&#252;r sechs Jahre in den Knast geschickt.<\/p>\n<h4>  Diktatur<\/h4>\n<p>  Das Regime um Pr&#228;sident Nursultan Nasarbajew wollte am 16. Dezember den   20. Jahrestag der Unabh&#228;ngigkeit Kasachstans feiern. Seit 20 Jahren   herrscht Nasarbajew uneingeschr&#228;nkt. Von den Gewinnen aus der   Erd&#246;lf&#246;rderung profitiert nur eine kleine Clique, der Durchschnittslohn   liegt &#8211; trotz &#214;lreichtum &#8211; gerade mal bei rund 420 Euro monatlich. Der   bestreikte Erd&#246;lkonzern geh&#246;rt dem Schwiegersohn des Pr&#228;sidenten.<\/p>\n<h4>  Eskalation<\/h4>\n<p>  Die streikenden &#214;larbeiterInnen wollten den Unabh&#228;ngigkeitstag nutzen,   um auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Mitglieder des CWI in   Kasachstan und Russland berichteten als erste, wie die Sicherheitskr&#228;fte   dann in Schanaozen vorgingen. Die Polizei schoss wild in die Menge und   t&#246;tete mindestens 70 Menschen und verletzte Hunderte.<\/p>\n<p>  &#214;larbeiterInnen anderer Konzerne begannen spontan, in einen   Solidarit&#228;tsstreik zu gehen und legten das &#246;ffentliche Leben lahm. Im   Laufe des Tages kam es wiederholt zu K&#228;mpfen gegen die Staatsmacht, die   sogar Marineeinheiten und Panzerfahrzeuge in Bewegung setzte. In   Schanaozen herrschte der Ausnahmezustand, Strom wurde abgeschaltet, das   Internet sowie Mobilfunk heruntergefahren. Es sollte verhindert werden,   dass sich die K&#228;mpfe in Kasachstan ausweiten und die &#214;ffentlichkeit von   der Unterdr&#252;ckung im Land erf&#228;hrt.<\/p>\n<p>  Mitglieder der SAV-Schwesterorganisation in Kasachstan, &#8222;Sozialistischer   Widerstand&#8220;, leisten unerm&#252;dliche Arbeit, um die Opposition zu st&#228;rken,   die verschiedene Kr&#228;fte vertretende &#8222;Sozialistische Bewegung Kasachstan&#8220;   aufzubauen und die Nachrichtenblockade des Regimes zu brechen.<\/p>\n<p>  Zeitgleich organisierten CWI-Mitglieder direkt nach dem Blutbad in   mehreren L&#228;ndern Protestaktionen vor kasachischen Vertretungen, unter   anderem in Berlin, Aachen, Dublin, Moskau, London, Br&#252;ssel, Mansfield,   Graz, Wien, Stockholm, G&#246;teborg und Lulea.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder bem&#252;hen sich, Unterst&#252;tzerInnen f&#252;r die &#8222;Kampagne f&#252;r   demokratische, soziale und betriebliche\/gewerkschaftliche Rechte in   Kasachstan&#8220; zu gewinnen. Den Aufruf dieser Kampagne haben unter anderem   auch die Bundestagsabgeordneten der LINKEN Andrej Hunko und Inge H&#246;ger   unterschrieben. n<\/p>\n<h4>  Protestbriefe an die Botschaft Kasachstans in Berlin: berlin@mfa.kz<\/h4>\n<h4>  Weitere Infos unter campaignkazakhstan.org<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Blutbad gegen streikende &#214;larbeiterInnen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[243],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14609"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14609\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}