{"id":14564,"date":"2011-12-03T00:00:00","date_gmt":"2011-12-02T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14564"},"modified":"2012-06-13T17:13:54","modified_gmt":"2012-06-13T15:13:54","slug":"14564","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/12\/14564\/","title":{"rendered":"S21: Wie weiter nach der Volksabstimmung?"},"content":{"rendered":"<p>  Stellungnahme der SAV<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>Die Stellungnahme ist als Faltblatt <a href=\"\/media\/2011\/20111202_LayoutFaltblatt.pdf\">hier<\/a>   zu finden.<\/i><\/p>\n<p>  Der Ausgang der Volksabstimmung ist eine Niederlage f&#252;r den Widerstand   gegen Stuttgart 21. Bei einer landesweiten Wahlbeteiligung von 48,3   Prozent haben 58,8 Prozent mit &#8222;Nein&#8220; zum Ausstieg gestimmt. In   Stuttgart votierte bei einer &#252;berdurchschnittlich hohen Wahlbeteiligung   von 67,8 Prozent eine knappe Mehrheit mit 52,9 Prozent, wobei es in den   direkt von der Megabaustelle betroffenen Innenstadtteilen mit Ausnahme   von Stuttgart-Nord eine Mehrheit gab und in diesen vier Bezirken sogar   das 33-prozentige Quorum &#252;berschritten wurde.<\/p>\n<p>  Das Ergebnis bringt die Bewegung gegen Stuttgart 21 vorerst in die   Defensive und schw&#228;cht sie. Die Bewegung steht jetzt vor der gro&#223;en   Herausforderung, die Ereignisse bis zur Volksabstimmung zu bilanzieren,   die Lehren zu ziehen und eine Perspektive und weitere Strategie zu   entwickeln. Gleichzeitig muss diskutiert und entschieden werden, wie wir   uns auf den von der Bahn f&#252;r Anfang Januar angek&#252;ndigten Abriss des   S&#252;dfl&#252;gels und die F&#228;llung der B&#228;ume im Schlossgarten vorbereiten.<\/p>\n<p>  Wir brauchen Zeit, um zwei Fragen ausf&#252;hrlich zu diskutieren: Erstens &#8211;   was sind die Gr&#252;nde f&#252;r das Ergebnis vom 27. November? Zweitens &#8211; welche   Aufgaben stellen sich nun f&#252;r die Bewegung? Die Diskussion dar&#252;ber hat   in den einzelnen Gruppen bereits begonnen und es ist gut und richtig,   dass das Aktionsb&#252;ndnis mit dem &#8222;Gro&#223;en Ratschlag&#8220; am 4. Dezember die   Diskussion dar&#252;ber beginnt, &#8222;Kr&#228;fte zu tanken, Kr&#228;fte zu sammeln, Kr&#228;fte   zu b&#252;ndeln und zu erneuern&#8220;.<\/p>\n<h4>  Filz von Wirtschaftsbossen und Tunnelparteien gegen ehrenamtliches   Engagement und begrenzte Spenden<\/h4>\n<p>  Die Bewegung gegen S21 &#252;berraschte immer wieder aufs Neue durch   Ausdauer, Kreativit&#228;t und Engagement. Auch in den Kampf um die   Volksabstimmung st&#252;rzten sich Tausende AktivistInnen mit unglaublichem   Eifer. Dennoch ist es so, wie die &#8222;junge Welt&#8220; am 29. November erkl&#228;rte:   &#8222;Der Abstimmungskampf war wie David gegen Goliath. Nur leider l&#228;uft es   im wirklichen Leben oft nicht wie in der Bibel.&#8220;<\/p>\n<p>  Am 27. November gewann das gro&#223;e Geld gegen unser Engagement. Die   S21-GegnerInnen hatten f&#252;r ihre Kampagne nur begrenzte finanzielle   Spendengelder. Was sie aber von den S21-Bef&#252;rwortern radikal   unterschied, war das enorme Engagement einer gro&#223;en Zahl von   AktivistInnen, die Flyer steckten, gut besuchte Veranstaltungen   organisierten, Infotische auf die Beine stellten und am landesweiten   Aktionstag in &#252;ber 80 Orten Pr&#228;senz zeigten. Die &#220;berlegenheit der   Bef&#252;rworter und ihre Kontrolle &#252;ber die Medien konnte damit aber nicht   wettgemacht werden. Unternehmer, IHK, Arbeitgeberverb&#228;nde, Kirchen,   Kreisr&#228;te, Landr&#228;te setzten ihre ganze Macht ein, um den S21-GegnerInnen   eine Niederlage beizubringen. Bosch, Mahle und andere Konzerne betrieben   Stimmungsmache, die Bauindustrie stellte allen Arbeitgebern einen   Mitarbeiterbrief zur Verf&#252;gung, Daimler und der Arbeitgeberverband   S&#252;dwestmetall sponserte den &#8222;S21-Infobus&#8220;, die Bahn als weltweit   zweitgr&#246;&#223;tes Transportunternehmen nutzte ihre gesamte PR-Abteilung, der   Verband der Region Stuttgart lie&#223; eine Million Euro Steuergelder in die   S21-Kampagne flie&#223;en und OB Wolfgang Schuster veruntreute 130.000 Euro   aus der Stadtkasse f&#252;r einen L&#252;genbrief an alle Wahlberechtigten.<\/p>\n<p>  Das Ergebnis zeigte, wie stark die Meinungsmache der Wenigen mit dem   vielen Geld wirkt, die tagein tagaus &#252;ber Schulen, Unis, Betriebe,   Parlamente, Zeitungen, Fernsehen, Rundfunk, Gerichte die Bev&#246;lkerung   beeinflussen. Abgesehen davon, dass die S21-Gegner ohnehin nicht jedes   Dorf im letzten Winkel des &#8222;L&#228;ndle&#8220; abdecken konnten, gelang es auch in   der Region Stuttgart offensichtlich nicht, alle Schichten der   Gesellschaft zu erreichen. Das gilt unter anderem f&#252;r gro&#223;e Teile der   Jugend, vor allem aber auch f&#252;r das Gros der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten.<\/p>\n<p>  Ein ausschlaggebender Vorteil f&#252;r die S21-Unternehmer und -Parteien, der   bei der Volksabstimmung zum Tragen kam, ist die immer noch vorhandene   relative wirtschaftliche Stabilit&#228;t in der Region. Wenn keine   Entlassungen auf der Tagesordnung stehen und Stadt und Land aufgrund von   Steuermehreinnahmen noch keine drastischen Sozialk&#252;rzungen durchf&#252;hren   m&#252;ssen, wenn es keine betrieblichen K&#228;mpfe oder Bewegungen gegen   sozialen Kahlschlag gibt, dann hat es der Filz von Wirtschaftsbossen und   Tunnelparteien einfacher, mit ihrer Propaganda von der Finanzierbarkeit   von Stuttgart 21, dann glauben die Leute eher, dass S21 Arbeitspl&#228;tze   schaffen k&#246;nnte.<\/p>\n<p>  Gerade die Jugend, die noch keine Erfahrung hat mit harten Angriffen   hier und noch nicht in K&#228;mpfe zur Verteidigung ihrer Interessen   gezwungen wurde, verh&#228;lt sich nach wie vor &#252;berwiegend passiv bei der   Auseinandersetzung. Die Aktivit&#228;ten der &#8222;Jugendoffensive&#8220; und ihre   Kampagne w&#228;hrend der Volksabstimmung stie&#223; dabei an ihre Grenzen.<\/p>\n<p>  In den Betrieben w&#228;ren die Gewerkschaften gefordert gewesen. Zwar   positionierte sich der DGB gegen das Projekt. Aber es ist eine Sache,   dass IGM-Chef Berthold Huber in der Zeitung &#8222;einundzwanzig&#8220; zum Ausstieg   aufruft, es w&#228;re eine ganz andere Sache gewesen, &#252;ber Betriebs- und   Mitgliederversammlungen sowie &#252;ber Aktionen vor den Betrieben   Anstrengungen zu unternehmen, die Besch&#228;ftigten zu &#252;berzeugen. Schlimmer   noch: Der Gesamtbetriebsratschef von Daimler, Erich Klemm, hat die   Standortlogik so sehr verinnerlicht, dass er ganz offen im   Bef&#252;rworter-Lager agierte.<\/p>\n<p>  Die Volksabstimmung fand au&#223;erdem zu einem Zeitpunkt statt, als die   S21-GegnerInnen durch die &#8222;Schlichtung&#8220; und den &#8222;Stresstest&#8220; bereits in   die Defensive geraten waren. Zwar waren mit der 100. Montagsdemo und der   Kundgebung am Tag vor der Abstimmung binnen einer Woche erneut zweimal   um die 10.000 auf der Stra&#223;e, trotzdem konnten sich die S21-GegnerInnen   nicht auf eine Massenbewegung wie in den Hochzeiten des Konflikts   st&#252;tzen. Aber genau das war gewollt &#8211; von einem Teil der Bewegung: den   Gr&#252;nen. Schon im August 2010 hatte der T&#252;binger OB Boris Palmer erst   eine &#8222;Schlichtung&#8220; (verbunden mit einem Aussetzen von Demonstrationen!)   und dann bei diesem angeblichen &#8222;Faktencheck&#8220; einen &#8222;Stresstest&#8220;   vorgeschlagen. Und diese undemokratische Volksabstimmung strebte nicht   nur Nils Schmid von der SPD an, auch Winfried Kretschmann forderte diese   bereits vor Jahresfrist. Und &#252;ber die Gr&#252;nen trat das Aktionsb&#252;ndnis   schlie&#223;lich selbst f&#252;r die Volksabstimmung ein und sch&#252;rte Illusionen in   sie.<\/p>\n<p>  Wie schon bei der Atompolitik oder in der Frage von Kriegseins&#228;tzen der   Bundeswehr zeigen die Gr&#252;nen auch bei Stuttgart 21, dass f&#252;r sie ein   paar Regierungsposten wichtiger sind als eine eigenst&#228;ndige   Massenbewegung. Kein Wunder, dass die Vorsitzenden der Gr&#252;nen von   Baden-W&#252;rttemberg, Chris K&#252;hn und Thekla Walker, bereits am 28. November   verk&#252;ndeten, ihre Partei werde die Gegenwehr &#8222;grunds&#228;tzlich beenden&#8220;.   Jemand wie Kretschmann feiern die Herrschenden gern als &#8222;Politiker des   Jahres&#8220;.<\/p>\n<h4>  Der Widerstand muss weitergehen &#8211; aber wie?<\/h4>\n<p>  W&#228;hrend Ex-Daimler-Vorstandsmitglied R&#252;diger Grube und Co. f&#252;r eine   profitgierige Minderheit t&#228;tig sind, machen sich die S21-GegnerInnen f&#252;r   die Interessen der Mehrheit der Bev&#246;lkerung stark. Um so schwerer wiegt,   bei der Volksabstimmung weder in Land noch Stadt eine Stimmenmehrheit   erreicht zu haben. Deshalb ist die erste Frage, die sich stellt, wie wir   darauf antworten.<\/p>\n<p>  Zun&#228;chst ist Walter Sittler beizupflichten, der im ZDF-Morgenmagazin am   28. November erkl&#228;rte: &#8222;Ein vergoldetes St&#252;ck Blech wird nicht Gold,   blo&#223; weil eine Mehrheit das sagt.&#8220; Die Volksabstimmung schafft keine der   benannten Risiken und Gefahren aus der Welt oder wie Volker L&#246;sch am   Abend der Volksabstimmung sagte, S21 wird durch das Ergebnis nicht   sinnvoll und der Widerstand nicht sinnlos. Trotz geballter und   finanzstarker Gegenmacht konnten wir in Stuttgart immerhin 117.310   Menschen (47,1 Prozent) &#252;berzeugen.<\/p>\n<p>  Viele W&#228;hlerInnen erhofften sich, dass mit der Volksabstimmung &#8222;der   ganze &#196;rger&#8220; um S21 ein Ende haben werde. Aber der gr&#246;&#223;te &#196;rger steht   erst noch bevor: Vernichtung vom Mittleren Schlossgarten, Abriss des   S&#252;dfl&#252;gels, Verkehrsbehinderungen durch die Rohrverlegung f&#252;r das   Grundwassermanagement, Gef&#228;hrdung der Mineralquellen, jahrelange   Megabaustelle im Stadtzentrum, S-Bahn-Chaos, aus dem Ruder laufende   Kosten, darauf folgende drastische Fahrpreiserh&#246;hungen und   Sozialk&#252;rzungen. Diese Erfahrungen werden die S21-GegnerInnen best&#228;tigen   und k&#246;nnen in Zukunft den Kreis der Gegnerschaft enorm erweitern.<\/p>\n<p>  Darum hei&#223;t dies f&#252;r uns: Wir haben solch eine beeindruckende Bewegung   gegen ein Projekt, das man schon vor &#252;ber 15 Jahren hinter   verschlossenen T&#252;ren unter Dach und Fach bringen wollte und das lange   Zeit besiegelt schien, auf den Weg gebracht. Das darf nicht umsonst   gewesen sein. Zumal wir dieses Projekt noch immer kippen k&#246;nnen &#8211; und   m&#252;ssen. Deshalb setzen wir unsere Argumentation und unseren Widerstand   gegen dieses Milliardengrab fort.<\/p>\n<p>  Die Bewegung gegen S21 wird aber einen langen Atem brauchen. W&#228;hrend die   S21-GegnerInnen stark geschw&#228;cht sind, sehen sich die Bef&#252;rworter   deutlich gest&#228;rkt. Das Blatt kann sich fr&#252;her oder sp&#228;ter aber wieder   wenden. Wenn nur ein Bruchteil der Katastrophen, die wir bef&#252;rchten,   eintreten, dann wird sich der Unmut in der Bev&#246;lkerung neu aufbauen und   kann uns wieder in die Offensive bringen. Wir m&#252;ssen auch davon   ausgehen, dass die kapitalistische Krise in den n&#228;chsten Monaten und   Jahren die Region voll erfasst. Das hei&#223;t, es wird zu Arbeitsplatzabbau,   Entlassungen und Betriebsschlie&#223;ungen kommen. Belegschaften, die sich   heute noch in Sicherheit wiegen, werden gezwungen sein, um ihre Existenz   zu k&#228;mpfen. Hinzu kommt, dass Stadt und Land in Folge der Krise mit   dramatischen Steuermindereinnahmen konfrontiert sein und die Kosten auf   die Bev&#246;lkerung abw&#228;lzen werden. Das wird Leute in K&#228;mpfe zwingen, die   am 27. November mit &#8222;Nein&#8220; gestimmt haben. Die Wut wird sich dann   verst&#228;rkt gegen die Politiker und Unternehmer, von Schuster bis Zetsche,   richten, die auch zu den treibenden Kr&#228;ften bei S21 z&#228;hlen. Aufgrund   dieser Perspektive muss die Bewegung bereits heute die Schlussfolgerung   ziehen, den Einpunkt-Charakter zu &#252;berwinden. Mit dem Auftritt der   Behr-Kollegen bei Montagsdemos und der gemeinsamen Demonstration gegen   AKW und S21 im Fr&#252;hjahr 2011 war das bereits ansatzweise vorhanden. Es   war aber mehr zuf&#228;llig als bewusst.<\/p>\n<p>  Die Bewegung muss sich davon verabschieden, dass Stuttgart 21 sowieso an   seinen inneren Widerspr&#252;chen oder einer Kostenexplosion scheitert. Das   ist im Moment der unwahrscheinlichste Fall. Und der Einsatz der   Bef&#252;rworter bei der Volksabstimmung hat das deutlich gemacht. Es geht   hier um sehr viel Profit und sie werden in n&#228;chster Zeit alles daf&#252;r   tun, dieses Profitprojekt zu retten.<\/p>\n<p>  Die Bewegung muss sich auch davon verabschieden, darauf zu setzen, die   Bef&#252;rworter mit Argumenten zu &#252;berzeugen. Eine Einbindung in   irgendwelche Runden Tische, Dialogforen oder eine &#8222;kritische Begleitung&#8220;   des Projekts muss abgelehnt werden. Im Gegenteil. Die Betr&#252;gereien des   Bahn-Vorstands sollten zum Anlass genommen werden, die Absetzung von   Grube, Kefer und Co. und die demokratische Verwaltung der Bahn durch   VertreterInnen von Belegschaft und NutzerInnen zu fordern.<\/p>\n<p>  Wir m&#252;ssen mit unseren Kr&#228;ften haushalten. Schlie&#223;lich markiert der 27.   November den bislang gr&#246;&#223;ten R&#252;ckschlag. Die Sprecherin des   Aktionsb&#252;ndnisses, Brigitte Dahlbender vom BUND, hat ihren Posten   aufgegeben. Es ist nicht auszuschlie&#223;en, dass sich einige AktivistInnen   oder ganze Gruppen zur&#252;ckziehen. Manche demoralisiert, manche ersch&#246;pft.   Der Druck, der jetzt aufgebaut wird, den Streit zu beenden und den   Widerstand einzustellen, kann dies bef&#246;rdern. Allerdings sind durch die   Volksabstimmungskampagne auch neue AktivistInnen dazugesto&#223;en.<\/p>\n<p>  Um die 4.000 S-21-GegnerInnen waren auf der 101. Montagsdemo. Die   Stimmung bewerteten selbst die Stuttgarter Nachrichten als   &#8222;k&#228;mpferisch&#8220;. An der Blockade am selben Tag hatten ebenfalls &#252;ber 140   Personen teilgenommen und die Baustelle von 6 bis 10.30 Uhr blockiert.   Die Bekanntgabe dieses Blockadeerfolgs bei der Montagsdemo wurde mit   riesigem Beifall bedacht. F&#252;r den 5. Dezember ist ein Frauenblockade an   der Baustelle des Grundwassermanagements geplant. Die ersten   Gruppentreffen nach der Volksabstimmung sind sehr gut besucht. Die   &#8222;Gewerkschafter gegen Stuttgart 21&#8220; hatten nach der 101. Montagsdemo   eines ihrer gr&#246;&#223;ten Treffen und kamen zu dem Ergebnis, f&#252;r die   Fortsetzung der Montagsdemos f&#252;r die Organisierung einer Gro&#223;demo Anfang   Januar einzutreten. Auch das Treffen der Schorndorfer Initiative gegen   S21 beispielsweise war das bestbesuchte seit langem. F&#252;r diese und viele   der 47 Prozent sind jetzt nat&#252;rlich Signale wichtig, dass die Flinte   nicht ins Korn geworfen wird. Darum ist es zentral, dass die   Montagsdemos als R&#252;ckgrat der Bewegung nicht ausgesetzt werden. Generell   w&#228;re es ein falsches Zeichen, bereits gesetzte Termine wie Montagsdemos   oder Blockaden abzusagen.<\/p>\n<h4>  Schuster und F&#246;ll stoppen<\/h4>\n<p>  Stuttgart 21 ist nach Angaben der Projektbetreiber in erster Linie ein   St&#228;dtebauprojekt der Stadt Stuttgart. Mit seinem Brief an jeden W&#228;hler   und der Androhung einer Schadensersatzklage gegen das Land f&#252;r den Fall   des Ausstiegs macht sich Wolfgang Schuster erneut zur Speerspitze des   Pro-Lagers. W&#228;hrend die Stadt Stuttgart mindestens 1,6 Milliarden Euro   f&#252;r S21 verschwendet, wird uns bei den jetzt laufenden   Haushaltsberatungen wieder erz&#228;hlt, dass kein Geld da sei f&#252;r dringend   notwendige soziale Ma&#223;nahmen. CDU-Finanzb&#252;rgermeister F&#246;ll will mit dem   neuen Haushalt den geplanten Ausbau bei den Kitas und der Schulsanierung   sogar weiter strecken. Dabei fehlen nach Angaben der Stadt aktuell 4.600   Krippen- und 3.500 Ganztagspl&#228;tze in Kitas sowie tausende Hortpl&#228;tze.   &#8222;Der vorhandene und der wachsende Bedarf der Eltern kann nicht ann&#228;hernd   gedeckt werden&#8220;, verk&#252;ndete die Sozialb&#252;rgermeisterin Isabel Fezer. Laut   Schulb&#252;rgermeisterin Eisenmann sind hungrige Kinder an den Schulen   inzwischen zum Massenproblem geworden. Trotzdem ist der Mehrheit im   Gemeinderat die Finanzierung von S21 oder dem Rosensteintunnel wichtiger   als ein kostenloses Mittagessen an den Schulen.<\/p>\n<p>  Wir lassen uns nicht weismachen, dass die Stadt die Vertr&#228;ge zu   Stuttgart 21 nicht k&#252;ndigen kann. Die Bahn hat bei   Vertragsunterzeichnung die wahren Kosten bewusst verschwiegen. Das ist   ein Grund, Vertr&#228;ge f&#252;r null und nicht zu erkl&#228;ren und sogar   Schadensersatz zu verlangen.<\/p>\n<p>  Die Ausstiegsgewinne bei Stuttgart 21 sind f&#252;r die Stadt enorm:   mindestens 750 Millionen Euro f&#252;r die R&#252;ckgabe des Gleisvorfelds; 186   Millionen, die unter anderem f&#252;r den Risikofonds reserviert sind; zw&#246;lf   Millionen Euro, weil die Neckarrealschule bleiben kann; 13 Millionen f&#252;r   die R&#252;ckgabe des Gel&#228;ndes der G&#228;ubahn; 650.000 Euro j&#228;hrlich f&#252;r die   laufenden Aktivit&#228;ten (zum Beispiel 300.000 f&#252;r die Propagandashow im   Turmforum). Mit dem vielen Geld k&#246;nnten entscheidende Verbesserungen bei   den Kitas, Schulen, im Klinikum, bei der SSB, im Wohnungsbau und so   weiter finanziert werden. Die Fraktion S&#214;S und LINKE hat entsprechende   Antr&#228;ge zu den Haushaltsberatungen eingebracht. Doch ohne &#246;ffentlichen   Druck wird nichts erreicht.<\/p>\n<p>  Dabei bietet sich eine enge Verzahnung mit dem B&#252;rgerbegehren zur   Rekommunalisierung der Wasser- und Energieversorgung und mit dem   Widerstand gegen den Rosensteintunnel an. Wir sollten alles daf&#252;r tun,   dass das B&#252;rgerbegehren des Stuttgarter Wasserforums und der Aktion   Stadtwerke die n&#246;tigen Unterschriften bis Anfang Dezember   zusammenbekommt (www.aktion-stadtwerke-stuttgart.de) .<\/p>\n<h4>  Gegenwehr<\/h4>\n<p>  Ein wesentlicher Bestandteil des Kampfes gegen S21 beinhaltete neben   Veranstaltungen und Demonstrationen auch Formen des zivilen Ungehorsams   (von Spontandemos &#252;ber Blockaden bis zu Baustellen-Besetzungen). Es   bleibt weiter richtig, dass die Bauarbeiten der Bahn nicht allein durch   symbolische Handlungen, sondern nur durch Massenproteste und konkrete   Widerstandsaktionen aufgehalten werden k&#246;nnen. Die Blockaden beim   Grundwassermanagement bleiben Sand im Getriebe und verz&#246;gern die   Arbeiten. Allerdings hat die Bewegung heute nicht R&#252;ckenwind, sondern   starken Gegenwind. Das wird die Mobilisierung erschweren. Falsch w&#228;re es   jetzt, mit Kleingruppen Stra&#223;enblockaden oder andere Aktionen zu   organisieren, weil dabei die VerkehrsteilnehmerInnen betroffen w&#228;ren und   dadurch weitere Teile der Bev&#246;lkerung gegen uns aufgebracht werden   w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Die Diskussionen in der Bewegung &#252;ber eine Gro&#223;demo Anfang Januar gehen   in die richtige Richtung. Auch die bereits getroffene Entscheidung, dass   im Falle von Parkr&#228;umung, S&#252;dfl&#252;gel-Abbruch und B&#228;umef&#228;llungen ein   Parksch&#252;tzeralarm ausgel&#246;st wird, muss eingehalten werden. Wir m&#252;ssen   aber damit rechnen, dass wir aufgrund der Polizeigewalt vom 30.   September und aufgrund der Niederlage der Volksabstimmung es schwerer   haben, gr&#246;&#223;ere Blockaden zu organisieren. Hinzu kommt, dass   m&#246;glicherweise ein Teil der AktivistInnen ihrer Wut freien Lauf lassen   wollen und zu Aktionen greifen, die andere abschrecken oder   ver&#228;ngstigen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein Parksch&#252;tzeralarm   und eine entsprechende Mobilisierung mit Initiativen und Strukturen   verbunden werden, die am Ort des Geschehens Handlungsf&#228;higkeit zeigen   und als Autorit&#228;t anerkannt werden. Das Bezugsgruppensystem wird hier &#8211;   wie bereits mehrmals gezeigt &#8211; nicht funktionieren. Es geht darum, dass   die AktivistInnen aus den verschiedenen Widerstandsgruppen die   Verantwortung &#252;bernehmen. Wenn die Polizei mit einer &#220;bermacht von 9.000   Polizisten anr&#252;ckt, k&#246;nnen wir die Auseinandersetzung milit&#228;risch nicht   gewinnen. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit unseren Aktionen neue   Unterst&#252;tzung in der Bev&#246;lkerung aufbauen. Am 30. September war es die   riesige Emp&#246;rung &#252;ber den Polizeieinsatz gegen friedliche   DemonstrantInnen, die die Mappus-Regierung mit dem R&#252;cken an die Wand   dr&#228;ngte. Klar ist auch, dass die neue Regierung Bilder wie vom 30.   September nicht haben will. Allerdings wirken unter den f&#252;r die R&#228;umung   Verantwortlichen verschiedene Kr&#228;fte. Deshalb sollten wir auf   unterschiedliche m&#246;gliche Vorgehensweisen eingestellt sein. Wie gro&#223;   unsere Mobilisierungskraft ist, wenn es an die B&#228;ume geht, ist unklar.   Es gibt inzwischen 32.593 eingetragene Parksch&#252;tzerInnen, darunter   13.736 mit der &#8222;Stufe Rot&#8220;. Viele Leute haben sich aber schon vor langer   Zeit eingetragen. Es ist offen, wie viel bereit sind, sich der F&#228;llung   der B&#228;ume in den Weg zu stellen. Es w&#228;re sinnvoll, alle in der &#8222;Stufe   Rot&#8220; Anfang Januar zu einem Treffen einzuladen, um die Lage zu   diskutieren.<\/p>\n<h4>  Politische Alternativen aufzeigen<\/h4>\n<p>  Die Materialproduktion darf mit der Volksabstimmung nicht beendet   werden. Wir m&#252;ssen der Bev&#246;lkerung erkl&#228;ren, warum die Volksabstimmung   undemokratisch war, warum wir unseren Widerstand fortsetzen, warum wir   weiter Montagsdemos und Blockaden machen.<\/p>\n<p>  Bei allen Diskussionen &#252;ber den k&#252;nftigen Widerstand sollte die Bilanz   &#252;ber den Verlauf der Volksabstimmung nicht vergessen werden. Zu den   Schlussfolgerungen geh&#246;rt die Notwendigkeit, f&#252;r unabh&#228;ngige, kritische   Medien einzutreten. Mit der Wochenzeitung &#8222;kontext&#8220; und dem Blatt   &#8222;einundzwanzig&#8220; hat die S21-Bewegung auch hier kleine Schritte nach vorn   gemacht. Solange aber die beiden gro&#223;en Zeitungen der Landeshauptstadt   in der Hand eines Verlegers Richard Rebmann sind und generell eine   Handvoll Pressezaren den Ton angeben k&#246;nnen, bleibt es ungemein schwer,   dagegen anzukommen. Die bereits begonnene Diskussion &#252;ber die Medien   muss deshalb weitergef&#252;hrt werden. Die SAV ist der Meinung, dass die   privaten Medienunternehmer enteignet geh&#246;ren und alle Medien   demokratisch verwaltet und kontrolliert werden m&#252;ssen, damit alle (mit   Ausnahme der Faschisten) Zugang haben.<\/p>\n<p>  Eine weitere Lehre vom 27. November besteht darin, dass wir gro&#223;e Teile   der arbeitenden Bev&#246;lkerung, viele Angestellte und ArbeiterInnen, noch   nicht f&#252;r die Bewegung gewinnen konnten (auch wenn zu den   S21-GegnerInnen eine nicht unerhebliche Zahl der Besch&#228;ftigten des   &#214;ffentlichen Dienstes geh&#246;rt). Das h&#228;ngt auch damit zusammen, dass die   Gewerkschaftsf&#252;hrung sich an die kapitalistischen Verh&#228;ltnisse angepasst   hat. Wir brauchen demokratische und k&#228;mpferische Gewerkschaften. Dies   muss von unten durchgesetzt werden. Die Bewegung gegen Stuttgart 21 kann   diesen Prozess bef&#246;rdern, indem sie weiter Druck auf die Gewerkschaften   aufbaut, ihre Machtmittel gegen S21 einzusetzen.<\/p>\n<p>  Die Gr&#252;nen haben sich bundesweit als Kriegs-, Atom- und Hartz-IV-Partei   erwiesen. Nun wird unter der von ihnen gef&#252;hrten Landesregierung das   Projekt S21 fortgesetzt und wahrscheinlich schon bald unter ihrer   Verantwortung einer der gr&#246;&#223;ten Polizeieins&#228;tze in der Geschichte   Baden-W&#252;rttembergs durchgef&#252;hrt. Die Politik der Gr&#252;nen stellt dir Frage   nach einer politischen Alternative in aller Sch&#228;rfe. Die SAV sieht in   der LINKEN einen Ansatz f&#252;r eine breite antikapitalistischen Partei und   k&#228;mpft in der Linkspartei daf&#252;r, dass die Partei das Vakuum, das die   Gr&#252;nen in der Bewegung gegen S 21 hinterlassen, f&#252;llt und nicht dort   landet, wo SPD und Gr&#252;ne bereits angekommen sind.<\/p>\n<p>  Ganz Gallien ist von profitgierigen Unternehmern und korrupten   Politikern besetzt&#8230; Ganz Gallien? Nein, ein Dorf leistet unerm&#252;dlich   Gegenwehr. Zwar gab es auch hier am 27. November eine knappe Mehrheit,   die eine andere Position einnahm. Doch der Stuttgarter Talkessel (die   Bezirke Mitte, S&#252;d, West, Ost &#8211; bis auf Nord) stellte sich dem Projekt   auch an diesem Tag mehrheitlich entgegen. Trotzdem mussten sie   (Zaubertr&#228;nke gibt es leider nur in Comics) ordentlich was einstecken.   Eine Schlacht ging verloren, jedoch nicht die &#8222;letzte Schlacht&#8220;. Der   Konflikt wird noch lange andauern. Aber nach einer Niederlage ist es   immer n&#246;tig, die Truppen zu sammeln, neu auszurichten und dem Gegner   keinesfalls geschw&#228;cht ins offene Messer zu laufen.<\/p>\n<h4>  Vorschl&#228;ge f&#252;r die n&#228;chsten Schritte im Widerstand<\/h4>\n<h4>  Fortf&#252;hrung der Montagsdemos<\/h4>\n<p>  Die Montagsdemos haben sich zum R&#252;ckgrat des Widerstands entwickelt.   Ihre Bedeutung als w&#246;chentlicher Treffpunkt, als Ort des Krafttankens   und der Selbstvergewisserung ist jetzt noch wichtiger. Deshalb sollten   sie weiter gef&#252;hrt werden. Auf teurere Technik sollte indessen   verzichtet werden. Ob es nur eine Kundgebung oder auch eine Demo gibt,   muss von Fall zu Fall entschieden werden.<\/p>\n<h4>  Protestaktion vor und im Gemeinderat w&#228;hrend der Haushaltsverabschiedung   am 15.\/16. Dezember<\/h4>\n<p>  Damit bietet sich eine konkrete M&#246;glichkeit, deutlich zu machen, dass   die Stadt mit ihrer finanziellen Unterst&#252;tzung f&#252;r das Wahnsinnsprojekt   S21 an der falschen Stelle Geld verheizt, w&#228;hrend es anderswo brennt.<\/p>\n<h4>  Gro&#223;demo Anfang Januar, Parksch&#252;tzeralarm und Proteste am D-Day<\/h4>\n<p>  Zur Vorbereitung des Parksch&#252;tzeralarms sollten alle mit &#8222;Stufe Rot&#8220; per   E-Mail zu einem Treffen vor Weihnachten oder sp&#228;testens Anfang Januar   eingeladen werden.<\/p>\n<p>  Nach dem Dreik&#246;nigstag ist jederzeit mit dem &#8222;D-Day&#8220; zu rechnen. Um   diesem Angriff nicht ohnm&#228;chtig gegen&#252;ber zu stehen und gleichzeitig   &#246;ffentlich deutlich zu machen, was S21 wirklich bedeutet, sollte f&#252;r   diesen Nachmittag oder Abend eine Gro&#223;demo geplant werden.<\/p>\n<p>  Teil des Widerstands sollten in Zukunft weiterhin nicht nur   Mobilisierungsaktionen und Demonstrationen, sondern auch Blockaden (bis   hin zur Besetzung von Baustellen) sein. Blockaden sind um so wirksamer,   je besser sie vorbereitet werden und je st&#228;rker die Beteiligung daran   ist. Beim &#8222;D-Day&#8220; sollten die Proteste und Blockaden dem Ziel dienen,   die Aufmerksamkeit f&#252;r die Auswirkungen von S21 zu erh&#246;hen, zu zeigen,   dass der Widerstand nicht tot ist und mehr Verst&#228;ndnis und Unterst&#252;tzung   f&#252;r die S21-Bewegung zu erreichen.<\/p>\n<h4>  &#8222;Kampf um die K&#246;pfe&#8220;<\/h4>\n<p>  Die S21-Bef&#252;rworter behaupteten bei der Volksabstimmung, es ginge nur   noch darum, &#8222;fertig zu bauen&#8220; oder exorbitante Rechnungen zu zahlen. Das   ist eine L&#252;ge. Dies muss deutlich gemacht werden. Zugleich gilt es zu   erkl&#228;ren, warum S21 nicht nur verschwenderisch teuer und &#252;berfl&#252;ssig,   sondern auch unsozial, un&#246;kologisch und undemokratisch ist. Ein neues   Massenflugblatt des Aktionsb&#252;ndnisses zum &#8222;D-Day&#8220; w&#228;re sinnvoll.<\/p>\n<h4>  Verbindung vom Kampf gegen S21 mit dem Kampf gegen Sozial- und   Arbeitsplatzabbau<\/h4>\n<p>  Mit einer weiteren Zuspitzung der Finanz- und Wirtschaftskrise werden   Gemeinderat und gr&#252;n-rote Landesregierung den Rotstift z&#252;cken. Parallel   dazu sind fr&#252;her oder sp&#228;ter Stellenstreichungen und sogar   Betriebsschlie&#223;ungen in der Region zu bef&#252;rchten. Statt Milliarden in   ein Profit- und Prestigeprojekt zu stecken, brauchen wir mehr Geld f&#252;r   Bildung und Soziales. Bei S21, K&#252;rzungen und Arbeitsplatzvernichtung   haben wir es mit den gleichen Kontrahenten zu tun. Darum sollten diese   K&#228;mpfe zu einer Bewegung gegen alle Angriffe zusammengef&#252;hrt werden und   das kapitalistische System insgesamt in Frage gestellt werden.<\/p>\n<h4>  Weitere Ratschl&#228;ge und Plena<\/h4>\n<p>  Nicht alle Fragen &#252;ber die Gr&#252;nde der Volksabstimmungsniederlage und die   anstehenden Aufgaben lassen sich schnell kl&#228;ren und ausdiskutieren.   Daf&#252;r sollten sich alle Gruppen in der S21-Bewegung Zeit nehmen (jede   und jeder sollte sich auch in der Schule, am Arbeitsplatz, in der   Nachbarschaft, unter Freunden und Verwandten umh&#246;ren). Bei einem   weiteren Ratschlag, bei Plena von Parksch&#252;tzern, bei Vernetzungstreffen   der Stadtteilgruppen kann die Diskussion fortgef&#252;hrt werden. Auf dieser   Basis k&#246;nnte nicht nur die Vorbereitung auf den &#8222;D-Day&#8220; konkretisiert   werden, sondern auch &#252;ber die weitere Organisierung des Widerstands,   &#252;ber Strukturen und politische Forderungen diskutiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Stellungnahme der SAV\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58],"tags":[270,260],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14564"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}