{"id":14553,"date":"2011-11-24T17:00:00","date_gmt":"2011-11-24T16:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14553"},"modified":"2012-05-29T12:36:18","modified_gmt":"2012-05-29T10:36:18","slug":"14553","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/11\/14553\/","title":{"rendered":"Mit langem Atem gegen Ausbeutung"},"content":{"rendered":"<p>  Der Streik an der Berliner Charit&#233; ist in der elften Woche<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die ersten Streiktage wurden noch im T-Shirt begangen, nun pr&#228;gen   Schals und Wollm&#252;tzen das Bild. Als sie am 12. September in den Streik   traten, hatte wohl keineR der KollegInnen beim Charit&#233; Facility   Management (CFM) damit gerechnet am 24. November immer noch drau&#223;en zu   stehen. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic<\/i><\/h4>\n<p>  Aber angesichts der Blockadehaltung des Arbeitgebers bleibt den   Streikenden gar nichts anderes &#252;brig, als auszuharren und darauf zu   setzen, dass sie einen l&#228;ngeren Atem als die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung haben   werden. Angetrieben werden sie nicht nur von den katastrophalen Lohn-   und Arbeitsbedingungen, die bei der CFM bestehen, sondern auch von dem   Bewusstsein, dass sie stellvertretend f&#252;r Millionen von prek&#228;ren   Arbeitsbedingungen und Niedrigstl&#246;hnen Betroffenen k&#228;mpfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/_klein.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<p>  Der Streik wird aktiv und kreativ gef&#252;hrt und er hat eine Solidarit&#228;t   ausgel&#246;st, wie sie nicht allt&#228;glich ist. So wurden schon zwei   Solidarit&#228;tsdemonstrationen in Berlin durchgef&#252;hrt, an denen neben den   &#252;ber 250 Streikenden hunderte GewerkschafterInnen und AktivistInnen aus   linken und sozialen Bewegungen teilnahmen. An der Demonstration am 19.   November beteiligten sich unter anderen KollegInnen der EVG   (Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft), NGG (Gewerkschaft Nahrung,   Genuss, Gastst&#228;tten), IG Metall, GDL (Gewerkschaft Deutscher   Lokomotivf&#252;hrer), verschiedener ver.di-Fachbereiche und Betriebe, aber   auch Aktive der Occupy- und Bildungsstreikbewegungen, der Partei DIE   LINKE und nat&#252;rlich der SAV und anderer sozialistischer Gruppen.<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/solidemo2klein.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/solidemo3klein.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<p>  Am 22. November fuhren die Streikenden in vier Bussen nach Hamburg, um   dort vor der Niederlassung der Firma Hellmann World Logistics &#8211; einem   der drei privaten Teilhaber an der CFM &#8211; zu demonstrieren und um vor dem   Universit&#228;tsklinikum Eppendorf eine Kundgebung abzuhalten und Kontakt zu   anderen Krankenhausbesch&#228;ftigten zu kn&#252;pfen. Aktive aus ver.di, der SAV   und dem jour fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg begr&#252;&#223;ten die   Streikenden.<\/p>\n<p>  Solidarit&#228;t findet auch bundesweit und international statt. SAV-Gruppen   in verschiedenen St&#228;dten Deutschlands haben Proteste vor   Dussmann-Niederlassungen organisiert. Die SAV-Schwesterorganisation in   Wales, Socialist Party, ebenfalls vor der dortigen   Dussmann-Niederlassung. Die Dussmann-Gruppe geh&#246;rt ebenfalls zu den   privaten Teilhabern an der CFM.<\/p>\n<p>  <img src=\"\/media\/z\/dussmann-wales.jpg\" align=\"left\">  <\/p>\n<p>  Das Bewusstsein, dass Solidarit&#228;t ein wichtiger Aspekt ist, um den   Streik zum Erfolg zu machen ist bei den Streikenden da &#8211; und auch das   Bewusstsein, dass Solidarit&#228;t keine Einbahnstra&#223;e ist. So gab es immer   wieder gemeinsame Aktionen mit den Streikenden der Alpenland-Pflegeheime   (deren Streik mittlerweile ausgesetzt wurde, da sich eine Einigung im   Tarifkonflikt abzeichnet) und zur Zeit werden Kontakte zu den   Besch&#228;ftigten am Berliner Ensemble (dem Bertolt-Brecht-Theater) und zu   den PsychotherapeutInnen in Ausbildung gekn&#252;pft, die ebenfalls K&#228;mpfe   f&#252;r einen Tarifvertrag vorbereiten.<\/p>\n<p>  Solidarit&#228;t muss auch finanziert werden. Deshalb ruft das   Solidarit&#228;tskomitee f&#252;r die CFM-Besch&#228;ftigten zu Spenden f&#252;r die   Streikkasse auf. Diese sollen bitte auf das Konto des F&#246;rdervereins   Solidarit&#228;t in Arbeit &amp; Gesellschaft (SOAG), Konto-Nr. 166249, BLZ 410   500 95 bei der Sparkasse Hamm eingezahlt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Der Streik an der Berliner Charit&#233; ist in der elften Woche\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14553"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}