{"id":14541,"date":"2011-11-13T00:00:00","date_gmt":"2011-11-12T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14541"},"modified":"2012-06-24T16:32:34","modified_gmt":"2012-06-24T14:32:34","slug":"14541","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/11\/14541\/","title":{"rendered":"Premier Papandreou aus dem Amt gedr&#228;ngt"},"content":{"rendered":"<p>  Die neue Regierung der &#8222;nationalen Einheit&#8220; ist eine &#8222;K&#252;rzungskoalition&#8220;<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Andreas Payiatsos, Xekinima (Schwesterorganisation der SAV und   Sektion des CWI in Griechenland), und Niall Mulholland, CWI (Komitee f&#252;r   eine Arbeiterinternationale, deren Sektion in Deutschland die SAV ist)<\/i><\/p>\n<p>  Vergangenes Wochenende wurde der griechische Premierminister Giorgos   Papandreou gezwungen, sein Amt aufzugeben und seine PASOK-Regierung   wurde durch eine Koalition der &#8222;nationalen Einheit&#8220; ersetzt. Diese neue   &#8222;K&#252;rzungskoalition&#8220;, bestehend aus sozialdemokratischer PASOK und   konservativer &#8222;Nea Dimokratia&#8220;, (ND) wird dem Rettungspaket zustimmen,   das weit mehr schmerzhafte K&#252;rzungen zur Folge hat als bisher und   Millionen von GriechInnen in die Armut treibt.<\/p>\n<p>  Papandreou wurde gezwungen, nun diesen Schritt zu tun, nachdem es   aufgrund seiner (mittlerweile wieder zur&#252;ckgenommenen) Ank&#252;ndigung eines   Referendums &#252;ber den Rettungsplan der EU f&#252;r das schuldengebeutelte   Griechenland allerorten zu Aufruhr gekommen war.<\/p>\n<p>  Zu den m&#246;glichen Kandidaten f&#252;r den vakanten Premierminister-Posten   z&#228;hlen Personen, die sich mit K&#252;rzungen bestens auskennen: Lukas   Papademos, ehemaliger Vizepr&#228;sident der Europ&#228;ischen Zentral Bank (EZB)   und Finanzminister Evangelos Venizelos. Die neue Koalitionsregierung   soll im Zuge vorgezogener Neuwahlen, die f&#252;r Februar geplant sind,   wieder abtreten.<\/p>\n<p>  Der vergangenen Monat mit der sogenannten Troika aus EZB, EU und   Internationalem W&#228;hrungsfonds (IWF) ausgehandelte Deal w&#252;rde der   verschuldeten griechischen Regierung 130 Milliarden Euro verschaffen,   eine Abschreibung bei den privaten Gl&#228;ubigern griechischer   Staatsanleihen in H&#246;he von 50 Prozent vorsehen und noch mehr zutiefst   unbeliebte Sparma&#223;nahmen mit sich bringen.<\/p>\n<h4>  Die Wirtschaft schrumpft um 15 Prozent<\/h4>\n<p>  Die Politik dieser Troika hat bereits dazu gef&#252;hrt, dass die Wirtschaft   Griechenlands in den letzten drei Jahren um atemberaubende 15 Prozent in   den Keller gegangen ist. Die PASOK-Regierung hat nach Vorgabe der Troika   eine Reihe neuer Gesetzte auf den Weg gebracht, die zwei Drittel der   GriechInnen in die Armut treibt. Die L&#246;hne f&#252;r Besch&#228;ftigte im   &#246;ffentlichen Dienst sind um die H&#228;lfte gek&#252;rzt worden (verglichen mit   dem Stand von Anfang 2010) und der &#8222;gesetzliche&#8220; Mindestlohn wird auf   500 Euro monatlich absinken (und selbst daran sind die Arbeitgeber nicht   gebunden, weil die Tarifverhandlungen aufgehoben wurden.) Mehr als 40   Prozent der Jugendlichen sind arbeitslos. Die Troika fordert, dass   250.000 Menschen und damit mehr als ein Drittel der gesamten   Besch&#228;ftigten aus dem &#246;ffentlichen Dienst entlassen werden. Der   &#246;ffentliche Dienst scheint Einiges aushalten zu m&#252;ssen. Die Anzahl der   Krankenhausbetten wurde bereits um 30 Prozent verringert und soll noch   einmal um 20 Prozent kleiner werden (und somit dann um die H&#228;lfte   gestrichen sein.) Neue Steuern bedeuten, einhergehend mit Lohnk&#252;rzungen   und Streichung von Sozialleistungen, dass vielen ArbeiterInnen und ihren   Familien jeden Monat hunderte Euro fehlen werden. Schulkinder beschweren   sich, dass sie Hunger haben und einige sind aus diesem Grund bereits in   der Schule ohnm&#228;chtig zusammengebrochen. Selbst die zuvor relativ gut   situierten Mittelschichten werden nun in Mitleidenschaft gezogen.<\/p>\n<p>  Papandreou machte seinen verzweifelten Vorschlag f&#252;r ein Referendum,   weil der Widerstand der Menschen in Griechenland gegen seine   K&#252;rzungspolitik so &#252;berw&#228;ltigend ist. Er realisierte, dass die   PASOK-Regierung Gefahr lief, vollends zusammenzubrechen. Am 19. Oktober   erlebte Griechenland den gr&#246;&#223;ten 48-st&#252;ndigen Generalstreik und die   umfassendsten Gewerkschaftsdemonstrationen in der Nachkriegsgeschichte.   Der 28. Oktober, der Jahrestag des &#8222;nationalen Stolzes&#8220; und der Paraden   in Gedenken an die Besetzung Griechenlands w&#228;hrend des Zweiten   Weltkriegs, wurde zur Demonstration der Wut gegen&#252;ber der Regierung.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/img\/20111113_Papandreou1.jpg\">  <\/p>\n<h4>  Erpressungsversuch<\/h4>\n<p>  Bei dem Vorschlag f&#252;r ein Referendum durch den bisherigen   Premierminister handelte es sich um einen Versuch, die Bev&#246;lkerung   Griechenlands zu erpressen. Es sollte ihnen gesagt werden: &#8222;Entweder   stimmt ihr f&#252;r das Rettungspaket vom 26. Oktober oder Griechenland wird   pleite gehen, die Eurozone verlassen und wir werden alle Hunger leiden&#8220;.<\/p>\n<p>  Doch bald darauf schon kamen diese Pl&#228;ne des alten Premierministers   unter enormen Druck seitens der f&#252;hrenden K&#246;pfe in der EU, vor allem   Frankreichs und Deutschlands. Diese brandmarkten das Referendum, weil   sie davon &#252;berzeugt waren, das Risiko einer Ausweitung der Krise   Griechenlands auf andere EU-Volkswirtschaften &#8211; vor allem das gef&#228;hrdete   Italien &#8211; w&#252;rde dadurch erh&#246;ht.<\/p>\n<p>  In einem weiteren Akt der Erpressung forderten die deutsche Kanzlerin   Merkel und der franz&#246;sische Pr&#228;sident Sarkozy ihrerseits, dass das   Referendum dar&#252;ber abgehalten werden solle, ob Griechenland Teil der EU   bleiben wolle oder nicht. Um zus&#228;tzlichen Druck auf Papandreou zu   erzeugen, seinen Vorschlag fallen zu lassen, wurde dar&#252;ber hinaus die   n&#228;chste Tranche aus dem bereits bestehenden &#8222;Rettungspaket&#8220; f&#252;r   Griechenland in H&#246;he von acht Milliarden Euro zur&#252;ckgehalten.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/img\/20111113_Papandreou2.jpg\">  <\/p>\n<p>  Innerhalb der regierenden PASOK kam es hinsichtlich des Referendum-Plans   daraufhin zu erheblichen Spaltungen. Finanzminister Evangelos Venizelos   und andere f&#252;hrende Vertreter der Regierung stellten sich in aller   &#214;ffentlichkeit gegen Papandreous Pl&#228;ne und vermeldeten am 4. November,   dass das Referendum zur&#252;ckgenommen worden sei. Mitglieder des Kabinetts   forderten Papandreous R&#252;cktritt zu Gunsten einer Regierung der   &#8222;nationalen Einheit&#8220;.<\/p>\n<p>  Im Anschluss an diese schwerwiegenden politischen Nackenschl&#228;ge   &#252;berlebte Papandreou ein Misstrauensvotum im Parlament am 4. November   nur, weil er am Folgetag den Staatspr&#228;sidenten aufsuchen und diesem zu   Gunsten einer von einem neuen (nicht gew&#228;hlten) Premierminister   gef&#252;hrten Koalitionsregierung sein R&#252;cktrittsgesuch &#252;bergeben w&#252;rde.   P&#252;nktlich am 5. November trat Papandreou dann zur&#252;ck. Dies war ein   Hinweis darauf, wie extrem tief die Krise ist, in der sich die Spitzen   der &#8222;politischen Klasse&#8220; und das Establishment Griechenlands befinden.<\/p>\n<p>  Samstagnacht stimmten dann sozialdemokratische PASOK und die bisherige   Oppositionspartei, die konservative ND (die bisher alle Angebote zur   Beteiligung an einer Koalitionsregierung mit der PASOK abgelehnt hatte),   darin &#252;berein, f&#252;r eine Zeit von vier Monaten und unter der F&#252;hrung   einer parteilosen &#8222;Pers&#246;nlichkeit&#8220; eine Koalitionsregierung zu bilden.   Danach dann soll es Neuwahlen geben. Die Koalitionsregierung wird aus   den beiden wichtigsten pro-kapitalistischen Parteien und zwei kleineren   Formationen bestehen, wovon eine die rechtsextreme &#8222;LAOS&#8220; ist.<\/p>\n<h4>  Unerbittliche Propaganda<\/h4>\n<p>  Anl&#228;sslich des Referendums wurden auch die ArbeiterInnen und die   Mittelschichten Griechenlands zum Ziel unerbittlicher Propaganda von   Seiten der EU, der griechischen Arbeitgeber und der Medien. Ihnen wurde   gesagt, dass sofern sie nicht weitere K&#252;rzungen akzeptieren w&#252;rden,   Griechenland gezwungen w&#228;re, die Eurozone und die EU zu verlassen und es   zu einem noch st&#228;rkeren Absinken der Lebensstandards kommen w&#252;rde.<\/p>\n<p>  Die wichtigsten linken Parteien wie die &#8222;KKE&#8220; (&#8222;Kommunistische Partei   Griechenlands&#8220;) und SYRIZA (eine breite linke Partei) setzten dieser   w&#252;sten, pro-kapitalistischen Beleidigung in Form von Medienpropaganda   keine realistische Alternative entgegen.<\/p>\n<p>  All dies hatte Auswirkungen auf die Perspektive der griechischen   Bev&#246;lkerung. Meinungsumfragen zeigen, dass eine gro&#223;e Mehrheit der   GriechInnen gegen das Referendum war. Nach der massiven Propaganda durch   die herrschende Klasse und ihre Massenmedien &#228;nderte sich die Stimmung.   Eine gro&#223;e Mehrheit (&#252;ber zwei Drittel) wollte nun in der Eurozone   bleiben und nicht mehr als 15 Prozent gaben an, lieber austreten zu   wollen (eine Reihe verschiedener Telefonumfragen wurde durchgef&#252;hrt,   weshalb es keine akkuraten Zahlen gibt. Doch der Trend war bei allen   derselbe).<\/p>\n<p>  Diese Umfrageergebnisse sind wirklich der Ausdruck der Verzweiflung in   hoffnungslosen Zeiten. Man will die Hoffnung nicht verlieren, dass eine   neue Koalitionsregierung irgendwie einen Weg aus der tiefen   wirtschaftlichen Krise Griechenlands finden wird. In Wahrheit ist f&#252;r   die meisten ArbeiterInnen kein Ende der Krise oder K&#252;rzungen in Sicht.   Und alle Illusionen in die neue Koalition, die in Teilen der Bev&#246;lkerung   vorhanden sein m&#246;gen, werden sehr wahrscheinlich nur von kurzer Dauer   sein. Die letzten Umfragen zeigen, dass durchweg 90 Prozent des   griechischen Volkes gegen die K&#252;rzungen der PASOK-Regierung sind. &#8211;   Gegen eine Politik also, die von der Regierung der &#8222;nationalen Einheit&#8220;   fortgesetzt werden wird.<\/p>\n<p>  Seit Beginn der Krise 2008\/-09 haben die griechischen ArbeiterInnen   viele Male gezeigt, dass sie gewillt sind, die K&#252;rzungen   zur&#252;ckzuschlagen und f&#252;r eine Alternative zum krisengesch&#252;ttelten System   einzutreten. Dreizehn Generalstreiks (von denen zwei &#252;ber 48 Stunden   gingen) haben in einem Zeitraum von weniger als zwei Jahren   stattgefunden. Hinzu kamen Streiks der Studierenden, Sit-ins und   Besetzungen &#246;ffentlicher Geb&#228;ude und Schulen sowie eine von den Massen   getragene Geb&#252;hrenboykott-Kampagne gegen ungerechte Steuern.   Streikaktionen und Massenproteste kulminierten am 19. Oktober im   gro&#223;artigen 48-st&#252;ndigen Generalstreik. Rund 500.000 bis 800.000   Menschen waren an dem Tag in Athen auf den Stra&#223;en. Das war die gr&#246;&#223;te   Gewerkschaftsdemonstration nach dem Zweiten Weltkrieg in Griechenland.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/img\/20111113_Papandreou3.jpg\">  <\/p>\n<p>  Aber die b&#252;rokratischen und wertkonservativen Gewerkschaftsf&#252;hrer haben   die enorme Macht der organisierten Arbeiterklasse nicht genutzt, um den   Massenwiderstand zu steigern, die PASOK-Regierung endlich zu beenden,   alle K&#252;rzungen zu stoppen und f&#252;r eine Regierung der arbeitenden   Menschen einzustehen. Die F&#252;hrungsebene der Gewerkschaft rief nur dann   in den vergangenen 18 Monaten zu Aktionen auf, wenn sie unter den   intensiven Druck der Massen geriet. Sie haben jedoch keinen Plan oder   eine Strategie um zu gewinnen &#8211; ganz zu schweigen von einem alternativen   politischen Programm.<\/p>\n<h4>  Besetzungen und Streiks<\/h4>\n<p>  Seit dem 19. Oktober ist die Anzahl der Besetzungen und Branchen   bezogenen Streiks zur&#252;ckgegangen. Aber dies bedeutet nicht das Ende der   betrieblichen Massenk&#228;mpfe, sondern nur eine zeitweilige Pause nach   Monaten hektischer Streiks und anderer Massenaktionen. Junge Leute und   arbeitende Menschen halten nun nach anderen Formen des Massenwiderstands   Ausschau. Die von den Massen getragene Geb&#252;hrenboykott-Kampagne gegen   Steuern auf Haushalte kann zu neuem Leben erwachen; so auch die   Massenproteste gegen umweltsch&#228;dliche Projekte. Die neue Welle an   K&#252;rzungen, die von der &#8222;K&#252;rzungskoalition&#8220; bereits zugesagt wurde,   bedeutet, dass es unweigerlich zu Klassenkampf kommen wird und zu einer   neuen Runde an betrieblichen Streiks.<\/p>\n<p>  Einige Gewerkschaften, darunter die Vertretung der   Verwaltungsangestellten, der GrundschullehrerInnen, BahnarbeiterInnen   und der Besch&#228;ftigten in der Telekommunikationsbranche, haben den Kampf   entschiedener gef&#252;hrt und ihre Verbindungen zur PASOK abgebrochen. Ein   Teil der Gewerkschaftsbewegung radikalisiert sich und geht in eine   k&#228;mpferische Richtung. Aber auch wenn diese Gewerkschaften sich von der   PASOK abwenden, so bieten deren F&#252;hrerInnen ihrer Mitgliedschaft keinen   klaren und mutigen Aktionsplan. Das CWI in Griechenland (&#8222;Xekinima&#8220;)   ruft die Mitglieder dieser Gewerkschaften dazu auf, einen endg&#252;ltigen   Bruch mit der PASOK zu vollziehen und dabei zu helfen, eine neue   Arbeiterpartei mit mutiger und sozialistischer Politik aufzubauen.<\/p>\n<p>  &#8222;Xekinima&#8220; wendet sich gegen die neue Regierung der &#8222;nationalen Einheit&#8220;   aus PASOK und ND. Das wird eine Koalition sein, die noch viel tiefere   K&#252;rzungen umsetzen und noch mehr Armut sorgen wird. Die Politik der   neuen Koalitionsregierung wird im Grunde dieselbe sein wie bisher. Die   neue Regierung wird den Vorgaben von Merkel und Sarkozy bis ins letzte   Detail Folge leisten. Es gibt nichts &#8222;Positives&#8220; an dieser Regierung &#8211;   au&#223;er der Tatsache, dass &#8211; so k&#246;nnte man sagen &#8211; ND vor allen   GriechInnen jetzt als genauso verantwortlich f&#252;r die Situation dastehen   wird wie die PASOK. Bis jetzt hat der Chef der ND, Samaras, auf zynische   Art und Weise eine populistische Rolle eingenommen. Er kritisierte die   Politik der Regierung und beschuldigte die PASOK daf&#252;r, den Direktiven   der EU nichts entgegenzusetzen.<\/p>\n<h4>  Platz f&#252;r die Linke<\/h4>\n<p>  Illusionen unter Teilen der Bev&#246;lkerung, die Dinge k&#246;nnten unter einer   Koalition der &#8222;nationalen Einheit&#8220; nun &#8222;ein bisschen&#8220; besser werden,   werden nicht lange anhalten. In der bevorstehenden politischen Situation   haben die linken Parteien eine einmalige und historische M&#246;glichkeit, zu   wachsen und eine entscheidende Rolle zu spielen. Aber um den   fundamentalen Wandel zu bringen, den es braucht, um angesichts der   schwerwiegenden Probleme der griechischen ArbeiterInnen und der ganzen   Gesellschaft wirkliche und nachhaltige L&#246;sungen zu liefern, braucht es   eine Linke, die ein sozialistisches Programm annimmt und entschieden f&#252;r   einen Systemwechsel k&#228;mpft. Bisher lehnen es die wichtigsten und   traditionellen Parteien der griechischen Linken, die &#8222;KKE&#8220;   (&#8222;Kommunistische Partei Griechenlands&#8220;) und SYN (&#8222;Synaspismos&#8220;; B&#252;ndnis   der Linken, der Bewegungen und &#214;kologie) es ab, in diese Richtung zu   gehen. Die Notwendigkeit, eine Massenbewegung aufzubauen und diese   weiterzuentwickeln und neue Kr&#228;fte der Linken mit einer radikalen,   sozialistischen Politikausrichtung aufzubauen, steht dr&#228;ngender auf der   Tagesordnung als je zuvor.<\/p>\n<p>  &#8222;Xekinima&#8220; steht f&#252;r eine sozialistische Perspektive und Politik. Der   Slogan von &#8222;Xekinima&#8220; lautet: &#8222;Zahlt nicht die Schulden und akzeptiert   keine weiteren K&#252;rzungen!&#8220; &#8222;Xekinima&#8220; ruft auf zu einer Regierung, die   die arbeitenden Menschen, die verarmten Mittelschichten, die Armen und   die jungen Leute repr&#228;sentiert. Eine Arbeiterregierung w&#252;rde   Arbeitspl&#228;tze, bezahlbare Wohnungen, ein anst&#228;ndig finanziertes   Bildungs- und Gesundheitssystem sicherstellen. Sie w&#252;rde die gro&#223;en   Pfl&#246;cke der Wirtschaft in &#246;ffentliches Eigentum &#252;berf&#252;hren, sie unter   demokratische Kontrolle stellen und zum Nutzen des Bedarfs der Mehrheit   und nicht im Sinne des Wohlstands einer Elite einsetzen.<\/p>\n<p>  &#8222;Xekinima&#8220; lehnt das Argument ab, wonach die GriechInnen den   fl&#228;chendeckenden Niedergang ihrer Lebensstandards ertragen m&#252;ssten, um   in der Eurozone bleiben zu k&#246;nnen. &#8222;Xekinima&#8220; stellt sich auch gegen   weit gestreute Illusionen in eine sogenannte &#8222;progressive und umfassende   nationale W&#228;hrungspolitik&#8220;, die von Teilen der griechischen Linken   vorangetrieben werden. Es gibt keine L&#246;sungen auf nationaler und   kapitalistischer Grundlage. &#8222;Xekinima&#8220; fordert wirklichen   Internationalismus &#8211; f&#252;r eine Alternative f&#252;r die ArbeiterInnen zur   kapitalistischen Krise und den Sparprogrammen, die in ganz Europa   angewendet werden. Nur mit der Aussicht auf gemeinsame K&#228;mpfe mit den   ArbeiterInnen im Rest Europas k&#246;nnen wir eine Alternative zum Europa des   Gro&#223;kapitals, der Bankiers und des IWF finden und f&#252;r ein   sozialistisches Europa k&#228;mpfen!<\/p>\n<h4>  <a href=\"http:\/\/www.xekinima.org\">Homepage von &#8222;Xekinima&#8220;<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die neue Regierung der &#8222;nationalen Einheit&#8220; ist eine &#8222;K&#252;rzungskoalition&#8220;\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[44],"tags":[275],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14541"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14541\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}