{"id":14507,"date":"2011-11-18T00:00:00","date_gmt":"2011-11-18T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14507"},"modified":"2011-11-18T00:00:00","modified_gmt":"2011-11-18T00:00:00","slug":"14507","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/11\/14507\/","title":{"rendered":"S21: JA zum Ausstieg aus dem Gro&#223;projekt f&#252;r Banken &amp; Baukonzerne"},"content":{"rendered":"<p>  Am 27. November kommt es zu einer Volksabstimmung in ganz   Baden-W&#252;rttemberg. Ihr Ausgang ist h&#246;chst ungewiss, aber sie wird zu   einer entscheidenden Weichenstellung f&#252;r die weitere Auseinandersetzung.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i><b>von Ursel Beck, Stuttgart<\/b><\/i><\/h4>\n<p>  <b>S21-GegnerInnen ist bewusst, dass es bei der Volksabstimmung um eine   Entscheidungsschlacht geht. Auch wenn klar ist, dass das undemokratische   Quorum von einem Drittel der Wahlberechtigten f&#252;r den Ausstieg so gut   wie nicht gewonnen werden kann, ist es alles andere als egal, wie sich   die abgegebenen Stimmen auf Gegner und Bef&#252;rworter verteilen.<\/b><\/p>\n<h4>  <b>Die Kampagne f&#252;r ein &quot;Ja&quot; zum Ausstieg hat begonnen<\/b><\/h4>\n<p>  Entscheidend ist eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen in Stuttgart und   m&#246;glichst auch im Land. Um dieses Ziel zu erreichen, legt das   &quot;Aktionsb&#252;ndnis gegen Stuttgart 21&quot; und viele im Widerstand aktive   Gruppen, wie Parksch&#252;tzer, Stadtteilinitiativen, Gewerkschafter gegen   S21, Jugendoffensive, Schwabenstreich-Gruppen einen Zahn zu im   Widerstand gegen das Milliardengrab. Dar&#252;ber hinaus hat sich ein   landesweites B&#252;ndnis gebildet, dem unter anderem die Gr&#252;nen, DIE LINKE,   der BUND und der DGB Baden-W&#252;rttemberg angeh&#246;ren. Erfreulicherweise kann   sich die Kampagne auf sehr viele AktivistInnen mit einer ungeheuren   Kreativit&#228;t, Phantasie, Entschlossenheit und hoher Opferbereitschaft in   puncto Zeit und Geld st&#252;tzen. Dazu kommt: Noch immer &#8211; und trotz   vor&#252;bergehendem Baustopp &#8211; beteiligen sich Montag f&#252;r Montag um die   5.000 &#252;berzeugte S21-GegnerInnen an der Montagsdemo.<\/p>\n<h4>  <b>Waffengleichheit?<\/b><\/h4>\n<p>  Von Waffengleichheit zwischen Bef&#252;rwortern und Gegnern bei der   Volksabstimmung kann keine Rede sein. Hinter Stuttgart 21 steht das   Kapital. Und im Kampf um milliardenschwere Profite k&#246;nnen pro-blemlos   ein paar Millionen locker gemacht werden, um Anzeigen zu schalten,   Werbeagenturen zu finanzieren und L&#252;gen auf teuren Gro&#223;fl&#228;chenplakaten   oder in Fernsehspots zu verbreiten. Die Tunnelparteien haben im   Stuttgarter Regionalparlament eine Million aus der Verkehrsr&#252;cklage   zweckentfremdet, um jeden Stuttgarter Haushalt mit Pro-21-Propaganda zu   bedienen.<\/p>\n<h4>  Und die Medien?<\/h4>\n<p>  Die herrschende &#246;ffentliche Meinung ist im Kapitalismus die Meinung der   Herrschenden. Und die Pressefreiheit ist nichts anderes als die Freiheit   der kleinen Minderheit von Reichen. In Stuttgart hat diese   Pressefreiheit den Namen Richard Rebmann. Er ist Verleger und steht   hinter den beiden Stuttgarter Lokalzeitungen und vielen anderen   Zeitungen im Land. Und er ist &#252;ber mehrere Kan&#228;le direkt mit S21   verfilzt. Die S21-Mafia betreibt ihre Propaganda-Kampagne nach dem   Motto: noch dreister L&#252;gen und mit noch mehr Dreck schmei&#223;en. Dazu   geh&#246;rt auch, dass L&#252;gen in Polizeiberichten unhinterfragt abgedruckt   werden. Die weitere Kriminalisierung des Widerstands ist Teil der   Kampagne der S21-Bef&#252;rworter.<\/p>\n<p>  Der Widerstand gegen S21 hat die Frage der Medien immer wieder   diskutiert. Inzwischen gibt es mit der Zeitung &#8222;einundzwanzig&quot; und   &#8222;Kontext&quot; Ans&#228;tze f&#252;r Zeitungen unabh&#228;ngig von Kapitalinteressen. Und   nat&#252;rlich ist das Internet ein Vorteil f&#252;r die Bewegung. Nicht umsonst   konzentriert sich die Staatsanwalt darauf, filmende AktivistInnen mit   Hausdurchsuchungen und v&#246;llig unhaltbaren Strafanzeigen einzusch&#252;chtern.<\/p>\n<p>  Dennoch zeigt die Volksabstimmung, dass es notwendig ist, die Medien   unter demokratische &#246;ffentliche Kontrolle zu bringen. Dazu geh&#246;rt auch,   die Pressezaren zu enteignen. Das w&#228;re auch ein wichtiger Beitrag zur   Befreiung der JournalistInnen, die in ihrem k&#252;rzlichen Streik nicht nur   f&#252;r eine bessere Bezahlung, sondern auch gegen den von den Chefetagen   diktierten &#8222;Billigjournalismus&quot; ank&#228;mpften.<\/p>\n<p>  <i>Ursel Beck ist aktiv in der Initiative &quot;Cannstatter gegen Stuttgart   21&quot; und Sprecherin des Ortsverbandes DIE LINKE Bad Cannstatt<\/i><\/p>\n<p>  Weitere Infos unter: <a href=\"http:\/\/www.ja-zum-ausstieg.de\">www.ja-zum-ausstieg.de<\/a><\/p>\n<p>  12.11. Landesweiter dezentraler Aktionstag<\/p>\n<p>  21.11. 100. Montagsdemo<\/p>\n<p>  26.11. Landesweite Gro&#223;demonstration<\/p>\n<p>  27.11. Ausstiegsparty in Stuttgart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am 27. November kommt es zu einer Volksabstimmung in ganz<br \/>\n      Baden-W&#252;rttemberg. 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