{"id":14506,"date":"2011-11-01T00:00:00","date_gmt":"2011-10-31T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14506"},"modified":"2012-05-29T12:36:57","modified_gmt":"2012-05-29T10:36:57","slug":"14506","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/11\/14506\/","title":{"rendered":"K&#228;mpfe, die alle angehen"},"content":{"rendered":"<p>  Alpenland und CFM wochenlang im Streik in Berlin<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Es ist ein kleiner Aufstand gegen Ungerechtigkeit, gegen Ausbeutung   und gegen Unternehmerwillk&#252;r. Seit dem 18. August beziehungsweise 12.   September streiken in Berlin Besch&#228;ftigte der Alpenland-Pflegeheime und   der Charit&#233; Facility Management GmbH (CFM).<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  In beiden F&#228;llen geht es um den Kampf f&#252;r einen Tarifvertrag. Den   Alpenland-MitarbeiterInnen im Ostteil der Stadt wird ein solcher im   Gegensatz zu ihren West-KollegInnen verwehrt. Die Lohnunterschiede   liegen f&#252;r die gleiche Arbeit bei bis zu 400 Euro. Die CFM wurde 2006   unter dem SPD\/PDS-Senat aus der Charit&#233; ausgegliedert und   teilprivatisiert. Die Folge: Niedrigstl&#246;hne, miese Arbeitsbedingungen,   prek&#228;re Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse und Einzelvertr&#228;ge statt   Tarifvertrag. Die Belegschaft wurde gespalten, um sie besser auspressen   zu k&#246;nnen und einen gemeinsamen Kampf f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen zu   verhindern.<\/p>\n<h4>  Deutschland wird zum Niedriglohnland<\/h4>\n<p>  Ein &quot;Einkommen zum Auskommen&quot; fordern die Streikenden. Aber auch ein   St&#252;ck mehr Menschenw&#252;rde und Anerkennung ihrer Arbeitsleistung. Die   Arbeitgeber stellen in beiden F&#228;llen auf stur. Offensichtlich erhoffen   sie sich, die Arbeitsk&#228;mpfe aussitzen zu k&#246;nnen. Aber beide   Belegschaften sind entschlossen, bis zu einem erfolgreichen Ende weiter   zu streiken.<\/p>\n<p>  Das nicht zuletzt, weil sie wissen, dass sie nicht nur f&#252;rs eigene   Portemonnaie k&#228;mpfen. Denn Verh&#228;ltnisse wie bei Alpenland und der CFM   herrschen in unz&#228;hligen Betrieben. Eine Million LeiharbeiterInnen, zwei   Millionen verdienen unter sechs Euro in der Stunde, acht Millionen   arbeiten in ungesicherten Arbeitsverh&#228;ltnissen &#8211; Deutschland wird zum   Land der arbeitenden Armen und Entrechteten.<\/p>\n<h4>  Ein Streikerfolg h&#228;tte Signalwirkung<\/h4>\n<p>  Die seit Jahren existierende Spirale nach unten hinsichtlich L&#246;hne und   Arbeitsbedingungen muss umgekehrt werden. Deshalb sind die Streiks bei   Alpenland und CFM von grunds&#228;tzlicher gesellschaftlicher Bedeutung &#8211; und   gehen alle ArbeiterInnen an! Verlieren die Streikenden, wird es auch in   anderen Betrieben schwerer, Arbeiterrechte, h&#246;here L&#246;hne, bessere   Arbeitsbedingungen und Tarifvertr&#228;ge durchzusetzen. Denn die Unternehmer   wollen tariffreie Zonen, um ihre Profite zu maximieren. Gewinnen sie   aber, kann das eine Signalwirkung haben und andere Belegschaften   motivieren, auch f&#252;r ihre Rechte zu k&#228;mpfen. Das w&#228;re ein Sieg f&#252;r die   ganze Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>  Das wei&#223; auch die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung der CFM, die den Arbeitskampf mit   harten Bandagen f&#252;hrt und die Aus&#252;bung des Streikrechts mit allen   Mitteln einzuschr&#228;nken versucht: Hausverbote gegen GewerkschafterInnen,   Pr&#228;mienzahlungen an Streikbrecher, Drohungen mit K&#252;ndigungen und   Abmahnungen &#8211; wenn solche Methoden akzeptiert werden, wird auch das   Auswirkungen auf zuk&#252;nftige gewerkschaftliche K&#228;mpfe in anderen   Betrieben haben.<\/p>\n<h4>  Solidarit&#228;t ist gefragt<\/h4>\n<p>  Deshalb brauchen die Streikenden dringend die Solidarit&#228;t aller   Gewerkschaften, linker Organisationen und sozialer Bewegungen.<\/p>\n<p>  Schreibt Solidarit&#228;tsadressen an: cfm.solikomitee@googlemail.com und   Protestschreiben an die CFM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrung: toralf.giebe@charite.de   und i.masswig@cfm-charite.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Alpenland und CFM wochenlang im Streik in Berlin\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,17],"tags":[242],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14506"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14506"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14506\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}