{"id":14493,"date":"2011-10-23T00:00:00","date_gmt":"2011-10-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14493"},"modified":"2012-05-29T12:37:58","modified_gmt":"2012-05-29T10:37:58","slug":"14493","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/10\/14493\/","title":{"rendered":"Wir sind auf den Knien"},"content":{"rendered":"<p>  Soldairit&#228;tsveranstaltung der SAV Frankfurt\/M zum Streik bei der CFM<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die SAV Frankfurt ging mit der Veranstaltung &#8222;Kliniken und   Besch&#228;ftigte in Not&#8220; am 17.10. einen ersten Schritt dahin, dem   Arbeitskampf der ArbeiterInnen an der Berliner Charit&#233; eine   &#214;ffentlichkeit auch au&#223;erhalb Berlins zu schaffen. Der Veranstaltung   voraus ging eine Diskussion in der Ortsgruppe, aus der die Einsicht   entstand, dass nicht nur wir uns die Erfahrungen des Streiks zu eigen   machen sollten. Schlie&#223;lich ist er Beispiel daf&#252;r, dass selbst im   Gesundheitssektor, der gepr&#228;gt ist von eher geringerer   gewerkschaftlicher Organisation, die Besch&#228;ftigten sich wehren k&#246;nnen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Richard Ulrich, Frankfurt<\/i><\/h4>\n<p>  Zu diesem Zweck waren neben dem Streikleiter und SAV-Mitglied Carsten   Becker aus Berlin auch zwei Betriebsr&#228;te aus Frankfurter Kliniken,   Margarete Wiemer (Klinikum H&#246;chst) und Annette M&#252;ller (Uniklinik) auf   dem Podium vertreten. Schnell wurde klar, dass die schlechten   Bedingungen in den Krankenh&#228;usern System haben, und die Zust&#228;nde in der   Charit&#233; keinen Einzelfall darstellen. So sagte Annette M&#252;ller, an der   Frankfurter Uniklinik sei die Entwicklung, was Privatisierung und   Aufspaltung der Belegschaft anginge eine &#228;hnliche. Jedoch folge man der   Charit&#233;, zum Bedauern der Referentin, noch nicht, was den Widerstand   gegen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen betreffe. Trotzdem konnte   die ver.di-Betriebsgruppe an der Uniklinik durchsetzen, dass auch   Leiharbeiter aktives und passives Wahlrecht bei Betriebsratswahlen haben   (entgegen der Fehlinformation von ver.di Funktion&#228;ren!).<\/p>\n<p>  Margarete Wiemer gab einen Einblick in die Situation in H&#246;chst. Dort   sind erst wenige Bereiche privatisiert, es stehe ihnen aber noch bevor.   Die Rechtsform wurde bereits ge&#228;ndert trotz des Widerstands der   Belegschaft dagegen. Einen Vertrag zur Lohnabsenkung, wie er in diversen   anderen Kliniken besteht, konnten die Besch&#228;ftigten hingegen verhindern.   Dennoch sei die wirtschaftliche Situation des H&#246;chster Krankenhauses   nicht schlechter als anderswo, berichtete die Betriebsr&#228;tin. Das   Gegenbeispiel ist das Klinikum Offenbach, das trotz dreier   Absenkungsvertr&#228;ge vor der Teilprivatisierung steht.<\/p>\n<p>  Seit langem, so Wiemer, funktionierten die Kliniken wie   Wirtschaftsbetriebe. Im Vordergrund stehe, kostendeckend, wenn nicht gar   profitabel zu arbeiten. Aus den Missst&#228;nden in den Krankenh&#228;usern zog   Wiemer den Schluss, dass es einer demokratischen Kontrolle dessen   bedarf, was in den Krankenh&#228;usern geschieht.<\/p>\n<p>  Gegen Zweifel aus dem Publikum an der Methode des Erzwingungsstreiks im   Krankenhaus, die scheinbar die PatientInnen treffen, argumentierte   Carsten Becker, dass bei einem Erzwingungsstreik weniger Menschen zu   Schaden kommen, als wenn das Gesundheitssystem so bleibt wie es ist.   Zudem lie&#223;en sich die Krankenhausbetreiber nicht von moralischer   Emp&#246;rung beeindrucken. Erst wenn es ans Wesentliche geht &#8211; ihre Profite   bedroht werden &#8211; lenkten sie ein. Auch der Generalstreik m&#252;sse nochmal   auftauchen in der Palette gewerkschaftlicher Handlungsoptionen. Beckers   Fazit: &#8222;Die M&#228;chtigen erscheinen uns nur so gro&#223;, weil wir auf den Knien   sind. Lasst uns aufstehen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Soldairit&#228;tsveranstaltung der SAV Frankfurt\/M zum Streik bei der CFM\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14493"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14493\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}