{"id":14485,"date":"2011-10-16T17:00:00","date_gmt":"2011-10-16T17:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14485"},"modified":"2011-10-16T17:00:00","modified_gmt":"2011-10-16T17:00:00","slug":"14485","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/10\/14485\/","title":{"rendered":"Streik an der Charit&#233;: Solidarit&#228;t w&#228;chst"},"content":{"rendered":"<p>  Gro&#223;e Demonstration in Solidarit&#228;t mit den Streiks an der Charit&#233; und   bei Alpenland<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die f&#252;nfte Streikwoche bei der Charit&#233; Facility Management GmbH (CFM)   ging mit einer gro&#223;en Solidarit&#228;tsdemonstration zu Ende. Der ver.di   Fachbereich Gesundheit (FB 3) hatte aufgerufen zur Unterst&#252;tzung der   Streiks an der Charit&#233; und bei den Alpenland-Pflegeheimen auf die Stra&#223;e   zu gehen: und es kamen mehr als erwartet.<\/p>\n<h4>  <i>von SAV-Korrspondenten bei den Streikposten und auf der Demonstration<\/i><\/h4>\n<p>  Circa eintausend TeilnehmerInnen zogen am Samstag, den 15. Oktober vom   Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Darunter nicht nur die Streikenden   der CFM und von Alpenland mit Freunden und Familienmitgliedern, sondern   auch KollegInnen anderer Betriebe, Gewerkschaften und sozialer und   politischer Organisationen und Bewegungen.<\/p>\n<h4>  Breite Beteiligung<\/h4>\n<p>  Pflegekr&#228;fte der Charit&#233; in Dienstkleidung, KollegInnen der   Vivantes-Krankenh&#228;user, vom Bosch-Siemens-Hausger&#228;tewerk, der Berliner   Verkehrsbetriebe, der S-Bahn, dem ver.di-Erwerbslosenausschuss, Aktive   von attac, dem Berliner S-Bahn-Tisch, Mitglieder der SAV und anderer   sozialistischer Organisationen, der Landesvorsitzende der Partei DIE   LINKE Klaus Lederer und weitere Mitglieder der Partei und von   Linksjugend[&quot;solid] und dem Studierendenverband LINKE.SDS &#8211; alle waren   gekommen, um den Streikenden ihre Unterst&#252;tzung zu zeigen.<\/p>\n<p align=\"center\">  <embed width=\"400\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" flashvars=\"host=picasaweb.google.com&#038;hl=de&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2Fkoschitzki%2Falbumid%2F5664161339166186529%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde\" height=\"267\" src=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/s\/c\/bin\/slideshow.swf\" type=\"application\/x-shockwave-flash\">  <\/embed>  <\/p>\n<p>  Diese Demonstration war der H&#246;hepunkt einer weiteren erfolgreichen   Streikwoche, in der die &#246;ffentliche Wahrnehmung des CFM-Streiks deutlich   gesteigert werden konnte. Nicht nur, dass die Streikenden wieder   verschiedene Demonstrationen und Aktionen durchf&#252;hrten, wie einen Marsch   zur Niederlassung der Leiharbeitsfirma Manpower. Die mediale   Berichterstattung war gr&#246;&#223;er, unter anderem mit einem ausf&#252;hrlichen   Bericht in der RBB-Abendschau, einem Interview in der Tageszeitung Neues   Deutschland (ND) und einer Solidarit&#228;tsanzeige, die in der jungen Welt   und im ND geschaltet wurde und die von &#252;ber 200 Betriebs- und   Personalr&#228;ten, GewerkschafterInnen und Unterst&#252;tzerInnen aus dem ganzen   Bundesgebiet und anderen L&#228;ndern unterzeichnet wurde, darunter auch   Gregor Gysi und 22 weitere LINKE-Bundestagsabgeordnete und   GewerkschafterInnen aus Pakistan, Italien, Gro&#223;britannien und anderen   L&#228;ndern.<\/p>\n<p>  Am Freitag Vormittag besuchten die Streikenden die Vorstellung des   Masterplans f&#252;r die Charit&#233; durch die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung und als sie   demonstrativ im Protest den Saal verlie&#223;en, schlossen sich ihnen viele   Charit&#233;-Besch&#228;ftigte an, so dass der Vorstand mit nur einem kleinen Teil   der Anwesenden &#252;brig blieb.<\/p>\n<h4>  Demonstration<\/h4>\n<p>  Als die Demonstration vor zwei Wochen terminiert wurde, war noch nicht   absehbar, dass die am gleichen Tag stattfindenden Proteste der   &#8222;Occupy&#8220;-Bewegung gegen die Macht der Banken eine solch gro&#223;e Resonanz   erfahren w&#252;rden. Eine gr&#246;&#223;ere Gruppe von Streikenden und ihren   Unterst&#252;tzerInnen zog dann aber nach dem Ende der   Solidarit&#228;tsdemonstration zur &#8222;Occupy&#8220;_Demonstration und wurde von den   DemonstrantInnen dort mit viel Applaus begr&#252;&#223;t.<\/p>\n<p>  Zuvor waren sie in einem langen und k&#228;mpferischen Zug vom Alexanderplatz   erst einmal zum so genannten Kulturkaufhaus Dussmann gezogen, um bei   einer Zwischenkundgebung darauf hinzuweisen, dass Dussmann als   Gesellschafter der CFM mitverantwortlich f&#252;r Hungerl&#246;hne und die   Verweigerung eines Tarifvertrags ist. Dies war nicht der erste Besuch   dort, schon mehrmals fanden Protestaktionen vor und in dem Kaufhaus   statt. Erst am letzten Mittwoch hatten Streikende bei einem Konzert im   Kaufhaus mit Schildern gegen die Dussmann-Politik protestiert. Auch am   Samstag waren Demonstranten in das Kaufhaus gegangen und haben dort   Flugbl&#228;tter verteilt und auf den CFM-Streik hingewiesen. Sie wurden   wieder einmal vom Sicherheitsdienst und diesmal auch unter Beteiligung   der Polizei des Hauses verwiesen. Am Ende der Kundgebung kam es zu einer   spontanen Sitzblockade vor dem Haupteingang des Kaufhauses. Polizisten   reagierten darauf nerv&#246;s und begannen Demonstranten zu schubsen und   versuchten einen Kollegen wegzutragen. Die lautstarken Proteste der   Umstehenden verunsicherten die Polizeikr&#228;fte aber offensichtlich und sie   beschr&#228;nkten sich darauf, den Eingang zu blockieren. Diese Sitzblockade   war ein eindeutiges Signal an Dussmann und die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung: der   Geduldsfaden der Streikenden wird k&#252;rzer!<\/p>\n<h4>  Abschlusskundgebung<\/h4>\n<p>  In k&#228;mpferischen Reden klagten unter anderem Sylvi Krisch,   ver.di-Verhandlungsf&#252;hrerin bei der CFM, Meike J&#228;ger,   ver.di-Landesbezirksfachbereichsvorsitzende und Ellen Paschke,   ver.di-Bundesfachbereichsvorsitzende die Politik der Gesch&#228;ftsf&#252;hrungen   bei CFM und Alpenland scharf an und machten den Streikenden Mut, mit   einem langen Atem zum Erfolg zu kommen. Etwas irritierend wirkte die   Rede des ver.di-Landesbezirksvorsitzenden Rolf Wiegand. Dieser ist   gleichzeitig Mitglied im SPD-Landesvorstand, rief dazu auf, Druck auf   &#8222;die Politik&#8220; auszu&#252;ben, ohne aber ein Wort zu seiner Partei und seinen   eigenen Aktivit&#228;ten im Landesvorstand hinsichtlich der   Koalitionsverhandlungen zu sagen.<\/p>\n<p>  Mit viel Applaus wurden die Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen von G&#252;ng&#246;r Demirci,   Betriebsratsvorsitzender beim Bosch-Siemens-Hausger&#228;tewerk (BSH) und   Erdogan Kaya, Gewerkschafter bei der BVG, bedacht. Beide wiesen auf die   Bedeutung &#252;berbetrieblicher Solidarit&#228;t hin. Demirci versprach den   Streikenden einen Besuch einer BSH-Delegation beim Streiklokal und Kaya   f&#252;hrte aus, dass die Zielsetzung sein m&#252;sse, in anderen Betrieben   Solidarit&#228;tsstreiks auf die Beine zu stellen. Stephan Gummert sprach als   Charit&#233;-Gewerkschafter und Pflegekraft und klagte die Verantwortlichen   im Charit&#233;-Vorstand an. Nach jedem Namen der Damen und Herren, den er   nannte, riefen die DemonstrantInnen ein lautstarke &#8222;Sch&#228;mt Euch&#8220; &#252;ber   den Platz des 18. M&#228;rz vorm Brandenburger Tor. F&#252;r das   Solidarit&#228;tskomitee rief Sascha Stanicic dazu auf, praktische   Solidarit&#228;tsarbeit nach dieser Demonstration zu verst&#228;rken. Er erinnerte   daran, dass Streik die einzige Sprache ist, die die Arbeitgeber   verstehen und betonte dann: &#8222;Die KollegInnen bei Alpenland und CFM waren   dieser Sprache noch vor einigen Wochen gar nicht m&#228;chtig und haben sie   dann im Schnelldurchgang erlernt. Lasst uns jetzt eine   Streik-Alphabetisierungskampagne im ganzen Land starten!&#8220;<\/p>\n<p>  Die Demonstration hat unterstrichen, dass die Streiks bei der CFM und   bei Alpenland keine isolierten Auseinandersetzungen sind, sondern von   gesellschaftlicher Bedeutung zur generellen Durchsetzung von   Arbeiterrechten in ausgegliederten, privatisierten und prekarisierten   Bereichen. Sie hat den Streikenden Mut gemacht und wird es sicherlich   erleichtern, weitere Solidarit&#228;tsaktionen durchzuf&#252;hren.<\/p>\n<h5>  Korrektur: In einer ersten Fassung dieses Artikels bezeichneten wir Rolf   Wiegand f&#228;lschlicherweise als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Gro&#223;e Demonstration in Solidarit&#228;t mit den Streiks an der Charit&#233; und<br \/>\n      bei Alpenland\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,11,13,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14485"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}