{"id":14469,"date":"2011-10-15T00:00:00","date_gmt":"2011-10-15T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14469"},"modified":"2011-10-15T00:00:00","modified_gmt":"2011-10-15T00:00:00","slug":"14469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/10\/14469\/","title":{"rendered":"Geld her f&#252;r unsere Bildung!"},"content":{"rendered":"<p>  &#8222;Jede Person hat das Recht auf Bildung. Die Bildung soll unentgeltlich   sein&#8220;, so hei&#223;t es in Artikel 26 der &#8222;Allgemeinen Erkl&#228;rung der   Menschenrechte&#8220; der UNO von 1948. Nichts als Lippenbekenntnisse.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Steve K&#252;hne, Dresden<\/i><\/h4>\n<p>  &#220;berall das gleiche Bild: Die Regierungen scheren sich um das   Bildungsniveau ihrer Bev&#246;lkerung nur insofern, als sie auf dem   kapitalistischen Markt &#8222;verwertbar&#8220; zu sein hat.<\/p>\n<h4>  Es l&#228;uft was falsch, weltweit<\/h4>\n<p>  &#220;bertr&#228;gt man die Zahlen zur globalen Sozialstruktur auf ein imagin&#228;res   Dorf von 100 Menschen, w&#228;ren 70 der 100 BewohnerInnen Analphabeten oder   aber nur bedingt dazu in der Lage, zu lesen oder zu schreiben. Das Dorf   h&#228;tte zwar einen Soldaten, aber keinen Lehrer und keine Lehrerin. Warum   ist das so? Weil die ungleiche Verteilung des gesellschaftlich   erwirtschafteten Reichtums nichts anderes zul&#228;sst. In unserem Dorf w&#228;ren   gerade mal sechs Bewohner-Innen im Besitz von knapp 60 Prozent des   gesamten Verm&#246;gens.<\/p>\n<h4>  Und Deutschland?<\/h4>\n<p>  Die Organisation f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung   (OECD) stellte unl&#228;ngst fest, dass Deutschland von 36 untersuchten   Indus-trienationen im Bildungsniveau auf Platz 30 (!) liegt.<\/p>\n<h4>  Die Folgen: verfallende Schulen, Einstellungsstopps, Stellenabbau,   &#252;berf&#252;llte Unis, sinkende Qualit&#228;t.<\/h4>\n<h4>  Jeder zahlt f&#252;r sich selbst?<\/h4>\n<p>  Auf der einen Seite werden die staatlichen Mittel zusammengestrichen,   auf der anderen Seite greift man uns immer st&#228;rker in die Taschen &#8211; ob   Abschaffung der Lehrmittelfreiheit oder Studiengeb&#252;hren. In Bremen sind   f&#252;r jedes Semester 500 Euro zu berappen. In Sachsen gibt es zwar   offiziell keine Studiengeb&#252;hren, aber daf&#252;r einen Semesterbeitrag   (Wintersemester 2011\/12: 218,50 Euro).<\/p>\n<h4>  Gemeinsam k&#228;mpfen!<\/h4>\n<p>  In unserem imagin&#228;ren Dorf w&#252;rden die 70 Menschen mit v&#246;llig   unzureichender Bildung sehr wohl verstehen, dass sich ihre Situation nur   bessern k&#246;nnte, wenn die sechs Superreichen dazu gezwungen w&#252;rden,   ordentlich was abzugeben.<\/p>\n<p>  So sieht es auch in der Realit&#228;t aus. Deshalb werden in Bremen gerade   Schulen besetzt, in Dresden Proteste gegen die Einsparungen an der   Philosophischen Fakult&#228;t diskutiert und im Bildungsstreik-B&#252;ndnis   Vorbereitungen f&#252;r einen bundesweiten Streiktag getroffen (siehe   www.bildungsstreik.net).<\/p>\n<p>  Die L&#246;sung all der Probleme im Bildungsbereich liegt darin, den Reichtum   anzutasten, das aber r&#252;ttelt an den Grundfesten der kapitalistischen   Gesellschaft.<\/p>\n<h4>  Forderungen der SAV:<\/h4>\n<ul>\n<li>    Geld f&#252;r Bildung statt f&#252;r Banken: j&#228;hrlich 40 Milliarden Euro mehrf&#252;r Bildung  <\/li>\n<li>    Schluss mit der Privatisierung des Bildungswesens &#8211; Unternehmen rausaus Berufsschulen, Schulen und Hochschulen  <\/li>\n<li>    Kostenlose Bildung von der KiTa bis zum Studium: Abschaffung jeglicherKiTa-, Schul-, Ausbildungs- und Studiengeb&#252;hren. Einf&#252;hrung eineselternunabh&#228;ngigen darlehensfreien BAf&#246;Gs ab 16 Jahren, von dem manleben kann  <\/li>\n<li>    Als Alternative zu BA\/MA und Turbo-Abitur: Demokratische Neugestaltungder Lehrpl&#228;ne, Bildungsdauer, Pr&#252;fungs- und Studienordnungen durchLernende, Lehrende und VertreterInnen der Gewerkschaften  <\/li>\n<li>    Demokratische Verwaltung der Schulen, Berufs- und Hochschulen durchgew&#228;hlte Komitees von Lernenden, Lehrenden undGewerkschaftsvertreterInnen  <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#8222;Jede Person hat das Recht auf Bildung. Die Bildung soll unentgeltlich<br \/>\n      sein&#8220;, so hei&#223;t es in Artikel 26 der &#8222;Allgemeinen Erkl&#228;rung der<br \/>\n      Menschenrechte&#8220; der UNO von 1948. 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