{"id":14453,"date":"2011-10-05T00:00:00","date_gmt":"2011-10-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14453"},"modified":"2012-06-24T16:36:24","modified_gmt":"2012-06-24T14:36:24","slug":"14453","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/10\/14453\/","title":{"rendered":"Die Euro-Krise hei&#223;t Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p>  Neuer Reader der SAV zur Euro-Krise<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nachdem die Profite der Banken und Konzerne &#252;berall in Europa mit   hunderten Milliarden Euro Steuergeldern gerettet wurden, wird jetzt die   Zeche pr&#228;sentiert. Aber zahlen sollen nicht Banken und Konzerne, sondern   ArbeiterInnen, Arbeitslose und Jugendliche. Geh&#228;lter werden gek&#252;rzt,   Renten gestrichen, Sozialleistungen abgebaut. Und zwar &#252;berall in   Europa. Dagegen gibt es Widerstand in Griechenland, Spanien, England und   vielen L&#228;ndern. <\/b><\/p>\n<p>  <b><img style=\"float: right\" src=\"http:\/\/shop.sozialismus.info\/.media\/762255750798.png\">  Die SAV organisiert dazu in mehreren <a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/index.php?name=Orte\">Orten<\/a>   Diskussionsveranstaltungen. Eine neue <a href=\"http:\/\/shop.sozialismus.info\/shop\/article_666\/Die-Euro-Krise-hei%C3%9Ft-Kapitalismus.html?sesp=jNOhjCRLWf5QaKpbowYhZ3HaxCkXgFCvmqJhjPnCdZEoZeuOkePtFiM2KVg1WfJf&#038;shop_param=cid%3D1%26aid%3D666%26\">Artikelsammlung<\/a>   zum Euro, Eurobonds und der Alternative der SAV ist im <a href=\"http:\/\/shop.sozialismus.info\/\">Online-Shop<\/a>   erh&#228;ltlich. Sozialismus.info ver&#246;ffentlicht hier das Vorwort von Aron   Amm vom 20. September 2011 zu der Artikelsammlung:<\/b><\/p>\n<h4>  Vorwort<\/h4>\n<p>  In diesem Sommer wurden an den B&#246;rsen Werte in H&#246;he von f&#252;nf Billionen   US-Dollar ausgel&#246;scht. Ausl&#246;ser des Bebens an den Aktienm&#228;rkten war die   eskalierende Staatsverschuldung. Zwar werden an den B&#246;rsen nicht   Staats-, sondern Unternehmenswerte gehandelt. Aber das Ausma&#223; der   &#246;ffentlichen Defizite f&#252;hrte zur Angst, dass die Gegenma&#223;nahmen   (&#8222;Schuldenbremsen&#8220;, K&#252;rzungspakete und so weiter) den ohnehin schwachen   Konjunkturmotor vollends abw&#252;rgen k&#246;nnten. Zumal in der Produktion schon   Spuren eines einsetzenden Abschwungs zu verzeichnen waren.<\/p>\n<h4>  Weltwirtschaftskrise<\/h4>\n<p>  Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hatte die globale   Rezession 2007-09 einmal als &#8222;Jahrhundertkrise&#8220; bezeichnet. In jedem   Fall handelte es sich um den gr&#246;&#223;ten Einbruch in der kapitalistischen   Wirtschaft seit den drei&#223;iger Jahren. Ein Einbruch, dessen Auswirkungen   durch die internationalen Konjunkturprogramme in H&#246;he von insgesamt 15   Billionen Dollar zun&#228;chst zwar abgefedert werden konnten, die aber die   staatlichen Schuldenberge in &#8222;Schuldengebirge&#8220; transformierten. Nicht   nur in Europa. Auch in den USA beispielsweise wuchs die   Staatsverschuldung binnen vier Jahren von 60 auf fast 100 Prozent des   Bruttoinlandsprodukts an. Es best&#228;tigt sich, was das Komitee f&#252;r eine   Arbeiterinternationale (CWI), dem die SAV angeh&#246;rt, schon vor zwei   Jahren betonte: Die Krise ist nicht vorbei, sondern nur in ein neues   Stadium getreten, dem Stadium der Staatsschuldenkrise &#8211; mit dem   Potenzial, die Weltwirtschaft schon wieder auf Talfahrt zu schicken. In   dem ersten Beitrag dieser Artikelsammlung vom Fr&#252;hsommer 2010 &#8211; wie in   anderen Stellungnahmen der SAV und unserer internationalen Organisation   &#8211; sagen wir die jetzigen Prozesse korrekt voraus. Die Methode des   Marxismus, des wissenschaftlichen Sozialismus, bedeutet auch die   &#220;berlegenheit der Weitsicht &#252;ber Erstaunen und Verwunderung (wie der   russische Revolution&#228;r Leo Trotzki in &#8222;Verteidigung des Marxismus&#8220;   schrieb). Im Gegensatz zu uns zeigen sich die Regierenden und die   Akteure auf den Kapitalm&#228;rkten in diesen Tagen komplett &#252;berrascht und   schockiert.<\/p>\n<p>  Nat&#252;rlich ist es m&#246;glich, dass die Herrschenden mittels neuer   Anstrengungen zur Belebung der Konjunktur und der Rettung der Banken   einen &#8222;Double Dip&#8220; erst einmal verhindern k&#246;nnen. Ausgeschlossen ist   allerdings, dass sie dadurch einen neuen substanziellen Aufschwung   lostreten.<\/p>\n<p>  Paul Krugman, Kolumnist der &#8222;New York Times&#8220; und erkl&#228;rter Anh&#228;nger   keynesianischer (also kurzfristiger nachfrageorientierter staatlicher)   Investitionsma&#223;nahmen, erinnerte daran, dass selbst der New Deal unter   US-Pr&#228;sident Franklin D. Roosevelt als Antwort auf die   Weltwirtschaftskrise 1929-33 die neuerliche Rezession 1937 nicht   vermeiden konnte &#8211; und erst durch das &#8222;massive &#246;ffentliche   Besch&#228;ftigungsprogramm, bekannt unter dem Begriff Zweiter Weltkrieg&#8220;   (16. Februar 2009) auf kapitalistischer Basis die Voraussetzungen f&#252;r   einen neuen Boom geschaffen wurden. Heute befindet sich die   Konkurrenzwirtschaft in einer langezogenen Niedergangsperiode, einer   Periode von Stagnation und Depression. Dazu kommt mit dem Euro-Konstrukt   aber noch eine tickende Zeitbombe.<\/p>\n<h4>  Der Euro steckt in einer Dauer- und Endkrise<\/h4>\n<p>  Der b&#252;rgerliche &#214;konom Nouriel Roubini unterstrich im SPIEGEL-Interview   2\/2011 korrekt die elementaren Unterschiede zwischen den ebenfalls hoch   verschuldeten USA und dem Euro-Raum: &#8222;Selbst wenn Kalifornien pleite   ist, glaubt niemand, dass die US-W&#228;hrungsunion deshalb zerbrechen w&#252;rde.   Die Schuldenprobleme Griechenlands und Irlands k&#246;nnen dagegen   tats&#228;chlich zu einem Zusammenbruch der Euro-Zone f&#252;hren.&#8220; W&#228;hrend zu den   50 Bundesstaaten der USA eine nationale Bourgeoisie, ein Staatsapparat,   ein nationalstaatliches Territorium und ein von oben &#252;ber lange Zeit   gef&#246;rdertes Nationalbewusstsein geh&#246;ren, stellt die Euro-Zone den   Zusammenschluss von 17 miteinander konkurrierenden Nationalstaaten dar.<\/p>\n<p>  Nach dem Startschuss f&#252;r den Euro (1999 als Buchgeld, 2002 als Bargeld)   hielten die B&#252;rgerlichen fast durch die Bank die These f&#252;r absurd, dass   die Gemeinschaftsw&#228;hrung einmal zerbrechen k&#246;nnte; auch viele auf der   Linken schlossen sich dieser Ansicht an. Demgegen&#252;ber erkl&#228;rten wir von   Anfang an, dass der Euro nicht von Dauer sein wird. Eine einheitliche   Geld- und Zinspolitik erfordert eine einheitliche Finanz- und   Wirtschaftspolitik. Erst recht bei divergierenden &#246;konomischen   Strukturen: So ist der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt   (BIP) Deutschlands doppelt so hoch wie in Italien oder Frankreich und   viermal so hoch wie in Spanien. Zwar erkennen die Kapitalisten selber   die Notwendigkeit, die monet&#228;re Union durch eine politische Union zu   erg&#228;nzen (darum die Ausweitung der Kompetenzen f&#252;r den   Euro-Rettungssschirm oder die Debatten &#252;ber eine Wirtschaftsregierung).   Im ersten Beitrag dieser Artikelsammlung erl&#228;utern wir, warum der   Nationalstaat im Rahmen des Kapitalismus jedoch nicht einfach &#252;berwunden   werden kann. Im Anhang dieser Brosch&#252;re drucken wir zudem das Kapitel   &#8222;Europ&#228;ische W&#228;hrungsunion&#8220; aus dem SAV-Dokument von unserem   Bundeskongress 1997 ab. In dem Kapitel &#8222;Periode von wirtschaftlicher   Stagnation und Depression&#8220; schrieben wir vor 14 Jahren: &#8222;Der Widerspruch   zwischen den enormen Produktionsm&#246;glichkeiten, die auf den Weltmarkt   ausgerichtet sind, und der Fortexistenz von Nationalstaaten kann auf   kapitalistischer Grundlage nicht aufgehoben werden. Er ist zum einen   Ausdruck des Konkurrenzprinzips, sowohl der Einzelkapitalien gegen&#252;ber   als auch m&#228;chtiger und hochkonzentrierter nationaler Kapitalgruppen. Zum   anderen k&#246;nnen die Herrschenden auf Staatsapparate zur Verteidigung   ihrer Interessen im Innern und nach au&#223;en nicht verzichten.&#8220;<\/p>\n<p>  Jedenfalls r&#228;cht sich heute, eine W&#228;hrungsunion ohne politische Union   geschaffen zu haben. &#220;brigens war es vor gut 20 Jahren auch genau dieser   Widerspruch, der die herrschende Klasse im Westen Deutschlands damals   zwang, viel fr&#252;her als geplant nach der W&#228;hrungsunion 1990 auch die   Vereinigung beziehungsweise die Einverleibung des ostdeutschen Staats in   die Bundesrepublik durchzusetzen. Ein Weg, der im Euro-Raum aus den   genannten Gr&#252;nden jedoch verbaut ist. In den Aufschwungjahren konnten   zwar Schritte in diese Richtung getan werden, es blieb aber bei   Schritten. In Krisenzeiten nehmen hingegen die zentrifugalen Kr&#228;fte im   gemeinsamen W&#228;hrungsverbund bedrohlich zu und m&#252;ssen die Euro-Zone   fr&#252;her oder sp&#228;ter sprengen.<\/p>\n<h4>  Der Euro und das deutsche Kapital<\/h4>\n<p>  Der deutsche und der franz&#246;sische Imperialismus waren die ma&#223;geblichen   Kr&#228;fte bei der Schaffung des Euro. Ihr Ziel war es, unter ihrer F&#252;hrung   den gr&#246;&#223;ten Binnenmarkt auf dem Planeten zu kreieren. In der Tat wurde   die Euro-Zone zu einem attraktiven Kapitalanlageplatz. In den achtziger   Jahren steigerten sich die ausl&#228;ndischen Direktinvestitionen, die in die   EU gingen, j&#228;hrlich um vier Prozent &#8211; zwischen 1995 und 2005 dann um 38   Prozent pro Jahr (sogar die H&#228;lfte der US-Direktinvestitionen gingen   nach Europa).<\/p>\n<p>  Die oberen Zehntausend zwischen R&#252;gen und Konstanz profitierten vom Euro   mehr als alle anderen. So verbilligten sich die Waren aus der   Bundesrepublik beispielsweise um &#252;ber zehn Prozent, w&#228;hrend sich die   Preise f&#252;r die griechischen Exporte um eine &#228;hnliche Gr&#246;&#223;e verteuerten.   Die exportstarke deutsche Industrie konnte den Handel mit den anderen   Euro-L&#228;ndern intensivieren und ihre Position gegen&#252;ber den Kontrahenten   ausbauen. Im Artikel &#8222;Deutschland &#8222;am Rande einer Rezession&#8220; werden   Fakten und Argumente f&#252;r die Fortschritte der deutschen Bourgeoisie auf   Kosten der Konkurrenz geliefert.<\/p>\n<p>  Seit Monaten tingelt der ehemalige Pr&#228;sident des Bundes der Deutschen   Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, hierzulande durch die Talk-Shows, um   gegen den Euro zu wettern. Aber (noch) sind es nicht die Henkels, die   die Mehrheitsmeinung der BRD-Herrschenden repr&#228;sentieren. Wenn neue   Hilfskonstruktionen f&#252;r den angeschlagenen W&#228;hrungsverbund gezimmert   werden sollen, sind Kapitalvertreter wie Josef Ackermann von der   Deutschen Bank zumeist anwesend. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde von   ihrem Vorvorg&#228;nger und Parteifreund Helmut Kohl &#246;ffentlich daf&#252;r ger&#252;gt,   nicht emphatisch genug f&#252;r den Euro zu k&#228;mpfen. Andere taten es Kohl   gleich. Unter diesem Druck wiederholte Merkel bei der Bundestagsdebatte   zum Euro Anfang September ihre Aussage vom Januar und verlieh dieser   noch mehr Nachdruck: &#8222;Scheitert der Euro, scheitert Europa.&#8220; Die   B&#252;rgerlichen haben sich in der gro&#223;en Mehrheit daf&#252;r entschieden, die   Euro-W&#228;hrung mit Z&#228;hnen und Klauen zu verteidigen.<\/p>\n<p>  Allerdings werden auch andere Stimmen laut. Die CSU stellt den Euro   schon seit geraumer Zeit st&#228;rker in Frage und schl&#228;gt nationalistische   T&#246;ne an. Kurz vor den Berliner Wahlen am 18. September verwehrte sich   FDP-Parteichef und Bundeswirtschaftsminister Phillip R&#246;sler gegen   &#8222;Denkverbote&#8220; und hielt einen Ausschluss Griechenlands f&#252;r eine Option.   Nat&#252;rlich war dies ein verzweifelter Versuch, gegen den drohenden   parlamentarischen Tod anzugehen. Bemerkenswert sind aber die positiven   Reaktionen von FAZ-Kommentatoren darauf. Auch die &#8222;Sachverst&#228;ndigen&#8220; der   Bundesregierung und eine Reihe f&#252;hrender &#214;konomen wie Clemens Fuest   klatschten Beifall. Erinnert sei auch daran, dass der fr&#252;here   Bundesbank-Chef Axel Weber, der eigentlich die Nachfolge von Jean-Claude   Trichet als Kopf der Europ&#228;ischen Zentralbank (EZB) antreten sollte,   sowie der deutsche Chefvolkswirt in der EZB, J&#252;rgen Stark, wegen dem   riskanten geldpolitischen Kurs der EZB ihren Hut nahmen.<\/p>\n<p>  Diese Kr&#228;fte sorgen sich, dass die langj&#228;hrigen Euro-Vorteile jetzt in   Nachteile umschlagen. Mit der geplanten Ausweitung des Euro-Schirms   Europ&#228;ische Finanzstabilisierungsfazilit&#228;t (EFSF) haftet Deutschland mit   &#252;ber 200 Milliarden Euro; errechnet wurde, dass &#8211; wenn es hart auf hart   kommt &#8211; am Ende sogar doppelt so hohe Kosten auflaufen k&#246;nnten. Die von   SPD und Gr&#252;nen postulierten &#8222;Euro-Bonds&#8220;, also gemeinschaftliche   Anleihen, h&#228;tten f&#252;r Deutschland sicherlich stark steigende Zinskosten   zur Folge, die eigene bislang sehr gute Bonit&#228;t w&#252;rde aufs Spiel gesetzt   (siehe auch die Beitr&#228;ge zu den Euro-Bonds in der Artikelsammlung).<\/p>\n<h4>  Zukunft des Euro? Der Euro hat keine Zukunft<\/h4>\n<p>  Der Euro gleicht einer Lunte, die Feuer gefangen hat und nun   unaufhaltsam abbrennt. Es ist ein offenes Geheminis, dass der Bankrott   Griechenlands &#8211; mit einer Staatsverschuldung von 140 Prozent und einem   Schrumpfen der Wirtschaft im ersten Halbjahr 2011 allein um 7,7 Prozent   des BIP &#8211; nicht aufzuhalten sein wird. Warum dann immer neue Summen   mobilisieren, um die Staatspleite hinauszuschieben? Die   Euro-Kapitalisten f&#252;rchten zu recht den Dominoeffekt. Im Falle einer   Insolvenz w&#252;rden in Hellas alle Bankeinlagen von Euro in Drachme   umgewandelt. Die &#8222;Times&#8220; erwartet hierbei eine Halbierung der Betr&#228;ge.   Das h&#228;tte eine Serie von Bankenzusammenbr&#252;chen und Massenarmut zur   Folge. Was w&#252;rde in Portugal, dem zweitschw&#228;chsten Land, geschehen? Aus   Angst vor dem gleichen Schicksal k&#246;nnten die Bankkunden panikartig ihre   Konten r&#228;umen und ihre Bankeinlagen in die Schweiz verschieben.   Portugal, Spanien oder die drittgr&#246;&#223;ten &#214;konomie des Euro-Raums (und dem   mit 120 Prozent vom BIP nach Griechenland am schlimmsten verschuldeten   Staat), Italien, werden Griechenland &#252;ber kurz oder lang folgen. Wie   Kenneth Rogoff, ehemaliger Chef&#246;konom des Internationalen W&#228;hrungsfonds   (IWF), orakelte, bleibt am Schluss nur Deutschland &#252;brig, um f&#252;r alle zu   haften&#8230;<\/p>\n<h4>  Marx hat recht!<\/h4>\n<p>  Im Interview mit dem &#8222;Wall Street Journal&#8220; gestand Nouriel Roubini zu:   Karl Marx lag mit seiner Kritik am Kapitalismus richtig. M&#246;glicherweise,   so Roubini, befindet sich dieses System sogar im Prozess seiner   Selbstzerst&#246;rung. In dem letzten Artikel dieser Brosch&#252;re f&#252;hren wir   auf, wie die ernsthafteren Repr&#228;sentanten des b&#252;rgerlichen Lagers   Schlange stehen, um die Weitsicht von Marx zu w&#252;rdigen &#8211; ohne nat&#252;rlich   daraus den Schluss zu ziehen, f&#252;r eine Alternative einzutreten. Das   m&#252;ssen wir schon selber tun.<\/p>\n<p>  Und eine Alternative ist bitter n&#246;tig. Denn was hat dieses obsz&#246;ne und   destruktive System anzubieten? In Griechenland Verh&#228;ltnisse wie in der   Ukraine, in den USA Verh&#228;ltnisse wie in Mexiko. Wenn der Euro-Raum in   den n&#228;chsten ein, zwei oder drei Jahren kollabiert, dann drohen   versch&#228;rfte Krisenentwicklungen, Bankenzusammenbr&#252;che im gro&#223;en Stil,   W&#228;hrungsturbulenzen, aber auch ein st&#228;rker vernehmbares S&#228;belrasseln   innerhalb Europas und zwischen den beiden Gro&#223;m&#228;chten Deutschland und   Frankreich (so falsch liegt Kohl nicht, wenn er meint: Bei der Zukunft   des Euro geht es auch um die Frage von &#8222;Krieg und Frieden in Europa&#8220;).   In den Artikeln &#8222;Weg mit den &#8222;L&#252;gnern und Dieben&#8220; &#8211; in Griechenland und   &#252;berall&#8220; und &#8222;Euro-Krise: Die Schuldigen sollen zahlen&#8220; stellen wir   unsere Vorschl&#228;ge vor und argumentieren f&#252;r einen sozialistischen Ausweg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Neuer Reader der SAV zur Euro-Krise\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[79,123,125],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14453"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14453"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14453\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}