{"id":14451,"date":"2011-10-04T16:00:00","date_gmt":"2011-10-04T16:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14451"},"modified":"2011-10-04T16:00:00","modified_gmt":"2011-10-04T16:00:00","slug":"14451","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/10\/14451\/","title":{"rendered":"Gegen Stuttgart 21 stimmen und k&#228;mpfen"},"content":{"rendered":"<p>  Zur Volksabstimmung am 27. November<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Es war die SPD, die bereits vor einem Jahr die Volksabstimmung ins Spiel   brachte. Eine Abstimmung nach der baden-w&#252;rttembergischen Verfassung ist   durch und durch undemokratisch. Das wei&#223; die SPD auch. Sie will   Stuttgart 21 durchboxen; den Gr&#252;nen sind ihre Regierungsposten leider   wichtiger als die Beerdigung von S21. Die Absichten der S21-Bef&#252;rworter   gilt es zu durchkreuzen! Darum m&#252;ssen wir jetzt eine massive   Informationskampagne starten und so viele wie m&#246;glich davon &#252;berzeugen,   am 27. November gegen dieses verschwenderisch teure Gro&#223;projekt zu   stimmen. Gleichzeitig ist es n&#246;tig, den Widerstand zu st&#228;rken. Das hilft   uns im Kampf um die Stimmen &#8211; aber auch f&#252;r die Zeit nach der   Volksabstimmung.<\/p>\n<p>  Die Tunnelparteien, die Bahn, die IHK, Unternehmerverb&#228;nde werden eine   riesige Propagandawelle lostreten. Dabei haben sie den Gro&#223;teil der   Medien auf ihrer Seite. Au&#223;erdem hilft ihnen die Landesverfassung enorm.   Schlie&#223;lich m&#252;ssen mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten mit &#8222;Ja&#8220;   stimmen, damit das &#8222;Ausstiegsgesetz&#8220; in Kraft tritt. W&#252;rde man das   verlangte Quorum bei Landtagswahlen anwenden, h&#228;tten Gr&#252;ne und SPD keine   Regierung bilden k&#246;nnen. W&#252;rde das Quorum bei den OB-Wahlen gelten, w&#228;re   Wolfgang Schuster (CDU) nicht Oberb&#252;rgermeister.<\/p>\n<h4>  Undemokratische und unsoziale Politik der S21-Bef&#252;rworter<\/h4>\n<p>  Diese Volksabstimmung ist eine landesweite Abstimmung nur &#252;ber   K&#252;ndigungsrechte bei der Beteiligung des Landes. Gleichzeitig verweigern   SPD und Co. der Stuttgarter Bev&#246;lkerung ganz offen eine Abstimmung &#252;ber   die finanzielle Beteiligung der Stadt an S21. Dabei soll Stuttgart   ungef&#228;hr genauso viel wie das Land an dem Milliardengrab bezahlen   (mindestens 1,6 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>  Die Regierung unter dem Gr&#252;nen Winfried Kretschmann will angeblich &#8222;mehr   B&#252;rgerbeteiligung&#8220;. Aber &#252;ber die Fragestellung wird die Bewegung gegen   Stuttgart 21 nicht einbezogen. Wir k&#246;nnten ja auf die Idee kommen, die   Frage zu erweitern. Zum Beispiel, ob man daf&#252;r ist, dass das Land die   bei S21 eingesparten Gelder sofort in Schulen, Unis und Krankenh&#228;user   investiert. Das w&#252;rde die Zustimmungsquote mit Sicherheit erh&#246;hen.<\/p>\n<h4>  Informieren und mobilisieren!<\/h4>\n<p>  Wenn die Bewegung gegen S21 selber entscheiden k&#246;nnte, ob eine   Volksabstimmung gem&#228;&#223; der Landesverfassung stattfindet, m&#252;sste sie diese   stoppen. Aber die Entscheidung liegt nicht bei uns. Wir m&#252;ssen uns zu   ihr verhalten. Was k&#246;nnen wir tun, um die Absichten, die die   S21-Bef&#252;rworter verfolgen, zu vereiteln?<\/p>\n<p>  Die Volksabstimmung mit dem 33-Prozent-Quorum ist praktisch nicht zu   gewinnen. Trotzdem wird es gewaltige Auswirkungen auf die Stimmung der   Bev&#246;lkerung haben, ob eine Mehrheit der Abstimmenden &#8211; allen voran in   Stuttgart &#8211; f&#252;r den Ausstieg des Landes aus S21 votiert.<\/p>\n<p>  Die S21-Anh&#228;nger wissen, dass eine Abstimmungsniederlage die GegnerInnen   demoralisieren und den Widerstand schw&#228;chen kann. Dies d&#252;rfen wir nicht   zulassen. Wir m&#252;ssen den Kampf um die K&#246;pfe in den n&#228;chsten Wochen   intensivieren. Es ist deshalb v&#246;llig richtig, dass das Aktionsb&#252;ndnis   eine gro&#223;e Informationskampagne beginnt, um unsere Argumente gegen   Stuttgart 21 weiter zu verbreiten und f&#252;r viele Ja-Stimmen zu k&#228;mpfen.   Je mehr nicht nur abstimmen, sondern selber aktiv werden (mit   Mitsch&#252;lerInnen, Nachbarn, Arbeitskollegen reden, Flugbl&#228;tter verteilen,   Infotische machen, an &#246;ffentlichkeitswirksamen Aktionen teilnehmen, sich   in den verschiedenen Gruppen gegen Stuttgart 21 organisieren) umso   besser. Desto besser wird das Ergebnis der Volksabstimmung sein und   desto besser ist die Ausgangsbasis f&#252;r die Fortsetzung des Widerstands,   f&#252;r Blockaden und andere Aktionen.<\/p>\n<h4>  Bewegung gegen S21 weiter aufbauen<\/h4>\n<p>  Es d&#252;rfen keine Illusionen gesch&#252;rt werden, dass eine einfache Mehrheit   gegen S21 der endg&#252;ltige Todessto&#223; f&#252;r das Projekt w&#228;re. Im Gegenteil   ist davon ausgehen, dass die Bahn-Oberen ein Nicht-Erreichen des Quorums   zur Rechtfertigung f&#252;r den Weiterbau nehmen. Wir m&#252;ssen deshalb die   Volksabstimmungs-Kampagne f&#252;r den Aufbau der Bewegung &#252;ber den 27.   November hinaus nutzen. Hannes Rockenbauch, Sprecher des   Aktionsb&#252;ndnisses, hat bei der Montagsdemo am 19. September zurecht   gesagt: &#8222;Unser Widerstand wird danach genauso legitim sein, wie er es   jetzt ist. Und er wird auch n&#246;tig sein, denn die Bahn hat ja schon   angek&#252;ndigt: Egal, was da rauskommt, sie will sofort danach den   S&#252;dfl&#252;gel abrei&#223;en.&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zur Volksabstimmung am 27. 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