{"id":14447,"date":"2011-09-27T15:00:00","date_gmt":"2011-09-27T15:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14447"},"modified":"2011-09-27T15:00:00","modified_gmt":"2011-09-27T15:00:00","slug":"14447","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14447\/","title":{"rendered":"Berlin: CFM-Streik in der dritten Woche"},"content":{"rendered":"<p>  Versuch einer Zwischenbilanz<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In Berlin findet zur Zeit ein beispielhafter Arbeitskampf statt, dessen   Bedeutung weit &#252;ber den betroffenen Betrieb hinaus geht. Bei der CFM   (Charit&#233; Facility Management) streiken circa 300 Besch&#228;ftigte seit 16   Tagen f&#252;r einen Tarifvertrag. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung wird   zweifelsohne gesellschaftliche Auswirkungen haben und sich auf   zuk&#252;nftige K&#228;mpfe von Belegschaften f&#252;r einen Tarifvertrag auswirken.<\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic<\/i><\/h4>\n<p>  Die CFM ist das 2006 aus der Charit&#233; ausgegliederte und   teilprivatisierte Dienstleistungsunternehmen, das von Reinigung &#252;ber   Krankentransport bis zur Ger&#228;testerilisation die nichtmedizinischen und   nichtpflegerischen Leistungen des Krankenhausbetriebs anbietet. 51   Prozent an der CFM werden von der Charit&#233; gehalten (geh&#246;ren damit also   dem Land Berlin), 49 Prozent von einem Konsortium privater Investoren   bestehend aus den Konzernen Dussman, Vamed und Helmann World Logistics.<\/p>\n<p>  Die MitarbeiterInnen, die aus der Charit&#233; in die CFM &#252;bergingen,   erk&#228;mpften sich eine so genannte &#8222;Gestellung&#8220;. Sie sind weiterhin bei   der Charit&#233; besch&#228;ftigt und werden von dieser an die CFM ausgeliehen.   F&#252;r sie gilt der Tarifvertrag der Charit&#233;. Die anderen Besch&#228;ftigten der   CFM erhalten individuelle Arbeitsvertr&#228;ge. Sie d&#252;rfen &#252;ber ihren Lohn   keine Auskunft geben. Untersuchungen von ver.di und dem   Solidarit&#228;tskomitee f&#252;r die CFM-Besch&#228;ftigten ergaben jedoch   Lohnunterschiede von &#252;ber 250 Prozent und sogar von &#252;ber einhundert   Prozent im selben T&#228;tigkeitsbereich. Reinigungskr&#228;fte gehen mit 955 Euro   f&#252;r eine 40-Stunden-Woche nach Hause. &#220;ber zwanzig Prozent der   Besch&#228;ftigten haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Es herrschen   fr&#252;hkapitalistische Zust&#228;nde.<\/p>\n<p>  Im Mai streikten die Charit&#233;-Besch&#228;ftigten, Pflegekr&#228;fte und   &#8222;Gestellte&#8220;, im Rahmen ihrer Tarifrunde f&#252;r bessere L&#246;hne und   Arbeitsbedingungen. Zeitgleich waren die CFM-KollegInnen zum Streik zur   Durchsetzung von Tarifverhandlungen aufgerufen. W&#228;hrend die   Charit&#233;-Besch&#228;ftigten nach f&#252;nf Tagen Streik wieder in Verhandlungen   gingen, erreichten die CFM-Besch&#228;ftigten nach zwei Wochen Streik den   Beginn von Tarifverhandlungen. Doch nach drei Monaten ergebnisloser   Verhandlungen mussten sie feststellen, dass der Arbeitgeber kein   akzeptables Angebot vorlegen w&#252;rde. In einer Urabstimmung votierten   daraufhin 98 Prozent der ver.di und 96 Prozent der GKL-Mitglieder f&#252;r   Streik. Dieser l&#228;uft seit dem 12. September.<\/p>\n<p>  Neben diesen beiden Gewerkschaften organisiert die IG BAU bei der CFM   einen Teil der Geb&#228;udereinigerInnen. Die IG BAU war schon im Mai aus der   Streikfront ausgeschert und ihre VertreterInnen im Betrieb leisten   faktisch Streikbrechert&#228;tigkeit. Sie lehnen das gewerkschaftliche   Prinzip &#8222;ein Betrieb &#8211; eine Belegschaft &#8211; ein Tarifvertrag&#8220; ab und   vertreten nur die Reinigungskr&#228;fte. Diese wollen sie in den bundesweiten   Reinigungstarifvertrag bringen. Ver.di argumentiert zurecht, dass es   sich bei der CFM nicht um ein Reinigungsunternehmen, sondern einen   Krankenhausdiensleister handelt und die Lohn- und Arbeitsbedingungen der   MitarbeiterInnen nicht dem der bundesweit in den jeweiligen   Teilbereichen &#252;blichen Bedingungen, sondern der gestellten Besch&#228;ftigten   entsprechen sollen.<\/p>\n<h4>  Schwere Bedingungen<\/h4>\n<p>  Der Streik wird unter schwierigen Bedingungen gef&#252;hrt. Die Belegschaft   ist vielf&#228;ltig differenziert: Gestellte, Befristete, Unbefristete,   LeiharbeiterInnen, IG BAU-Mitglieder etc. Es gibt insgesamt vier   Standorte, die &#252;ber Berlin verstreut sind: die drei Klinika Campus   Mitte, Virchow und Benjamin Franklin und das Lager. Im August legte die   CFM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrung ein Angebot vor, dass nur minimale Verbesserungen   f&#252;r eine Minderheit der ArbeiterInnen vorsah, das aber von der IG BAU   unterst&#252;tzt wird und bei Teilen der Belegschaft zu Verwirrung und   Verunsicherung f&#252;hrte.<\/p>\n<p>  Hinzu kommt, dass die Belegschaft nicht streikerfahren ist und &#252;ber   relativ schwache gewerkschaftliche Strukturen und eine kleine Zahl an   AktivistInnen verf&#252;gt. Vor diesem Hintergrund ist der bisherige   Streikverlauf als gro&#223;er Erfolg zu werten.<\/p>\n<p>  Circa 300 Kolleginnen und Kollegen sind im Streik, gleichzeitig ist der   Krankenstand h&#246;her als zu normalen Zeiten. Die CFM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrung   reagierte mit dem massiven Einsatz von LeiharbeiterInnen, die den Streik   unterlaufen sollen. In einigen Bereichen werden f&#252;r einen Streikenden   drei Leiharbeitskr&#228;fte eingesetzt, um Auswirkungen des Streiks auf den   Klinikbetrieb zu vermeiden. Es ist vorgekommen, dass gelernte   Maschinentechniker als Leiharbeiter im Reinigungsbereich eingesetzt   wurden. Ein teures Vergn&#252;gen f&#252;r die CFM!<\/p>\n<h4>  Auswirkungen des Streiks<\/h4>\n<p>  Doch der Streik zeigt Auswirkungen. Es kommt zu Versp&#228;tungen beim   Krankentransport und der Essensausgabe, erste Operationen mussten   abgesagt werden, M&#252;ll stapelt sich in G&#228;ngen und vor OP-S&#228;len,   Reparaturarbeiten werden nicht mehr verrichtet. Vor allem aber steht die   Streikfront, im Laufe der bisherigen zweieinhalb Streikwochen sind fast   t&#228;glich weitere KollegInnen in den Streik getreten. Und das, obwohl die   Gesch&#228;ftsf&#252;hrung eine Politik der Einsch&#252;chterung, Bedrohung und   Provokation betreibt. Permanent werden in den Geb&#228;uden Streikposter   abgerissen und Gewerkschaftsfahnen entfernt, GewerkschafterInnen haben   Hausverbot erteilt bekommen und werden von extra eingestellten   Wachm&#228;nnern verfolgt, wenn sie auf arbeitende MitarbeiterInnen zugehen   wollen, um ein Gespr&#228;ch zu f&#252;hren. Die Reinigungskr&#228;fte werden von ihren   Vorarbeitern zu Arbeitsbeginn empfangen, um zu verhindern, dass sie mit   Streikposten reden. Es wird suggeriert, dass Streikende gek&#252;ndigt werden   oder dass sich MitarbeiterInnen nicht am Streik beteiligen d&#252;rfen. Die   Gesch&#228;ftsf&#252;hrung f&#252;hrt den Arbeitskampf mit harten Bandagen, was   zweifellos einige KollegInnen eingesch&#252;chtert hat. Diese trauen sich   bisher nicht in den Streik zu treten. Dass aber geduldiges Erkl&#228;ren und   permanente Pr&#228;senz der Streikposten eine Wirkung haben k&#246;nnen, zeigte   sich in der K&#252;che des Benjamin Franklin-Klinikums, wo nach einer Woche   von Aktionen zum einen viele Charit&#233;-Besch&#228;ftigte die Mensa nicht mehr   besuchen und erste KollegInnen erkl&#228;rten, sie w&#252;rden sich in den   n&#228;chsten Tagen am Streik beteiligen.<\/p>\n<p>  Ver.di hat die gestellten KollegInnen zum Solidarit&#228;tsstreik aufgerufen.   Dieser Aufruf wurde bisher noch von zu wenigen dieser KollegInnen   befolgt. Das hat unterschiedliche Gr&#252;nde. Teilweise bef&#252;rchten   KollegInnen Verluste beim Weihnachtsgeld, wenn sie im September   streiken, teilweise wird verbreitet, Solidarit&#228;tsstreiks seien nicht   legal &#8211; aber zweifellos gibt es hier auch ein Element von einem   mangelhaften solidarischen Bewusstsein und einem fehlenden Verst&#228;ndnis,   dass auch die gestellten Mitarbeiter ein direktes Interesse an einem   Tarifvertrag f&#252;r die CFM-KollegInnen haben. Denn ein solcher w&#228;re eine   wichtige Voraussetzung um die politische Forderung der Belegschaft zu   erreichen: die Wiedereingliederung der CFM in die Charit&#233;!<\/p>\n<h4>  Aktiver Streik<\/h4>\n<p>  Der Streik wird als aktiver, transparenter und mitgliederorientierter   Streik gef&#252;hrt. T&#228;glich gibt es Aktionen oder Demonstrationen. In den   zwei Wochen, die erste Woche war noch Wahlkampf in Berlin, gab es   mehrere Demonstrationsm&#228;rsche, Aktionen bei Auftritten von Klaus   Wowereit und dem Wirtschaftssenator Harald Wolf, ein   Charit&#233;-\/CFM-Mitarbeiterfest wurde zum Protestfest umfunktioniert, es   gab Aktionen vor Aufsichtsratssitzungen der Charit&#233; und vor dem Sitz der   Leiharbeitsfirma SEMO und dem Kulturkaufhaus Dussmann. In der ersten   Streikwoche wurde ein &#8222;Schwarzbuch CFM&#8220; gemeinsam von ver.di und dem   Solidarit&#228;tskomitee ver&#246;ffentlicht. Au&#223;erdem wurde eine enge Verbindung   zum Streik der Besch&#228;ftigten der Alpenland-Pflegheime in Berlin-Marzahn   gezogen, es gab mehrere gegenseitige Besuche. Auch eine   Streik-Soli-Party wurde f&#252;r beide Belegschaften organisiert.<\/p>\n<p>  Jeden Morgen findet um neun Uhr eine Information f&#252;r die Besch&#228;ftigten   statt, eine Art Streikversammlung, bei der es auch die Gelegenheit f&#252;r   KollegInnen gibt, sich zu Wort zu melden. Mehrmals wurden   Bereichstreffen durchgef&#252;hrt, um zu diskutieren, wie der Streik in den   einzelnen Bereichen verst&#228;rkt werden kann. Gruppen von KollegInnen   ziehen dann durch die Geb&#228;ude, um mit arbeitenden MitarbeiterInnen zu   sprechen. Sinnvoll w&#228;re es, von diesen Erfahrungen vor den Streikenden   zu berichten und dadurch einen Erfahrungsaustausch herzustellen.<\/p>\n<p>  Die Streikleitung tagt offen und KollegInnen k&#246;nnen daran teilnehmen.   Seit der zweiten Streikwoche gibt es eine von KollegInnen und   Unterst&#252;tzerInnen selbst gemachte Streikzeitung.<\/p>\n<p>  Diese morgendlichen Treffen werden aber leider noch zu wenig genutzt, um   die offenen Fragen des Streiks gemeinsam zu diskutieren und Streikende   in die aktive Gestaltung des Streiks einzubeziehen. Das liegt teilweise   an der Zur&#252;ckhaltung der KollegInnen, bei den Treffen morgens um neun   Uhr ans Megaphon zu treten. Auch Aufrufe in der Streikzeitung und von   Seiten der Streikleitung sich zu Wort zu melden, haben bisher nicht zu   wirklichen Diskussionen im Rahmen dieser Treffen gef&#252;hrt. Das hat   verschiedene Gr&#252;nde: fehlendes Selbstbewusstsein und mangelnde   Erfahrung, aber eben auch grundlegendes Vertrauen in die   ver.di-Betriebsgruppe und die Streikleitung, weil f&#252;r alle ersichtlich   ist, dass an einem Strang gezogen wird. Trotzdem ist es n&#246;tig,   KollegInnen zu motivieren, sich zu Wort zu melden und daf&#252;r bestm&#246;gliche   Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu soll am Ende der dritten Streikwoche   die Durchf&#252;hrung einer Versammlung in einer Halle dienen.<\/p>\n<h4>  Wie gewinnen?<\/h4>\n<p>  Doch die entscheidende Frage ist, wie kann der Streik gewonnen werden?   Zur Zeit sieht alles danach aus, als ob die CFM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrung den   Streik aussitzen will. Ob ihr das gelingen kann, h&#228;ngt von der   Entschlossenheit der Streikenden ab, aber auch davon, ob der Streik   weiter ausgeweitet werden kann und wie der &#246;ffentliche Druck auf die   Arbeitgeberseite erh&#246;ht werden kann. Darauf m&#252;ssen die vorhandenen   Kr&#228;fte konzentriert werden.<\/p>\n<p>  Man kann die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung auf drei Wegen treffen: erstens   wirtschaftlich, indem durch die Kosten f&#252;r LeiharbeiterInnen und f&#252;r   ausgefallene Dienstleistungen ein &#246;konomischer Schaden angerichtet wird.   Zweitens indem der Betriebsablauf an der Charit&#233; so nachhaltig gest&#246;rt   wird, dass dadurch Druck auf die Charit&#233;-Leitung ausge&#252;bt wird und   diese, z.B. durch ausgefallene Operationen ebenfalls einen   wirtschaftlichen Schaden erleidet und drittens durch &#246;ffentlichen Druck,   der das Image der beteiligten Privatinvestoren, der Charit&#233; und des   Senats so besch&#228;digt, dass diese sich zum Einlenken gezwungen sehen.   Niemand kann sagen, welcher dieser drei Bereiche wichtiger oder weniger   wichtig ist, deshalb muss an all diesen drei Fronten gek&#228;mpft werden. Es   ist aber davon auszugehen, dass auch die Streikkasse der Arbeitgeber   gef&#252;llt ist und wirtschaftlicher Schaden keine sehr schnellen   Auswirkungen haben wird. Schlie&#223;lich geht es f&#252;r die Bosse um eine   prinzipielle Angelegenheit. M&#252;ssen sie einen Tarifvertrag akzeptieren,   bedeutet das aus ihrer Sicht nicht nur dauerhaft h&#246;here Kosten, sondern   w&#228;re auch ein Pr&#228;zedenzfall geschaffen, dem gerade auch die   Besch&#228;ftigten bei Dussmann, Vamed und Hellmann nacheifern k&#246;nnten.<\/p>\n<p>  Was ist zu tun? Erstens muss alles daran gesetzt werden, die Zahl der   Streikenden weiter zu erh&#246;hen. Geduldig muss das Gespr&#228;ch mit den   Arbeitenden gesucht werden. T&#228;glich m&#252;ssen Streikende durch die Geb&#228;ude   ziehen und die Nichtstreikenden direkt ansprechen. Dabei sollte der   Schwerpunkt auf neuralgische Bereiche gelegt werden, die f&#252;r den   Krankenhausbetrieb besonders wichtig sind: Sterilisation, Lager,   OP-Reinigung. Eine entscheidende Rolle kommt auch den Gestellten zu.   Wenn diese geschlossen in den Streik treten w&#252;rden, w&#228;re die CFM   weitgehend lahm gelegt. Das war beim Streik im Mai klar geworden. Diese   KollegInnen m&#252;ssen &#252;berzeugt werden, es muss aber auch an ihre   solidarische Pflicht als GewerkschafterInnen appelliert werden. Der   Beschluss der ver.di-Betriebsgruppe an der Charit&#233;, solche   ver.di-Funktionstr&#228;gerInnen, die sich nicht am Solidarit&#228;tsstreik   beteiligen, der Funktionen zu entheben, hat hierf&#252;r ein deutliches   Signal gesetzt.<\/p>\n<p>  Eine weitere m&#246;gliche Steigerungsstufe f&#252;r den Arbeitskampf bietet die   Einbeziehung der Pflegekr&#228;fte in direkte Aktionen. Bisher waren die   Aktiven der ver.di-Betriebsgruppe an der Charit&#233; permanent aktiv beim   Streik dabei. Es gab Aufrufe zur Beteiligung an Protesten an die   Pflegekr&#228;fte und diese wurden durch ein Flugblatt informiert, wie sie   sich im Streik solidarisch verhalten k&#246;nnen. Aufkleber mit der Forderung   nach einem Tarifvertrag f&#252;r die CFM wurden verteilt, die PflegerInnen an   ihrer Arbeitskleidung tragen. Ebenso werden von den Stationen   Beschwerdebriefe an die Klinikleitung verfasst. Die Frage, ob weitere   Aktionen bis hin zum Solidarit&#228;tsstreik m&#246;glich sind, ist nicht einfach   zu beantworten. F&#252;r einen Solidarit&#228;tsstreik der Pflegekr&#228;fte muss der   Boden bereitet werden, das Bewusstsein geschaffen werden. Frank Bsirske   hat beim ver.di-Bundeskongress seine Unterst&#252;tzung f&#252;r diese Idee   ge&#228;u&#223;ert. Aber verbale Unterst&#252;tzung reicht nicht. Die landes- und   bundesweite ver.di-F&#252;hrung sollte dann auch deutlich mehr Ressourcen in   diesen Streik stecken und eine &#214;ffentlichkeitskampagne f&#252;hren, denn dies   ist ein beispielhafter Kampf mit gesellschaftspolitischen Auswirkungen   ist. Die Diskussion &#252;ber diese Fragen sollte unter den   Gewerkschaftsaktiven nun zielgerichtet gef&#252;hrt werden.<\/p>\n<p>  Au&#223;erdem muss der &#246;ffentliche Druck gesteigert werden. F&#252;r die privaten   Investoren und auch f&#252;r den Berliner Senat kann ein wachsender   Imageschaden auch die entscheidende Ursache sein, um einzulenken. Die   Demonstration am vergangenen Freitag vor dem Kulturkaufhaus Dussmann war   dazu ein wichtiger Schritt. Nun sollen bundesweit Aktionen vor   Niederlassungen der privaten Teilhaber gestartet werden. Dazu wurde vom   Solidarit&#228;tskomitee ein <a href=\"\/media\/z\/Soliaufruf_Charit_.pdf\">bundesweiter   Aufruf<\/a> verschickt. Dussmann soll in Berlin regelm&#228;&#223;ig mit   Flugblattverteilungen und Aktionen besucht werden. Die Auswirkungen   solcher Aktionen d&#252;rfen nicht untersch&#228;tzt werden.<\/p>\n<p>  Der CFM-Streik bedarf der bundesweiten Solidarit&#228;t aller   GewerkschafterInnen und Linken.<\/p>\n<\/p>\n<h5>  Sascha Stanicic ist SAV-Bundessprecher und aktiv im Solidarit&#228;tskomitee   f&#252;r die CFM-Besch&#228;ftigten<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Versuch einer Zwischenbilanz\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,11,13,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14447"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14447\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}