{"id":14438,"date":"2011-09-16T10:00:00","date_gmt":"2011-09-16T10:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14438"},"modified":"2011-09-16T10:00:00","modified_gmt":"2011-09-16T10:00:00","slug":"14438","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14438\/","title":{"rendered":"Nein zum Apfel-Kapitalismus der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung!"},"content":{"rendered":"<p>  Flugblatt der SAV Berlin zum Streik bei der CFM<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b><a href=\"\/media\/m\/201109161027302011-09-16_sav_flugi_cfm_streik.pdf\">[Download   als PDF]<\/a><\/b><\/p>\n<h4>  Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/h4>\n<p>  f&#252;nf Tage Streik! Ihr k&#246;nnt stolz auf Eure erste Streikwoche sein! Jeden   Tag sind neue Kolleginnen und Kollegen dazu gekommen, die den   Einsch&#252;chterungsversuchen der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung getrotzt haben! Der   Streik zeigt erste Auswirkungen auf den Betriebsablauf. Der Einsatz von   Leiharbeitern kommt der CFM teuer zu stehen.<\/p>\n<p>  Der Arbeitgeber droht, provoziert und sch&#252;chtert ein. Es gibt immer noch   viele KollegInnen, die sich deshalb bisher nicht trauen, in den Streik   zu treten. Aber jeder Tag, an dem Ihr drau&#223;en seid, bringt auch diese   KollegInnen ein St&#252;ck n&#228;her an den Streik heran. Denn Euer Mut und Eure   Entschlossenheit k&#246;nnen sich auf die Unentschlossenen und Furchtsamen   &#252;bertragen. Entscheidend ist dabei aber, dass m&#246;glichst viele   KollegInnen das direkte Gespr&#228;ch mit denen, die noch arbeiten suchen.   Geht durch die Bereiche, sprecht arbeitende KollegInnen an, seid   freundlich, aber bestimmt und argumentiert, macht Mut und vor allem   erkl&#228;rt, dass Streik ein Grundrecht eines jeden Arbeiters ist!<\/p>\n<p>  Viele &#8222;gestellte&#8220; KollegInnen haben sich dem Streik schon angeschlossen   und stehen solidarisch an der Seite derjenigen mit CFM-Vertrag. Doch das   k&#246;nnen noch deutlich mehr werden: Solidarit&#228;t ist die Pflicht eines   Gewerkschafters, aber Solidarit&#228;t ist keine Selbstlosigkeit. Denn auch   die &#8222;gestellten&#8220; KollegInnen werden davon profitieren, wenn sich die   L&#246;hne und Arbeitsbedingungen f&#252;r alle verbessern. Denn das verbessert   die Voraussetzungen gemeinsam zu verhindern, dass auch f&#252;r die   Gestellten irgendwann wieder an der Lohnschraube gedreht wird. Das   gleiche gilt f&#252;r die Pflegekr&#228;fte, die Euch unterst&#252;tzen, indem sie   keine T&#228;tigkeiten &#252;bernehmen, die durch den Streik liegen bleiben. Auch   hier gilt: sucht das Gespr&#228;ch mit denjenigen KollegInnen, die das noch   nicht machen und versucht sie zu &#252;berzeugen. Nutzt dabei die Flugbl&#228;tter   der ver.di-Betriebsgruppe in denen die Pflegekr&#228;fte auf ihre Rechte   hingewiesen werden.<\/p>\n<p>  Der Streik lebt von der Beteiligung der Streikenden! Bringt Euch mit   Euren Ideen und Vorschl&#228;gen ein. Fasst Euch ein Herz, ergreift bei den   morgendlichen Zusammenk&#252;nften das Wort und macht sie zu wirklichen   Streikversammlungen, auf denen diskutiert und entschieden wird. Auch die   Bereichsversammlungen am Dienstag waren ein guter Schritt, um   KollegInnen zusammen zu bringen und sich auszutauschen. Sie k&#246;nnten   regelm&#228;&#223;ig einberufen werden. Denn die Streikleitung braucht Eure   Unterst&#252;tzung und muss wissen, was Ihr denkt und was Ihr wollt.<\/p>\n<p>  Und: geht weiter auf die Stra&#223;en Berlins! Klagt die politisch   Verantwortlichen, die privaten Profiteure Eures Elends (Dussmann, Vamed,   Helmann und die Leiharbeitsfirmen) &#246;ffentlich an. Bleibt sichtbar,   lautstark und gebt keine Ruhe! Der &#246;ffentliche und politische Druck wird   f&#252;r Euren Erfolg genauso wichtig sein, wie der wirtschaftliche Schaden,   den der Streik verursacht.<\/p>\n<h4>  In eigener Sache<\/h4>\n<p>  Manche von Euch fragen sich, warum sich SAV-Mitglieder so stark an Euren   Streikationen beteiligen. Zurecht gibt es Skepsis gegen&#252;ber externen   Gruppen, die manche von Euch als Trittbrettfahrer bezeichnen. Das ist   umso berechtigter, da einige Gruppen in v&#246;llig inakzeptabler Weise gegen   ver.di und die Streikleitung hetzen und Unwahrheiten verbreiten. Aber   vielleicht ist Euch ja schon aufgefallen, dass genau diese Gruppen auch   gegen die SAV unsinnige Vorw&#252;rfe erheben.<\/p>\n<p>  Wir k&#246;nnen Euch nur vorschlagen, die Personen und Gruppen, die nicht zur   Belegschaft geh&#246;ren, an dem zu messen, was sie tun. Gute Freunde kann   man von schlechten Freunden dadurch unterscheiden, dass die einen   helfen, wenn Hilfe n&#246;tig wird und die anderen nur reden.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder unterst&#252;tzen Euren Streik so sehr es uns m&#246;glich ist,   weil wir davon &#252;berzeugt sind, dass Arbeiterrechte nur gemeinsam   verteidigt werden k&#246;nnen. Jeder Betrieb ohne Tarifvertrag macht es   anderen Kapitalisten einfacher, Tarifvertr&#228;ge zu verhindern. Und jeder   erfolgreich erk&#228;mpfte Tarifvertrag wird ebensolche K&#228;mpfe in anderen   Betrieben nach sich ziehen. Deshalb handeln wir solidarisch, weil wir   selber zur Arbeiterklasse geh&#246;ren.<\/p>\n<p>  Wir wollen auch keinen Apfel-Kapitalismus, wie Herr Giebe ihn auf der   Betriebsversammlung pr&#228;sentiert hat, in dem Arbeitskosten immer billiger   werden sollen, damit die Gewinne der Unternehmen immer weiter steigen.   Die Klassengesellschaft, die Ihr tagt&#228;glich im Betrieb erfahrt ist nur   ein Spiegel der &#8222;gro&#223;en&#8220; Gesellschaft, in der wir leben. Banken,   Konzerne und Politiker haben nur Profitmaximierung zum Ziel, die   Interessen der Masse der Bev&#246;lkerung interessieren genauso wenig, wie   die Rettung der Umwelt. Diese Klassengesellschaft hei&#223;t Kapitalismus und   wir sind der Meinung, dass es h&#246;chste Zeit ist diesem   menschenfeindlichen System eine Alternative entgegenzustellen. Wir sind   auch davon &#252;berzeugt, dass K&#228;mpfe, wie Euer Streik, nicht nur in der CFM   und in anderen Betrieben eine Wirkung entfalten, sondern in der ganzen   Gesellschaft. Sie machen Mut, sich auch gegen Mieterh&#246;hungen,   Privatisierungen und andere Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen. Auch   deshalb tun wir alles, was in unserer Macht steht, um Euren Kampf zum   Erfolg zu verhelfen.<\/p>\n<p>  Aber wir wissen: es ist Euer Kampf! Ihr m&#252;sst in der CFM wieder   arbeiten, wenn der Kampf vorbei ist &#8211; Ihr sollt auch dar&#252;ber   entscheiden, wie der Kampf gef&#252;hrt wird. Weder wir, noch Politiker, noch   die ver.di-Hauptamtlichen k&#246;nnen und d&#252;rfen Entscheidungen f&#252;r Euch   fallen. Das sollten nur Eure gew&#228;hlten VertreterInnen und Eure   Versammlungen machen. Wir k&#246;nnen Euch nur Ideen und Vorschl&#228;ge   unterbreiten, aber vor allem Euch praktisch unterst&#252;tzen. Deshalb haben   SAV-Mitglieder auch das Solidarit&#228;tskomitee mitgegr&#252;ndet und sind jeden   morgen um 5 Uhr bei den Streikposten mit dabei.<\/p>\n<p>  Wenn Ihr Fragen dazu habt, uns Kritik oder Vorschl&#228;ge mitteilen oder mit   uns weiter diskutieren wollt, dann sprecht die Flugblatt-Verteiler und   bekannten SAV-Mitglieder an.<\/p>\n<p>  <b>&#8211; F&#252;r einen Tarifvertrag auf Charit&#233;-Niveau! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8211; F&#252;r die Wiedereingliederung der CFM in die Charit&#233;! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8211; Schluss mit den Einsch&#252;chterungsversuchen der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Flugblatt der SAV Berlin zum Streik bei der CFM\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,13,14,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14438"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14438\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}