{"id":14435,"date":"2011-09-15T15:00:00","date_gmt":"2011-09-15T13:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14435"},"modified":"2012-05-15T14:46:36","modified_gmt":"2012-05-15T12:46:36","slug":"14435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14435\/","title":{"rendered":"Opposition!"},"content":{"rendered":"<p>  Die LINKE.NRW fordert Verbesserungen am Grundsatzprogramm der Partei<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Der Landesparteitag der NRW-Linken stand unter dem Motto &#8222;Opposition!   F&#252;r soziale Gerechtigkeit!&#8220;. Diesem Motto wurde der Parteitag weitgehend   gerecht. Der nordrhein-westf&#228;lische Landesverband positioniert sich   deutlich auf dem linken Fl&#252;gel der Bundespartei und schl&#228;gt eine Reihe   von Verbesserungen f&#252;r das neue Grundsatzprogramm vor. Gastredner Oskar   Lafontaine gab sich k&#228;mpferisch.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Claus Ludwig, Delegierter des KV K&#246;ln<\/i><\/h4>\n<p>  Die LINKE.NRW wendet sich gegen den &#8222;zweiten Arbeitsmarkt&#8220;, den   sogenannten &#8222;&#214;ffentlichen Besch&#228;ftigungssektor&#8220;, wie ihn die   mitregierenden LINKEN in Berlin und Brandenburg propagiere und fordert   stattdessen die Schaffung tariflich bezahlter Arbeitspl&#228;tze im   &#246;ffentlichen Dienst.<\/p>\n<p>  Die NRW-LINKE will, dass sich die Partei auch bundesweit gegen s&#228;mtliche   Auslands-Eins&#228;tze der Bundeswehr und der deutschen Polizei ausspricht   und nicht nur gegen &#8222;Kampfeins&#228;tze&#8220;. RednerInnen erinnerten daran, dass   SPD und Gr&#252;ne Anfang der 90er Jahre erst f&#252;r sogenannte &#8222;humanit&#228;re&#8220;   oder &#8222;Hilfseins&#228;tze&#8220; pl&#228;dierten, um nach und nach die Auslandseins&#228;tze   der Bundeswehr durchzusetzen. Gefordert wird auch der Austritt   Deutschlands aus der NATO. Im bisherigen Programmentwurf ist dieser   Punkt so formuliert, dass man die NATO &#252;berwinden wolle, ein einseitiger   Austritt ist nicht vorgesehen. So w&#252;rde das Programm zahnlos bleiben,   weil es keine wirkliche Sto&#223;richtung gegen das imperialistische   Milit&#228;rb&#252;ndnis h&#228;tte.<\/p>\n<h4>  &#8222;Rote Haltelinien&#8220;<\/h4>\n<p>  Im analytischen Teil sollen die Passagen zur Klassengesellschaft klarer   formuliert werden. Bisher ist dort nur von der herrschenden Klasse, den   Kapitalisten, die Rede. Mit den &#196;nderungsantr&#228;gen der NRW-Linken wird   klargestellt, dass es mit der Arbeiterklasse einen Gegenpol gibt.<\/p>\n<p>  Der Landesparteitag spricht sich f&#252;r die urspr&#252;ngliche Formulierung zu   den &#8222;roten Haltelinien&#8220; aus und nicht f&#252;r die abgeschw&#228;chte Version, die   in der aktuellen Version des Programmentwurfs zu finden ist. Dort m&#246;chte   der rechte Fl&#252;gel Hintert&#252;ren einbauen und Personalabbau im &#246;ffentlichen   Dienst nicht ausschlie&#223;en. Die NRW-LINKE. m&#246;chte keinen &#8222;Kompromiss&#8220; an   dieser Stelle, sondern stellt klarere Bedingungen f&#252;r eine   Regierungsbeteiligung: &#8222;An einer Regierung, die Kriege f&#252;hrt und   Eins&#228;tze der Bundeswehr im Ausland zul&#228;sst, die Aufr&#252;stung und   Militarisierung vorantreibt, die Privatisierungen vornimmt, Sozial- oder   Arbeitsplatzabbau betreibt, werden wir uns nicht beteiligen.&#8220;<\/p>\n<p>  W&#252;rde dies ernst genommen, m&#252;sste die LINKE. in Berlin und Brandenburg   sofort die Koalition verlassen und br&#228;uchte in Mecklenburg-Vorpommern   gar nicht erst Gespr&#228;che zur Regierungsbildung f&#252;hren.<\/p>\n<p>  Die Programm-Passagen zu Faschismus und &#8222;Rechtspopulismus&#8220; sollen auch   durch &#196;nderungen verbessert werden. Statt der Orientierung auf   &#8222;antirassistische Bildungsarbeit&#8220; soll das Programm die klare   Zielsetzung enthalten, faschistische Aufm&#228;rsche zu verhindern. Im neu   einzuf&#252;genden Abschnitt zum &#8222;Rechtspopulismus&#8220; wird betont, dass die   soziale Frage die Antwort auf die Rechte und die rassistische Spaltung   ist: &#8222;Die linke Antwort auf die rechte Gefahr kann nur lauten:   Aufkl&#228;rung gegen rassistische Vorurteile sowie popul&#228;re und glaubw&#252;rdige   Politik von links! Wir streiten f&#252;r soziale Gerechtigkeit, gute L&#246;hne,   soziale Sicherheit und gleiche Chancen f&#252;r alle &#8230; Linke Politik muss   die wirklichen Verursacher und Profiteure der Probleme benennen &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>  &#220;ber weite Strecken stimmten sowohl die im Landesvorstand (LaVo)   dominierende &#8222;Antikapitalistische Linke&#8220; (AKL) als auch die gem&#228;&#223;igte,   in NRW als Minderheit im LaVo vertretene &#8222;Sozialistische Linke&#8220; (SL) f&#252;r   die &#196;nderungsantr&#228;ge, nur eine Minderheit von &#8222;Realos&#8220;, die eine gewisse   N&#228;he zu den in den Ost-Landesverb&#228;nden starken   Mitregierungs-Bef&#252;rwortern haben, stimmten gegen die &#196;nderungen.   Einzelne Abstimmungen gingen knapper aus, hier stimmten Teile der SL   gegen einzelne Passagen zur Linksverschiebung im Programm.<\/p>\n<h4>  Feministische Pr&#228;ambel scheitert zu Recht<\/h4>\n<p>  Beim Antrag, dem Programm eine &#8222;Feministische Pr&#228;ambel&#8220; voranzustellen,   verliefen die Fronten anders. Dieser Antrag wurde von Teilen der linken   LaVo-Mehrheit vorgestellt, u.a. durch die Landessprecherin Katharina   Schwabedissen und den stellvertretenden Sprecher Thies Gleiss. Neben   einem langen analytischen Teil, aus marxistischer Sicht teils   interessant und wertvoll, teils dem Motto verpflichtet &#8222;dicht daneben   ist auch vorbei&#8220;, wird in dieser &#8222;Pr&#228;ambel&#8220; vor allem die Perspektive   einer radikalen Arbeitszeitverk&#252;rzung vertreten.<\/p>\n<p>  Das an sich ist gut, aber leider wird die Notwendigkeit der   Arbeitszeitverk&#252;rzung nicht ausreichend mit der Massenarbeitslosigkeit   und der n&#246;tigen demokratischen Kontrolle &#252;ber die Produktion verkn&#252;pft.   Stattdessen wird f&#228;lschlicherweise behauptet, &#8222;Zeit&#8220;, sei die &#8222;Grundlage   aller Herrschaft&#8220; und unterstellt, der Kapitalismus k&#246;nne durch f&#252;r den   Kampf f&#252;r eine radikale Arbeitszeitverk&#252;rzung allein ausgeh&#246;hlt,   geschw&#228;cht und &#252;berwunden werden. &#8222;Reformismus pur&#8220; nannte dies der des   Reformismus nicht gerade unverd&#228;chtige Bernhard Sander von der SL,   absolut richtig, wenn man sich S&#228;tze wie &#8222;dem Reich der Freiheit   inmitten der gegebenen Verh&#228;ltnisse zum Durchbruch zu verhelfen.&#8220; auf   der Zunge zergehen l&#228;sst.<\/p>\n<p>  Die vorliegende &#8222;Feministische Pr&#228;ambel&#8220; w&#252;rde keineswegs zur Klarheit   des Programms beitragen, sondern einem teils widerspr&#252;chlichen   Sammelsurium von Ideen weitere Widerspr&#252;che hinzuf&#252;gen. Die seltsame   Herleitung der Forderung nach Arbeitszeitverk&#252;rzung und die Illusionen,   damit allein systemsprengend wirken zu k&#246;nnen, erinnern an die fr&#252;hen   Jusos in der SPD, welche von &#8222;system&#252;berwindenden Strukturreformen&#8220;   redeten. Der Antrag fand knapp keine Mehrheit, obwohl viele AKLer daf&#252;r   stimmten. Neben der SL stimmten Teile der sich als revolution&#228;r oder   marxistisch verstehenden Linken dagegen, wie die SAV, die   linksjugend.solid und DIDF.<\/p>\n<h4>  Lafontaine fordert linkes Selbstbewusstsein ein<\/h4>\n<p>  Oskar Lafontaine hielt eine f&#252;r ihn typische Rede. Sie enthielt zwar   keine fundierte sozialistische Analyse, aber er ging die Herrschenden in   k&#228;mpferischer Manier an, verpasste der Parteirechten, welche immer nur   &#252;ber die Schw&#228;chen der eigenen Partei jammert und sich bei SPD und   Gr&#252;nen anbiedern will, en passant einige Nackenschl&#228;ge und zeigte sein   Talent, Inhalte verst&#228;ndlich und knackig r&#252;berzubringen.<\/p>\n<p>  Zur Debatte um den Brief der Parteif&#252;hrung an Fidel Castro meinte er   trocken, Castro h&#228;tte die Insel von einer schlimmen Diktatur befreit,   aber auch &#8222;Einiges auf dem Kerbholz&#8220;. Es w&#228;re verlogen, wenn die CDU   &#252;ber diesen Brief jammern w&#252;rde, immerhin unterst&#252;tze ihre Regierung das   grausige Regime in Saudi-Arabien aktiv mit Waffenlieferungen.<\/p>\n<p>  Er hielt den pro-kapitalistischen Parteien, welche die LINKE. als   undemokratisch diffamieren, entgegen: &#8222;Es gibt ein klares Testat, ob   eine Partei demokratief&#228;hig ist oder nicht:Wenn sie von der Energie- und   Finanzwirtschaft gesponsort wird, ist sie es nicht. Wir bekommen als   einzige Partei keine Gelder von diesen Konzernen.&#8220;<\/p>\n<p>  Lafontaine l&#228;sterte dar&#252;ber, dass die Neoliberalen aller Parteien die   Vergesellschaftung von Banken vor Jahren f&#252;r unm&#246;glich erkl&#228;rt haben:   &#8222;In der Krise mu&#223;ten weltweit Banken verstaatlicht werden &#8230; alle   Banken ab einer gewissen Gr&#246;&#223;enordnung (haben) sich selbst bereits in   dem Sinne verstaatlicht (&#8230;), da&#223; sie so gro&#223; geworden sind, da&#223; der   Staat sie gar nicht mehr fallen lassen kann. Sie haben einen   unfreiwilligen Eigent&#252;mer, der tritt immer an, wenn irgendwo verzockt   oder verspekuliert wurde &#8230;. wir haben einen Sektor, der zumindest   teilverstaatlicht ist nach dem Motto: Die Gewinne werden privatisiert,   aber die Verluste werden sozialisiert. Und wir, Die Linke, sagen   selbstbewu&#223;t: Wenn die Verluste sozialisiert werden, dann m&#252;ssen auch   die Gewinne sozialisiert werden! &#8230; Wir wollen eine durchgreifende   &#246;ffentlich-rechtliche Organisation des Bankensektors.&#8220;<\/p>\n<p>  Geschickt man&#246;vrierte Lafontaine um die Frage der Euro-Bonds herum und   vermied es, sich deren Unterst&#252;tzung zu Eigen zu machen, wie es leider   Gesine L&#246;tzsch und Klaus Ernst getan hatten. Er verwies darauf, dass er   vor Jahren selbst die Einf&#252;hrung von Euro-Bonds vorgeschlagen hatte,   aber erkl&#228;rte: &#8222;Mittlerweile sind die Euro-Bonds &#252;berholt, um das in   aller Klarheit zu sagen. Euro-Bonds l&#246;sen das Problem nicht mehr &#8230; Wir   wollen die L&#228;nder Europas von den Finanzm&#228;rkten abkoppeln, indem die   Notenbanken &#252;ber eine &#246;ffentlich-rechtliche Zwischenbank die Kredite   direkt an diese L&#228;nder vergeben.&#8220;<\/p>\n<p>  Auch an dieser Stelle verzichtete Oskar Lafontaine auf ein umfassendes   sozialistisches Programm, aber anders als so manche verzagt-pragmatische   Parteifunktion&#228;re der LINKE. deutet er radikale Alternativen und   sozialistische Methoden zumindest an, z.B. bei der Kriegsfrage: &#8222;Hier an   dieser Stelle wird dann klar, was Rosa Luxemburg mit dem Satz gemeint   hat: Sozialismus oder Barbarei. Eine Wirtschaftsordnung, die auf die   kriegerische Eroberung von &#214;lfeldern und Absatzm&#228;rkten ausgerichtet ist,   ist und bleibt barbarisch.&#8220;<\/p>\n<h4>  NRW-Leitantrag und Haushalt<\/h4>\n<p>  Mit gro&#223;er Mehrheit wurde der landespolitische Leitantrag &#8222;OPPOSITION   gegen Sozialabbau und Niedrigl&#246;hne &#8211; Profiteure der Krise zur Kasse!&#8220;   beschlossen. Der Landesvorstand hatte urspr&#252;nglich einen inhaltlich   nicht schlechten Antrag vorgelegt, dem aber s&#228;mtlliche konkreten Punkte   fehlten. Ein besser strukturierter, aber politisch schw&#228;cherer   Gegenentwurf aus den Reihen der SL wurdem dem entgegengestellt.   Letztendlich wurden die beiden Antr&#228;ge kombiniert und zu einem leidlich   brauchbaren Papier zusammengefasst.<\/p>\n<p>  Die grundlegende Positionierung ist korrekt und deutlich: &#8222;muss DIE   LINKE die soziale Frage und die Eigentumsfrage wieder ins Zentrum ihrer   Politik r&#252;cken.&#8220;<\/p>\n<p>  Die NRW-Linken beziehen sich positiv auf auf den Widerstand gegen das   Kaputtsparen in ganz Europa: &#8222;Eine ganze Generation junger Menschen   steht ohne Perspektive da. Sie zahlen schon l&#228;ngst f&#252;r die Krise! Aber   sie leisten Widerstand: Demokratisch-emanzipatorische Protestbewegungen   rufen zu Streiks, Besetzungen, Demonstrationen und solidarischer   Organisation auf. Auch wir emp&#246;ren uns, wir unterst&#252;tzen diese Bewegung!&#8220;<\/p>\n<p>  Die NRW-LINKE. grenzt sich mit dem beschlossenen Leitantrag klar von den   b&#252;rgerlichen, etablierten Parteien ab: &#8222;DIE LINKE.NRW ist als klare   antikapitalistische Opposition in den Landtag gew&#228;hlt worden. Heute mehr   den je brauchen wir eine klare Stimme und konsequente Opposition gegen   die unsoziale K&#252;rzungspolitik der anderen Parteien. DIE LINKE.NRW steht   gegen die Unterordnung unter die von Banken und Konzernen diktierten   Sachzw&#228;nge und gegen eine Gesamtpolitik, die f&#252;r die Armen und politisch   Machtlosen in der Gesellschaft nur Zynismus &#252;brig hat!&#8220;<\/p>\n<p>  Im konkreten Teil wirkt der Beschluss jedoch unfertig. Es werden eine   ganze Reihe sinnvoller Projekte und Forderungen benannt, z.B. die   Kampagne f&#252;r ein landesweites Sozialticket, aber unter dem Strich werden   so viele Vorhaben aufgef&#252;hrt, dass davon auszugehen ist, dass vieles   nicht klappt, wenn man alles ein bisschen machen will. Dazu kommt, dass   eine grundlgende Erkenntnis sich nicht wirklich durchgesetzt hat: Nicht   wir, nicht die LINKE., nicht die sozialen Bewegungen suchen sich die   Themen und Kampagnen aus. Das macht der Gegner, die herrschende Klasse,   diese setzt durch ihre Angriffe und durch die Krisen ihres Systems die   Themen. Ein zentrale F&#228;higkeit einer aktiven, k&#228;mpfenden linken Partei   m&#252;sste es daher sein, schnell zu reagieren, wenn sich die Lage &#228;ndert.   Die Partei m&#252;sste in der Lage sein, schnell zu diskutieren, die Basis   und den Apparat umzuorientieren, sich auf einen zentralen Angriff der   Herrschenden zu konzentrieren und den Widerstand dagegen aufzubauen.   Diese F&#228;higkeit fehlt der LINKEN vor Ort und auch landesweit.<\/p>\n<p>  Die Themenpalette des Leitantrages wirkt zu sehr, als h&#228;tte man alle   Forderungen und Interessen in der Partei bedienen wollen und hilft nicht   dabei, die Partei konkret auf die kommenden st&#252;rmischen   Auseinandersetzungen vorzubereiten.<\/p>\n<p>  Durch den Beschluss eines Antrages der Kreisverb&#228;nde K&#246;ln und D&#252;sseldorf   wurde die Haltung zu den n&#228;chsten Beratungen des Landeshaushaltes in   Nordrhein-Westfalen pr&#228;zisiert. Es wird deutlich gemacht, dass die   Stimmen der LINKE. nicht &#8222;billig&#8220; zu haben sind und die Partei nicht als   Mehrheitsbeschaffer fungieren will.<\/p>\n<p>  Es werden eindeutige Bedingungen formuliert, damit die LINKE. im Landtag   sich enth&#228;lt und damit den Haushalt passieren l&#228;sst, u.a. &#8222;kein   Personalabbau, keine Privatisierung&#8220;, die Verwendung von   Steuer-Mehreinnahmen f&#252;r soziale Investitionen und nicht nur f&#252;r den   Schuldenabbau, die Einf&#252;hrung eines landesweiten Sozialtickets sowie   mehr Gelder f&#252;r die Kommunen.<\/p>\n<p>  Um einem Haushalt zustimmen zu k&#246;nnen, h&#228;lt die NRW-LINKE. einen   grundlegend Politikwechsel f&#252;r n&#246;tig: &#8222;Ein solcher Politikwechsel w&#228;re   unvereinbar mit dem Festhalten von SPD und Gr&#252;nen an der sogenannten   Schuldenbremse und nur im offenen Konflikt mit den Superreichen, Banken   und Konzernen m&#246;glich.&#8220;<\/p>\n<p>  Wenn sich Partei und Fraktion an diesen Beschluss halten, g&#228;be es kein   Hin- und Her wie beim Haushalt 2011, bei dem SPD und Gr&#252;ne die LINKE.,   von den Medien tatkr&#228;ftig unterst&#252;tzt, teilweise vor sich her treiben   konnten. Damit hat die LINKE. eine Linie, mit der sie von Beginn an   offen agieren und klare Kante zeigen kann.<\/p>\n<h4>  Besser als die Realit&#228;t<\/h4>\n<p>  Die Positionierung der NRW-Linken innerhalb der Partei, die Ank&#252;ndigung,   gegen den rot-gr&#252;nen Haushalt 2012 zu stimmen, wenn es keine   grundlegende &#196;nderung der Politik der Kraft-Regierung gibt, all das ist   aus marxistischer Sicht begr&#252;&#223;enswert. Die LINKE.NRW widersteht dem   Anpassungsdruck von in- und au&#223;erhalb der Partei und formuliert einige   Eckpfeiler antikapitalistischer Politik. Nach einer Reihe von sehr   pragmatisch gepr&#228;gten Diskussionen direkt nach der Landtagswahl 2010 ist   das ein Lichtblick.<\/p>\n<p>  Allerdings wird die LINKE. auch in Nordrhein-Westfalen ihren Beschl&#252;ssen   und Anspr&#252;chen oft nicht gerecht. Viele Kreisverb&#228;nde schw&#228;cheln, reiben   sich im kommunal-parlamentarischen Alltag auf, Karrieristen und deren   dummen Streitereien dominieren. Die Mobilisierung zu   au&#223;erparlamentarischen Aktionen verl&#228;uft oft schleppend. Bei so manchen   Demonstrationen gegen Nazi-Aufm&#228;rsche ist au&#223;er der linksjugend.solid,   dem SDS und einigen Funktionstr&#228;gern wenig zu sehen.<\/p>\n<p>  Die Partei ist in der Realit&#228;t weit entfernt von sozialer Verankerung in   K&#228;mpfen und Bewegungen. Bei allen linken Parolen herrschen oft   sozialdemokratische und damit demobilisierende, b&#252;rokratische   Organisations- und Politikmethoden vor.<\/p>\n<p>  Beschl&#252;sse wie auf dem Landesparteitag bieten die inhaltliche Grundlage,   diese Schw&#228;chen anzugehen, aber sie m&#252;ssen mit sozialistischer Praxis   auf Landesebene und vor Ort umgesetzt werden.<\/p>\n<p>  Weitere Infos: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-nrw.de\/nc\/partei\/parteitag\/parteitag_2011\/\">http:\/\/www.dielinke-nrw.de\/nc\/partei\/parteitag\/parteitag_2011\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die LINKE.NRW fordert Verbesserungen am Grundsatzprogramm der Partei\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14435"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14435\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}