{"id":14418,"date":"2011-09-06T00:00:00","date_gmt":"2011-09-06T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14418"},"modified":"2011-09-06T00:00:00","modified_gmt":"2011-09-06T00:00:00","slug":"14418","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14418\/","title":{"rendered":"&#8222;Jugend verschwindet&#8220; &#8211; Demonstration in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>  Am Freitag, 2. September demonstrierten rund 500 Kinder, Jugendliche und   SozialarbeiterInnen gegen die K&#252;rzungen im Jugendbereich in Berlin.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Ren&#233; Kiesel, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Auf der nun zum dritten Mal stattfindenden Demonstration fanden sich   mehr TeilnehmerInnen als in den letzten Jahren ein. Es waren nicht nur   Beteiligte und von K&#252;rzungen im Jugendbereich Betroffene aus den   Bezirken Mitte und Lichtenberg anwesend. Die k&#252;rzlich beschlossenen   Schlie&#223;ungen von Kinder- und Jugendeinrichtungen in Neuk&#246;lln riefen   Protest hervor. Ebenso aus Hellersdorf-Marzahn waren VertreterInnen   anwesend, um ihren Unmut bunt und lautstark kund zu tun.<\/p>\n<h4>  Das B&#252;ndnis &#8222;Jugend verschwindet&#8220;<\/h4>\n<p>  Das haupts&#228;chlich von MitarbeiterInnen der Einrichtungen initiierte   B&#252;ndnis &#8222;Jugend verschwindet&#8220; wendet sich an alle, die sich mit der   Kinder- und Jugendarbeit in Berlin verbunden f&#252;hlen. So kamen zur   Demonstration Viele, die tagt&#228;glich die St&#228;tten als Lebensumfeld,   Proberaum, Treffpunkt f&#252;r Freunde und Bekannte und Freizeitaktivit&#228;ten   benutzen.<\/p>\n<p>  Die Hauptforderung, die Nicolas Rother (Mitglied bei Linksjugend [solid]   Kreuzk&#246;lln und der SAV Friedrichshain) den Anwesenden auf dem   Lautsprecherwagen vorstellte, richtet sich nicht allein gegen die   K&#252;rzungen im Bezirkshaushalt f&#252;r den Jugendbereich. Sie ebenso tritt f&#252;r   deren Ausbau ein. Gleichzeitig richtet sie sich gegen die sogenannte   Querfinanzierung. Das bedeutet, dass keine Gelder aus anderen Bereichen   (bspw. Bildung) abgezogen werden, um einen anderen Bereich zu   finanzieren. Vor allem nicht aus dem Bereich Jugend.<\/p>\n<p>  Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bezahlung nach einem Tarif, der   sich am TV&#246;D orientiert, um die Schlechterstellung der   SozialarbeiterInnen gegen&#252;ber anderen Besch&#228;ftigten des &#246;ffentlichen   Dienstes zu beseitigen. Da viele Arbeitsvertr&#228;ge auf bis zu 2 Jahre   begrenzt sind und die Einrichtung dann meist gewechselt werden muss,   treten die VertreterInnen der Jugendeinrichtungen, die von ver.di   organisiert werden, f&#252;r Einstellungen mit einer Frist von 5 Jahren ein.<\/p>\n<p>  Vor allem die kommunale Schuldenbremse trifft diesen Bereichen hart, da   die Bezirke in Berlin verschuldet sind. Aus diesem Grund wurde auch die   Forderung nach einer einheitlichen und bedarfsgerechten Organisierung   der Arbeit auf Landesebene aufgestellt.<\/p>\n<p>  Es waren Kinder, Jugendliche, Sch&#252;lerInnen, StudentInnen und Eltern   aufgerufen, sich am Protest zu beteiligen. Allerdings fehlte zum Schluss   trotz eines ausgiebigen Programms mit vielen MusikerInnen direkt aus den   Jugendclubs, eine klare politische Perspektive, wie Verschlechterungen   abgewehrt und Verbesserungen erk&#228;mpft werden k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Dies kann zum Beispiel durch die Vernetzungen mit anderen Bereichen, die   sich gegen Kahlschlagpolitik auf Bezirks- und Landesebene wehren,   erreicht werden. Zudem ist jede Verbesserung, die der Politik abgerungen   werden gef&#228;hrdet, ein verbales Zugest&#228;ndnis zu bleiben oder morgen   zur&#252;ck genommen zu werden. Die b&#252;rgerlichen Parteien im Senat und BVVen   exekutieren eine K&#252;rzungspolitik zu Lasten der Bev&#246;lkerung und zu   Gunsten der Banken, denen die Kommunen Zinsen zahlen. In diesem Fall   sind Kinder, Jugendliche und SozialarbeiterInnen die Leidtragenden. Ein   Kampf f&#252;r Verbesserung beinhaltet auch in diesem Fall Widerstand gegen   jene Banken und Unternehmen, die sich den Verbesserungen in den Weg   stellen. Und mit ihnen die Politik, die in ihrem Interesse handelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am Freitag, 2. 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