{"id":14409,"date":"2011-09-03T00:00:00","date_gmt":"2011-09-03T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14409"},"modified":"2011-09-03T00:00:00","modified_gmt":"2011-09-03T00:00:00","slug":"14409","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14409\/","title":{"rendered":"S21: Widerstand ausweiten"},"content":{"rendered":"<p>  Informieren! Mobilisieren! Blockieren!<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Vor Wochen erkl&#228;rte der Bahn-Vorstand gegen&#252;ber der &#8222;Financial Times   Deutschland&#8220;, dass sie S21 nur aufgeben, wenn sie aufgrund von   &#8222;b&#252;rgerkriegs&#228;hnlichen Zust&#228;nden&#8220; nicht mehr weiterbauen k&#246;nnten. Die   Bahn will es auf eine Machtprobe ankommen lassen. Der gro&#223;e Brocken der   Tunnelbauarbeiten &#252;ber 750 Millionen Euro wurde vergeben. Die Verrohrung   der Stadt f&#252;r die Grundwassermanipulation hat begonnen. Wenn die   Verlegung durch den Park erfolgt, sollen die Zelte im Schlossgarten   ger&#228;umt werden. Die Polizei bereitet sich auf Gro&#223;eins&#228;tze in der   Innenstadt vor.<\/p>\n<p>  Am 3. August haben die &#8222;Ingenieure22&#8220; beim Eisenbahnbundesamt Beschwerde   eingelegt, weil die Bahn im Widerspruch zum Planfeststellungsbeschluss   Rohre ohne inneren Korrosionsschutz verwendet. Warum l&#228;sst die gr&#252;n-rote   Landesregierung diese Verletzung des Planfeststellungsbeschlusses durch   Gro&#223;eins&#228;tze der Polizei abschirmen &#8211; anstatt endlich einen Baustopp   durchzusetzen? Auch unter Gr&#252;nen und SPD geht die Kriminalisierung des   Widerstands gegen Stuttgart 21 weiter. Nicht mal die erst 1982 von der   CDU-Landesregierung im Kampf gegen die damalige Friedensbewegung   eingef&#252;hrte &#8222;Wegtragegeb&#252;hr&#8220; wird abgeschafft.<\/p>\n<h4>  &#8222;Wir sind das Wunder&#8220;<\/h4>\n<p>  Winfried Kretschmann sagt, nur &#8222;ein Wunder&#8220; k&#246;nne Stuttgart 21 noch   stoppen. Im &#8222;stern&#8220;-Interview erkl&#228;rte er, dass derartige Projekte nur   in wenigen F&#228;llen gestoppt worden seien &#8211; Wyhl, Wackersdorf, Kalkar &#8211;   und verweist auf die Volksabstimmung. Weder Wyhl noch Wackersdorf noch   Kalkar wurden jedoch durch Volksabstimmungen verhindert. Was diese F&#228;lle   gemeinsam haben, ist der jahrelange Massenprotest. Zurecht lud die   S21-Bewegung zum &#8222;Protestival&#8220;, einem Kulturfest im Park, am 3.   September unter dem Motto ein: &#8222;Wir sind das Wunder.&#8220;<\/p>\n<h4>  Informationskampagne starten<\/h4>\n<p>  Leider sind die Themen, die vielen &#8211; laut einer Befragung vom   Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) unter Montagsdemo-TeilnehmerInnen &#8211; am   wichtigsten sind, bei Kundgebungen und Materialien unterbelichtet. Der   mit Abstand meistgenannte Grund f&#252;r das Engagement gegen S21 waren &#8222;die   hohen Kosten&#8220;. An zweiter Stelle kam: &#8222;Profit nur auf Seiten der Banken   und Baukonzerne.&#8220; An dritter und vierter Stelle kamen Fragen der   Demokratie. Stattdessen wird leider viel zu sehr auf detaillierte   &#8222;technische Fragen&#8220; abgehoben (gerade im Sommer, in der Zeit des   &#8222;Stresstests&#8220;, drehte sich fast alles darum).<\/p>\n<p>  Jetzt gilt es, nochmal eine Informationsoffensive zu starten, um den   Kreis der Protestierer zu erweitern. Besonders vor Betrieben, Schulen   und in den Stadtteilen m&#252;ssen die S21-Gegner st&#228;rker pr&#228;sent sein.<\/p>\n<p>  In den letzten Wochen konnte durch Blockaden von Gruppen wie   &#8222;GewerkschafterInnen gegen S21&#8220; oder der &#8222;Jugendoffensive&#8220; der Kreis der   BlockiererInnen erweitert werden. Das ist bedeutsam. Denn einer der   Gr&#252;nde daf&#252;r, dass die Bewegung gegen S21 letztes Jahr so viel Zulauf   hatte, bestand darin, dass nicht nur symbolische Aktionen stattfanden.   Zugleich sind die Blockaden real Sand im Getriebe.<\/p>\n<p>  F&#252;r einen Erfolg des Kampfs gegen S21 ist es auch relevant, ihn mit   anderen Auseinandersetzungen zu verbinden, hier in Stuttgart und dar&#252;ber   hinaus: Geld f&#252;r Bildung und Soziales statt f&#252;r Banker, Immobilienhaie   und Baul&#246;wen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Informieren! Mobilisieren! 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