{"id":14395,"date":"2011-09-02T00:00:00","date_gmt":"2011-09-02T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14395"},"modified":"2011-09-02T00:00:00","modified_gmt":"2011-09-02T00:00:00","slug":"14395","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/09\/14395\/","title":{"rendered":"Euro-Krise: Die Schuldigen sollen zahlen!"},"content":{"rendered":"<p>  Im August h&#246;rte man ungewohnte Aussagen: Da fragt sich ein britischer   Konservativer, ob die Linke nicht doch recht hatte. Der weltber&#252;hmte   &#214;konom Nouriel Roubini sagt, Marx habe recht gehabt. Und der &#8222;Business   Insider&#8220; meint einfach: &#8222;Marx is hot.&#8220;<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic, Berlin, SAV-Bundessprecher<\/i><\/h4>\n<p>  Die Vertreter des Kapitalismus sind in heller Panik angesichts der nicht   enden wollenden Krise ihres Systems. Nach der weltweiten Rezession 2009   versuchten sie uns weiszumachen, die Krise sei vorbei. Die letzten   Wochen haben gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist: Talfahrt an den   Aktienm&#228;rkten, aus dem Ruder laufende Staatsverschuldung in Europa und   den USA, sinkende Wachstumsraten in einem Land nach dem anderen. Eine   neue Rezession droht.<\/p>\n<p>  Die Damen und Herren in den etablierten Parteien und Vorstandsetagen der   Banken und Konzerne streiten &#252;ber Euro-Bonds, Zinss&#228;tze und andere   Ma&#223;nahmen, um der Krise zu begegnen. In einem sind sie sich aber einig:   Die Krisenkosten sollen von den Millionen ArbeiterInnen, Erwerbslosen,   Jugendlichen und RentnerInnen bezahlt werden.<\/p>\n<p>  Das haben sie auch in den letzten Jahren so betrieben &#8211; die Profite   deutscher Konzerne sind kr&#228;ftig gestiegen, w&#228;hrend die Reall&#246;hne sogar   gesunken sind.<\/p>\n<p>  Was uns als Rettungspakete f&#252;r Griechenland verkauft wird, sind   Geldgeschenke an die deutschen, franz&#246;sischen und anderen Banken. Von   diesen Milliarden sieht kein griechischer Arbeiter auch nur einen Cent.<\/p>\n<p>  ALLE lohnabh&#228;ngig Besch&#228;ftigten und Erwerbslosen in ganz Europa sollen   daf&#252;r zahlen, damit der griechische Staat seine Schulden an die   europ&#228;ischen Privatbanken zur&#252;ckzahlen kann. Diese bekommen dann von der   Europ&#228;ischen Zentralbank Kredite zu Niedrigzinsen, um dieses Geld wieder   an Griechenland zu H&#246;chstzinsen zu verleihen. Einfache Leute in   Deutschland und in Griechenland haben davon nichts.<\/p>\n<p>  Der Kapitalismus ist eine Maschine zur Profitmaximierung einer kleinen,   gierigen Minderheit von Reichen und Superreichen. Doch dazu gibt es   Alternativen &#8211; eine Politik im Interesse der lohnabh&#228;ngigen Mehrheit.   Keine R&#252;cksicht auf die Profitgier der Bosse und Banker! Endlich das   Verursacher-Prinzip bei der Begleichung der Krisenkosten einf&#252;hren! Von   Marx lernen ist dabei keine schlechte Idee. Dieser w&#252;rde wahrscheinlich   folgende Schritte vorschlagen:<\/p>\n<h4>  Finanzsystem reorganisieren<\/h4>\n<h4>  &#8211; Schulden an die Privatbanken streichen<\/h4>\n<h4>  &#8211; Banken enteignen, in &#246;ffentliches Eigentum &#252;berf&#252;hren und demokratisch   kontrollieren und verwalten<\/h4>\n<h4>  &#8211; Schluss mit Finanzspekulationen zur Profitmaximierung<\/h4>\n<h4>  &#8211; Profite der Banken und Konzerne f&#252;r sinnvolle Investitionen und zur   Schaffung von Arbeitspl&#228;tzen nutzen<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Im August h&#246;rte man ungewohnte Aussagen: Da fragt sich ein britischer<br \/>\n      Konservativer, ob die Linke nicht doch recht hatte. Der weltber&#252;hmte<br \/>\n      &#214;konom Nouriel Roubini sagt, Marx habe recht gehabt. 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