{"id":14391,"date":"2011-08-26T18:00:00","date_gmt":"2011-08-26T18:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14391"},"modified":"2011-08-26T18:00:00","modified_gmt":"2011-08-26T18:00:00","slug":"14391","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/08\/14391\/","title":{"rendered":"Pflegekr&#228;fte seit neun Tagen im Streik"},"content":{"rendered":"<p>  Ostberliner Alpenland-Besch&#228;ftigte k&#228;mpfen gegen Ungleichbehandlung und   f&#252;r einen Tarifvertrag<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Stell Dir vor Du arbeitest in der selben Stadt, im selben Job, im   selben Unternehmen &#8211; und Du bekommst trotzdem 300 Euro weniger Lohn, wie   deine Kollegin.Warum? Du hast das Pech, im Ostteil der Stadt zu   arbeiten. So sieht die Lage bei den Alpenland-Pflegeheimen in Berlin   aus. Aber die Ostberliner Besch&#228;ftigten wollen sich diese   Diskriminierung nicht l&#228;nger gefallen lassen und befinden sich seit neun   Tagen im Streik.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic<\/i><\/h4>\n<p>  Immer mehr Belegschaften wehren sich in der Hauptstadt gegen miese L&#246;hne   und tariflosen Zustand. Die Besch&#228;ftigten der Alpenland-Pflegeheime sind   in den Streik getreten, um einen Tarifvertrag zu erk&#228;mpfen und eine   Angleichung an die L&#246;hne und Bedingungen der KollegInnen im Westen der   Stadt und des Republik zu erreichen. Denn in den westberliner und den   westdeutschen Pflegeheimen gibt es einen Tarifvertrag und die L&#246;hne   liegen f&#252;r die gleiche T&#228;tigkeit 100 bis 400 Euro h&#246;her.<\/p>\n<p>  Einmal mehr eine Folge von Privatisierung, denn bis vor einigen Jahren   waren die Pflegeheime im Osten in &#246;ffentlicher Hand und im Westen   geh&#246;rten sie zum Deutschen Roten Kreuz und waren so an die Tarifvertr&#228;ge   des &#246;ffentlichen Dienstes angekoppelt.<\/p>\n<p>  Die streikenden Kolleginnen und Kollegen sind aber entschlossen, sich   das nicht l&#228;nger gefallen zu lassen. 50 von 210 befinden sich im Streik,   eine gute Beteiligung, da ein Teil der Belegschaft krank oder im Urlaub   ist und sich Verwaltungsangestellte bekannterma&#223;en ohnehin selten an   solchen Auseinandersetzungen beteiligen. Die Streikenden auch auf die   Sympathie der HeimbewohnerInnen z&#228;hlen. Einige HeimbewohnerInnen lehnen   es ab, von Streikbrechern gepflegt zu werden.<\/p>\n<p>  Am Donnerstag, den 24. August erhielten die Streikposten Besuch von   SAV-Mitgliedern und Aktiven aus dem Sollidarit&#228;tskomitee f&#252;r die   CFM-Besch&#228;ftigten. Au&#223;erdem dabei war Marco Veruggio, Gewerkschafter und   Mitglied im Vorstand der Rofondazione Comunista aus Italien. Dieser   zeigte sich sehr beeindruckt von der Dauer des Streiks in einem so   kleinen Unternehmen.<\/p>\n<p>  Wie schon beim Streik an der Charit&#233; und beim Charit&#233; Facility   Management (CFM) in diesem Jahr, zeigt auch der Alpenland-Streik, dass   Widerstand erstens m&#246;glich ist und zweitens eine k&#228;mpfende Gewerkschaft   st&#228;rker wird. Der Organisationsgrad ist lau ver.di-Verhandlungsf&#252;hrerin   Meike J&#228;ger von drei&#223;ig auf f&#252;nfzig Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>  Wir rufen alle LeserInnen auf Solidarit&#228;tsschreiben an ver.di Berlin   (BZ.Berlin@verdi.de) zu senden (Kopie bitte an cfm_solikomitee@yahoo.de)   und Berliner GewerkschafterInnen und Linke, die Streikposten in der   Z&#252;hlsdorfer Stra&#223;e 20 zu besuchen. Infos findet man <a href=\"http:\/\/bb.verdi.de\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ostberliner Alpenland-Besch&#228;ftigte k&#228;mpfen gegen Ungleichbehandlung und<br \/>\n      f&#252;r einen Tarifvertrag\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14391"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14391"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14391\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}