{"id":14354,"date":"2011-07-13T19:00:00","date_gmt":"2011-07-13T19:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14354"},"modified":"2011-07-13T19:00:00","modified_gmt":"2011-07-13T19:00:00","slug":"14354","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/07\/14354\/","title":{"rendered":"Massenstreiks in S&#252;dafrika"},"content":{"rendered":"<p>  Besch&#228;ftigte der Raffinerien schlie&#223;en sich dem Streik von 200.000   Metallarbeitern an.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Mametlwe Sebei, Demokratisch Sozialistische Bewegung (CWI in   S&#252;dafrika)<\/i><\/h4>\n<p>  Vorbemerkung: Die &#220;bersetzung wurde gegen&#252;ber dem Original gek&#252;rzt. Der   vollst&#228;ndige Artikel ist <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\/doc\/5186\">hier<\/a>   zu finden.<\/p>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten der s&#252;dafrikanischen Metall- und Elektroindustrie   befinden sich seit dem 4. Juli im Streik, nachdem die Verhandlungen   zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern gescheitert sind.<\/p>\n<p>  Zu Beginn des Streiks marschierten 20.000 ArbeiterInnen durch die   Stra&#223;en von Johannesburg um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.   Gleichzeitig gingen auch in zahlreichen anderen St&#228;dten S&#252;dafrikas   Tausende auf die Stra&#223;e.<\/p>\n<p>  Der Ausstand befindet sich nun in seiner zweiten Woche und ein Ende ist   nicht in Sicht. Es handelt sich hierbei ohne Zweifel um den gr&#246;&#223;ten   Streik in der Privatwirtschaft der letzten Jahre. Es dr&#252;ckt die Unruhe   und Bereitschaft der Arbeiterklasse in S&#252;dafrika aus, sich gegen die   harten Angriffe der Arbeitgeber auf ihre Arbeitsbedingungen und ihren   Lebensstandard zu Wehr zu setzen.<\/p>\n<p>  Die Hauptforderungen der ArbeiterInnen sind 13 Prozent Lohnerh&#246;hung   (nachdem zuerst 20 Prozent gefordert worden waren) und das Verbot von   Leiharbeit. Andere Forderungen sind ein Recht f&#252;r Vertrauensleute bis zu   20 Tage bei Bezahlung von der Arbeit freigestellt zu werden, mehr Frei   bei famili&#228;ren Angelegenheiten und eine einj&#228;hrige Laufzeit des Vetrags.<\/p>\n<p>  Das Angebot der Arbeitgeber ist bislang eine Lohnerh&#246;hung um sieben   Prozent, aber den Einsatz von Leiharbeitern wollen sie weiterhin   beibehalten.<\/p>\n<p>  Der Kampf der Metallarbeiter hat durch seine schiere Gr&#246;&#223;e und seine   Entschlossenheit andere Teile der Arbeiterklasse ermutigt in den Kampf   zu treten. Am 11. Juli traten 70.000 Besch&#228;ftigte der Raffinerien in den   Streik und schlossen sich den 200.000 streikenden ArbeiterInnen der   Metall- und Elektroindustrie an. Auch die Gewerkschaft der Bergarbeiter   ruft zu Streiks auf. Der Gewerkschaftsdachverband COSATU droht mit einem   Generalstreik zur Unterst&#252;tzung des Kampfes der MetallarbeiterInnen.<\/p>\n<h4>  Hetzkampagne der Medien<\/h4>\n<p>  Die Arbeitgeber setzen derweil auf eine massive Hetzkampagne. In den   Medien wurden die Arbeiter im &#8222;Interesse der wirtschaftlichen Erholung   und der Wettbewerbsf&#228;higkeit auf den internationalen M&#228;rkten&#8220; zu einem   Ende ihres Streiks aufgerufen.<\/p>\n<p>  Nachdem dieser Aufruf scheiterte, wurden massiv L&#252;gen und Hetze gegen   die ArbeiterInnen verbreitet, um so die &#246;ffentliche Unterst&#252;tzung zu   unterminieren.<\/p>\n<p>  In den Medien wird vor allem &#252;ber die Gewalt gegen Streikbrecher   berichtet, obwohl dies absolute Einzelf&#228;lle sind. Den Gewerkschaften   wird vorgeworfen, diese Gewalt nicht zu unterbinden. Sie sollen daher   den Arbeitskampf beenden. Aber trotz dieser Kampagne h&#228;lt die   Unterst&#252;tzung bei weiten Teilen der s&#252;dafrikanischen Arbeiterklasse f&#252;r   den Kampf an.<\/p>\n<p>  Der Metallerstreik bietet damit eine weitere Gelegenheit die Einheit der   Arbeiterklasse gegen die Kapitalisten herzustellen. Aber die F&#252;hrung der   Metallarbeitergewerkschaft und von COSATU bauen auf der vorhandenen   Unterst&#252;tzung nicht auf, obwohl sich die Chance bietet, die besten   Traditionen der Arbeiterklasse in S&#252;dafrika wieder zum Leben zu   erwecken. Ein Grund daf&#252;r ist dass die Gewerkschaftsf&#252;hrungen den Kampf   f&#252;r eine politische Alternative, eine sozialistische, zum Kapitalismus   aufgegeben haben. Das wird aus ihrer immer wieder bestehenden   Zusammenarbeit mit den Bossen deutlich.<\/p>\n<h4>  Ausweitung notwendig<\/h4>\n<p>  Das CWI in S&#252;dafrika hat eine Basis in der Gewerkschaft der Metall- und   Elektroindustrie (MEWUSA). Es setzt sich f&#252;r die Bildung von   Streikkomitees und den Aufbau von Solidarit&#228;tskomitees ein.<\/p>\n<p>  Die Demokratisch Sozialistische Bewegung (DSM) argumentiert, dass solche   Gremien zur Ausweitung des Kampfes wichtig sind. Damit k&#246;nnte der Druck   hin zu einen Generalstreik erh&#246;ht werden.<\/p>\n<p>  Die Unf&#228;higkeit der Gewerkschaftsf&#252;hrungen die Mobilisierung zu   steigern, f&#252;hrt dazu dass ArbeiterInnen, die sich isoliert f&#252;hlen, ihren   Hass gegen Streikbrecher wenden. Zur Zeit befinden sich etwa 200.000 der   350.000 Besch&#228;ftigten im Streik. Gewerkschaftlich organisiert sind etwa   170.000 Besch&#228;ftigte. Dies gilt es durch eine Einbeziehung von mehr   Besch&#228;ftigten zu steigern. Dazu geh&#246;rt auch eine Ausweitung des Streiks   auf andere Bereiche. Aber leider sind die Drohungen vor einem   Generalstreik der COSATU-F&#252;hrer nichts als leere Drohungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Besch&#228;ftigte der Raffinerien schlie&#223;en sich dem Streik von 200.000<br \/>\n      Metallarbeitern an.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14354"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}