{"id":14315,"date":"2011-06-28T10:00:00","date_gmt":"2011-06-28T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14315"},"modified":"2012-06-24T16:43:43","modified_gmt":"2012-06-24T14:43:43","slug":"14315","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/06\/14315\/","title":{"rendered":"Griechenland: Zeit, sie loszuwerden!"},"content":{"rendered":"<p>  Zum Generalstreik in Griechenland<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die griechischen Gewerkschaften rufen f&#252;r den 28. und 29. Juni zu   einem 48-st&#252;ndigen Generalstreik auf, zum ersten Mal seit 1992. Die   Bewegung der &#8222;Emp&#246;rten&#8220; und die AktivistInnen der Arbeiterbewegung haben   diesen Schritt gefordert, gegen die Abstimmung &#252;ber das zweite   Memorandum &#8211; ein neues von der Troika (EU, IWF und Europ&#228;ische   Zentralbank) auferlegtes Sparpaket. Diese Abstimmung ist f&#252;r den 30.   Juni geplant. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Der Kampf erreicht nun einen neuen H&#246;hepunkt, mit dem Versuch der   Regierung, die Platzbesetzungen zu ignorieren, dem andauernden Streik   der Elektrizit&#228;tsarbeiterInnen gegen das Memorandum und die Pl&#228;ne f&#252;r   weitere Privatisierungen, dem Generalstreik vom 15. Juni und jetzt der   neuen Herausforderung eines 48-st&#252;ndigen Generalstreiks Ende Juni.<\/b><\/p>\n<p>  <b>Unten ver&#246;ffentlichen wir die Forderungen, die Xekinima in der   Bewegung der &#8222;Emp&#246;rten&#8220;, die weiterhin gro&#223;e Pl&#228;tze in verschiedenen   St&#228;dten besetzt und der Arbeiterbewegung einbringt. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von socialistworld.net <\/i><\/h4>\n<p>  500,000 DemonstrantInnen auf dem Syntagma.Platz am Sonntag, 5. Juni.   Mehr als 200000 am gleichen Ort beim Generalstreik am 15. Juni. Und eine   Krisenregierung, die am seidenen Faden h&#228;ngt, was sich durch den   panischen R&#252;cktritt des Premierministers am 15. Juni gezeigt hat, dem am   selben Tag der &#8222;R&#252;cktritt vom R&#252;cktritt&#8220; folgte.<\/p>\n<p>  Europa schaut zu, wie eine neue Bewegung die griechische Gesellschaft   ersch&#252;ttert. Die Bewegung der Emp&#246;rten schafft neue Hoffnungen und   M&#246;glichkeiten und ist gleichzeitig die klarste Antwort auf die   Gewerkschaftsb&#252;rokratien und die F&#252;hrungen der linken Massenparteien,   die nie ndie Initiative zur Entwicklung einer echten Massenbewegung   ergriffen haben. Zum ersten Mal stellt sich eine Massenbewegung so klar   und kategorisch gegen die B&#252;rokratie der Gewerkschaften und die M&#228;ngel   der linken Massenparteien.<\/p>\n<p>  Die Bewegung der Emp&#246;rten kann das neue Memorandum stoppen und die   Regierung st&#252;rzen. Das kann wahr werden. Aber es k&#246;nnte auch passieren,   dass diese Bewegung nach ein Paar Wochen nicht mehr existiert. Hatte die   &#8222;Ich bezahle nicht&#8220;-Bewegung [Schwarzfahren in Bussen und Bahnen und   Boykott der Autobahnmaut] nicht auch einige dieser gro&#223;artigen Merkmale?   Aber sie ist binnen drei Monaten verschwunden. Deshalb sind die n&#228;chsten   Schritte der Bewegung von uns allen, den Emp&#246;rten von entscheidender   Bedeutung.<\/p>\n<h4>  Alle auf die Pl&#228;tze! Verst&#228;rkt die Streiks, um sie wegzujagen!<\/h4>\n<p>  Der erste Schritt ist nat&#252;rlich, dass alle auf die Pl&#228;tze gehen um eine   Massenbewegung von unten aufzubauen, um die Pl&#228;tze in lebende Organismen   des Widerstands zu verwandeln. Aus der halben Million Menshcen, die am   5. Juni demonstrierten muss eine Million werden. Deshalb m&#252;ssen wir   Termine f&#252;r die Eskalation der Bewegung festlegen. Wir m&#252;ssen Termine   f&#252;r Generalstreiks festsetzen und die Bewegung der Pl&#228;tze mit   betrieblichen Aktionen der ArbeiterInnen und auch mit den Stadtteilen   verbinden. Der Aufruf zum 48.st&#252;ndigen Generalstreik von GSEE und ADEDY   [Gewerkschaftsverb&#228;nde f&#252;r den privaten und &#246;ffentlichen Sektor], der   erste seit fast 20 Jahren, ist eine wichtige Entwicklung und ein echter   Erfolg der Emp&#246;rten, weil der Druck von den Pl&#228;tzen zu dieser   Entwicklung gef&#252;hrt hat.<\/p>\n<p>  Aber das ist nicht genug. Es sollte eine weitere Eskalation geben. Die   F&#252;hrung der Gewerkschaften wird nicht das notwendige tun. Wir m&#252;ssen sie   von unten dazu zwingen. Die Bewegung der Emp&#246;rten kann durch ihre   Entscheidungen die Entwicklung dorthin f&#246;rdern. Xekinima schl&#228;gt vor   dass die Versammlungen der Pl&#228;tze Folgendes diskutieren, beschlie&#223;en und   fordern:<\/p>\n<h4>  Eine Vollmobilisierung der gesamten Massenbewegung zum 48-st&#252;ndigen   Generalstreik, zu dem GSEE und ADEDY aufrufen.<\/h4>\n<p>  Einen 5-t&#228;gigen Generalstreik der DEKO-Gewerkschaften [&#246;ffentlicher   Dienst, staatliche und halbstaatliche Unternehmen] in der Woche bevor   das neue Memorandum ins Parlament eingebracht wird.<\/p>\n<p>  F&#252;r eine allgemeine, riesige Demonstration in Athen am Tag der   Abstimmung &#252;ber das Memorandum und eine &#228;hnliche Kundgebung in   Thessaloniki, mit dem Ziel eine Million Menschen auf den Syntagma-Platz   zu bringen.<\/p>\n<p>  Wenn die Regierung darauf besteht, das neue Memorandum durchzustimmen   gibt es keine andere M&#246;glichkeit als den Generalstreik so lange zu   verl&#228;ngern wie notwendig und auf dem Syntagma-Platz zu bleiben bis die   Regierung f&#228;llt. Eine andauernde Besetzung der Pl&#228;tze kann die Regierung   &#252;berleben, aber keinen dauerhaften Generalstreik.<\/p>\n<h4>  Verbindungen mit der ArbeiterInnen- \/Streikbewegung<\/h4>\n<p>  Es gibt Menschen die glauben, dass die Pl&#228;tze die Gewerkschafts- bzw.   ArbeiterInnenbewegung nicht brauchen oder nicht wollen, weil   GewerkschafterInnen die Bewegung &#8222;patronisieren&#8220; w&#252;rden. Ihre Bedenken   sind nachvollziehbar, aber nicht zutreffend. Wenn die Bewegung der   Emp&#246;rten sich nicht auf die Arbeiterbewegung ausdehnt und nicht mit   Streikmobilisierungen vernetzt wird gibt es eine extrem gro&#223;e Gefahr   dass sie verschwinden wird.<\/p>\n<p>  Deshalb wollen wir und ist es notwendig, dass sich alle Bewegungen an   die Pl&#228;tze und Besetzungen ann&#228;hern \/ sich auf sie ausrichten. Die, die   sich an K&#228;mpfen beteiligen &#8211; Streiks, Jugendaktionen, Umweltk&#228;mpfe,   soziale K&#228;mpfe &#8211; m&#252;ssen auf die Pl&#228;tze gehen, dort Camps aufbauen und   die Besetzungen lebendig und dynamisch halten. Wir wollen, dass die   Streikenden von DEI [Elektrizit&#228;tswerke], der Post, OTE [Telekom], die   befristet Besch&#228;ftigten bei den Kommunen usw. alle dort hingehen. Wir   wollen, dass die Streiks der verschiedenen Bereiche zu Generalstreiks   eskalieren, nicht zu symbolischen (einer alle 2-3 Monate), sondern zu   substantiellen, die wiederholt und gesteigert werden.<\/p>\n<h4>  Demokratie in der Bewegung. Aber wie?<\/h4>\n<p>  Die B&#252;rokraten der Gewerkschaften und Parteiapparate haben K&#228;mpfe immer   wieder dreist ausverkauft. Ma&#223;nahme sollten ergriffen werden, um die   Demokratie in der Bewegung sicherzustellen.<\/p>\n<p>  Viele der Emp&#246;rten verlangen, dass sich Parteien nicht auf den Pl&#228;tzen   zeigen. Obwohl diese Forderung verst&#228;ndlich ist, bietet sie keine   L&#246;sung, weil verschiedene Parteien schon da sind und sich viele von   ihnen hinter der &#8222;Anonymit&#228;t&#8220; und &#8222;Parteilosigkeit&#8220; verstecken. Genau   deshalb sind sie doppelt so gef&#228;hrlich.<\/p>\n<p>  Wir m&#252;ssen betonen, dass die Gefahr der B&#252;rokratisierung nicht nur von   Parteien ausgeht, sondern auch von Cliquen von Menschen, die pl&#246;tzlich   die M&#246;glichkeit sehen sich &#252;ber die Bewegung in die &#214;ffentlichkeit zu   dr&#228;ngen, Blogs erstellen und viel Zeit auf den Pl&#228;tzen verbringen um   sich zu etablieren und bekannt zu werden. Es ist kein Zufall, dass in   Thessaloniki entdeckt wurde, dass einige &#8222;parteilose&#8220; Leute versuchten,   bei einer Demonstration am 5. Juni den rechten nationalistischen   Politiker Dimitris Antoniou als einzigen Redner durchzusetzen!<\/p>\n<p>  Die Demokratie kann nur durch eine Serie von Ma&#223;nahmen gesch&#252;tzt werden:<\/p>\n<p>  Erstens sollten nat&#252;rlich alle Entscheidungen von den allgemeinen   Versammlungen getroffen werden.<\/p>\n<p>  Die Parteien und Organisationen, die in dieser Bewegung intervenieren   (wozu sie das Recht haben) sollten es offen tun. Schluss mit der   Heuchelei von Parteimitgliedern die vort&#228;uschen sie seien &#8222;parteilos&#8220;.<\/p>\n<p>  Jede politische Kraft sollte nur einen Redebeitrag auf der Versammlung   haben, so dass alle wissen wer wer ist und was sie sagen. Den Rest der   Zeit sollten die unorganisierten bekommen.<\/p>\n<p>  Das Koordinierungskomitee der Versammlung, die Menschen hinter den   Mikrofonen, sollte rotieren. Alle drei Tage muss das Team gewechselt   werden.<\/p>\n<p>  Kein Vertrauen in irgendeine Einzelperson oder einen Parteiapparat &#8211; nur   in die demokratischen Prozesse der Bewegung. Diese Regel sollte immer   gelten, nicht nur auf den Versammlungen der Emp&#246;rten, sondern in allen   Bewegungen &#252;berall und jederzeit.<\/p>\n<h4>  Demokratie der Pl&#228;tze und Demokratie der Bewegung<\/h4>\n<p>  Die Demokratie der Versammlungen auf dem Syntagma-Platz oder am Wei&#223;en   Turm [in Thessaloniki] darf nicht mit der Demokratie der Bewegung   verwechselt werden. Denn selbst wenn wir 3000 bis 5000 Menschen auf der   Versammlung haben, wie k&#246;nnen sie die halbe Million Menschen vertreten   die wir am Sonntag, 5. Juni gesehen haben? Und wie ist es m&#246;glich, dass   alle ihre Meinung sagen oder einen Vorschlag zur Abstimmung stellen,   unter der Bedingung dass die Zeit und die Zahl der RednerInnen auf jeder   Versammlung begrenzt ist? Es ist unm&#246;glich.<\/p>\n<p>  Die Antwort auf dieses Dilemma ist:<\/p>\n<p>  Verbreitert die Bewegung an alle Arbeitspl&#228;tze, in Arbeiterviertel und   die Jugend (Universit&#228;ten und Schulen), wie oben vorgeschlagen. Beruft   Massenversammlungen in allen diesen Orten und Gebieten ein und w&#228;hlt   Komitees von VertreterInnen, die jederzeit abw&#228;hlbar sind.<\/p>\n<p>  Die Syntagma-Versammlung sollte ein- oder zweimal in der Woche eine   Versammlung der VertreterInnen der Bewegung aus allen Ecken Attikas [der   ganzen Region um Athen und Pir&#228;us] sein. Das gleiche gilt f&#252;r den Wei&#223;en   Turm in Thessaloniki und so weiter. Diese Versammlungen sollten f&#252;r die   endg&#252;ltigen zentralen Entscheidungen verantwortlich sein.<\/p>\n<p>  Die VertreterInnen sollten in konstantem Austausch mit den Versammlungen   stehen, die sie gew&#228;hlt haben, ihnen gegen&#252;ber rechenschaftspflichtig   und jederzeit abw&#228;hlbar sein (das hei&#223;t, dass jede Versammlung sie   jederzeit durch andere VertreterInnen ersetzen kann).<\/p>\n<p>  Nur auf diese Weise kann die Massenbewegung kontrollieren, wie sich der   Kampf entwickelt. Alles andere &#8211; welchen Namen es auch tr&#228;gt &#8211; ist nur   in Worten eine Demokratie, weder &#8222;direkte&#8220; noch &#8222;echte&#8220; Demokratie [die   eine zentrale Forderung der Bewegung der Emp&#246;rten ist].<\/p>\n<h4>  Gibt es eine alternative politische L&#246;sung?<\/h4>\n<p>  Die Menschen, die sich an der Bewegung der Emp&#246;rten beteiligen sp&#252;ren   jetzt die Macht und St&#228;rke der Massenbewegung und stellen fest, dass sie   die Regierung st&#252;rzen k&#246;nnen. Die Frage die sich stellt ist, was danach   kommt. Denn offensichtlich ist es keine L&#246;sung, Pasok zu st&#252;rzen nur um   die ND wieder an die Macht zu bringen, oder eine Koalitionsregierung   oder eine Regierung von &#8222;Technokraten und Pers&#246;nlichkeiten&#8220;.<\/p>\n<p>  Die erste Antwort auf diese Frage lautet, dass es wichtig ist, dass die   Pasok-Regierung f&#228;llt, selbst wenn nicht klar ist wer ihr folgen wird,   weil die n&#228;chste Regierung mit der konstanten Bedrohung durch die   Bewegung und der Gefahr, gest&#252;rzt zu werden leben wird.<\/p>\n<p>  Wir sollten uns an Argentinien erinnern, wo im Winter 2001\/2002 f&#252;nf   Pr&#228;sidenten binnen weniger Wochen gest&#252;rzt wurden. Am Ende zwang die   Bewegung die argentinische Regierung, die Bezahlung der Auslandsschulden   auszusetzen. Das war an sich ein gro&#223;er Sieg! Aber er hat nicht zur   &#220;berwindung der Macht des Kapitals gef&#252;hrt oder die Gesellschaft von   Armut befreit. Deshalb brauchen wir mehr.<\/p>\n<p>  Wenn wir unser Schicksal in den H&#228;nden weniger hundert korrupter   Personen im Parlament lassen, die v&#246;llig au&#223;erhalb unserer Kontrolle   stehen, f&#252;r vier Jahre gew&#228;hlt wurden auf der Basis von L&#252;gen und   falschen Versprechungen, aber ohne M&#246;glichkeit f&#252;r uns, sie zu ersetzen,   die das gro&#223;e Geld der Kapitalisten brauchen um gew&#228;hlt zu werden und   dann genau diese Kapitalisten vertreten und nicht die Menschen, die sie   w&#228;hlen, die uns den Reichtum rauben den wir produzieren, dann bleibt das   Problem. Was ist die Antwort darauf?<\/p>\n<h4>  Wir wollen eine Art &#8222;Parlament&#8220;, in dem die gew&#228;hlten jederzeit   rechenschaftspflichtig und abw&#228;hlbar sind.<\/h4>\n<p>  Wir wollen VertreterInnen, die soviel Bezahlung bekommen wie die   ArbeiterInnen &#8211; und nicht 10000 &#8364; im Monat &#8211; VertreterInnen ohne   irgendwelche Privilegien oder Verbindungen mit Unternehmensinteressen.   Die, die gegen diese Regeln versto&#223;en sollten mit schweren   Gef&#228;ngnisstrafen bestraft werden &#8211; alle Gesetze, die es erlauben sich   von Verurteilungen &#8222;frei zu kaufen&#8220; und die Verj&#228;hrung solcher Vergehen   nach einiger Zeit sollten abgeschafft werden!<\/p>\n<p>  Diese Bedingungen k&#246;nnen nur durchgesetzt werden, indem VertreterInnen   durch Massenversammlungen an Arbeitspl&#228;tzen, in Wohngebieten,   Universit&#228;ten usw. gew&#228;hlt werden und indem diese VertreterInnen den   Versamlungen gegen&#252;ber rechenschaftspflichtig und jederzeit abw&#228;hlbar   sind.<\/p>\n<p>  So ein &#8222;Parlament&#8220; der ArbeiterInnen und der Masse der Bev&#246;lkerung   k&#246;nnte eine echte &#8222;Volksmacht&#8220; etablieren, eine Regierung &#8222;der   ArbeiterInnen f&#252;r die ArbeiterInnen&#8220; im Dienst der Gesellschaft und der   Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>  Ist das ein schwerer Weg? Ja, ein sehr schwerer. Aber warum? Weil die   Bewegung bis jetzt auf die zentralen Pl&#228;tze beschr&#228;nkt ist und sich   nicht auf organisierte Art in die Breite und Tiefe der Gesellschaft   verbreitert. Und weil die Bewegung sich nicht bewusst die oben genannten   Ziele setzt. Aber wenn sich die Bewegung auf die von uns beschriebene   Art entwickeln k&#246;nnte, w&#252;rde sich die Wahl solcher VertreterInnen und   der &#8222;Regierenden&#8220; auf die beschriebene Art nat&#252;rlicherweise entwickeln:   Sie w&#228;ren Individuen, die die Basisbewegungen in der Gesellschaft   vertreten und nicht die Interessen der gro&#223;en Unternehmen, und sie   w&#252;rden konstant von unten kontrolliert.<\/p>\n<p>  So und nur so bekommen die Worte &#8222;echte&#8220; oder &#8222;direkte&#8220; Demokratie eine   wirkliche Bedeutung.<\/p>\n<h4>  Gibt es eine alternative Wirtschaftspolitik?<\/h4>\n<p>  Unsere Lebensstandards fallen auseinander. Das Recht auf Arbeit   verschwindet. Renten wurden gnadenlos gek&#252;rzt, Bildung und Gesundheit   werden abgebaut, Rechte, die wir ein ganzes Jahrhundert lang hatten   werden zerst&#246;rt! Sie haben &#8222;alles&#8220; weggenommen, und sie werden   zur&#252;ckkommen um mehr zu holen. Warum? Um die Staatsschulden   zur&#252;ckzuzahlen &#8211; sagen sie! Aber wer hat die Schulden gemacht, und warum   sollten wir daf&#252;r bezahlen?<\/p>\n<p>  [Im Originaltext von Xekinima folgt hier eine Erkl&#228;rung warum die   Schulden nicht unsere sind.]<\/p>\n<h4>  Wir fordern:<\/h4>\n<p>  Die Verursacher der Krise sollen sie bezahlen. Das hei&#223;t: Die   R&#252;ckzahlung der Schulden verweigern, die sie geschaffen haben um ihre   Profite zu steigern; die jetzt 350 Milliarden &#8364; erreichen, 150% des BIP.<\/p>\n<p>  200 Milliarden &#8364; liegen auf griechischen Bankkonten, das ist unser   eigenes Erspartes, denn die Reichen und die gro&#223;en Kapitalisten haben   ihr Geld schon ins Ausland geschafft &#8211; allein im letzten Jahr 60   Milliarden. Die Banker benutzen unser Geld auf den Konten gegen uns, um   gro&#223;e Profite zu machen, und die Rechtfertigung daf&#252;r sind &#8222;die   Bed&#252;rfnisse und Forderungen der M&#228;rkte&#8220;. Wir weigern uns ihre Logik zu   akzeptieren, wir fordern, dass die Banken verstaatlicht werden, dass sie   Eigentum der Gesellschaft werden.<\/p>\n<p>  Wir sollten Informationen dar&#252;ber fordern, wo die Profite der   vergangenen Jahre hingekommen sind. Von Mitte der 1990er bis 2007 ist   die griechische Wirtschaft j&#228;hrlich um 4-5% gewachsen. Und Griechenland   war das &#8222;Eldorado&#8220; der Gewinne, mit Gewinnen von bis zu 20-30% j&#228;hrlich.   Wo ist dieses ganze Geld? Warum geh&#246;ren die Gewinne ihnen und die   Verluste uns?<\/p>\n<p>  Nein zur Privatisierung der DEI [Stromerzeuger] und der anderen DEKO   [&#246;ffentliche Dienstleistungen]. Schluss mit der Auspl&#252;nderung des   &#246;ffentlichen Verm&#246;gens. Schluss mit dem Verkauf &#246;ffentlicher   Unternehmen. Im Gegenteil sollten diese Unternehmen unter die Kontrolle   und Verwaltung der ArbeiterInnen und der Gesellschaft gestellt werden,   um die Korruption an den Spitzen im &#246;ffentlichen Dienst und den   Gewerkschaften abzuschaffen.<\/p>\n<p>  Auf der Grundlage dessen k&#246;nnten wir mit den 350 Milliarden &#8364;, die wir   &#8222;sparen&#8220; wenn wir die Zahlung der Schulden verweigern und den 200   Milliarden, die in den Banken liegen k&#246;nnten wir Wirtschaftswunder   schaffen. Wir k&#246;nnten die Situation komplett ver&#228;ndern, Arbeitspl&#228;tze   schaffen, eine gute Gesundheitsversorgung, Bildung, Renten und   staatliche Wohnungen haben. Wir brauchen und wollen keine Spekulanten   der Aktienm&#228;rkte und der Banken. Die, die sagen &#8222;das kann nicht   passieren&#8220; (oder dass es altmodisch und &#252;berholt sei) tun das, was ihnen   das System sehr gut beigebracht hat: sie l&#252;gen.<\/p>\n<h4>  Zum Schluss&#8230;<\/h4>\n<p>  Wir fordern eine Gesellschaft der Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit   und echten Demokratie. Wir fordern eine Gesellschaft, die nicht den   Profiten einer unbedeutenden Minderheit dient, sondern die Wirtschaft   nach unseren Bed&#252;rfnissen plant. Und ja, wir sollten die wahre Bedeutung   vieler Begriffe wieder herstellen, die von der herrschenden Elite   missbraucht wurden; wie es die Versammlungen der Emp&#246;rten bereits   vorschlagen.<\/p>\n<p>  Demokratie bedeutet, dass wir entscheiden und alle entscheidungen   kontrollieren, nicht die L&#252;gner und Diebe im Parlament.<\/p>\n<p>  Gerechtigkeit bedeutet dass Gesetze der Gesellschaft dienen, nicht, dass   sie sie unterdr&#252;cken.<\/p>\n<p>  Freiheit bedeutet die M&#246;glichkeit, eine eigene Meinung zu haben und sie   frei zu &#228;u&#223;ern, nicht, dass die &#246;ffentliche Meinung von f&#252;nf Familien   gebildet wird, die die Wirtschaft und die Fernsehsender kontrollieren.<\/p>\n<p>  Und Sozialismus bedeutet all die Dinge, die wir oben f&#252;r die Wirtschaft,   Politik und Gesellschaft beschrieben haben &#8211; und nicht das, was so   genannte &#8222;SozialistInnen&#8220; wie Papandreou [der Premierminister] und die   Bande von Dieben und L&#252;gnern um ihn herum tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zum Generalstreik in Griechenland\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[44],"tags":[275],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14315"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14315"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14315\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}