{"id":14305,"date":"2011-06-24T00:00:00","date_gmt":"2011-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14305"},"modified":"2012-06-24T16:47:19","modified_gmt":"2012-06-24T14:47:19","slug":"14305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/06\/14305\/","title":{"rendered":"Nazis bedrohen Demo f&#252;r Homo- und Transsexuellenrechte"},"content":{"rendered":"<p>  Bericht von der Pride-Parade in Ungarn<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nach vielen Attacken von Nazis und Polizei in den vergangenen Jahren   fand am Samstag den 18.06. erneut die Budapest-Pride statt. Gepr&#228;gt von   den Erfahrungen der letzten Jahre wahren die Sicherheitsvorkehrungen von   Seiten der Veranstalter sehr hoch. Zus&#228;tzlich zum selbst organisierten   Demoschutz hatte das B&#252;ndnis aus diversen Vereinen aus der Homo- und   Transexuellenrechts-Szene auch einen ca. 150 Personen starken   Sicherheitsdienst engagiert. Alle TeilnehmerInnen wurde vor Beginn der   Demo auf Waffen und &#228;hnliches durchsucht. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Tilman M. Ruster<\/i><\/h4>\n<p>  Das Sicherheitsvorkehrungen n&#246;tig waren ist an sich schon schlimm. Und   sie bestimmten von Anfang an auch die Stimmung auf der Demo: Ca. 1.500   DemonstrantInnen zogen flankiert von Demoschutz und Sicherheitsdienst   vorbei an Absperrungen der Polizei durch die Budapester Innenstadt vom   Heldenplatz in Richtung Parlament.<\/p>\n<p>  Hinter den Absperrungen lauerten gro&#223;e Gruppen von Neo-Faschisten. Auch   Nazis aus &#214;sterreich und Deutschland waren angereist um die   Demonstration einzusch&#252;chtern.<\/p>\n<p>  Eine Blockade von Nazis am zentralen Oktagon wurde von der Polizei   geduldet und so wurde die Demo umgeleitet. Das eigentliche Ziel der   Budapest-Pride, &#246;ffentlichen Raum einzufordern und zu erk&#228;mpfen wurde so   sabotiert. Die Polizei lies die Nazis gew&#228;hren. Auch wo hunderte den   verbotenen Hitlergru&#223; zeigten und die DemonstrantInnen in die Gaskammern   w&#252;nschten schritt die Polizei nicht ein.<\/p>\n<p>  &#220;berhaupt war es unter diesen Bedingungen schwierig PassantInnen und   AnwohnerInnen zu erreichen: Der Protest f&#252;r Toleranz und rechtliche   Gleichstellung wurde ins gef&#228;hrliche und kriminelle Licht ger&#252;ckt.<\/p>\n<p>  Die Reaktionen der PassantInnen waren entsprechend gemischt. Zwar gab es   eine ganze Reihe von Solidarit&#228;tsbekundungen, aber auch Beleidigungen   und Angst waren h&#228;ufig.<\/p>\n<p>  Die Abschlusskundgebung vor dem Parlament fand nur wenige Meter vor   einer Absperrung, hinter der sich hunderte Nazis befanden, statt.   Redebeitr&#228;ge der AktivistInnen wurden so st&#228;ndig und lautstark von   Drohungen und Schm&#228;hungen begleitet. Nach dem Ende der Kundgebung   verlief sich die Demo fluchtartig aus Angst vor &#220;bergriffen der   Faschisten. Dennoch kam es zu Angriffen, z.B. auf einen Bus mit   AktivistInnen aus &#214;sterreich. Die Polizei machte jedoch diese f&#252;r die   Gewalt verantwortlich und lies den Bus erst nach langen Verh&#246;ren beinahe   acht Stunden sp&#228;ter als geplant zur&#252;ck nach Wien fahren. Schon am Rande   der Demo kam es zu Schikanen der Polizei, die z.B. mit einer schlecht   kontrollierten, aggressiven Hundestaffel neben der Pride-Parade   patrouillierte.<\/p>\n<p>  Bedauerlich ist die mangelnde Solidarit&#228;t aus der ungarischen Linken. Wo   Nazis eine Demo derart und viele Jahre in Folge bedrohen wird die   Budapest-Pride zum Pflichttermin f&#252;r alle linken Organisationen. Aber   keine der gr&#246;&#223;eren Parteien lies sich blicken. Weder die   sozialdemokratische noch die traditionellen kommunistischen Parteien   waren sichtbar vertreten, die Gr&#252;nen traten nur vereinzelt auf.<\/p>\n<p>  Gerade vor dem Hintergrund der rassistischen, homophoben und autorit&#228;ren   Fidesz-Regierung und der mit 16% im Parlament vertretenden   neo-faschistischen Jobbik gilt es in Ungarn jeden Termin zu nutzen um   gegen Nazis, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu demonstrieren.<\/p>\n<p>  Das zeigt erneut die dringende Notwendigkeit einer k&#228;mpferischen linken   Partei in Ungarn, die sich mit dem richtigen Programm gegen   Arbeitslosigkeit und Sozialabbau wendet und sich so die Unterst&#252;tzung   von ArbeiterInnen und Jugendlichen verdient um der Hetze von Fidesz,   Jobbik&amp;Co etwas entgegenzusetzten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bericht von der Pride-Parade in Ungarn\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43,33],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14305"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14305\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}