{"id":14281,"date":"2011-06-16T00:00:00","date_gmt":"2011-06-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14281"},"modified":"2012-07-18T15:54:03","modified_gmt":"2012-07-18T13:54:03","slug":"14281","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/06\/14281\/","title":{"rendered":"Atomkraft abschalten &#8211; jetzt"},"content":{"rendered":"<p>  Warum alle Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden   m&#252;ssen und k&#246;nnen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Seit der atomaren Katastrophe von Fukushima hat die Bewegung gegen   die Nutzung der Atomkraft mehr erreicht als Rot\/Gr&#252;n mit dem sogenannten   &#8222;Atomausstieg&#8221; von 2000\/2002. Gerade mal drei Atomkraftwerke gingen   damit vom Netz. Jetzt, wo hundertausende sich binnen drei Monaten an   Protesten beteiligt haben ist klar, dass sieben bis acht Reaktoren   stillgelegt werden. Die Laufzeitverl&#228;ngerung bis 2040 ist vom Tisch. Das   ist ein gro&#223;er Erfolg der Bewegung. Ohne die anhaltenden Proteste h&#228;tte   die Regierung anders entschieden.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Holger Dr&#246;ge, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Aber der Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken &#8211; die meisten davon noch   mehr als zehn Jahre &#8211; ist alles andere als ein Ausstieg aus der Nutzung   von Atomkraft. Es finden bis 2022 noch mindestens drei Bundestagswahlen   statt und eine &#196;nderung der jetztigen Beschl&#252;sse ist m&#246;glich. Aber vor   allem bedeutet es, dass wir noch mindestens zehn Jahre mit den enormen   Risiken der Atomkraft leben m&#252;ssen, mindestens zehn Jahre noch Atomm&#252;ll   produziert wird, f&#252;r den es bis heute keine sichere Endlagerung gibt.<\/p>\n<h4>  Das Risiko ist zu gro&#223;<\/h4>\n<p>  Sicher ist Atomkraft nicht, niemand kann garantieren, dass niemals ein   atomarer Unfall eintritt. Tschernobyl, Harrisburg oder Fukushima sind   nur einige Beispiele daf&#252;r. Die &#8222;Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke   Phase B&#8221; von 1989 beziffert das Risiko eines Super-GAUs aufgrund   technischen Versagens in einem westdeutschen Atomkraftwerk mit 0,003   Prozent pro Jahr. Das klingt wenig. Aber allein in der EU gibt es rund   150 Atomkraftwerke. Bei einer Betriebszeit von 40 Jahren k&#228;me es hier   demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von &#252;ber 16 Prozent zu einem   Super-GAU. Viele m&#246;gliche St&#246;rfallszenarien und gef&#228;hrliche Altersm&#228;ngel   in den Reaktoren sind dabei gar nicht ber&#252;cksichtigt &#8211; genauso wenig wie   alle Unf&#228;lle, die, wie Harrisburg und Tschernobyl, unter anderem durch   menschliches Versagen passieren.<\/p>\n<p>  In der Renneberg-Studie f&#252;r die Bundestagsfraktion der Gr&#252;nen vom Juni   2010 hei&#223;t es treffend: &#8222;Die Interpretation des Begriffs &quot;Sicherheit&quot; im   Sinne einer objektiven, absolut bezifferbaren Kenngr&#246;&#223;e ist jedenfalls   f&#252;r den Bereich der Kerntechnik nicht haltbar. Sicherheit beschreibt   nicht einen diskret abgrenzbaren objektiven Zustand, sondern beschreibt   die Auffassung &#252;ber ein zugrunde liegendes Risiko oder die Bewertung   eines Risikos. Der Betrieb der in Deutschland und zurzeit auch weltweit   betriebenen Kernkraftwerke ist immer mit dem Risiko eines Super-Gaus   verbunden. Bei manchen ist dieses Risiko kleiner, bei manchen gr&#246;&#223;er.   Wenn der Betrieb von Kernkraftwerken als sicher bezeichnet wird, dann   hei&#223;t dies folglich nur, dass das damit verbundene Risiko akzeptiert   wird.&#8221;<\/p>\n<p>  Nach verschiedenen Risikostudien wird f&#252;r deutsche Atomkraftwerke eine   durchschnittliche Kernschmelzh&#228;ufigkeit pro Anlage und Jahr von etwa 1   zu 100.000 angenommen. Damit ergibt sich in einem Zeitraum von 60 Jahren   eine Wahrscheinlichkeit in der Gr&#246;&#223;enordnung von 1 Prozent, dass in   dieser Zeit in den deutschen Kernkraftwerken ein Kernschmelzereignis   auftritt.<\/p>\n<p>  Wer also behauptet, dass deutsche Kernkraftwerke sicher sind, macht   nichts anderes als eine Wette einzugehen, gefrei dem Motto &#8222;Es ist noch   immer gut gegangen.&#8221; Das Risiko diese Wette zu verlieren ist aber nicht   hypothetisch, sondern real, wie die Vorg&#228;nge in Fukushima leider zeigen.<\/p>\n<p>  Hinzu kommen Risiken durch Terroranschl&#228;ge und Flugzeugabst&#252;rze. Wie   gro&#223; die Gefahr eines solchen Angriffs ist, l&#228;sst sich kaum beziffern.   Doch auch ohne Fremdeinwirkung droht in den extrem komplexen Reaktoren   st&#228;ndig der Super-GAU. Seit 2000 gab es in Deutschland 1166   meldepflichtige Ereignisse in Atomkraftwerken, davon 33 INES 1 F&#228;lle und   2 F&#228;lle bei INES 2. (Quelle: Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz).<\/p>\n<p>  Nicht ohne Grund w&#252;rde auf Grund heute geltender Vorschriften und   Gesetze kein einziges laufendes Atomkraftwerk in Deutschland wieder f&#252;r   den Betrieb zugelassen.<\/p>\n<p>  Die Folgen eines atomaren Ungl&#252;cks w&#228;ren dramatisch. Das hat sich leider   in Tschernobyl und Fukushima gezeigt. In der Folge von Tschernobyl   starben bis heute mindestens 70.000 Menschen (andere Sch&#228;tzungen gehen   von &#252;ber 100.000 Toten aus), 400.000 Menschen mussten ihre Heimat   verlassen, ein Gebiet von der Gr&#246;&#223;e des Saarlands ist auf Jahrzehnte   unbewohnbar. Aber auch tausende kilometer entfernt in Europa geht man   heute von etwa 5.000 Tschernobylbedingten Todesf&#228;llen unter S&#228;uglingen   aus (Quelle: &#196;rtze gegen den Atomkrieg).<\/p>\n<p>  Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat &#8211; unter   Ber&#252;cksichtigung der Erfahrungen von Tschernobyl &#8211; die zu erwartenden   Gesundheitssch&#228;den nach einem schweren Atomunfall in Deutschland   abgesch&#228;tzt. F&#252;r den Fall eines Super-GAUs etwa im Atomkraftwerk Biblis   rechnet sie mit 4,8 Millionen zus&#228;tzlichen Krebserkrankungen. Hinzu   kommen alle anderen direkten und indirekten Gesundheitssch&#228;den durch   Strahlung, Evakuierung und Verlust der Heimat.<\/p>\n<p>  Aber selbst, wenn nichts passiert: Je n&#228;her ein Kind an einem   Atomkraftwerk wohnt, desto gr&#246;&#223;er ist sein Risiko, an Krebs zu   erkranken. Im 5-Kilometer-Umkreis um deutsche Atomkraftwerke bekommen   Kinder unter f&#252;nf Jahren 60 Prozent h&#228;ufiger Krebs als im bundesweiten   Durchschnitt. Die Leuk&#228;mie-Rate ist sogar mehr als doppelt so hoch (+   120 Prozent). Leuk&#228;mie (Blutkrebs) wird besonders leicht durch   radioaktive Strahlung ausgel&#246;st (Quelle: Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz).   Daten aus den USA legen nahe, dass auch Erwachsene rings um Atomanlagen   h&#228;ufiger an Krebs erkranken.<\/p>\n<p>  Leider lie&#223;e sich diese Auflistung &#252;ber die Konsequenzen der Nutzung von   Atomkraft lange fortsetzen. Das kann nicht Aufgabe dieses Artikels sein,   aber unter http:\/\/100-gute-gruende.de findet sich eine gute Auflistung.<\/p>\n<h4>  Sofort Abschalten und nicht erst irgendwann<\/h4>\n<p>  Die Sozialistische Alternative &#8211; SAV setzt sich wie andere   Organisationen der Anti-Atom-Bewegung daf&#252;r ein, dass die Nutzung von   Atomkraft sofort beendet wird. Wir sind nicht bereit f&#252;r die Profite von   Konzernen unser Leben und unsere Umwelt zerst&#246;ren zu lassen.<\/p>\n<p>  Die Forderung nach einem sofortigen Abschalten der Atomkraftwerke   bedeutet nicht, dass einfach Schalter umgelegt werden m&#252;ssen und dann   ist alles gut. Klar ist, dass ein geplantes Herunterfahren der   Atomkraftwerke n&#246;tig ist. Klar ist, dass auf Jahrzehnte noch   Spezialisten gebraucht werden, die sich um die Atomkraftwerke und deren   Stilllegung und R&#252;ckbau k&#252;mmern. Klar ist leider ebenso, dass dann immer   noch keine L&#246;sung f&#252;r rund 12.500 Tonnen hochradioaktive abgebrannte   Brennelemente gibt, die bisher in den deutschen Atomkraftwerken   angefallen sind.<\/p>\n<p>  Aber es ist in Deutschland m&#246;glich, die Nutzung von Atomkraft in einigen   Tagen bis Wochen zu beenden. Ausstiegsziele wie 2017 oder 2022 bedeuten   nur, dass jedes Jahr weitere 500 Tonnen hochradioaktiver M&#252;ll anfallen,   dass das Risiko f&#252;r einen Unfall weiter besteht und das die Atomkonzerne   weiter Profite machen, immerhin rund eine Million Euro pro Atomkraftwerk   und Tag.<\/p>\n<h4>  Kapazit&#228;ten sind vorhanden<\/h4>\n<p>  Die gesicherte Nettoleistung aller Kraftwerke in Deutschland betr&#228;gt   89,9 Gigawatt (Quelle: Consentec et al., 2010). Hinzu kommen die   sogenannte Kaltreserve von 2,5 Gigawatt (GW) und die Langfristreserve   von 6,6 GW (Quelle: &#214;koinstitut), so dass etwa 99 GW zur Verf&#252;gung   stehen k&#246;nnen. Hinzu kommen n noch m&#246;gliche Stromimporte, die auf bis zu   15 GW gesch&#228;tzt werden (Quelle: Entso-E, 2011).<\/p>\n<p>  Der historisch h&#246;chste Verbrauch betrug in Deutschland etwa 82 GW   (2007). Normalerweise liegen der Spitzenlastbedarf bei etwa 77 GW,   aufgrund von Energieeinsparungen wird damit gerechnet, dass dieser bis   2020 auf etwa 72,9 GW absinkt (Quelle: Deutsche Energieagentur, 2008).   Der &#252;bliche maximale Verbrauch liegt bei etwa 65 GW und sinkt im Sommer   nachts auf bis zu 40 GW ab.<\/p>\n<p>  Zieht man von den 99 GW die 17,6 GW gesicherte Nettoleistung der   deutschen AKW ab, so verbleiben etwa 81,4 GW. Unter Ber&#252;cksichtigung der   Tatsache, dass die sogenannte Regelenergie in Deutschland im Vergleich   zu europ&#228;ischen Vorschriften um etwa 2,1 GW zu hoch angesetzt ist (Der   Grund: Sie wird verg&#252;tet, auch wenn sie nicht ben&#246;tigt wird) wird   deutlich, dass auf der Erzeugerseite gen&#252;gend Kapazit&#228;ten vorhanden sind.<\/p>\n<p>  Weiterhin k&#246;nnte durch Verlagerung von Last\/Stromverbrauch aus den 50   lasth&#246;chsten Stunden nur um eine oder wenige Stunden, der   Spitzenlastbedarf um 2 bis 5 GW reduziert werden (&#214;ko-Institut 2011).   Ein aktives Lastenmanagement bei Gro&#223;verbrauchern wie K&#252;hlh&#228;usern und   ausgew&#228;hlten Anlagen der Metallerzeugung sowie in der chemischen   Industrie kann vergleichsweise kurzfristig realisiert werden.<\/p>\n<p>  Ebenfalls nicht vernachl&#228;ssigt werden darf, dass bis 2013 11,2 GW neue   Kraftwerkskapazit&#228;ten (ohne AKW) ans Netz gehen (&#214;ko-Institut 2011). Das   Bundeswirtschaftsministerium geht von knapp 15 GW neuer Kapazit&#228;t bis   2015 aus.<\/p>\n<p>  Nat&#252;rlich ist die Erzeugung von Strom in Deutschland regional   unterschiedlich verteilt. Der Anteil von Atomstrom an der landesweiten   Stromerzeugung betr&#228;gt in Baden-W&#252;rttemberg etwa 50 Prozent, in Bayern   stammt &#252;ber die H&#228;lfte der Stromproduktion aus Atomkraftwerken (2009: 57   Prozent). Hier k&#246;nnten also bei einer sofortigen Abschaltung aller AKWs   regionale Kapazit&#228;tsengp&#228;sse auftreten.<\/p>\n<p>  Entscheidender Faktor ist die Vernetzung mit anderen Bundesl&#228;ndern und   den Nachbarstaaten, &#252;ber die eine Stromzufuhr stattfinden kann. Indizien   deuten auf ausreichende Kapazit&#228;ten hin. So gibt es gut ausgebaute   &#220;bertragungsnetze in Baden-W&#252;rttemberg und Bayern f&#252;r den Stromtransport   in die Schweiz, &#214;sterreich und nach Frankreich. Diese Verbindungen   werden bisher genutzt, um &#252;bersch&#252;ssigen Nachtstrom in der Schweiz und   in &#214;sterreich zu speichern und tags&#252;ber wieder zur&#252;ckzuholen.   Baden-W&#252;rttemberg leitet relativ gro&#223;e Mengen franz&#246;sischen Atomstrom in   die Schweiz weiter. Auch daf&#252;r reicht das Netz.<\/p>\n<p>  Zus&#228;tzlich bestehen zahlreiche technische M&#246;glichkeiten die Netze zu   stabilisieren. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass gen&#252;gend   M&#246;glichkeiten bestehen, die Netze zu jedem Zeitpunkt des Atomausstiegs   stabil zu halten. So m&#252;ssen Energieversorger verst&#228;rkt auf   Spannungsschwankungen reagieren, indem sie ihre Kraftwerke bei Bedarf   hoch- und herunterregeln. Das ist f&#252;r die betroffenen Unternehmen   unbequem: Sie verkaufen tendenziell weniger Strom, verdienen also   weniger Geld. So k&#246;nnten sogenannte Drosselspulen, Kondensatorb&#228;nke oder   Static Var Compensators an kritischen Stellen mit dem Netz verbunden   werden. Diese k&#246;nnen Spannungsschwankungen dort regulieren, wo   Kraftwerke fehlen.<\/p>\n<p>  Die Tatsache, dass Ende Mai \/ Anfang Juni 2011 nur noch vier der 17   Atomkraftwerke &#252;berhaupt Strom produziert haben und dies nicht zu den   angek&#252;ndigten Stromausf&#228;llen f&#252;hrte, spricht ebenfalls daf&#252;r, dass ein   schnelles Abschalten m&#246;glich ist.<\/p>\n<p>  Wenn jetzt gesagt wird, dass sei alles sehr teuer und der Atomausstieg   w&#252;rde bis zu 40 Miliarden Euro kosten, dann halten wir dem die realen   Kosten der Atomenergie und die damit erwirtschafteten Profite entgegen.   Seit 1970 wurden rund 196 Milliarden Euro f&#252;r die staatliche F&#246;rderung   der Atomenergie ausgegeben und so die Profite f&#252;r die Atomkonzerne in   Milliardenh&#246;he erst erm&#246;glicht.<\/p>\n<p>  Ein Grund mehr f&#252;r uns zu sagen: Die Energiekonzerne m&#252;ssen enteignet   und in Gemeineigentum &#252;berf&#252;hrt werden. Das Gleiche gilt auch f&#252;r die   Banken und Konzerne, die mit den Energiekonzernen verflochten sind.<\/p>\n<p>  Alle Atomkraftwerke k&#246;nnen abgeschaltet werden. Das muss hier und heute   passieren. Klar ist aber auch, dass die effizienteste Energieplanung   nicht funktioniert, wenn ein paar Konzerne f&#252;r den Profit wirtschaften   und mehrere Firmen gegeneinander in Konkurrenz planen. N&#246;tig ist eine   Enteignung der Energiekonzerne und &#220;berf&#252;hrung in demokratische   Kontrolle und Verwaltung durch Besch&#228;ftigte, Regierung und   Gewerkschaften sowie Umweltverb&#228;nde. Ein mit kleineren Energieerzeugern   abgestimmter, effizienter Plan k&#246;nnte die Umstellung auf regenerative   Energien enorm beschleunigen und kosteng&#252;nstig Strom f&#252;r alle   bereitstellen. Eine sozialistische Energieplanung k&#246;nnte helfen durch   Eingriffe in die Wirtschaft Energie zu sparen und die Erzeugung nach den   Bed&#252;rfnissen nach Mensch, Natur und Umwelt auszurichten. Demokratisch   w&#252;rde diskutiert und entschieden werden: Wie und wo soll Strom   produziert und transportiert werden. Wo kann Strom eingespart werden?   (Werbung, R&#252;stung und so weiter.). Das w&#228;re die Grundlage f&#252;r eine   sichere Energieerzeugung und -versorgung im Interesse von Mensch und   Natur.<\/p>\n<h4>  Begriffserkl&#228;rungen:<\/h4>\n<p>  Gesicherte Nettoleistung: Inl&#228;ndische Kraftwerksleistung abz&#252;glich der   nicht einsetzbaren Leistung, der Einschr&#228;nkungen durch Ausf&#228;lle und   Revisionen, der Reserve f&#252;r Systemdienstleistungen, Leistungsreduktionen   von Wasserkraftwerken und Reduktionen der elektrischen   Erzeugungsleistungen von Kraft-W&#228;rme-Kopplungs-Anlagen infolge   Fernw&#228;rme-Auskopplung. Nur etwa 5-10 Prozent der installierten   Kraftwerksleistung von Windkraftanlagen kann als gesichert betrachtet   werden. Bei Photovoltaik liegt dieser Wert bei Null. (Quelle:   Bundeswirtschaftsministerium)<\/p>\n<p>  Kaltreserve: Kraftwerke, die nicht mehr zur Stromerzeugung eingesetzt   werden, jedoch konserviert, d.h. nicht endg&#252;ltig stillgelegt sind, und   bei Bedarf wieder angefahren werden k&#246;nnen. Die Entscheidung, ein   Kraftwerk in Kaltreserve zu stellen, trifft der Betreiber aus   wirtschaftlichen Erw&#228;gungen, wenn auf einem Markt mit   Kapazit&#228;ts&#252;berschuss zu wenige rentable Benutzungsstunden f&#252;r das   Kraftwerk auftreten. (Quelle: &#214;ko-Institut)<\/p>\n<p>  Langfristreserve: Ein Teil der unter Abzug der gesicherten Nettoleistung   verbleibenden Leistung wird als l&#228;ngerfristige Reserve f&#252;r solche   unvorhergesehene Kapazit&#228;tsengp&#228;sse vorgesehen, die nicht von der   kurzfristigen Reserve f&#252;r die Systemdienstleistungen (als Teil der   gesicherten Nettoleistung) abgedeckt werden k&#246;nnen. (Quelle:   &#214;ko-Institut) Eine Notfallreserve f&#252;r die Reserve also.<\/p>\n<p>  INES: Internationale Bewertungsskala f&#252;r nukleare Ereignisse. Die Stufen   1&#8211;3 werden als St&#246;rf&#228;lle, die Stufen 4&#8211;7 als Unf&#228;lle und die Stufe 0 als   Abweichung klassifiziert. Der Skala liegt ein logarithmischer Ma&#223;stab   zugrunde: Ein &#220;bergang auf die n&#228;chste Stufe bedeutet einen zehn Mal so   gro&#223;en Schweregrad.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Warum alle Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden<br \/>\n      m&#252;ssen und k&#246;nnen.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[115],"tags":[270],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14281"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14281\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}