{"id":14279,"date":"2011-06-12T00:00:00","date_gmt":"2011-06-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14279"},"modified":"2011-06-12T00:00:00","modified_gmt":"2011-06-12T00:00:00","slug":"14279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/06\/14279\/","title":{"rendered":"15000 auf der Stra&#223;e gegen K&#252;rzungen an den Hochschulen"},"content":{"rendered":"<p>  Am 7. Juni haben sich in Hamburg 15000 Studierende und   Hochschulbesch&#228;ftigte an einem Sternmarsch von den beiden gr&#246;&#223;ten   Hochschulen der Stadt zum Rathaus beteiligt. <\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Das war die gr&#246;&#223;te Demonstration f&#252;r Verbesserungen im Bildungssystem   seit dem Bildungsstreik 2009. Sie bildet den vorl&#228;ufigen H&#246;hepunkt einer   Welle von Protesten gegen die Sparma&#223;nahmen des neu gew&#228;hlten   SPD-Senates unter B&#252;rgermeister Olaf Scholz, durch die die Uni Hamburg   6-10 Prozent ihres Jahresbudgets verl&#246;re und kleinere Hochschulen wie   etwa die HafenCity-Universit&#228;t (HCU) in ihrer Existenz bedroht w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Dementsprechend bewegte sich der Zug vom Berliner Tor aus, an dem sich   die kleineren Hochschulen beteiligten mit etwa 5000 Menschen laut und   dynamisch in die City &#8211; insbesondere in Sicht- und H&#246;rweite der   SPD-Zentrale &#8211; w&#228;hrend der gr&#246;&#223;ere von der Uni Hamburg gestartete Zug   eher an einen Spaziergang erinnerte. Im Vergleich zu den Bildungsstreiks   2008 und 2009 war dem Sternmarsch deutlich anzumerken, dass er zu gro&#223;en   Teilen &#8222;von oben&#8220;, von den Hochschulleitungen organisiert wurde. Der   Argumentation der Uni-Pr&#228;sidien, dass die K&#252;rzungen in erster Linie   zur&#252;ckgenommen werden m&#252;ssten um dem Standort Hamburg bzw. dessen Image   als &#8222;Wissenschaftsstadt&#8220; nicht zu schaden wurde nur in einer Rede des   Asta-Vorsitzenden der HAW (Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften) und   auf Flyern der Hochschulgruppe &#8222;Regenbogen\/Alternative Linke&#8220; und der   SAV (siehe Link unten) widersprochen.<\/p>\n<h4>  Protestcamp trotz Repression<\/h4>\n<p>  Weil die Abschlusskundgebung des Sternmarsches vor dem Rathaus wegen der   &#8222;Bannmeile&#8220; verboten worden war musste sie auf den nahegelegenen   Jungfernstieg verlegt werden. Trotzdem gingen nach der Demo bis zu 1000   TeilnehmerInnen auf den Rathausmarkt, um den Protest dort durch ein   zuvor angek&#252;ndigtes Camp fortzusetzen. Die Polizei, die den Platz   bereits mit martialisch ausger&#252;steten Einheiten, Wasserwerfern und   R&#228;umpanzern besetzt hatte r&#228;umte nach kurzer Zeit die wenigen   aufgebauten Zelte, die sie dabei teilweise zerst&#246;rte. W&#228;hrend der   R&#228;umung wurden Pfefferspray und Faustschl&#228;ge eingesetzt. Das als   &#8222;Kritische Universit&#228;t&#8220; bezeichnete Camp wurde auf einen &#8222;legalen&#8220;   Ausweichplatz verlegt, bis zum 10. Juni fanden hier Workshops und   kritische Vorlesungen statt.<\/p>\n<h4>  Nach den Ferien: Weiterk&#228;mpfen!<\/h4>\n<p>  Aktuell sind die Proteste durch die einw&#246;chigen Pfingstferien   unterbrochen, sie sollten danach aber weitergehen und durch Organisation   der Studierenden und Besch&#228;ftigten an der Basis sowie durch Vernetzung   mit Sch&#252;lerInnen und anderen von K&#252;rzungen des Senats betroffenen   weitergehen. Denn sogar die b&#252;rgerliche Presse erkennt schon: &#8222;Ein   Abweichen von den Sparvorgaben f&#252;r die Uni w&#228;re das Eingest&#228;ndnis eines   politischen Fehlers. Es w&#228;re auch, so Scholz, das Signal an all die   anderen Interessengruppen, an die Beamten, an Ein-Euro-Jobber, an   Sozialverb&#228;nde, dass K&#252;rzungen umkehrbar sind&#8220;(Hamburger Abendblatt,   Leitartikel vom 8. Juni). Diese Bef&#252;rchtung des B&#252;rgermeisters kann und   sollte durch entschlossenen Widerstand Realit&#228;t werden!<\/p>\n<p>  <a href=\"http:\/\/sav-hamburg.blogspot.com\/2011\/06\/widerstand-den-hochschulen-sturzen.html\">Flugblatt   der SAV Hamburg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am 7. 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