{"id":14215,"date":"2011-04-29T16:00:00","date_gmt":"2011-04-29T16:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14215"},"modified":"2011-04-29T16:00:00","modified_gmt":"2011-04-29T16:00:00","slug":"14215","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/04\/14215\/","title":{"rendered":"Volle Solidarit&#228;t mit den streikenden Charit&#233;-Besch&#228;ftigten!"},"content":{"rendered":"<p>  Solidarit&#228;tserkl&#228;rung der SAV Berlin<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>Ab 2. Mai treten die Besch&#228;ftigten an allen drei Standorten des   gr&#246;&#223;ten Universit&#228;tsklinikums, der Berliner Charit&#233;, in den   unbefristeten Streik f&#252;r 300 Euro mehr Lohn f&#252;r alle KollegInnen, eine   Angleichung der Arbeitsbedingungen von Ost- und Westbesch&#228;ftigten,   verbesserte Arbeitsbedingungen und eine h&#246;here Verg&#252;tung der Azubis. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Der neue Streik-info-Flyer von ver.di Charit&#233; ist &#252;berschrieben mit   einem Zitat aus der irischen Gewerkschaftsbewegung: &quot;The great only   appear great, because we are on our knees &#8211; Let us rise&quot; (Die M&#228;chtigen   erscheinen uns nur gro&#223;, weil wir auf den Knien sind &#8211; Erheben wir uns). <\/i><\/p>\n<p>  <i>&#220;berw&#228;ltigende 92,91 Prozent stimmten in der Urabstimmung f&#252;r Streik.   Gleichzeitig l&#228;uft die Auseinandersetzung an der 2006 unter dem   rot-roten Senat ausgegr&#252;ndeten Tochter Charit&#233; Facility Management (CFM)   f&#252;r einen Tarifvertrag und die gleichen Arbeitsbedingungen an die   Charit&#233;. In der CFM sind 2150 KollegInnen zu weitaus geringeren L&#246;hnen   besch&#228;ftigt. Die CFM-Besch&#228;ftigten haben sich in einer Urabstimmung   ebenfalls mit gro&#223;er Mehrheit (95 Prozent) f&#252;r Streik ausgesprochen. Sie   werden jetzt von der Gesch&#228;ftsleitung eingesch&#252;chtert und ihnen wird mit   K&#252;ndigung gedroht, wenn sie sich am Streik beteiligen. Ihnen gilt unsere   volle Solidarit&#228;t. Nur gemeinsam wird es gelingen, h&#246;here L&#246;hne, bessere   Arbeitsbedingungen zu erk&#228;mpfen und Tarifflucht und weitere   Ausgr&#252;ndungen zu verhindern. <\/i>    <\/p>\n<p>  <i> <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Bitte schickt Solidarit&#228;tsschreiben an: carsten.becker@verdi-berlin.de<\/i><\/p>\n<h4>  Solidarit&#228;tserkl&#228;rung der SAV<\/h4>\n<p>  <b>Solidarit&#228;t mit eurem Streik! <\/b><\/p>\n<p>  <b>300 Euro voll durchsetzen!<\/b><\/p>\n<p>  <i><b>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/b><\/i><\/p>\n<p>  euer Streik f&#252;r 300 Euro mehr f&#252;r alle KollegInnen, f&#252;r mehr Personal,   verbesserte Arbeitsbedingungen und eine h&#246;here Verg&#252;tung der Azubis ist   mehr als gerechtfertigt. Die Durchsetzung dieser Forderungen sind nicht   nur in eurem Interesse, sondern auch im Interesse der Berlinerinnen und   Berliner, die sich an der Charit&#233; behandeln lassen. Denn: Nicht der   Streik gef&#228;hrdet die Patienten, sondern der Normalbetrieb!<\/p>\n<p>  Der jetzige Zustand ist unhaltbar, das wisst nicht nur ihr, sondern auch   ein gro&#223;er Teil der Berliner Bev&#246;lkerung. Es kann nicht sein, dass eure   L&#246;hne immer noch rund 14 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegen.<\/p>\n<p>  Immer wird gesagt: &#8222;Es ist kein Geld da&#8220;. Das meinte auch   Gesundheitsminister R&#246;sler (FDP), als er den Teuerungsausgleich f&#252;r die   Basisfallwerte im Finanzierungssystem strich, was nun mit 18 Millionen   Euro an der Charit&#233; zu Buche schl&#228;gt. Als R&#246;sler den Hoteliers   millionenschwere Geschenke machte, hatte er sein Leitmotto &#8222;es ist kein   Geld da&#8220; wohl wieder vergessen!<\/p>\n<p>  Auch bei den Gewinngarantien an die privaten Anteilseigner der Berliner   Wasserbetriebe, RWE und Veolia, hat der rot-rote Senat offenbar das   Motto &#8222;es ist kein Geld da&#8220; kurzerhand vergessen. Oder beim   millionenschweren Ausbau der A100, der nun kurzerhand auf Eis gelegt   wurde, aber sicher nach den Abgeordnetenhauswahlen kommen wird.<\/p>\n<p>  Geld ist genug da, es ist nur in den falschen H&#228;nden. Ob es in die   richtigen H&#228;nde kommt, ist eine politische Entscheidung! Euer Kampf wird   erfolgreich sein, wenn es euch gelingt, nicht nur den Druck auf die   Gesch&#228;ftsleitung, sondern auch den politischen Druck auf Rot-Rot zu   steigern. Der Zeitpunkt kurz vor den Abgeordnetenhauswahlen ist g&#252;nstig,   um weiteren Druck aufzubauen. Das gilt besonders f&#252;r DIE LINKE, an deren   Basis viele Mitglieder mit euren Forderungen symphatisieren.<\/p>\n<h4>  Volle Solidarit&#228;t mit den CFM-Besch&#228;ftigten!<\/h4>\n<p>  Wir begr&#252;&#223;en, dass auch die CFM-Besch&#228;ftigten sich in der Urabstimmung   mit 95 Prozent f&#252;r Streik entschlossen haben. Politischer Druck ist vor   allem n&#246;tig, um endlich einen Tarifvertrag f&#252;r die CFM-Besch&#228;ftigten und   gleiche Arbeitsbedingungen wie an der Charit&#233; durchzusetzen. Es ist ein   Skandal, dass die CFM unter Rot-Rot ausgegr&#252;ndet wurde, die   CFM-KollegInnen Stundenl&#246;hne von 5,55 Euro verdienen und ihnen immer   noch ein Tarifvertrag verwehrt wird. Die CFM ist zu 51 Prozent in   Landesbesitz. Das hei&#223;t: Der Senat ist unmittelbar verantwortlich!<\/p>\n<p>  Es ist ein weiterer Skandal, dass die Gesch&#228;ftsleitung den KollegInnen   jetzt mit K&#252;ndigung droht, wenn sie sich am Streik beteiligen. Die   CFM-Besch&#228;ftigten haben unsere volle Solidarit&#228;t. Das Streikrecht der   CFM-Kollegen zu verteidigen ist im Interesse aller KollegInnen.   Streikbrecher d&#252;rfen keinen Platz haben! Das gilt es, gemeinsam zu   verhindern. Krankenpfleger und Krankenschwestern d&#252;rfen nicht zulassen,   dass der Streik der CFM gebrochen wird. Wichtig ist: Je erfolgreicher   der Charit&#233;-Streik verl&#228;uft, desto einfacher wird es f&#252;r die   CFM-Besch&#228;ftigten. Denn: Wenn alles still steht, muss auch nicht mehr   geputzt werden usw.<\/p>\n<p>  Um einen Tarifvertrag f&#252;r die CFM-Kollegen durchzusetzen sind Aktionen   und Proteste n&#246;tig, die sich zugleich gegen den Arbeitgeber Charit&#233; als   auch gegen den rot-roten Senat richten. Je mehr ihr in die   &#214;ffentlichkeit geht und den Senat herausfordert, warum sie im Wahlkampf   gegen Dumpingl&#246;hne auftreten, sie an der Charit&#233; aber bef&#246;rdern, desto   gr&#246;&#223;er wird der Druck. DIE LINKE Berlin br&#252;stet sich mit der Einf&#252;hrung   des Vergabegesetzes, demzufolge &#246;ffentliche Auftr&#228;ge nur noch an Firmen   vergeben werden, die mindestens 7,50 Euro Stundenlohn zahlen. Wie geht   das mit 5,55 Euro an der Charit&#233; zusammen? Schluss mit Tarifflucht,   Schluss mit Ausgliederungen!<\/p>\n<h4>  Kampf um die Zukunft der Charit&#233;<\/h4>\n<p>  In eurem Kampf geht es nicht nur um mehr Geld und bessere   Arbeitsbedigungen, es geht um die Zukunft der Charit&#233;. Je besser ihr   eure Rechte verteidigt, desto schwerer wird es f&#252;r den n&#228;chsten Senat   nach der Wahl weitere Bereiche auszugr&#252;nden oder zu privatisieren. Denn:   An einem gut bezahlten Personal mit guten Arbeitsbedingungen hat kein   privater Investor ein Interesse.<\/p>\n<p>  Im Wahlkampf geben sich alle Parteien als Freunde der Besch&#228;ftigten. Das   wird sich nach der Wahl am 18. September &#228;ndern. Werden weitere Bereiche   ausgegr&#252;ndet? Soll ein Standort dichtgemacht werden? Geht der Kurs in   Richtung Privatisierung? Die Gr&#252;nen machen sich f&#252;r eine   Rechtsform&#228;nderung stark und f&#252;r mehr private Geldgeber an det Charit&#233;.   Das w&#228;re der erste Schritt in Richtung Privatisierung. Das muss   verhindert werden!<\/p>\n<p>  Die Arbeitsbedingungen an der Charit&#233; machen sowohl die Besch&#228;ftigten,   als auch die KollegInnen krank. An unser aller Gesundheit darf nicht   weiter gespart werden. Mit Gesundheit darf kein Profit gemacht werden!<\/p>\n<p>  Wir w&#252;nschen euch viel Erfolg in eurem Streik und werden euch darin   unterst&#252;tzen eure Forderungen in die &#214;ffentlichkeit zu tragen und den   Druck innerhalb der Partei DIE LINKE, in der wir kritische Mitglieder   sind, weiter aufzubauen.<\/p>\n<h4>  300 Jahre! 300 Euro!<\/h4>\n<h4>  SAV Sozialistische Alternative<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Solidarit&#228;tserkl&#228;rung der SAV Berlin\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,11,104,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14215"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14215"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14215\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14215"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14215"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14215"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}