{"id":14197,"date":"2011-04-21T10:00:00","date_gmt":"2011-04-21T10:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14197"},"modified":"2011-04-21T10:00:00","modified_gmt":"2011-04-21T10:00:00","slug":"14197","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/04\/14197\/","title":{"rendered":"RWE abschalten!"},"content":{"rendered":"<p>  Bericht von der Blockade der RWE-Hauptversammlung in Essen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Der Energiekonzern RWE befand sich nach der nuklearen Katastrophe in   Fukushima in den letzten Wochen h&#228;ufig in den Schlagzeilen. Nicht nur,   dass der Konzern zu den vehementesten Verteidigern von Atomkraft geh&#246;rt   und noch kurz vor Fukushima eine gro&#223;angelegte Anzeigenkampagne f&#252;r   Atomkraft startete um die Regierung von l&#228;ngeren AKW-Laufzeiten zu   &#252;berzeugen. Nein: RWE klagt auch noch als einziger der vier gro&#223;en   Energiekonzerne gegen das Atommoratorium der Bundesregierung und die   vor&#252;bergehende Stilllegung des AKW Biblis A. <\/b><\/p>\n<h4>  <i><b>von Sebastian F&#246;rster, Dortmund<\/b><\/i><\/h4>\n<p>  Vorstandschef Gro&#223;mann geriet bereits in den letzten Tagen unter Druck   als die kommunalen Aktion&#228;re des Konzerns (die immerhin 25 Prozent der   Aktien besitzen) auf eine Strategie&#228;nderung dr&#228;ngten, da die   Energieversorgung durch Atomkraft &quot;problematisch&quot; sei.<\/p>\n<p>  Bereits Anfang April hatten 4.000 Menschen vor der Essener RWE-Zentrale   demonstriert.<\/p>\n<h4>  <b>Erfolgreiche Blockadeaktionen <\/b><\/h4>\n<p>  Gegen die Aktion&#228;rsversammlung am 20. April in der Essener Grugahalle   waren Blockaden angesetzt. Mobilisiert hatten neben   Anti-Atomkraftgruppen und Umweltverb&#228;nden auch DIE LINKE.NRW, die mit   etlichen VertreterInnen aus Partei und Fraktion auch gut pr&#228;sent war.<\/p>\n<p>  Da die Blockadeaktion bereits um 8 Uhr morgens beginnen sollte, fanden   sich zuerst nur wenig TeilnehmerInnen ein. Polizei und VeranstalterInnen   hatten den Eingang zur Aktion&#228;rsversammlung mit Hamburger Gittern   abgesperrt, die durch Einsatzkr&#228;fte der Polizei und einer privaten   Securityfirma bewacht wurden. Die eintrudelnden DemonstrantInnen wurden   schnell zur Seite gedr&#228;ngt, um den Korridor zwischen U-Bahn-Station und   dem Eingang der Grugahalle f&#252;r die anreisenden RWE-Aktion&#228;rInnen   freizuhalten.<\/p>\n<p>  Gegen 9 Uhr traf dann eine U-Bahn voll mit BlockiererInnen ein, die sich   schnell ihren Weg durch die Aktion&#228;rInnen und die Polizeikette bahnen   konnte und den Platz vor der Grugahalle besetzte. Weitere   DemonstrationsteilnehmerInnen bahnten sich dann ebenfalls ihren Weg   durch die Absperrung. <\/p>\n<p>  Wollkn&#228;ule wurden zwischen Aktion&#228;rInnen, PolizistInnen und Blockieren   geworfen, sodass die F&#228;den ein weiteres Fortkommen verhinderten und der   Platz effektiv blockiert war.<\/p>\n<p>  Von insgesamt rund 300 vor allem jugendlichen DemonstrantInnen setzten   sich 100 Leute auf den Boden und bildeten Ketten.<\/p>\n<p>  Die Forderungen der TeilnehmerInnen waren recht unterschiedlich, aus dem   Lautsprecherwagen wurde wiederholt gefordert RWE-Chef Gro&#223;mann solle   doch abgew&#228;hlt werden, w&#228;hrend die BlockiererInnen vor allem   antikapitalistische Slogans riefen, und unter anderem auch die   Enteignung von RWE forderten.<\/p>\n<h4>  Protest auch w&#228;hrend der Versammlung<\/h4>\n<p>  Auch wenn die Polizei sp&#228;ter einen Korridor an der Blockade vorbei   schaffte, war die Blockade doch f&#252;r einige Zeit erfolgreich. Auch in der   Halle wurde der Protest fortgesetzt. Einige AktivistInnen hatten   Einladungen zur Versammlung und setzten dort die St&#246;raktionen fort,   skandierten laut &quot;Abschalten&quot; und hielten Plakate und Banner hoch.<\/p>\n<p>  Gro&#223;mann musste seine Rede mehrfach unterbrechen, bis die AKW-Gegner   wurden unter Einsatz von Gewalt aus dem Saal gef&#252;hrt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bericht von der Blockade der RWE-Hauptversammlung in Essen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[114],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14197"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}