{"id":14157,"date":"2011-03-24T00:00:00","date_gmt":"2011-03-23T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14157"},"modified":"2012-05-15T14:50:59","modified_gmt":"2012-05-15T12:50:59","slug":"14157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/03\/14157\/","title":{"rendered":"Gibt es eine &quot;Linke Mehrheit&quot; im Landtag von Sachsen-Anhalt?"},"content":{"rendered":"<p>  Zu den &#196;u&#223;erungen der F&#252;hrung der Partei DIE LINKE nach den Wahlen vom   20. M&#228;rz<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt erkl&#228;rten Caren Lay und andere   Vertreter der Linkspartei, dass es im dortigen Landtag eine &quot;Mehrheit   f&#252;r einen Politikwechsel&quot; gebe und dass die Mehrheit der Bev&#246;lkerung   &quot;linke Parteien gew&#228;hlt&quot; habe.<\/p>\n<h4>  <i>Ein Kommentar von Heino Berg, Mitglied der Partei DIE LINKE in   G&#246;ttingen<\/i><\/h4>\n<p>  Das ist so nicht richtig. Tatsache ist zwar, dass es (auch dort) in der   BEV&#214;LKERUNG eine Mehrheit f&#252;r linke Politik, also f&#252;r Mindestlohn, gegen   die Atomkonzerne, Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr und Hartzgesetze   &#160;gibt. Das gilt aber keineswegs f&#252;r die neu gew&#228;hlten Abgeordneten im   Landtag!<\/p>\n<p>  Die Abgeordneten von SPD und Gr&#252;nen vertreten im Land genauso wie im   Bund nicht &quot;linke&quot; Politik und die Interessen der lohnabh&#228;ngigen   Mehrheit der Bev&#246;lkerung, sondern die Interessen einer Minderheit von   Kapitalbesitzern.<\/p>\n<p>  Der SPD-Chef von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, hat noch am Wahlabend   wiederholt, da&#223; er einen Ministerpr&#228;sidenten der LINKEN nicht   unterst&#252;tzen &#8211; und damit faktisch die CDU in der Regierung halten will.   Nach den Erfahrungen in Sachsen-Anhalt selbst, in Th&#252;ringen und mit   fr&#252;heren rot-gr&#252;nen Regierungen kann dies niemanden &#252;berraschen.<\/p>\n<p>  &#220;berraschend ist nur, dass ausgerechnet f&#252;hrende Vertreter der LINKEN   den Abgeordneten dieser Parteien das Etikett &quot;links&quot; umh&#228;ngen, nur um   sich ihnen als Regierungspartner andienen zu k&#246;nnen. Wenn die einzige   Partei, die f&#252;r einen wirklichen Politikwechsel steht, wider besseres   Wissen die Bereitschaft dazu auch den Parteien des Kapitals andichtet,   darf sie sich nicht wundern, dass nicht die LINKE, sondern die Gr&#252;nen   bei den Wahlen von der Krise der Regierenden profitieren konnten. Und   dass die H&#228;lfte der Wahlberechtigten zu Hause bleiben. SPD und Gr&#252;ne   stehen z.B. nicht f&#252;r die Abschaltung der AKWs, sondern f&#252;r einen Deal   mit den Atomkonzernen, der ihren Weiterbetrieb erst m&#246;glich gemacht hat.   Warum spricht dann Caren Lay von einer Mehrheit IM LANDTAG f&#252;r den   Atomausstieg? Dasselbe gilt f&#252;r die Kriegspolitik, die SPD und Gr&#252;ne nun   auch in Libyen praktizieren wollen.<\/p>\n<p>  Was ist an dieser Politik &quot;links&quot;? Wie soll mit diesen Parteien in   Regierungsb&#252;ndnissen ein Politikwechsel m&#246;glich sein, der diesen Namen   verdient?<\/p>\n<p>  Die Wahrheit ist, dass es Mehrheiten f&#252;r linke Politik zwar in der   Bev&#246;lkerung, aber eben NICHT in den PARLAMENTEN gibt. Die Wahrheit ist,   dass es Linke auch au&#223;erhalb der Partei dieses Namens gibt, aber keine   einzige andere Partei in den Parlamenten, die diesen Namen verdient und   mit der &quot;Die LINKE&quot; deshalb eine antikapitalistische Regierung bilden   k&#246;nnte. F&#252;r einen Politik- und Systemwechsel gibt es f&#252;r die LINKE zur   Zeit keinen Regierungspartner. Umso mehr kann die LINKE als   Oppositionspartei durch die Unterst&#252;tzung des au&#223;erparlamentarischen   Widerstands &#8211; z.B. f&#252;r die Entmachtung der Atommafia &#8211; erreichen. Darauf   sollte sich sich konzentrieren, anstatt den Parteien des Kapitals   hinterher zu laufen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Zu den &#196;u&#223;erungen der F&#252;hrung der Partei DIE LINKE nach den Wahlen vom<br \/>\n      20. 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