{"id":14154,"date":"2011-03-22T00:00:00","date_gmt":"2011-03-22T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14154"},"modified":"2011-03-22T00:00:00","modified_gmt":"2011-03-22T00:00:00","slug":"14154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/03\/14154\/","title":{"rendered":"Kapitalismus t&#246;tet &#8211; Atomkonzerne enteignen"},"content":{"rendered":"<p>  F&#252;r eine umweltschonende demokratische Energieplanung statt   Energieproduktion f&#252;r den Profit &#8211; Sonderausgabe der Solidarit&#228;t &#8211;   Sozialistische Zeitung (21. M&#228;rz 2011)<\/p>\n<p>  [<a href=\"\/media\/z\/ssz_extra_atom.pdf\">als PDF<\/a>]<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>&#8222;Die Kernkraftwerke sind sicher.&#8220; So die Noch-Umweltministerin von   Baden-W&#252;rttemberg, Tanja G&#246;nner (CDU) am 14. M&#228;rz in der Stuttgarter   Zeitung. Ja, die Atomkraftwerke sind sicher &#8211; todsicher.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Aron Amm, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Japan ist ein hoch entwickeltes Industrieland. Wenn dort eine   Atomkatastrophe m&#246;glich ist, dann ist so etwas &#252;berall m&#246;glich. Jedes   der 17 deutschen Atomkraftwerke, jedes der weltweit 438 Atomkraftwerke   ist eine tickende Zeitbombe.<\/p>\n<h4>  Alle Atomkraftwerke jetzt abschalten!<\/h4>\n<p>  Selbst im Normalbetrieb kommt es zu radioaktiver Strahlung. Die Zahl der   Krebserkrankungen von Kindern unter f&#252;nf Jahren liegt im   F&#252;nf-Kilometer-Umkreis von deutschen Atomkraftwerken um 60 Prozent h&#246;her   als im Bundesdurchschnitt. Jedes Kernkraftwerk produziert Atomm&#252;ll, das   die Menschheit Zehntausende von Jahren bedroht. Zeitweise waren bis zu   Sieben der 17 Meiler waren in den letzten Jahren aufgrund von   Sicherheitsm&#228;ngeln monatelang &#252;berhaupt nicht am Netz. Trotzdem ging   hier kein Licht aus. Grund sind die gewaltigen &#220;berkapazit&#228;ten. Die   Bundesrepublik ist sogar Stromexporteur. Energiekonzerne in &#246;ffentliches   Eigentum &#252;berf&#252;hren!<\/p>\n<h4>  Es gibt Alternativen zum Atomstrom!<\/h4>\n<p>  Trotzdem wird eisern an der Atompolitik festgehalten. Warum? Weil es um   viel Geld geht. Die gro&#223;en Stromkonzerne RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall   beherrschen 80 Prozent des deutschen Strommarktes. Sie verdienen an   einem Kernkraftwerk pro Tag bis zu einer Million Euro. Die   Laufzeitverl&#228;ngerung sp&#252;lt der Atomlobby nochmal 58 bis 94 Milliarden   Euro in die Kassen (Quelle: &#214;ko-Institut Darmstadt). Zur Atommafia   geh&#246;ren aber nicht nur die Stromriesen. Es existiert eine enge Verfl   echtung zwischen den Spitzen der Energiekonzerne und den Vorstandsetagen   anderer Unternehmen. F&#252;r Daimler, Siemens und Co. sind die   Atomkraftwerke ebenfalls Geldesel. W&#228;hrend die Stromrechnungen der   Normalverbraucher st&#228;ndig steigen, bekommen die Gro&#223;kunden enorme   Rabatte.<\/p>\n<p>  Dazu kommen die Verquickungen von Politikern und Unternehmern. So steht   Stefan Mappus von der CDU noch immer auf der Personalliste von Siemens.   Kein Wunder, dass er &#8211; als direkt an die Politik &#8222;ausgeliehener&#8220;   Vertreter des Siemens-Konzerns &#8211; ein besonderer Verfechter der   Laufzeitverl&#228;ngerung war.<\/p>\n<p>  Solange die Atommafia nicht entmachtet ist, k&#246;nnen wir zwar mal ein   Moratorium erreichen, wenn die Kapitaleigner besonders unter Druck   stehen. Aber die gro&#223;e Bev&#246;lkerungsmehrheit, die gegen Atompolitik   eingestellt ist, hat es heute nicht in der Hand, die Kernkraftwerke   stillzulegen. Darum geh&#246;ren die privaten Energiekonzerne, aber auch die   gro&#223;en Banken und Konzerne &#8211; die von der Atompolitik profitieren &#8211;   enteignet. Denn abschalten l&#228;sst sich nur, was einem auch geh&#246;rt.   Schluss mit Privilegien! Die Energiebetriebe geh&#246;ren demokratisch   kontrolliert und verwaltet &#8211; durch Belegschaftskomitees, VertreterInnen   der arbeitenden Bev&#246;lkerung, Umweltschutz- und Verbraucherverb&#228;nde.<\/p>\n<h4>  Kapitalismus abschalten!<\/h4>\n<p>  Genau 25 Jahre ist es her, dass es in Tschernobyl zum Super-GAU kam.   Damals hie&#223; es: &#8222;Das kann nur in der Sowjetunion passieren.&#8220; Aber die   Katastrophe von Fukushima ereignet sich nun in einem der modernsten   kapitalistischen L&#228;nder der Welt. Wie skrupellos die Konzerne sind,   zeigt sich auch daran, dass Siemens gerade in Brasilien &#8211; ebenfalls in   einem von Erdbeben gef&#228;hrdeten Gebiet &#8211; einen neuen Reaktor (Angra 3)   bauen will. Weltweit befinden sich 65 neue Atommeiler im Bau, 27 davon   in China. Weitere sind geplant, selbst im Iran &#8211; einer extrem   erdbebengef&#228;hrdeten Region. Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode   &#8211; frei nach Shakespeare. Solange Kapitalinteressen, Konkurrenzkampf und   Kapitalismus fortbestehen, solange werden wir zwangsl&#228;ufig weiter mit   Ausbeutung, Kriegen, Umweltzerst&#246;rung und atomaren Katastrophen   konfrontiert sein.<\/p>\n<p>  Entweder wir schaffen den Kapitalismus ab oder der Kapitalismus schafft   uns ab. Die Alternative zum kapitalistischen Wahnsinn ist eine   sozialistische Demokratie &#8211; weltweit.<\/p>\n<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/?swid=102\">Weitere Artikel zum   Thema hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      F&#252;r eine umweltschonende demokratische Energieplanung statt<br \/>\n      Energieproduktion f&#252;r den Profit &#8211; Sonderausgabe der Solidarit&#228;t &#8211;<br \/>\n      Sozialistische Zeitung (21. 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