{"id":14153,"date":"2011-03-22T00:00:00","date_gmt":"2011-03-22T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14153"},"modified":"2011-03-22T00:00:00","modified_gmt":"2011-03-22T00:00:00","slug":"14153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/03\/14153\/","title":{"rendered":"58.200 demonstrieren gegen Stuttgart 21"},"content":{"rendered":"<p>  Gr&#246;&#223;te Demo seit dem &quot;Schlichterspruch&quot; &#8211; letzte Gro&#223;demo vor der   Landtagswahl<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 19. M&#228;rz war die dritte Gro&#223;demo gegen Stuttgart 21 in diesem   Jahr. Nachdem bei den beiden vorigen Demos gegen 40.000 Menschen   teilgenommen hatten, waren es diesmal fast 50% mehr. Das d&#252;rfte die   Erwartung so ziemlich aller Beteiligter &#252;bertroffen haben.<\/b><\/p>\n<p>  <i>von Wolfram Klein<\/i><\/p>\n<p>  Bei der Gro&#223;demo am 19. Februar waren Parteienvertreter zu Wort   gekommen. Diesmal sollte die Frage der Demokratie im Mittelpunkt stehen   (unter dem Motto &quot;Den Wechsel w&#228;hlen! Demokratie statt Stuttgart 21&quot;).   Angesichts der Ereignisse in Japan wurde aber auch das Thema Atomkraft   thematisiert &#8211; mit dem neuen Motto &quot;Abschalten &#8211; Abw&#228;hlen &#8211; Oben   bleiben&quot;.<\/p>\n<p>  Der erste Redner war der bekannte Schauspieler und Stuttgart-21-Gegner   Walter Sittler. Er griff Ministerpr&#228;sident Mappus und die   Landesregierung wegen ihrer Unterst&#252;tzung von Stuttgart 21 und der   Atomkraft und ihres hektischen Wahlkampf-Aktionismus seit der   Katastrophe von Japan an. Er forderte mehr direkte Demokratie und sagte   u.a.: &quot;Wie auch immer die Wahl am 27. 3. ausgehen mag &#8211; f&#252;r das   wirkliche Mitmachen und Mitbestimmen werden wir noch lange auf die   Stra&#223;e gehen m&#252;ssen.&quot; Zum Schluss gratulierte er Dietrich Wagner, der am   30. September sein Augenlicht fast vollst&#228;ndig verloren hat, zum   Geburtstag<\/p>\n<p>  Volker L&#246;sch, der Regisseur am Schauspiel Stuttgart, versuchte in 10   Minuten 60 L&#252;gen zu Stuttgart 21 aufzuz&#228;hlen und zu widerlegen. Es lohnt   sich, die <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oUkmm-4iCu4&#038;feature=player_embedded#at=748\">Aufz&#228;hlung   auf youtube <\/a>selber anzuh&#246;ren. F&#252;r einige Punkte gab es besonderen   Beifall z.B. f&#252;r &quot;L&#252;ge 46: Die Polizei war am 30. 9. friedfertig. Wahr   ist: die Polizei setzte Provokateure, Sonderkommandos und Wasserwerfer   gegen friedliche Demonstranten ein. (&#8230;) L&#252;ge 50: Die Planer des   Kellerbahnhofs sind unabh&#228;ngig. Wahr ist: Architekt Ingenhoven ist in   einer Stiftung aktiv, deren Dachgesellschaft mit ECE dasjenige   Unternehmen ist, welches auf dem S21-Gel&#228;nde das gr&#246;&#223;te Einkaufszentrum   der Region bauen will. (&#8230;) L&#252;ge 55: &quot;Der Widerstand gegen S21   gef&#228;hrdet die Demokratie&quot;, so Arbeitgeberpr&#228;sident Hundt. Wahr ist: wir   haben einen Grundwiderspruch zwischen Profit und Demokratie. Hundt will   Profit, wir wollen Demokratie. (&#8230;) L&#252;ge 59: Mappus und Merkel   behaupten, der 27. M&#228;rz sei die Volksabstimmung &#252;ber S 21, wahr ist,   dass der Kampf unabh&#228;ngig vom Ausgang der Wahl weitergehen wird.&quot;<\/p>\n<p>  Als letzter Redner erkl&#228;rte Egon Hopfenzitz, als Leiter des Stuttgarter   Hauptbahnhofs von 1981-1994 und ehemaliger CDU-W&#228;hler, warum die CDU f&#252;r   ihn nicht mehr w&#228;hlbar ist, was er zu einem Wahlaufruf f&#252;r die Gr&#252;nen   missbrauchte.<\/p>\n<p>  Insgesamt war bei den Reden wie bei den Reaktionen des Publikums   zweierlei auff&#228;llig: erstens, dass trotz der Fokussierung auf die Wahlen   am 27. M&#228;rz gro&#223;e Klarheit besteht, dass der Kampf danach auf jeden Fall   weiter gehen muss, zweitens, wie pr&#228;sent der 30. September weiterhin f&#252;r   die GegnerInnen von Stuttgart 21 ist.<\/p>\n<p>  Im Anschluss an die Kundgebung gab es einen Demonstrationszug. Diesmal   war er so lang, dass die ersten TeilnehmerInnen sich schon wieder dem   Schlossplatz n&#228;herten, als die letzten ihn verlie&#223;en.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Gr&#246;&#223;te Demo seit dem &quot;Schlichterspruch&quot; &#8211; letzte Gro&#223;demo vor der<br \/>\n      Landtagswahl\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14153"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14153\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}