{"id":14144,"date":"2011-03-11T10:00:00","date_gmt":"2011-03-11T10:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14144"},"modified":"2011-03-11T10:00:00","modified_gmt":"2011-03-11T10:00:00","slug":"14144","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/03\/14144\/","title":{"rendered":"Tarifabschluss L&#228;nder: V&#246;llig unakzeptabel"},"content":{"rendered":"<p>  Stellungnahme des SprecherInnenrats des &#8222;Netzwerks f&#252;r eine k&#228;mpferische   und demokratische ver.di&#8220;) zum Tarifabschluss bei den L&#228;ndern.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Das Tarifergebnis f&#252;r die 600.000 Besch&#228;ftigten der L&#228;nder ist v&#246;llig   unakzeptabel. Die tabellenwirksame Erh&#246;hung um 1,5 Prozent f&#252;r 2011   bedeutet weder ein &#8222;reales Einkommensplus&#8220; (dbb-Vorsitzender St&#246;hr) noch   die &#8222;Sicherung der Reall&#246;hne&#8220; (ver.di Bundesvorsitzender Bsirske). Daran   &#228;ndert auch die Einmalzahlung von 360&#8364; nichts. Denn f&#252;r 2011 wird eine   Inflationsrate von 2,5 Prozent erwartet (spiegel online 11.3.2011).   Darin enthalten sind aber nicht Geb&#252;hrenerh&#246;hungen und der Anstieg der   Krankenkassenbeitr&#228;ge. Unterm Strich handelt es sich also um einen   weiteren Reallohnverlust. Zudem haben die Gewerkschaftsf&#252;hrungen erneut   einem Abschluss &#252;ber zwei Jahre zugestimmt, obwohl vorher gesagt wurde,   diesmal wolle man eine k&#252;rzere Laufzeit, um endlich wieder mit den   Besch&#228;ftigten von Bund und Kommunen zeitgleich in die n&#228;chste Tarifrunde   zu gehen. Denn immer wieder hei&#223;t es, die Landesbesch&#228;ftigten alleine   h&#228;tten zu wenig Durchsetzungskraft. Kein Wunder, wenn die Arbeitgeber   den Abschluss weitgehend positiv sehen. NRW-Finanzminister   Walter-Borjans (SPD) wertete den Abschluss in D&#252;sseldorf als &#8222;fairen   Kompromiss zwischen der angespannten Haushaltslage und einer Entlohnung,   die den &#246;ffentlichen Dienst attraktiv h&#228;lt&#8220;. Letzteres d&#252;rften die   meisten KollegInnen als Verh&#246;hnung empfinden.<\/p>\n<p>  Schockierend ist, dass die Verhandlungsf&#252;hrerInnen der Gewerkschaften   dem Ergebnis zustimmen, obwohl sich die Arbeitgeber weiterhin weigern,   eine tariflich geregelten Eingruppierung der bundesweit 200.000   LehrerInnen zu akzeptieren. Vorher hatte es gehie&#223;en, ohne das werde es   nicht zu einer Einigung kommen! &#8222;Man verschafft sich hier einen Hebel,   die Bezahlung der angestellten Lehrkr&#228;fte dr&#252;cken zu k&#246;nnen.&#8220; sagte   Frank Bsirske &#8211; nachdem er dem Tarifabschluss zugestimmt hatte!<\/p>\n<p>  Dieses Ergebnis d&#252;rfte zu massivem Unmut f&#252;hren. Sowohl in der GEW als   auch bei ver.di soll es Mitgliederbefragungen zum Abschluss geben. Ohne   Zweifel sollten sich so viele Mitglieder wie m&#246;glich daran beteiligen &#8211;   und mit Nein stimmen. Die angestellten LehrerInnen sollten jedoch weiter   gehen und die sofortige Fortsetzung des Kampfes um eine Eingruppierung   fordern.<\/p>\n<p>  In den ostdeutschen Bundesl&#228;ndern ist der Gro&#223;teil der LehrerInnen im   Angestelltenverh&#228;ltnis und somit sind sie von der &#8222;Bezahlung nach   Gutsherrenart&#8220; (ebenfalls Frank Bsirske) betroffen. Nicht umsonst hatten   sie sich massiv an den Warnstreiks beteiligt &#8211; die meisten Schulen in   ostdeutschen L&#228;ndern waren geschlossen. Aber auch in den westlichen   Bundesl&#228;ndern (besonders in NRW) haben angestellte LehrerInnen schon   seit langem die Forderung nach gleicher Bezahlung aufgestellt. Bisher   war ein wichtiges Argument gewesen, dass man die L&#228;ndertarifrunde   abwarten solle, denn dann habe man bessere M&#246;glichkeiten. Nun hat aber   auch die GEW-Verhandlungsf&#252;hrung dem Abschluss zugestimmt.Gleichzeitig   sagt die Verhandlungsf&#252;hrerin Ilse Schaad, das Thema bleibe weiterhin   &#8222;auf der Tagesordnung&#8220;. KollegInnen in der GEW sollten sie beim Wort   nehmen und unmittelbar einfordern, dass jetzt eine Urabstimmung zum   Streik durchgef&#252;hrt wird!<i> <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Eine ausf&#252;hrliche Analyse des Abschlusses und Berichte von   Reaktionen\/Diskussionen werden n&#228;chste Woche auf der Netzwerk homepage   erscheinen<\/i>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Stellungnahme des SprecherInnenrats des &#8222;Netzwerks f&#252;r eine k&#228;mpferische<br \/>\n      und demokratische ver.di&#8220;) zum Tarifabschluss bei den L&#228;ndern.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14144"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14144"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14144\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}