{"id":14125,"date":"2011-03-09T00:00:00","date_gmt":"2011-03-09T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14125"},"modified":"2011-03-09T00:00:00","modified_gmt":"2011-03-09T00:00:00","slug":"14125","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/03\/14125\/","title":{"rendered":"Rostock: Prestigeprojekt Darwineum"},"content":{"rendered":"<p>  Hohe Eintrittspreise und Abholzung von st&#228;dtischem Wald<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Seit Januar regt sich Widerstand gegen die geplante Erweiterung des   Rostocker Zoos mit dem Bau eines Museums zur Evolution mit integriertem   Affenhaus unter dem Namen Darwineum. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Mar&#233;n Wiese, Rostock<\/i><\/h4>\n<p>  Dass es sich hier nicht um ein besonderes Engagement f&#252;r die   Menschenaffen des Zoos handelt, sondern ein Prestigeprojekt ist, zeigen   auch die bisher genannten Kosten. Diese liegen momentan bei 26 Millionen   Euro, wovon 22 Millionen Euro &#252;ber EU-F&#246;rdermittel f&#252;r das Land   Mecklenburg-Vorpommern kommen. Der Restbetrag und alle Kosten, die jetzt   noch anfallen, sollen von der Stadt getragen werden.<\/p>\n<p>  Schon jetzt wurde die Erh&#246;hung der Eintrittspreise von derzeit 11,50   Euro f&#252;r Erwachsene auf 14 Euro angek&#252;ndigt. Kinder ab drei Jahren   m&#252;ssen sogar schon sechs Euro bezahlen. Das bedeutet f&#252;r viele Familien   in Rostock und im Umland, dass ein Besuch im Zoo gar nicht mehr oder nur   noch sehr sehr selten m&#246;glich ist.<\/p>\n<p>  Ein weiterer Grund f&#252;r den Unmut bei vielen Leuten ist die Lage des   Darwineums. Es soll au&#223;erhalb des bisherigen Zoogel&#228;ndes (bisherige   Fl&#228;che des Zoos: 370.000 Quadratmeter) entstehen und 20.000 Quadratmeter   umfassen. Daf&#252;r sollen aber 100.000 Quadratmeter des angrenzenden   innerst&#228;dtischen Barnstorfer Waldes geopfert werden. Diese kleine Oase   in der Stadt ist beliebt bei Sportlern, aber auch bei Familien, die   einfach ein wenig Natur genie&#223;en wollen. Auf dem Grundst&#252;ck, das jetzt   f&#252;r die Erweiterung des Zoos genutzt werden soll, stehen 150 Jahre alte   Buchen.<\/p>\n<h4>  Ja zum Affenhaus &#8211; Nein zum Darwineum<\/h4>\n<p>  Viele Menschen f&#252;hlten sich auch irgendwie betrogen. Jahrelang wurden   zus&#228;tzlich Spendengelder geworben, um ein neues Affenhaus zu bauen. Laut   Zoo sind es bis dato 1,1 Millionen Euro. &#220;ber den Ort des Darwineums   wurde dagegen kaum etwas bekannt. Urspr&#252;nglich hie&#223; es das neue   Affenhaus solle auf dem bisherigen Zoogel&#228;nde entstehen.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend sich in der B&#252;rgerschaft die Mehrheit v&#246;llig unkritisch pro   Darwineum &#228;u&#223;ert, forderte die SAV-Abgeordnete Christine Lehnert (die   Anfang des Jahres in DIE LINKE eingetreten ist) den sofortigen Baustopp   und &#246;ffentliche Versammlungen in den Stadtteilen. Das trifft auch den   Nerv von Anwohnern, von denen sich einige zu einer B&#252;rgerinitiative zur   Rettung des Barnstorfer Waldes zusammengefunden haben.<\/p>\n<p>  Die verschiedenen Positionen wurden auf eine von der Ostsee-Zeitung   organisierten Veranstaltung deutlich. Es kamen &#252;ber 400 Menschen. Die   Stimmung heizte sich im Laufe der Veranstaltung auf, weil Anwohner und   SportlerInnen oder aber auch kritische AktivistInnen aus der LINKEN   beziehungsweise SAV sich gegen das Prestigeprojekt stellten, w&#228;hrend   sich Politiker aus dem Rathaus sowie Unternehmer und einige Professoren   daf&#252;r ins Zeug warfen. F&#252;r die Bef&#252;rworter wird der Zoo durch das   Darwineum ein touristischer Anziehungspunkt und ist wichtig f&#252;r die   Bildung. Aber wer kann sich dann diese Bildung noch leisten?<\/p>\n<h4>  Ein Zoo f&#252;r alle&#8230;<\/h4>\n<p>  Es g&#228;be eine Alternative: ein neues Affenhaus auf dem bisherigen   Gel&#228;nde. Die Eintrittspreise werden gesenkt. Daf&#252;r lohnt es sich auch zu   k&#228;mpfen. Allerdings setzt die B&#252;rgerinitiative derzeit noch auf ein   blo&#223;es Sammeln von Unterschriften f&#252;r ein B&#252;rgerbegehren. Eine   Verbindung zu von Sozialk&#252;rzungen Betroffenen w&#228;re w&#252;nschenswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Hohe Eintrittspreise und Abholzung von st&#228;dtischem Wald\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[56],"tags":[235],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14125"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14125\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}