{"id":14086,"date":"2011-02-04T01:00:00","date_gmt":"2011-02-04T01:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14086"},"modified":"2011-02-04T01:00:00","modified_gmt":"2011-02-04T01:00:00","slug":"14086","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/02\/14086\/","title":{"rendered":"&#196;gypten: Das Mubarak-Regime schl&#228;gt zur&#252;ck"},"content":{"rendered":"<p>  Die Massenbewegung muss in die Offensive gehen!<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>An diesem fr&#252;hen Morgen des 3. Februar ist die Lage um den   Tahrar-Platz immer noch sehr gespannt und gef&#228;hrlich. Ich h&#246;rte Sch&#252;sse.   Menschenmassen sind auf den Stra&#223;en, aber es ist nicht immer m&#246;glich zu   erfahren, ob es sich um RegierungsgegenerInnen oder   Mubarak-Unterst&#252;tzerInnen handelt. Die Stra&#223;en sind immer noch blockiert.<\/b><i> <\/i>    <\/p>\n<h4>  <i>Augenzeugenbericht von einem CWI-Reporter vom Tahrir-Platz in Kairo<\/i><\/h4>\n<p>  Die Meinungen innerhalb der &#228;gyptischen Zeitungslandschaft sind diesen   Morgen &#252;beraus gespalten. Die regimetreuen Zeitungen versuchen, das   Regime selbst von der Verantwortung f&#252;r die &#220;bergiffe von Mubaraks   Schr&#228;gertrupps gegen Oppositionelle am Tahrar-Platz zu l&#246;sen. Ein   oppositionelles Blatt warnt vor einem &#8222;B&#252;rgerkrieg&#8220;.<\/p>\n<p>  Die Ereignisse der letzten Tage haben sich mit einer ungeheuren   Schnelligkeit entwickelt. Am Abend des 1. Februar hat Pr&#228;sident Husni   Mubarak im Fernsehen verk&#252;ndet, nicht mehr zur n&#228;chsten Wahl im   September antreten zu wollen. Aber das hat die Protestierenden auf dem   Tahrar-Platz bei weitem nicht beschwichtigen k&#246;nnen. Diese betonten, so   lange auf dem Platz zu bleiben und weiter zu k&#228;mpfen, bis Mubarak   abtritt. Aber als die Protestierenden gestern den Platz erreichten,   wurde deutlich, dass Mubaraks Leute dort bereits auf sie warteten.<\/p>\n<p>  Sie kamen in kleinen Gruppen. Ich war zun&#228;chst &#252;berrascht, dass sie sich   trauten, der Demonstratio n so nahe zu kommen. Dann konnte man sehen,   das viele solcher Gruppen von allen Seitenstra&#223;en aus auf den Platz   zustr&#246;mten und eine Art Kette um die DemonstrantInnen bildeten. Ich sah   einige Zivilfahrzeuge, die Mubarak-Unterst&#252;tzer herbeikarrten. Einige   kamen auf Pferden und Kamelen. Als die Zusammenst&#246;&#223;e in Gewalt   ausarteten, wurden diese Pferde und Kamele in die Menge der   DemonstrantInnen getrieben, um in deren reihen Schrecken, Chaos und   Verwirrung zu stiften.<\/p>\n<p>  Als ich versuchte, auf den Tahrar-Platz zu gelangen, waren in der   Umgebung schon Zusammenst&#246;sse zu beobachten und ich geriet in eine   Gruppe von Mubarak-Unterst&#252;tzern. Einige von ihnen erz&#228;hlten mir, sie   planen einen &#8222;friedliche&#8220; Demonstration zur Unterst&#252;tzung des   Pr&#228;sidenten durchzuf&#252;hren, aber man lie&#223;e sie nicht auf den Platz.   Tats&#228;chlich aber waren sie mit Kn&#252;ppeln, Eisenrohren und Metallplatten   bewaffnet, von denen sie behaupteten, sie irgendwo in der N&#228;he gefunden   zu haben. In der Tat konnten sie nicht damit rechnen, von den   Protestierenden bewaffnet auf den Platz gelassen zu werden.<\/p>\n<p>  Etwa gegen Mittag, als sie den Platz umschlossen hatten, gingen Mubaraks   Schl&#228;ger zum offenen Angriff &#252;ber. Sie versuchten die DemonstrantInnen   vom Platz, dem Symbol ihres Protestes, gewaltsam weg zu r&#228;umen. Sie   fingen an, die Gehwegplatten rauszureissen und warfen sie gegen die   DemonstrantInnen. Das war ein verr&#252;ckter Anblick, mit schweren Steinen   die wie Hagelk&#246;rner fielen. Viele Leute wurden verwundet. Die Angreifer   agierten diszipliniert und gingen gezielt vor. Sie umlagerten Leute,   rissen kleine Gruppen aus der Menge, umstellten diese und schlugen sie   zusammen, wonach die Angreifer sich wieder geordnet zur&#252;ckzogen. Dies   ging zwei Stunden lang so weiter. Die Banden von Mubarak-Unterst&#252;tzern   griffen an und zogen sich zur&#252;ck, um dann erneut anzugreifen.<\/p>\n<p>  Es ist offensichtlich, dass diese Angriffe organisiert und geplant   waren. Die T&#228;ter hatten die g&#252;nstigste Zeit f&#252;r ihren blutigen Angriff   ausgew&#228;hlt, als noch nicht so viele Mubarak-GegnerInnen auf dem Platz   eingetroffen waren. Nur einen Tag vorher waren an dieser Stelle   mindestens eine halbe Million Anti-Mubarak-DemonstrantInnen. Aber diese   auf dem Platz gestern haben schon die ganze Woche dort ausgeharrt und   waren entsprechend m&#252;de. Nat&#252;rlich ging das Regime gerade dann und gegen   diese Leute zum Angriff &#252;ber. Ich selbst wei&#223; nicht, wie die   Anti-Mubarak-DemonstrantInnen das so lange ausgehalten haben.<\/p>\n<p>  Die angegriffenen DemonstrantInnen gehen davon aus, dass die Angreifer   von den Sicherheitskr&#228;ften organisiert wurden &#8211; so fand man bei einigen   Schl&#228;gern Polizeiausweise. Im &#228;gyptischen Radio wurde berichtet, dass   eine der Pro-Mubarak-Demonstrationen vom Arbeitsminister angef&#252;hrt   wurde, der wegen seiner arbeiterfeindlichen Haltung bekannt ist. Es ist   klar, dass Funktion&#228;re der Partei Mubaraks eine aktive Rolle dabei   gespielt haben. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Es waren nicht   nur B&#252;rokraten und die Polizei, die sich f&#252;r die Attacken ein paar   S&#246;ldner gekauft haben. Das Regime schaffte es, Verwirrung und   L&#252;genpropganda zu s&#228;hen. So sah ich gew&#246;hnliche Leute, die an den   gewaltsamen Attacken beteiligt waren. Sie sagten einfach, dass die   Anti-Mubarak-Bewegung ihr Ziel erreicht habe, die Regierung zu ver&#228;ndern   und den Pr&#228;sidenten zum Abdanken gezwungen habe. Nun wollen sie ein ende   des Chaos&quot;. Sie riefen Slogans wie &#8220;Mubarak ja &#8211; Instabilit&#228;t und Chaos   nein!&#8221; und &#8216;Mubarak ja &#8211; Korruption nein!&#8221; Aber als Ergebnis schufen   diese Leute, die genug von Unordnung und unsicheren Verh&#228;ltnissen hatten   und jede St&#246;rung des &#8222;friedlichen Alltags&#8220; beenden wollten, absolutes   Chaos. Szenen, die man gestern noch auf dem Platz nicht h&#228;tte zu sehen   bekam, als die Demonstration von Freiwilligen gesch&#252;tzt wurde.<\/p>\n<h4>  Bewusste Taktik der Obrigkeit<\/h4>\n<p>  Mubaraks Unterst&#252;tzerInnen haben auch Slogans gegen Al-Baradeiwere   gerufen, wie &#8222;Al-Baradei ist ein Feigling und ein amerikanischer   Agent!&#8220;. Das ist nat&#252;rlich blanke Ironie, da Mubarak in den letzten   drei&#223;ig Jahren einer der loyalsten Lakaien des US-Imperialismus war..   Offenbar versuchen die Schergen des Regimes mit solcherlei Al-Baradei   kommentierenden Slogans, diejenigen in den Reihen der   Anti-Mubarak-DemonstrantInnen auf ihre Seite zu ziehen, die Skepsis   gegen&#252;ber der politischen Rolle der &#8222;F&#252;hrer&#8220; der Opposition hegen.<\/p>\n<p>  Was da passiert ist Resultat der bewussten Politik des Regimes. Von   Beginn an hat das Mubarak-Regime eine Ausgangssperre verh&#228;ngt und hat   bewusst Versorgungsschwierigkeiten bei Lebensmitteln und anderen n&#246;tigen   Dingen erzeugt. Dies erh&#246;hte die Spannungen und machte viele Menschen   w&#252;tend. Mubarak versucht, eine Lage zu schaffen, die die Menschen dazu   bringt folgende Schlussfolgerungen zu ziehen: &#8222;Soll Mubarak ruhig   bleiben, aber sorgt daf&#252;r dass alles nicht noch schlimmer wird. Es w&#228;re   schon besser, wenn es nur so w&#252;rde, wie noch vor einer Woche, vor den   Protesten!&#8220; Diese Stimmung hat sich schon bei einem Teil der &#228;gyptischen   Gesellschaft breit gemacht. Es waren solche Leute, die das Regime   gestern gegen die Protestbewegung benutzen konnte. Mubarak hofft, dass   da wo Armee und Polizei nicht mehr helfen konnten, er sich auf andere   verlassen kann, die die Drecksarbeit f&#252;r ihn tun. .<\/p>\n<p>  Klar ist, dass wenn es gelungen sein sollte, die Oppositionsbewegung vom   Tahrar-Platz dadurch zu brechen, das das Ende der Bewegung w&#228;re. Wenn   die Leute angesichts der Massenproteste am Dienstag noch mit einem Sturz   des Regimes fest rechneten, k&#246;nnte sich jetzt das Kr&#228;fteverh&#228;ltnis   ge&#228;ndert haben. Es ist schwer zu sagen, was als N&#228;chstes passieren wird.   &#8211; In der gegenw&#228;rigen Phase ist es unm&#246;glich, ein abgerundetes Bild von   der Lage zu bekommen und es ist auch noch nicht klar, was in den anderen   St&#228;dten des Landes passiert ist. Aber die Opposition spricht bereits   &#252;ber die Organisation eines n&#228;chsten gro&#223;en Protestes am Freitag..<\/p>\n<p>  Auf der riesigen Anti-Mubarak-Demo am Dienstag auf dem Tahrar-Platz,   waren Angeh&#246;rige der Mittelschichten, aber haupts&#228;chlich TeilnehmerInnen   aus der Arbeiterklasse und Jugendliche. Das Potenzial der Bewegung,   Mubaraks Regime wegzufegen, war offensichtlich. Aber die Arbeiterklasse   war nicht in organisierter Weise da. Ich sah keine Fahnen und   Transparente mit klaren Klassen-Losungen, linken oder sozialistischen   Slogans und Forderungen. Damit die Arbeiterklasse den Ereignissen   entscheidend ihren Stempel aufr&#252;cken kann, bedarf es einer Massenpartei   der Arbeiterklasse, mit einem unabh&#228;ngigen sozialistischen   Klassenprogramm.<\/p>\n<p>  Am Dienstag herrschte eine gewisse Atmosph&#228;re des Stra&#223;enkarnevals,   sogar Euphorie und vielleicht auch das Gef&#252;hl, dass die Aufgabe des   Sturzes von Mubarak sehr bald erledigt sein w&#252;rde. Aber obwohl Mubarak   darauf verk&#252;ndete, im September abzutreten, hat dieses seit Jahrzehnten   an der Macht klebende Regime nicht vor, kampflos das Feld zu verlassen.<\/p>\n<p>  Die Armee erm&#246;glichte gestern das Eindringen von Mubaraks Sch&#228;gertrupps   auf den Platz. Der Staatsapparat ist schwer angeschlagen durch die   Ereignisse der letzten Woche, aber ist im Kern weiterhin intakt   geblieben. Die Massenbwegung kann nicht passiv bleiben. Sie muss in die   Offensive gehen!<\/p>\n<p>  Die Oppositionsbewegung muss an die einfachen Soldaten appellieren, auf   die Seite der Massen &#252;berzugehen &#8211; also auf die Seite ihrer V&#228;ter,   M&#252;tter, Br&#252;der und Schwestern! In die Armee Eingezogene (Wehrpflichtige)   leiden genauso unter hohen Preisen und niedrigen L&#246;hnen. Die Armee kann   mit einem Appelle an die einfachen Soldaten entlang von Klassenlinien   gespalten und neutralisiert werden. Ein solcher Appell muss zum Aufbau   von Komitees der einfachen Soldaten und zur S&#228;uberung der Armee von   reaktion&#228;ren Offizieren und den alten Befehlhierarchien aufrufen. Auch   muss er die Forderung nach vollen gewerkschaftlichen und demokratischen   Rechten f&#252;r alle Armeeangeh&#246;rigen beinhalten.<\/p>\n<p>  Die Schl&#228;gerbanden Mubaraks haben Verw&#252;stung und Schrecken erzeugt, aber   sie haben es nicht geschafft, den Tahrir-Platz letzte Nacht einzunehmen.   Die gegenw&#228;rtige Situation ist sehr verwirrend, bedingt durch zahlreiche   umhergehende Ger&#252;chte. Der Zerfall des Regimes k&#246;nnte sich fortsetzen.   M&#246;glich w&#228;re, dass es die Armee einsetzt, um die &#8222;Ordnung&#8220; wieder her zu   stellen.<\/p>\n<p>  Die gestrigen Ereignisse k&#246;nnten aber auch erneute massenhafte   Opposition entfachen. Die geplanten Massendemonstrationen kommenden   Freitag k&#246;nnten ein Wendepunkt sein.<\/p>\n<p>  Es w&#228;re m&#246;glich, dass das Regime die Figur Mubarak opfert, um ein neue,   sich auf die Armee st&#252;tzende Regierung der &#8222;nationalen Rettung&#8220; zu   bilden. Heute &#8222;entschuldigte&#8220; sich der Premierminister f&#252;r die gestrigen   &#8222;K&#228;mpfe zwischen den DemonstrantInnen beider Lager&#8220; und bezeichnete sie   als einen &#8222;schweren Fehler&#8220;.. Es gibt Berichte, dass die Armee in Kairo   mit Milit&#228;rfahrzeugen in den Strassen von Kairo &#8222;die zwei Seiten zu   trennen versucht&#8220;.<\/p>\n<h4>  Selbstverteidigung gegen Mubaraks Schl&#228;gerbanden<\/h4>\n<p>  Die arbeitenden Massen m&#252;ssen sich selbst gegen die konterrevolution&#228;ren   Schl&#228;gerbanden verteidigen, was die Bildung von demokratisch   organisierten bewaffneten Milizen einschlie&#223;t. Aktionskomitees der   Massen, in den Betrieben, Wohnvierteln, Schulen und Universit&#228;ten ,   sowohl auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, k&#246;nnen den   Widerstand anf&#252;hren.<\/p>\n<p>  Lebensmittelknappheit ist ein dr&#228;ngendes Problem und die Preise steigen.   Die gro&#223;en H&#228;ndler profitieren von der Krise. Wie ein linker Aktivist   mir mitteilte, versucht Mubarak die ganze Nation<\/p>\n<p>  mit &#8222;Aussperrung&#8220; zu belegen. Die arbeitenden Menschen m&#252;ssen die   Lebensmittel produzierenden Betriebe und alle Betriebe und Einrichtungen   des Lebensmittelshandels und der Verteilung von Nahrungsmitteln besetzen   und &#252;bernehmen. Nur so kann ihre eigne Versorgung und die der Massen   demokratisch organisiert und sichergestellt werden. Mit so einem   Programm k&#246;nnten auch einige derer f&#252;r die revolution&#228;re Bewegung   gewonnen werden, die sich auf Grund der Versorgungslage von Mubarak   haben benutzen lassen.<\/p>\n<p>  Die Massen m&#252;ssen in die Offensive gehen. Massenhafte Arbeiteraktion ist   n&#246;tig. Dies beinhaltet das Kampfmittel des Generalstreiks zum sofortigen   Sturz von Mubarak und des ganzen verfaulten, verkommenen und brutalen   Regimes. Eine Aufstandsbewegung der Massen, gef&#252;hrt von der   Arbeiterklasse und an die einfachen Armeeangeh&#246;rigen appellierend, w&#252;rde   gemeinsam mit diesen zum Pr&#252;sidentenplast und anderen Schl&#252;sselstellen   der politischen Macht ziehen, um eben diese Macht zu &#252;bernehmen. Mubarak   und seine Kumpanen sollte vor Volkstribunalen der Prozess gemacht   werden. Da sollen sie sich f&#252;r ihrer Verbrechen gegen das &#228;gyptischen   Volk verantworten.<\/p>\n<p>  Der obsz&#246;ne Reichtum der herrschenden Elite sollte ihren gierigen H&#228;nden   entrissen werden und dem Wohl der Mehrheit der Gesellschaft zu Gute   kommen. SozialistInnen argumentieren f&#252;r die Verstaatlichung der   &#228;gytischen Konzerne, Banken und des Gro&#223;grundbesitzes bei demokratischer   Planung im Interesse der &#252;bergro&#223;en Mehrheit der Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<p>  In eine wie auch immer geartete Form von Regierung der &#8222;Nationalen   Rettung&#8220; kann kein Vertrauej gesetzt werden. Sie dient nur den   Interessen der herrschenden Klasse und des Imperialismus. Das   Entscheidende ist, nicht nur Mubarak zu st&#252;rzen, sondern das ganze   verrottete Regime. Die Massenbewegung kann keinerlei Vertrauen in   irgendein neues taktisches Maneuver des Regimes setzen. Diese dienen nur   dazu, wirkliche demokratische Errungenschaften und soziale Ver&#228;nderung   zu durchkreuzen. Der Imperialismus sucht nach irgend einer Art von   &#8222;Einheits-&#8220; oder &#8222;&#220;bergangs&#8220;regierung, um die Bewegung zu begrenzen und   um die Zukunft des Kapitalismus in &#196;gypten zu sichern.<\/p>\n<p>  Um einen klaren Bruch mit dem Regime zu sichern, wird eine Regierung   ben&#246;tigt, die die &#228;gyptischen Massen wirklich repr&#228;sentiert &#8211; eine   Regierung der ArbeiterInnen und armen B&#228;uerInnen. So eine Regierung   w&#252;rde den Willen des Volkes nach sofortigen freien Wahlen erf&#252;llen und   Sofortma&#223;nahmen zur Verbesserung des Lebensstandards der &#196;gypterInnen   durchsetzen.<\/p>\n<p>  SozialistInnen fordern eine revolution&#228;re demokratische Konstituierende   Versammlung und eine aus der Mehrheit der ArbeiterInnen in Stadt und   Land gebildete Regierung..<\/p>\n<p>  Das ist der einzige Weg, dauerhaft volle demokratische Rechte zu   erlangen, wie das Recht auf Versammlungsfreiheit, das Streikrecht und   das Recht auf demokratische und unabh&#228;ngige Gewerkschaften. Es ist der   einzige Weg, einen existenzsichernden Lohn, einen garantierten   Arbeitsplatz, anst&#228;ndigen Wohnraum, Bildung und medizinische Versorgung   f&#252;r alle zu bekommen.<\/p>\n<p>  Die Revolutionsbewegung muss &#252;ber die ganze Region ausgeweitet werden   und auf der Grundlage eines sozialistischen Programms zu voller   Entfaltung gelangen &#8211; F&#252;r ein sozialistisches &#196;gypten und eine   sozialistische F&#246;deration der ganzen Region auf einer freiwilligen und   gleichberechtigten Basis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die Massenbewegung muss in die Offensive gehen!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36,37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14086"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}