{"id":14074,"date":"2011-02-12T00:00:00","date_gmt":"2011-02-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14074"},"modified":"2011-02-12T00:00:00","modified_gmt":"2011-02-12T00:00:00","slug":"14074","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/02\/14074\/","title":{"rendered":"Charit&#233;: Wie kann der Kampf erfolgreich sein?"},"content":{"rendered":"<p>  Tarifauseinandersetzung beim Berliner Uniklinikum<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Mit der Forderung nach 300 Euro mehr Geld pro Monat sowie   Verbesserungen bei Schichtzulagen, Gesundheitsschutz und   Arbeitsbelastung ist ver.di in die Tarifverhandlungen an der Charit&#233;   gezogen. Bisher haben die Arbeitgeber keine klare Aussage dazu   getroffen. Die Durchsetzung der Forderung wird sicher nur mit einem   entschiedenen Arbeitskampf m&#246;glich sein.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Die Bedingungen f&#252;r Tarifk&#228;mpfe sind in Krankenh&#228;usern nicht so einfach.   Da es um die Behandlung und Pflege von kranken Menschen geht, ist es bei   einem Streik immer eine gro&#223;e Herausforderung, Unterst&#252;tzung von   PatientInnen und &#214;ffentlichkeit zu bekommen. Bei vielen Streikma&#223;nahmen   werden sogenannte Notdienstvereinbarungen getroffen, um eine f&#252;r Leib   und Leben notwendige Grundversorgung zu gew&#228;hrleisten &#8211; was angesichts   des Personalmangels seit einigen Jahren schwieriger geworden ist.<\/p>\n<h4>  Unterst&#252;tzung in der Bev&#246;lkerung aufbauen<\/h4>\n<p>  Jeder wei&#223; aus Erfahrung: Das Personal ist st&#228;ndig gehetzt und hat wegen   permanenter Unterbesetzung kaum Zeit. Anstatt von &#8222;Pflege&#8220; muss man eher   von &#8222;Abfertigung&#8220; sprechen. Da unter diesen Bedingungen und angesichts   der schlechten Bezahlung viele das Handtuch werfen, versch&#228;rft sich die   Situation weiter. Genau deshalb ist ein Arbeitskampf f&#252;r eine   angemessene Bezahlung und f&#252;r Neueinstellungen aber ein wichtiger   Schritt, die Lage zu verbessern. Genau das muss in der Bev&#246;lkerung   vermittelt werden.<\/p>\n<p>  Beim letzten Streik an der Charit&#233; war vor allem das OP-Personal   beteiligt. Die Verschiebung von Operationen traf die Arbeitgeber   empfindlich bei ihren Gewinnen. Damit konnte Druck aufgebaut werden.<\/p>\n<h4>  Einbeziehung der KollegInnen erreichen<\/h4>\n<p>  Anzustreben ist eine m&#246;glichst breite Beteiligung der Besch&#228;ftigten. Das   bedeutet allerdings viel &#220;berzeugungsarbeit auf den Stationen. Denn   angesichts der minimalen Besetzung kann es nur effektiv sein, wenn eine   Station komplett geschlossen wird und die PatientInnen dann in ein   anderes Krankenhaus verlegt werden m&#252;ssen. Gerade daf&#252;r muss aber auch   eine optimale Informationspolitik geleistet werden.<\/p>\n<p>  Wie beim letzten Streik 2006 wird die F&#252;hrung der ver.di-Betriebsgruppe   alles tun, um eine demokratische Diskussion unter den Streikenden durch   Streikversammlungen, offenes Mikrofon, permanente Informationen und   demokratische Diskussionen &#252;ber die weiteren Kampfma&#223;nahmen   sicherzustellen.<\/p>\n<h4>  Aktiv werden!<\/h4>\n<p>  Viele KollegInnen halten sich mit dem eigenen gewerkschaftlichen   Engagement zur&#252;ck, weil die Arbeit im Krankenhaus kaum Luft zum Atmen   l&#228;sst. Allerdings ist gerade in der Zeit des Arbeitskampfes der Einsatz   von vielen KollegInnen eine Voraussetzung daf&#252;r, dass ein Erfolg m&#246;glich   wird. Nur durch kollektive Diskussionen, die Koordination von   Streikma&#223;nahmen in den verschiedenen Bereichen und die Weitergabe von   Informationen an die KollegInnen in allen Schichten kann dieser Konflikt   gewonnen werden.<\/p>\n<p>  Auch landes- und bundesweit muss die ver.di-Spitze in die Pflicht   genommen werden, diesem Tarifkampf durch die Zusammenf&#252;hrung mit anderen   Tarifauseinandersetzungen unter die Arme zu greifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Tarifauseinandersetzung beim Berliner Uniklinikum\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,14],"tags":[234],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14074"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14074"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14074\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}