{"id":14044,"date":"2011-01-06T00:00:00","date_gmt":"2011-01-06T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14044"},"modified":"2011-01-06T00:00:00","modified_gmt":"2011-01-06T00:00:00","slug":"14044","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/01\/14044\/","title":{"rendered":"Bangladesch: Repressionen gegen streikende TextilarbeiterInnen"},"content":{"rendered":"<p>  Trotz herber staatlicher Unterdr&#252;ckung setzen die TextilarbeiterInnen in   Bangladesch ihre Streiks und Proteste fort.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nachdem am 14. Dezember in Chittagong drei Streikende von der   Polizei, die das Feuer auf DemonstrantInnen er&#246;ffnete, erschossen   wurden, haben die Proteste weiter zugenommen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Manny Thain, Socialist Party (Schwesterorganisation von SAV und   SLP und Sektion des CWI in England &amp; Wales)<\/i><\/h4>\n<p>  Am 18. Dezember 2010 kam es an der Universit&#228;t von Dhaka zu einer   Kundgebung, um gegen die Festnahme von Moshrefa Mishu, die Vorsitzende   der Textilarbeitergewerkschaft GWUF zu protestieren, die seit 14.   Dezember 2010 in U-Haft sitzt. Gefordert wurde ihre und die Freilassung   aller anderen, deren Verbrechen darin bestand, dass man einen   Mindestlohn und Arbeitnehmerrechte gefordert hatte. Ferner stand die   Forderung nach sicheren Arbeitsbedingungen auf der Agenda. Ein Aspekt,   der seit dem schrecklichen Feuer, das vor kurzem in einer Textilfabrik   nahe der Hauptstadt Dhaka ausgebrochen war und bei dem mehr als 30   KollegInnen zu Tode kamen, immer mehr an Bedeutung gewinnt. In diesem   Betrieb wurden Kleidungsst&#252;cke f&#252;r &#8222;G.A.P.&#8220; und &#8222;Wrangler&#8220;, bedeutende   in der westlichen Welt ans&#228;ssige multinationale Konzerne, produziert &#8211;   von ArbeiterInnen mit den niedrigsten L&#246;hnen weltweit. Andere   Unternehmen beuten die Arbeitskr&#228;fte in Bangladesch auf &#228;hnliche Weise   aus. Darunter &#8222;Wal-Mart&#8220;, &#8222;Marks &amp; Spencer&#8220; und &#8222;Carrefour&#8220;, um nur   einige zu nennen.<\/p>\n<p>  Mishu wurde in der Nacht auf den 14. Dezember von Beamten aufgegriffen,   die behaupteten, der Kriminalabteilung der Polizei anzugeh&#246;ren. Dabei   hatten sie keinen Haftbefehl vorliegen. Sie wird auf Grund von   konstruierten Vorw&#252;rfen festgehalten: Vandalismus und Verbindungen zu   Mitgliedern von &#8222;Jamaat-e-Islami&#8220;, einer angeblich islamistischen   Organisation. Die Anschuldigungen sind falsch und bisher ohne Beweis   geblieben. Es liegt auf der Hand, dass sie blo&#223; als Vorwand daf&#252;r   herhalten m&#252;ssen, um Mishu von der Bewegung fernzuhalten und   AktivistInnen einzusch&#252;chtern.<\/p>\n<p>  Die Bedingungen, unter denen Mishu und alle anderen Inhaftierten   festgehalten werden, sind schlecht. So wird ihr beispielsweise verwehrt,   Medikamente gegen ihr Asthma und zur Linderung einer R&#252;ckenverletzung   einzunehmen, die sie bei einem Attentat vor einigen Jahren davongetragen   hat. Obwohl Mishu nicht in der Lage war, am 19. Oktober vor Gericht zu   erscheinen, genehmigte der Richter die Sicherheitskr&#228;fte, sie weitere   zwei Tage zu verh&#246;ren. Kurz danach musste Mishu ins Krankenhaus   eingeliefert werden. Dort wird sie weiterhin festgehalten.<\/p>\n<p>  Trotz dieser brutalen Repression gegen Moshrefa Mishu, haben die   TextilarbeiterInnen in Bangladesch ein unglaubliches Ma&#223; an Mut und   Entschlossenheit an den Tag gelegt. Sie sind das ganze Jahr &#252;ber immer   wieder in den Streik getreten und haben daf&#252;r die Solidarit&#228;t aller   m&#246;glichen ArbeiterInnen weltweit erfahren. S&#228;mtliche Anschuldigungen   gegen&#252;ber Moshrefa Mishu und die einhundert anderen in Haft befindlichen   TextilarbeiterInnen m&#252;ssen sofort fallengelassen werden. Sie alle m&#252;ssen   bedingungslos auf freien Fu&#223; gesetzt werden. Unverz&#252;glich muss der   Mindestlohn an alle Besch&#228;ftigten ausbezahlt werden &#8211; wenngleich dieser   noch grundlegend erh&#246;ht werden muss, um ein wirkliches Auskommen zu   gew&#228;hrleisten. Das Thema der Arbeitsschutzbestimmungen in der   Textilbranche muss dringend angegangen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Trotz herber staatlicher Unterdr&#252;ckung setzen die TextilarbeiterInnen in<br \/>\n      Bangladesch ihre Streiks und Proteste fort.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14044"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14044"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14044\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}