{"id":14033,"date":"2011-01-12T00:00:00","date_gmt":"2011-01-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14033"},"modified":"2011-01-12T00:00:00","modified_gmt":"2011-01-12T00:00:00","slug":"14033","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/01\/14033\/","title":{"rendered":"Kampfkraft st&#228;rken durch gemeinsamen Streik!"},"content":{"rendered":"<p>  Telekom vor Tarifauseinandersetzung<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 10. Dezember beschloss die Gro&#223;e Tarifkommission des ver.di-   Fachbereichs 9 die Forderungen f&#252;r die rund 105.000 Besch&#228;ftigten bei   der Telekom (T-Servicegesellschaften, Telekom Deutschland GmbH und   Deutsche Telekom AG).<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Alexandra Arnsburg, Mitglied des ver.di-Landesbezirksvorstands   Berlin-Brandenburg*<\/i><\/h4>\n<p>  ver.di fordert eine lineare, tabellenwirksame Entgelterh&#246;hung von 6,5   Prozent, als Mindestbetrag aber 170 Euro zur st&#228;rkeren Anhebung der   unteren Einkommen und 70 beziehungsweise 90 Euro f&#252;r Azubis bei einer   Laufzeit von zw&#246;lf Monaten. Die ursrp&#252;ngliche Empfehlung wurde im   Anschluss an Diskussionen nach oben korrigiert.<\/p>\n<p>  Besonders positiv ist der Festgeldanteil f&#252;r die unteren Einkommen, denn   er w&#252;rde einen beginnenden Ausgleich f&#252;r die Besch&#228;ftigten einer   geringeren Einkommensgruppe bedeuten, besonders f&#252;r die, die aufgrund   abgesenkter Einstiegsgeh&#228;lter weniger Lohn f&#252;r die gleiche Arbeit   bekommen.<\/p>\n<p>  Niemand von uns kann sich Reallohnverlust leisten. Deshalb m&#252;ssen die   vollen 6,5 Prozent durchgesetzt werden. Insbesondere die KollegInnen aus   den Servicegesellschaften sind auf eine ordentliche Lohnerh&#246;hung   angewiesen, da der letzte Teil der Ausgleichszulage wegf&#228;llt.<\/p>\n<h4>  Lohnraub, Arbeitshetze und Standortschlie&#223;ungen<\/h4>\n<p>  In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass Verzicht keine   Arbeitspl&#228;tze rettet. Im Gegenteil: Der Arbeitgeber geht immer dreister   mit uns um und dr&#228;ngt viele durch st&#228;ndige Umstrukturierungen und   drohende Standortschlie&#223;ungen und -verlagerungen aus dem Konzern.<\/p>\n<p>  Der Arbeitsdruck hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Fast zwei   Drittel der Besch&#228;ftigten sind der Meinung, dass sie die Arbeit nicht   bis zur Rente durchhalten und 79 Prozent erwarten weitere   Verschlechterungen. Die st&#228;ndigen Umstrukturierungen und die permanenten   &#196;nderungen sorgen f&#252;r gro&#223;e Unsicherheit und zus&#228;tzlichen Druck.<\/p>\n<p>  &#220;berschattet wird die Tarifrunde von drohenden weiteren   Standortschlie&#223;ungen. Bei zahlreichen Protesten im ganzen Bundesgebiet   haben wir gezeigt, dass wir uns wehren k&#246;nnen und zwangen den   Arbeitgeber bereits wieder an den Verhandlungstisch.<\/p>\n<h4>  Konzernweit k&#228;mpfen<\/h4>\n<p>  Es gibt aber insgesamt ein starkes Gef&#252;hl, dass die Besch&#228;ftigten   ihrerseits den Druck auf den Arbeitgeber nur erh&#246;hen k&#246;nnen, wenn sie   wirklich alle auf die Stra&#223;e gehen. Das hei&#223;t, die Spaltung in   verschiedene Betriebe muss dadurch &#252;berwunden werden, dass konzernweit   gestreikt wird. Die &#228;lteren KollegInnen wissen noch, was m&#246;glich ist,   wenn die Belegschaft sich gemeinsam wehrt. Mit dieser Tarifrunde gibt es   wieder die Chance, gemeinsam zu streiken.<\/p>\n<p>  Zur Durchsetzung der berechtigten Forderungen muss die Kampfkraft voll   genutzt werden, bis hin zum Vollstreik. Streikversammlungen sollten dazu   dienen, &#252;ber die n&#228;chsten Schritte zu diskutieren und abzustimmen. Es   muss dann auch &#246;ffentliche Aktionen geben, um die Unterst&#252;tzung der   Bev&#246;lkerung zu mobilisieren.<\/p>\n<p>  <i>*Funktionsangabe dient nur zur Kenntlichmachung der Person<\/i><\/p>\n<h4>  Vorschl&#228;ge f&#252;r den Arbeitskampf<\/h4>\n<p>  Volle Durchsetzung der Forderungen! Keinerlei Kompensationsgesch&#228;fte!<\/p>\n<p>  Kampfkraft nutzen: Urabstimmung, Mobilisierung bis hin zum Vollstreik<\/p>\n<p>  Volle Einbeziehung der KollegInnen in den Arbeitskampf durch   Streikversammlungen: demokratische Diskussionen und Abstimmungen<\/p>\n<p>  Kein Abschluss und kein Streikabbruch ohne vorherige Urabstimmung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Telekom vor Tarifauseinandersetzung\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[233],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14033"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14033\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}