{"id":14031,"date":"2011-01-20T00:00:00","date_gmt":"2011-01-19T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14031"},"modified":"2012-05-15T14:52:35","modified_gmt":"2012-05-15T12:52:35","slug":"14031","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/01\/14031\/","title":{"rendered":"Hamburg: Politik f&#252;r die Reichen bek&#228;mpfen"},"content":{"rendered":"<p>  Am 20. Februar findet die B&#252;rgerschaftswahl statt<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Ende November ist die schwarz-gr&#252;ne Koalition geplatzt. Wenn eine   Regierung scheitert, k&#246;nnte man denken, dass dies an Hand politischer   Widerspr&#252;che geschieht. Weit gefehlt! Beide Parteien haben in trauter   Zusammenarbeit Politik f&#252;r die Pfeffers&#228;cke gemacht: Kohlekraftwerk   Moorburg, teure Elbphilharmonie (mit eigener U-Bahn-Linie), weitere   Erhebung von Studiengeb&#252;hren und zuletzt ein &#8222;Sparpaket&#8220; mit Sozial- und   Bildungsabbau, Kulturk&#252;rzungen und Lohnsenkungen f&#252;r BeamtInnen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Thies Wilkening, Hamburg<\/i><\/h4>\n<p>  Jetzt haben die Gr&#252;nen das B&#252;ndnis aus taktischen Gr&#252;nden beendet: Die   Umfragewerte sind bundesweit gut, nur in Hamburg hatte die allzu   offensichtliche Anpassung an die CDU einen H&#246;henflug bisher verhindert.   Die Taktik geht auf: Laut Umfragen werden die Gr&#252;nen bei der Neuwahl am   20. Februar knapp 20 Prozent bekommen, zusammen mit m&#246;glichen 40 Prozent   f&#252;r die SPD steht Rot-Gr&#252;n so gut wie fest.<\/p>\n<h4>  Was tut DIE LINKE?<\/h4>\n<p>  In dieser Situation kann sich DIE LINKE als einzige Alternative   pr&#228;sentieren, die im Gegensatz zu anderen Politik f&#252;r die Lohnabh&#228;ngigen   macht und f&#252;r eine sozialistische Gesellschaft eintritt. Die Linkspartei   kann und muss herausstellen, dass sowohl SPD als auch Gr&#252;ne die Antr&#228;ge   der LINKEN, zum Beispiel f&#252;r geb&#252;renfreie Kita- und Hochschulbildung,   auch nach dem Ende von Schwarz-Gr&#252;n abgelehnt haben.<\/p>\n<p>  Trotzdem erkl&#228;rte die Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Dora Heyenn, kurz   nach dem Koalitionsbruch, sie wolle Regierungsbeteiligung &#252;bernehmen und   wie sie sei auch die Mehrheit der Fraktion offen f&#252;r eine Koalition mit   SPD und Gr&#252;nen. Als klar wurde, dass diese Parteien auch ohne DIE LINKE   eine Mehrheit bekommen werden, ruderte die F&#252;hrung zur&#252;ck und m&#246;chte   jetzt in der Opposition bleiben. Eine Koalition als Anh&#228;ngsel der SPD   h&#228;tte DIE LINKE, &#228;hnlich wie schon in Berlin und Brandenburg, zur   Mitverantwortlichen f&#252;r weitere K&#252;rzungen gemacht und ihre   Glaubw&#252;rdigkeit zerst&#246;rt. Daher muss klar gestellt werden, dass die   Partei solche Regierungsbeteiligungen mit Hartz-IV-Parteien ablehnt,   weil sie nicht mit ihren politischen Grunds&#228;tzen vereinbar sind, und   nicht nur unfreiwillig darauf verzichtet, wenn das Wahlergebnis nicht   passt.<\/p>\n<p>  Im Wahlkampf sollte DIE LINKE klare politische Antworten auf die   Rotstift-Politik geben: Nein zu Irrsinnsprojekten wie die   Elbphilharmonie! Erh&#246;hung der Gewerbesteuer! Nicht noch mehr Geld f&#252;r   Zinszahlungen an die Banken &#8211; stattdessen Stopp der Zinszahlungen an die   Banken! F&#252;r die Aufstellung eines bedarfsgerechten Haushalts!<\/p>\n<h4>  Nach der Wahl: Sozialraub geht weiter &#8211; Widerstand auch!<\/h4>\n<p>  Noch-B&#252;rgermeister Christoph Ahlhaus und sein CDU-Restsenat haben einige   Bestandteile des &#8222;Sparpakets&#8220; zur&#252;ckgenommen, mit Verweis auf eine zu   erwartende Verbesserung der Haushaltslage. Das sind durchsichtige   Wahlgeschenke einer verzweifelten CDU. Wahrscheinlich wird das Sparpaket   nach der Wahl von SPD und Gr&#252;nen wieder aufgeschn&#252;rt, einige Bereiche   geschont, daf&#252;r in anderen Bereichen neue K&#252;rzungen hinzugef&#252;gt. Dass   das rot-gr&#252;ne Paket ebenso den Besitzenden dienen wird wie die   schwarz-gr&#252;ne Version, ist jetzt schon klar, Hamburgs zuk&#252;nftiger   B&#252;rgermeister Olaf Scholz hatte mit Sozialabbau noch nie ein Problem.<\/p>\n<p>  Daher ist Widerstand weiterhin notwendig, etwa durch gemeinsame   Gro&#223;demonstrationen der von K&#252;rzungen Betroffenen. DIE LINKE k&#246;nnte   einen wichtigen Beitrag leisten, um Eltern, LehrerInnen,   Jugendclub-Besch&#228;ftigte und -NutzerInnen, Studierende, Uni-Besch&#228;ftigte   und andere zusammenzubringen und eine kraftvolle Bewegung aufzubauen,   die die K&#252;rzungen stoppen kann. Die B&#252;rgerschaftsfraktion kann den   Widerstand auf der Stra&#223;e unterst&#252;tzen &#8211; wie am 16. Dezember, als sie   einen Antrag zur Abschaffung von Studiengeb&#252;hren einbrachte, w&#228;hrend   1.500 Studierende gleichzeitig zum Rathaus demonstrierten.<\/p>\n<p>  Auch die Gewerkschaften k&#246;nnen eine wichtige Rolle spielen, wie die   massive Beteiligung von 18.000 Menschen (erwartet waren 3.000) an der   vom DGB organisierten Menschenkette vom 30. September zeigt. Das   Potenzial f&#252;r eine Massenmobilisierung ist vorhanden und muss genutzt   werden &#8211; daf&#252;r ist Druck von der Basis n&#246;tig, in der LINKEN und in den   Gewerkschaften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am 20. 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