{"id":14025,"date":"2011-01-31T00:00:00","date_gmt":"2011-01-31T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14025"},"modified":"2011-01-31T00:00:00","modified_gmt":"2011-01-31T00:00:00","slug":"14025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/01\/14025\/","title":{"rendered":"K&#228;mpfen statt kapitulieren"},"content":{"rendered":"<p>  Tarifrunde der Landesbesch&#228;ftigten<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Forderung von ver.di, GEW und Beamtenbund f&#252;r die 585.000   Landesbesch&#228;ftigten (au&#223;er Hessen und Berlin, die nicht Mitglieder der   Tarifgemeinschaft sind) lautet: Erh&#246;hung der Geh&#228;lter um einen   Sockelbetrag von 50 Euro plus drei Prozent.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Selbst b&#252;rgerliche Zeitungen kommentierten die Forderungen als sehr   bescheiden. Dabei haben gerade die Landesbesch&#228;ftigten Nachholbedarf.   Mit dem Absenkungstarifvertrag TV-L, den die ver.di-F&#252;hrung seinerzeit   als Erfolg verkaufte, mussten die Besch&#228;ftigten deutliche   Verschlechterungen hinnehmen. Um diese Entwicklung umzukehren, muss die   Tarifrunde genutzt werden, endlich gegenzusteuern.<\/p>\n<h4>  Wirksam Druck machen<\/h4>\n<p>  H&#228;ufig wird das Argument der mangelnden Kampfkraft vorgebracht. Dabei   haben die Landesbesch&#228;ftigten M&#246;glichkeiten, selbst Druck zu erzeugen.   Wenn zum Beispiel jetzt die Autobahnmeistereien mitsamt Winterdiensten   bestreikt w&#252;rden, k&#246;nnte der G&#252;terverkehr auf der Stra&#223;e massiv   getroffen werden. W&#252;rde gleichzeitig die Feuerwehr auf den Flugh&#228;fen   bestreikt, k&#246;nnte kein Flugzeug starten. Zus&#228;tzlich k&#246;nnten die   Schleusendienste lahmgelegt werden, was den G&#252;terverkehr per Schiff   beeintr&#228;chtigt. &#214;konomischer Druck w&#252;rde auch durch das Bestreiken der   Finanz&#228;mter und Rechenzentren der L&#228;nder bewirkt.<\/p>\n<h4>  Streiks an Schulen?<\/h4>\n<p>  In anderen Bereichen k&#246;nnte der politische Druck ebenfalls enorme   Bedeutung erlangen. Allein bei den Schulen. Die GEW hat die Frage der   Eingruppierung von angestellten LehrerInnen auf die Tagesordnung   gesetzt. Denn seit Einf&#252;hrung des TV-L vor vier Jahren gibt es noch   immer kein neues Eingruppierungssystem. Das bedeutet, dass   Neueingestellte teilweise nach Gutd&#252;nken eingruppiert werden.<\/p>\n<p>  F&#252;r die Streikf&#228;higkeit an den Schulen kommt den Gewerkschaften nun das   Urteil des Verwaltungsgerichts D&#252;sseldorf entgegen, nach welchem   verbeamtete LehrerInnen nicht bestraft werden d&#252;rfen, wenn sie sich an   einem Streik beteiligt haben. Auch verbeamtete LehrerInnen sind von der   Tarifrunde betroffen, weil es nicht nur um Lohn-, sondern auch um   Besoldungserh&#246;hungen geht.<\/p>\n<h4>  F&#252;r deutliche Lohnerh&#246;hungen!<\/h4>\n<p>  Zu dem Arbeitgeber-Argument der &#8222;leeren Kassen&#8220; kommt jetzt noch die   Schuldenbremse. Dadurch sollen in den n&#228;chsten Jahren und Jahrzehnten   die Kosten der kapitalistischen Krise auf den R&#252;cken der Besch&#228;ftigten   im &#214;ffentlichen Dienst abgeladen werden.<\/p>\n<p>  Selbst ver.di-Chef Frank Bsirske sagt klar, wo das n&#246;tige Geld herkommen   k&#246;nnte, wenn die Umverteilung von unten nach oben endlich r&#252;ckg&#228;ngig   gemacht w&#252;rde. Es reicht nicht, das nur zu sagen. Der Kampf f&#252;r die   Umverteilung der Gelder muss aufgenommen werden: durch die Vorbereitung   effektiver Arbeitsniederlegungen und durch den Br&#252;ckenschlag zu anderen   Belegschaften, die in Tarifkonflikten stecken, wie bei der Telekom, der   Charit&#233; oder den privaten M&#252;llentsorgern.<\/p>\n<p>  Die jetzigen Forderungen sind unzureichend. Darum darf es keine   Abstriche und Kompensationen geben. Mehr noch: Wenn eine gr&#246;&#223;tm&#246;gliche   Einbeziehung der KollegInnen an der Basis gelingt, k&#246;nnten im Verlaufe   eines selbstbewussten Arbeitskampfes die Forderungen auch noch   verbessert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Tarifrunde der Landesbesch&#228;ftigten\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[233],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14025"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14025\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}