{"id":14022,"date":"2011-01-24T00:00:00","date_gmt":"2011-01-23T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=14022"},"modified":"2012-05-09T15:29:48","modified_gmt":"2012-05-09T13:29:48","slug":"14022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2011\/01\/14022\/","title":{"rendered":"Afrika &#8211; Chinesische Kolonie?"},"content":{"rendered":"<p>  Neokoloniale Politik auf dem afrikanischen Kontinent.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Geschichte Afrikas ist gepr&#228;gt von kolonialen Kriegen, Ausbeutung   und Versklavung. Erst in den 50ern erk&#228;mpften die Massen in Afrika ihre   staatliche Unabh&#228;ngigkeit. Doch von wirklicher Unabh&#228;ngigkeit kann kaum   die Rede sein, immer &#246;fter spricht man von Neokolonialismus in   Verbindung mit Afrika.<\/b><\/p>\n<p>  Afrika geh&#246;rt zu den rohstoffreichsten Kontinenten der Welt und   dementsprechend ist das Interesse sehr hoch. Durch verschiedene   &#8222;Strukturanpassungsprogramme&#8220; von Weltbank und Internationalem   W&#228;hrungsfonds wurde das Tor zum Welthandel und damit dem   kapitalistischen Wirtschaftssystem ge&#246;ffnet. Das bedeutete   Privatisierungswellen staatlicher Institutionen und wirtschaftliche   Abh&#228;ngigkeit von multinationalen Konzernen, die dem Kontinent   Hungersn&#246;te und Kriege beschert haben. Die Weltwirtschaftskrise f&#252;hrt zu   weiteren K&#252;rzungen und Privatisierungen und treibt damit die Schere von   arm und reich immer weiter auseinander.<\/p>\n<h4>  Wirtschaftsabh&#228;ngigkeit bedeutet Neokolonialismus<\/h4>\n<p>  Der Kampf um Rohstoffe und neue Absatzm&#228;rkte wird erbittert gef&#252;hrt und   seit einigen Jahren mischt China als aufsteigende Wirtschaftsmacht   munter mit.<\/p>\n<p>  Chinas Wirtschaftsboom hat das Regime auf die Liste der m&#228;chtigsten   Staaten katapultiert und es gewinnt immer mehr an Einfluss, auch in   Afrika. Als zweitgr&#246;&#223;ter &#214;lverbraucher hinter den USA bezieht China rund   ein Drittel seines Bedarfs aus Afrika. Tendenz steigend.<\/p>\n<p>  Investoren, Banken und Konzerne haben milliardenschwere Allianzen mit   diversen Staaten gegr&#252;ndet, unter anderem mit Sudan, Kongo, Tschad und   Angola. Einige Beispiele:<\/p>\n<p>  Angola ist der wichtigste &#214;llieferant auf dem Kontinent: Es exportiert   mehr &#214;l nach China als Saudi-Arabien. Aber es geht nicht nur um &#214;l,   sondern auch um Edelmetalle, die f&#252;r die Herstellung von Elektronik   ben&#246;tigt werden. 2007 schloss China mit dem Tschad Gesch&#228;fte &#252;ber 80   Millionen Dollar ab, Guinea-Bissau erhielt 60 Millionen Dollar als   Kredit f&#252;r Landwirtschaftsprojekte. Benin wurden 30 Millionen Dollar   Schulden erlassen, der Zentralafrikanischen Republik elf Millionen. Nach   Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua spendete Peking der   Republik Kongo au&#223;erdem &quot;B&#252;romaterial im Wert von 64.000 Dollar&quot;.<\/p>\n<p>  Afrikas Staaten sind formell unabh&#228;ngig, doch betrachtet man das Ausma&#223;   des wirtschaftlichen Einflusses einzelner imperialistischer Staaten, so   wird deutlich, dass die Abh&#228;ngigkeit Afrikas hinter neuen Fassaden   versteckt ist und der Einfluss Chinas nur eine weitere Macht an den   Tisch der kolonialen M&#228;chte darstellt.<\/p>\n<h4>  Heuchlerische Kritik<\/h4>\n<p>  Die herrschende Meinung ist immer Meinung der Herrschenden. Der Einzug   Chinas in das Trikont<\/p>\n<p>  (hergeleitet von &#8218;Drei Kontinente&#8217;, bezeichnet aus antikolonialer   Perspektive Lateinamerika, Asien, Afrika) wird von b&#252;rgerlichen   Politikern kritisiert, unter anderem st&#246;rt man sich an den Allianzen mit   korrupten Staaten, wie Angola. Diese Kritik ist heuchlerisch, denn   multinationale Konzerne, wie Nestle oder Coca Cola, sind verantwortlich   f&#252;r Milit&#228;rputschs und Hungersn&#246;te und unterst&#252;tzen Korruption, um an   die begehrten Rohstoffe zu kommen und noch mehr Gewinne zu machen.   Hinter diesen Konzernen stehen die jeweiligen Staaten, die f&#252;r deren   Interessen zu protektionistischen Ma&#223;nahmen greifen und sogar Kriege   f&#252;hren.<\/p>\n<h4>  Kampf gegen Ausbeutung international<\/h4>\n<p>  Das kapitalistische System schert sich einen Dreck um Menschenrechte und   Umweltschutz, f&#252;r Gewinne geht er &#252;ber Leichen. Es gibt keinen netten   oder b&#246;sen Kapitalismus.<\/p>\n<p>  Ob in Deutschland, Afrika, China oder anderswo, das Kapital ist   international organisiert und beutet &#252;berall Mensch und Umwelt aus.   &#8222;Nach mir die Sinflut ist der Wahlspruch jedes Kapitalisten&#8220; (Marx) und   der einzige Ausweg ist der gemeinsame Widerstand, international und   organisiert.<\/p>\n<p>  Das &#8222;Comittee for workers International&#8220;, kurz CWI, ist in 47 L&#228;ndern   vertreten und die SAV ist die deutsche Sektion. Wir haben es uns zur   Aufgabe gemacht, das kapitalistische System durch eine sozialistische   Revolution zu st&#252;rzen und eine alternative Gesellschaft, dem   Sozialismus, zu errichten. &#8222;Sozialismus oder Barbarei&#8220; &#8211; sagte bereits   Friedrich Engels 1905. H&#246;chste Zeit, die Barbarei abzuschaffen!<\/p>\n<p>  <i>Ongoo<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Neokoloniale Politik auf dem afrikanischen Kontinent.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[36,38],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14022"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14022"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14022\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}