{"id":14015,"date":"2010-12-16T10:00:00","date_gmt":"2010-12-16T10:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=14015"},"modified":"2010-12-16T10:00:00","modified_gmt":"2010-12-16T10:00:00","slug":"14015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/12\/14015\/","title":{"rendered":"&#8222;Es ist ein allgemeiner Kampf f&#252;r den wir uns hier engagieren.&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>  Interview mit Nicoletta Dosio, Aktivistin der Kampagne &#8222;NO TAV&#8221; gegen   den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke im Val di Susa, Italien<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>In Italien k&#228;mpft ein ganzes Tal gegen eine   Hochgeschwindigkeitsstrecke (TAV) von Lyon nach Turin &#8211; das Val di Susa.   Im Susatal, das 70 km lang und ein bis zwei km breit ist, leben ungef&#228;hr   65.000 Menschen. Mit ihrem Widerstand konnten sie verhindern, dass ein   einziger Spatenstich getan werden konnte. Wenn im Fr&#252;hling 2011 die   Frist der EU verstreicht und dann immer noch keine einzige Arbeit durch   die Bauunternehmen getan werden konnte, werden die Gelder f&#252;r das   Projekt endg&#252;ltig gestrichen und die Einwohner des Tals haben endg&#252;ltig   gewonnen. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Im November besuchte Nicoletta Dosio, langj&#228;hrige Aktivistin der   No-TAV-Bewegung und Mitglied von Controcorrente, Stuttgart, um ihre   Solidarit&#228;t mit dem Protest gegen Stuttgart 21 auszudr&#252;cken und von   ihren Erfahrungen zu berichten.<\/b><\/p>\n<h4>  Was ist im Val di Susa geplant?<\/h4>\n<p>  Schon seit den 90er plant die italienische Bahn eine   Hochgeschwindigkeitstrecke TAV (Treno ad alta velocita) von Lyon nach   Turin. Auch unser Tal ist davon betroffen. Dort soll ein neuer Tunnel   gebohrt werden. Daf&#252;r haben sie Milliarden von der EU bewilligt   bekommen. Wir sind nach Br&#252;ssel gefahren und haben gesagt: Behaltet Euer   Geld, gebt es f&#252;r sinnvolle soziale Sachen aus oder f&#252;r Bildung. Wir   wollen keinen Hochgeschwindigkeitszug in unserem Tal.<\/p>\n<p>  Der Hochgeschwindigkeitsgedanke wurde geboren mit den   Privatisierungspl&#228;nen der Eisenbahn. Auf der einen Seite sollten im   italienischen Netz 5000 km f&#252;r Hochgeschwindigkeitsz&#252;ge geschaffen   werden. Mit all den dazugeh&#246;rigen Erweiterungen, Umstrukturierungen und   Neubauten. Gleichzeitig war der Plan 11.000 km f&#252;r die regionale   Anbindung zu streichen.<\/p>\n<p>  F&#252;r die Pendler hat sich mit der Privatisierung der Eisenbahn die   Situation schon extrem verschlechtert. Bei uns arbeiten viele in Turin.   Nun wurden regionale Z&#252;ge eingespart und die Preise wurden erh&#246;ht.   Gleichzeitig wurde eine Autobahn ins Tal gesetzt. Der   Hochgeschwindigkeitszug w&#252;rde den Pendlern eh nichts bringen, sondern   den regionalen Verkehr noch mehr belasten.<\/p>\n<h4>  Und so seid ihr dann aktiv geworden?<\/h4>\n<p>  Im Jahr 1990 ist eine Gruppe von Eisenbahnern in Bussoleno aktiv   geworden gegen die Privatisierung der Eisenbahn und gegen den TAV   (Hochgeschwindigkeitszug). Wir haben verstanden, dass der reale Service   zusammengek&#252;rzt wird, um das Geld in die Taschen derjenigen zu bringen,   die schon von der Autobahn profitiert hatten.<\/p>\n<p>  Der Kreis der Aktiven hat sich schnell vergr&#246;&#223;ert, denn es war   offensichtlich, dass es auch extreme umwelttechnische Zweifel an dem   Projekt gibt. Wir haben sofort gesehen, dass es gro&#223;e Gefahren auch f&#252;r   unsere Gesundheit gibt. F&#252;r den TAV muss ein neuer Tunnel geschaffen   werden. F&#252;r diesen Tunnel muss durch Gesteinsschichten gebohrt werden,   die Uran und Asbest enthalten. Tonnenweise wird das Gift aus der Erde   geholt und aus Kostengr&#252;nden im Umkreis von 30 km entsorgt werden. Kurz   gesagt, unser Tal wird total verseucht. F&#252;r die Menschen im Tal ist es   keine leere Phrase, wenn wir sagen, es geht um unser Leben und unsere   Zukunft. Wenn der Tunnel kommt, k&#246;nnen wir dort nicht mehr leben.<\/p>\n<h4>  Die Bef&#252;rworter sagen, dass der Tunnel Arbeitspl&#228;tze bringt.<\/h4>\n<p>  Damit haben wir genug Erfahrung gemacht um zu wissen, dass das nicht   stimmt. Wir hatten ja gerade den Autobahnbau hinter uns gebracht. Sie   hatte Grundst&#252;cke vernichtet und Arbeitspl&#228;tze verdr&#228;ngt. F&#252;r den   Autobahnbau waren Arbeiter hergezogen, die nun auch arbeitslos sind. Da   wurde klar, dass der Tunnel die Katastrophe nur verschlimmern w&#252;rde. Uns   wurde auch klar, dass dies nicht im Interesse der Menschen aus der   Region war, sondern dass es dort um die Interessen der Bauunternehmen   ging. Unsere Vision f&#252;r die Zukunft war eine Region, die f&#252;r alle   Menschen attraktiv ist, angefangen bei den kleinen Leuten.<\/p>\n<h4>  Und wie habt ihr damals begonnen?<\/h4>\n<p>  Nat&#252;rlich hatten 1990 noch nicht alle Menschen diese Bef&#252;rchtungen.   Daher haben wir mit einer sehr breiten Informationskampagne begonnen.   Wir haben Versammlungen gemacht und haben auch versucht die Strukturen   zu &#252;berzeugen, z.B. die B&#252;rgermeister, Stadtr&#228;te. Nach und nach haben   die Menschen verstanden, auch weil die katastrophalen Folgen des   Autobahnbaus immer deutlicher wurden. Und anderswo wurden schon die   furchtbaren Folgen des Hochgeschwindigkeitsbaus bekannt. Zum Beispiel   ging das Wasser in den T&#228;lern aus, wo Tunnel gebaut wurden. Oder es gab   Erdrutsche in Tunneln. Es wurde klar, dass kein entspannter, harmloser   Bau bevorstand, sondern dass er sehr viele Risiken barg.<\/p>\n<h4>  2000 ist der Widerstand dann breiter geworden!?<\/h4>\n<p>  Die Menschen werden aktiv, wenn sie die Gefahr direkt vor Augen haben.   Als die ersten Bohrungen und Voruntersuchungen losgehen sollten, begann   unsere Gegenoperation. 2000 wurde das erste Komitee (comitato) gegr&#252;ndet   und daraus ist unser B&#252;rgerprotest (lotta popolare) entstanden. Dieser   B&#252;rgerprotest hat alle Bauma&#223;nahmen und Voruntersuchungen praktisch   verhindert.<\/p>\n<p>  10 Jahre Gegeninformation hatte die Leute vorbereitet und dann haben wir   uns organisiert. Es ging darum jeden zu beteiligen und einzubeziehen und   keine Stellvertreterpolitik zu machen. Also haben wir uns in Komitees   organisiert.<\/p>\n<p>  Wir sind von Haus zu Haus gegangen und haben die Menschen informiert und   einbezogen. Jedes Komitee hat auf ein St&#252;ck Land aufgepasst und das   Gebiet praktisch kontrolliert und keine vorbereitende Bauma&#223;nahme   zugelassen. So sind auch die Wachtposten (presidio) entstanden. Wir   haben Tag und Nacht die Wachtposten besetzt, genau wie ich hier gesehen   habe, dass der Park von S21-Gegnern bewacht wird.<\/p>\n<h4>  Welche entscheidende Wendepunkte gab es dann weiter in eurem Widerstand?<\/h4>\n<p>  Ein entscheidender Wendepunkt war das Jahr 2001. Im Januar 2001 haben   Frauen, M&#228;nner und Kinder gegen die Unterzeichnung des   italienisch-franz&#246;sischen TAV-Vertrages in Turin demonstriert. Mit 6000   Menschen sind wir mit Z&#252;gen angereist. Als wir dort ankamen, standen wir   einem riesigen Aufgebot an Polizei gegen&#252;ber, das viel gr&#246;&#223;er war als   unsere Demonstration. Sie bildeten ein Spalier und die Leute haben gro&#223;e   Angst bekommen. Es waren Kinder dabei mit ihren Luftballons, wir hatten   unsere Fahnen und die Leute haben verstanden wie die Spielregeln in   diesem Kampf sind. Das hat vielen die Augen ge&#246;ffnet.<\/p>\n<h4>  Ein weiterer H&#246;hepunkt war doch im Jahr 2005?!<\/h4>\n<p>  2005 wollten sie die ersten Bodenproben nehmen und anfangen den   &#8222;Mini-Tunnel&#8220; zu bauen, der f&#252;r die Arbeiten am endg&#252;ltigen   &#8222;Maxi-Tunnel&#8220; ben&#246;tigt wurde. Wir hatten Wachtposten (presidio) im   ganzen Tal, aber uns Zentrum war das Presidio di Venaus. Dort hatten wir   eine H&#252;tte gebaut und schon wochenlang die Bauarbeiten verhindert. In   diesen Monaten wurde das Tal militarisiert. Es wurden Stra&#223;ensperren   aufgebaut, Du konntest Dich nicht mehr frei bewegen. Du durftest nicht   in die D&#246;rfer, wo Arbeiten anstanden. Es war nicht sprichw&#246;rtlich,   sondern eine ganz reale Militarisierung und Einsch&#252;chterung.<\/p>\n<p>  Am 5.\/6. Dezember 2005 haben sie dann unser Presidio mit Polizei und   Milit&#228;r angegriffen. Es gab ein Camp, Hunderte haben in Zelten dort   &#252;bernachtet, da wir wussten, dass der Gegenangriff kommen w&#252;rden. Um 1   Uhr in der Nacht haben sie angegriffen und alles zerst&#246;rt. Es waren   Studenten aus Turin da, die ihre B&#252;cher dabei hatten, die wurden   verbrannt. Sie haben Flugbl&#228;tter zerst&#246;rt, unsere Fahnen zerst&#246;rt, auf   uns eingeschlagen, ein alter Mann ist dort gestorben.<\/p>\n<p>  Am n&#228;chsten Morgen ist keiner zur Schule gegangen, keiner ist zur Arbeit   gefahren, alle sind nach drau&#223;en gestr&#246;mt und haben die Stra&#223;en   blockiert. Drei Tage stand im ganzen Tal alles still.<\/p>\n<h4>  Also ein regionaler Generalstreik. Und wie ging es weiter?<\/h4>\n<p>  Am 8.Dezember haben wir das Presidio von Venaus befreit. Mit 50.000   Menschen sind wir dort hingezogen und haben die Polizei zur&#252;ckgedr&#228;ngt.   Da die Stra&#223;en blockiert waren, sind wir durch das Gel&#228;nde zum Presidio   gestr&#246;mt, haben die Z&#228;une runtergerissen und haben unser Zentrum   zur&#252;ckgeholt.<\/p>\n<p>  Was die Konstrukteure also in Venaus bauen wollten, haben sie nicht   geschafft. Und nun haben sie versucht ein bisschen weiter oben, bei der   Maddalena, zu arbeiten. Das ist f&#252;r sie schwierigeres Terrain, aber f&#252;r   uns nat&#252;rlich auch. Wir haben dort oben eine Steinh&#252;tte aufgebaut &#8211; das   Presidio della Maddalena. Letzte Woche haben sie es mit fadenscheinigen   Argumenten ger&#228;umt und gestern habe ich erfahren, dass es die Genossen   zur&#252;ckerobert haben. Sie sind hin, haben die Siegel aufgebrochen und   arbeiten wieder in unserem Presidio.<\/p>\n<h4>  Du hat von den Komitees und den Wachtposten erz&#228;hlt, doch dann gibt es   doch auch noch die &#8222;Volksversammlungen&#8220;?!<\/h4>\n<p>  Nicht alle Menschen waren in den Strukturen der Komitees, deshalb haben   wir 2005 etwas Neues eingef&#252;hrt. Wir haben Volksversammlungen (assemblea   popolare) abgehalten. Wenn es dringende Neuigkeiten oder wichtige   Kampfma&#223;nahmen zu beschlie&#223;en gab, haben wir uns getroffen &#8211; unter   freiem Himmel oder in den S&#228;len der Kommune. In wichtigen Situationen,   wie z.B. 2005 kamen bis zu 2000 Menschen zu diesen Versammlungen. Jeder   kann die Hand heben, seine Meinung sagen und seine Vorschl&#228;ge machen.   Per Applaus werden dann die Vorschl&#228;ge abgestimmt. Nat&#252;rlich ging es   immer um sehr konkrete, dringliche Vorschl&#228;ge.<\/p>\n<h4>  Wieviele Komitees gibt es denn jetzt?<\/h4>\n<p>  Es gibt ca. 20 Komitees. Es gibt so 30 D&#246;rfer, doch einige davon sind   winzig oder geh&#246;ren zu einer Region dazu. Also kann man sagen, dass es   in jedem Dorf ein Komitee gibt. Wir haben auch ein Koordinationstreffen,   aber wir haben keine Sprecher und keine gew&#228;hlten Vertreter. Zum   Koordinationstreffen geht, wer gerade Zeit hat, und versucht die   Vorschl&#228;ge und die Stimmung des Komitees wiederzugeben. Wir sind alle   Nachbarn in kleinen D&#246;rfern, daher kennen wir uns sehr gut und   diskutieren die Sachen. Alle Dokumente werden auf die Webseite gestellt,   die von uns eingerichtet wurde. Wir haben eine Mailingliste, die wir   &#8222;permanente Versammlung&#8220; (assemblea permanente) nennen. Dort   ver&#246;ffentlichen wir auch andere Dokumente: zu Stuttgart 21, zu sozialen   Problemen, zu Problemen, die Immigranten haben u.s.w. Denn es ist ja ein   allgemeiner Kampf (lotta popolare) f&#252;r den wir uns hier engagieren.<\/p>\n<h4>  Das hei&#223;t die Bewegung NOTAV nimmt auch zu anderen gesellschaftlichen   Problemen Stellung. Wie kommt das denn bei den Aktivisten an?<\/h4>\n<p>  Unsere Interessen, die Interessen der Menschen, die hier leben,   unterscheidet sich sehr grundlegend von den Interessen der Konzerne, die   von TAV profitieren. Die Menschen sehen die Realit&#228;t und die realen   Probleme. Die Menschen unterst&#252;tzen also auch andere kritische   Aktivit&#228;ten &#8211; gegen Rentenk&#252;rzung, S 21, staatliche Repression gegen   Ausl&#228;nder. Aber sie sind auch offen f&#252;r eine grundlegende Kritik an der   kapitalistischen Wirtschaftsstruktur. Im Konkreten! Du musst Dir   vorstellen, dass die Wachtposten auch eine alternative Organisationsform   bedeuten. Die Menschen &#8211; besonders die Frauen kamen dort Tag f&#252;r Tag   zusammen. Jeder bringt mit was er hat, wer nichts hat, nimmt sich was er   braucht. Dar&#252;ber vertreiben wir auch regionale Produkte. Und ich habe   auch Rosa Luxemburg vorgelesen, wo wir so zusammengehockt haben.<\/p>\n<p>  Im Kampf ist auch der Zusammenhalt im Tal und unter den Nachbarn   zur&#252;ckgekehrt. Und wenn Du wei&#223;t, es drohen Bauma&#223;nahmen, die Deine   Lebensgrundlage zerst&#246;ren, dann gehst Du auch nicht nach Hause, sondern   bleibst beim Wachtposten.<\/p>\n<h4>  Wie sieht es mit der Jugend aus?<\/h4>\n<p>  Auch die Jugend nimmt teil, Sch&#252;ler beteiligen sich an den Protesten,   sogar unter den Kindern hat es eine Politisierung gegeben. Die Barriere   zwischen Generationen ist durch den Widerstand zusammengebrochen. Wir   duzen uns und so wird es ganz nat&#252;rlich. Ich mit meinen 60 Jahren und   der Sch&#252;ler haben ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Praxis. Daher   begegnen wir uns auf Augenh&#246;he. Auch in Stuttgart sehe ich dass   verschiedene Generationen und verschiedene Schichten zusammenarbeiten   und Barrieren gefallen sind.<\/p>\n<h4>  Was h&#228;ltst Du von der Bewegung gegen Stuttgart 21? M&#246;chtest Du uns einen   Rat geben?<\/h4>\n<p>  Ich sehe hier viel Hingabe bei den Menschen, die an dem Kampf beteiligt   sind. Zum Beispiel bei den Jugendlichen. Sie sind nicht zur&#252;ckgewichen,   als der Park ger&#228;umt wurde. Sie sind daran sogar gewachsen. Es ist   richtig und wichtig jede Bauma&#223;nahme ganz praktisch zu verhindern.   Sollten wir nicht versuchen den Bauzaun abzurei&#223;en, statt ihn zu   dekorieren? Kann man nicht neue B&#228;ume pflanzen? Finden dort jetzt   Bauma&#223;nahmen statt? K&#246;nnen wir sie nicht daran hindern?<\/p>\n<p>  Ich sehe hier in Stuttgart das Potenzial an &#220;berzeugung und Hingabe f&#252;r   diesen Kampf &#8211; das Wissen und das Herz. Nat&#252;rlich kann ich Euch kein   Rezept geben, um gl&#252;cklich zu werden. Uns im Val di Susa hat es   geholfen, nach anderen Bewegungen zu suchen und uns in Solidarit&#228;t   auszutauschen. Es tat gut zu sehen, dass es auch andere Kontexte   (realta) gibt, in denen gek&#228;mpft wird. Und das Bewusstsein, dass wir es   nicht nur f&#252;r uns tun. Auch international. Diese Suche war wichtig, um   andere K&#228;mpfe kennen zu lernen und von ihren Erfahrungen zu lernen. Aber   auch, da wir die Welt nur ver&#228;ndern k&#246;nnen, wenn viele Kontexte k&#228;mpfen   und wir uns gegenseitig helfen und vernetzen.<\/p>\n<h4>  Ihr habt auch internationale Kontakte&#8230;<\/h4>\n<p>  Ja, zum Thema Hochgeschwindigkeit sind wir eng verbunden mit Frankreich,   Spanien und dem Baskenland, die auch schon lange aktiv sind gegen dieses   System der Fortbewegung. Zum Beispiel haben wir uns in Stra&#223;burg   getroffen mit Repr&#228;sentanten von ihnen, zwei Repr&#228;sentanten aus   Stuttgart und Joe Higgins, Mitglied des Europaparlaments der irischen   Socialist Party. Joe Higgins hat uns auch besucht und eine Rundreise   durch das Tal gemacht und mit den Menschen in den Komitees geredet.<\/p>\n<h4>  Werdet ihr es schaffen, den TAV im Val di Susa zu verhindern?<\/h4>\n<p>  2005 sollten die Arbeiten beginnen. Bisher haben sie keinen Spatenstich   machen k&#246;nnen und sie werden auch keinen tun k&#246;nnen. Wir werden sie   nicht lassen, denn wir haben die Verantwortung f&#252;r unser Tal und f&#252;r die   zuk&#252;nftigen Generationen. Wenn im Fr&#252;hjahr die Fristen der EU auslaufen,   wird das Projekt endg&#252;ltig begraben sein. Denn, wenn die   Verantwortlichen keinen Handschlag tun konnten, wird ihnen das Geld von   der EU gestrichen.<\/p>\n<h4>  Vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch.<\/h4>\n<p>  <i>Das Interview f&#252;hrte Maren Alberts.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Interview mit Nicoletta Dosio, Aktivistin der Kampagne &#8222;NO TAV&#8221; gegen<br \/>\n      den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke im Val di Susa, Italien\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[58,119],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14015"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}