{"id":13888,"date":"2010-09-20T00:00:00","date_gmt":"2010-09-20T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13888"},"modified":"2010-09-20T00:00:00","modified_gmt":"2010-09-20T00:00:00","slug":"13888","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/09\/13888\/","title":{"rendered":"100.000 Menschen umzingeln das Regierungsviertel"},"content":{"rendered":"<p>  Proteste gegen Laufzeitverl&#228;ngerung<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>In Berlin protestierten 100.000 TeilnehmerInnen aus dem gesamten   Bundesgebiet gegen Atomenergie und die Laufzeitverl&#228;ngerung f&#252;r   Atomkraftwerke, die die Regierungskoalition am 5. September beschloss.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Ren&#233; Kiesel, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Die Saat der Herrschenden tr&#228;gt langsam Fr&#252;chte. Doch diese d&#252;rften den   Regierungs- und Sparpaketparteien FDP und CDU\/CSU schwer bek&#246;mmlich sein.<\/p>\n<p>  Ob Stuttgart 21, gegen das am Samstag ebenfalls in der   badenw&#252;rttembergischen Landeshauptstadt 55.000 Menschen demonstrierten   oder die Laufzeitverl&#228;ngerung der AKWs bis 2030, die den Energiekonzerne   Zusatzgewinne von 50 Milliarden Euro garantiert. Eine Politik der   Regierung, die so offensichtlich gegen die Interessen der Mehrheit der   Bev&#246;lkerung gerichtet ist und auf ihrem R&#252;cken ausgetragen wird, ruft   Reaktionen hervor.<\/p>\n<p>  Rund 100.000 Menschen versammelten sich um 13 Uhr auf dem   Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof zu einer eindrucksvollen   Massenkundgebung. Im Anschluss formierten sich zwei Demonstationsz&#252;ge,   die das nahe gelegene Regierungsviertel von S&#252;den und Norden umschlossen.<\/p>\n<p>  Im Anschluss str&#246;mten die Menschen wieder auf den Platz, um von 16 bis   19 Uhr an der Abschlusskundgebung mit Kulturprogramm und Live-Bands   teilzunehmen.<\/p>\n<p>  Es war geplant, den Auftakt auf der Reichstagswiese zu veranstalten,   doch dieser Veranstaltungsort wurde nicht genehmigt, was zu einigen   logistischen Schwierigkeiten f&#252;hrte, da die Demonstrationsz&#252;ge &#252;ber eine   schmale Br&#252;cke zum Regierungsviertel laufen mussten.<\/p>\n<p>  Aus verschiedenen Gro&#223;st&#228;dten Deutschlands wurden 3 Sonderz&#252;ge   eingesetzt, um die DemonstrantInnen nach Berlin zu bringen. Von diesen   fuhr jedoch einer dank der Deutschen Bahn um eine Stunde verfr&#252;ht ab,   sodass vielen Leuten die Gelegenheit genommen wurde, nach Berlin zu   kommen.<\/p>\n<h4>  Gemeinsam gegen Atomkraft mit SPD und Gr&#252;nen?<\/h4>\n<p>  Die Protestveranstaltung wurde vom B&#252;ndnis .ausgestrahlt &#8211; gemeinsam   gegen Atomenergie, BUND und Gewerkschaften organisiert. Auf der   Kundgebung war ein buntes Fahnenmeer der verschiedensten Organisationen   und Parteien zu sehen.<\/p>\n<p>  Auch SPD und Gr&#252;ne versuchen, sich &#252;ber das Thema Atomenergie zu   profilieren und nahmen zahlreich mit ihren Mitgliedern teil, die   Fraktionsvorsitzende der Gr&#252;nen, Renate K&#252;nast, und der SPD-Vorsitzende   Sigmar Gabriel waren ebenfalls anwesend.<\/p>\n<p>  In den letzten Jahren haben wir ein erneutes Aufleben der   Anti-Atom-Bewegung gesehen mit immer gr&#246;&#223;eren Teilnahmen an Protesten   und Demonstrationen. Niemand darf sich davon t&#228;uschen lassen, dass dies   auch eine Reaktion auf die atomlobbyfreundliche Politik der letzten   Regierungen, ob schwarz\/rot oder rot\/gr&#252;n gewesen ist. Wenn Parteien wie   SPD und Gr&#252;ne sich verbal auf die Seite der GegnerInnen von Atomkraft   stellen, gleichzeitig aber den &#8222;Ausstieg aus dem Ausstieg&#8220;   vorangetrieben haben und die uns durch die Agenda 2010 und Hartz I-IV   noch lebhaft im Ged&#228;chtnis sind, ist die Doppelmoral dieser politischen   Parteien offensichtlich.<\/p>\n<p>  Eine atomkritische Bewegung sollte es nicht dabei belassen, b&#252;rgerlichen   PolitikerInnen eine Plattform f&#252;r Stimmfang zu geben. Die Politik in   Sinne der Atomkonzerne ist nicht allein darauf beschr&#228;nkt, es ist auch   eine Politik der Banken, der Pharmaindustrie, der Autoindustrie und   nicht eine der Mehrheit der Bev&#246;lkerung.<\/p>\n<p>  Gerade die Gewerkschaften und DIE LINKE sollten eine weitergehende   Kritik am Kapitalismus als Ursache f&#252;r Profitgier und Umweltzerst&#246;rung   offen darstellen, um eine Alternative zu Sozialabbauparteien   SPD,Gr&#252;ne,CDU\/CSU und FDP darzustellen und ihr Mobilisierungspotential   zu nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Proteste gegen Laufzeitverl&#228;ngerung\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[119],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13888"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13888\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}