{"id":13875,"date":"2010-09-12T00:00:00","date_gmt":"2010-09-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13875"},"modified":"2010-09-12T00:00:00","modified_gmt":"2010-09-12T00:00:00","slug":"13875","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/09\/13875\/","title":{"rendered":"Internationale Protestaktionen der Arbeiterklasse n&#246;tig"},"content":{"rendered":"<p>  F&#252;r einen europaweiten eint&#228;gigen Generalstreik!<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Stellungnahme des CWI (die Internationale, der die SAV angeschlossen   ist, Anm. d. &#220;.) vom 24. August 2010<\/h4>\n<p>  Der internationale Aktionstag, der vom europ&#228;ischen Gewerkschaftsbund   ausgerufen wurde, k&#246;nnte ein wichtiges Ereignis f&#252;r die Arbeiterbewegung   und des CWI werden. An diesem Tag, an dem es gemeinsame Proteste,   Aktionen und Generalstreiks, hat das Potential den Kontinent   aufzur&#252;tteln. Die kapitalistischen Regierungen in Europa sind   entschlossen, ihre brutalen Angriffe und K&#252;rzungen gegen die   Arbeiterklasse im Sinne ihrer Herren, der internationalen M&#228;rkte,   weiterzuf&#252;hren. Der Tag k&#246;nnte eine entscheidende Rolle darin spielen,   die Macht der Arbeiterklasse zu demonstrieren und die Grausamkeiten zu   einem j&#228;hem Ende zu bringen. Das CWI wird sein M&#246;glichstes tun, um   ArbeiterInnen und Jugendliche an dem Tag zu Aktionen unter dem Banner   des gemeinsamen Kampfes und der Solidarit&#228;t international zu   mobilisieren, gegen die axtschwingenden europ&#228;ischen Regierungen und   gegen die Diktatur der kapitalistischen M&#228;rkte.<\/p>\n<h4>  K&#252;rzungsoffensive international<\/h4>\n<p>  Die tiefste Krise des Kapitalismus seit den 1930ern geht weiter und die   Regierungen in Europa und international gehen dazu &#252;ber, nachdem sie   zuerst Milliarden von Euros an die Banken und den Finanzsektor gegeben   haben um ihr System vor dem Kollabieren zu bewahren , nun diese   Rettungspakete und die Krise allgemein auf den R&#252;cken der Bev&#246;lkerung   abzuladen. Sie haben eine Serie von Spar- und K&#252;rzungspaketen auferlegt.   Die Krise der Staatshaushalte basiert auf einer ganzen Phase von   Handlungen und der Politik von neoliberalen Regierungen. Sie wurde   weiter verschlimmert durch die Bankenrettungen und die Konjunkturpakete,   die in einem Land nach dem anderen geschn&#252;rt wurden, um die hungrigen   M&#228;uler der B&#228;nker zu stopfen. Nun ist sie zum bestimmenden Teil der   kapitalistischen Politik geworden und wird als &quot;Rechtfertigung&quot; f&#252;r   K&#252;rzungspakete benutzt, die massive Einsparungen im sozialen Bereich   sowie Angriffe auf L&#246;hne und Arbeitsbedingungen beinhalten.<\/p>\n<p>  Wie das CWI herausgestellt hat, ist diese Krise eine unvermeidliche   Konsequenz aus der Krisenhaftigkeit des kapitalistischen Systems, dessen   chaotischer und zyklischer Charakter immer Krisen und wirtschaftlicher   Zerst&#246;rung f&#252;hrt, wie wir sie momentan sehen. Das CWI hat wiederholt   erkl&#228;rt, dass, trotz der Aufschwungspropaganda des kapitalistischen   Establishments in einigen L&#228;ndern wie Deutschland, die grundlegenden   Probleme von Nachfrage und Investitition ungel&#246;st bleiben. Sie wurden   sogar durch die K&#252;rzungspolitik der kapitalistischen Regierungen und die   weitere Entwicklung von Massenarbeitslosigkeit, welche den R&#252;ckgang der   Kaufkraft der Arbeiterklasse bedeutet, noch verschlimmert. Jede   wirtschaftliche Erholung in Europa und weltweit wird im besten Fall   schwach, begrenzt und die Ausnahme sein, au&#223;erdem besteht immer die   Gefahr eines Wiederabtauchens in die Rezession (sog. &quot;double dip).<\/p>\n<p>  Der Prozess von K&#252;rzungen hat weiteren Schwung durch die griechische   Schuldenkrise bekommen. Aus Angst vor der &#220;bertragung dieser   Schuldenkrise haben die spanische, die portugiesische und andere   Regierungen verzweifelt versucht, den internationalen Ratingagenturen   und anderen spekulativen Geiern zu entkommen, die schon Griechenland an   den Rand des Staatsbankrotts gebracht hatten. Das f&#252;hrte dazu, dass die   r&#228;uberische und unheilvolle Rolle der internationalen M&#228;rkte mehr und   mehr offen sichtbar wurde. Die Schuldenkrise hat eine bestimmende Rolle   in den Diskussionen von Unternehmern und Regierungen eingenommen, denn   sie alle fordern jetzt brutalere, schnellere und tiefere K&#252;rzungen und   Angriffe, um nicht in den Fokus der Hypothekenbesitzer und   Schuldenspekulatoren zu kommen. Der Wunsch, diese Raubtiere zufrieden   oder ruhig zu stellen, wurde jetzt das wichtigste Anliegen von   konservativen (darunter ehemals sozialdemokratischen) Herrschern von   Griechenland und Spanien bis Frankreich und Gro&#223;britannien.<\/p>\n<p>  Die europaweit durchgef&#252;hrte Angriffe sind in vielen F&#228;llen die   schlimmsten K&#252;rzungen seit Menschengedenken. Die verheerende   Kahlschlagpolitik der griechischen PASOK-Regierung, die dir   Gegenleistung zur &quot;Rettung&quot; Griechenlands durch die Europ&#228;ische   Zentralbank (EZB) und dem Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) ist,   bedeutet dramatische Angriffe auf die sowieso schon verarmte griechische   Arbeiterklasse. Reale K&#252;rzungen zwischen 30% und 50% bei den Renten und   zwischen 25% und 30% bei den L&#246;hnen im &#246;ffentlichen Dienst fanden   Nachahmung in Spanien und Portugal. Das K&#252;rzungspaket von Spaniens   Zapatero-Regierung sieht Angriffe auf Renten und L&#246;hne im &#246;ffentlichen   Dienst sowie 55 Milliarden Euro Einsparungen bei &#246;ffentlichen   Investitionen vor. In Portugal, wo die L&#246;hne sowieso schon mit unter den   niedrigsten in Europa sind (der monatliche Mindestlohn liegt bei 475   Euro), werden die Angestellten des &#246;ffentlichen Diensts mit einer vier   Jahre langen Nullrunde und einer Erh&#246;hung des Renteneintrittsalters auf   67 ausgequetscht.<\/p>\n<p>  Die letzte Monate haben aber gezeigt, dass die Attacken nicht auf die   sogenannten PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien)   begrenzt sind. In Gro&#223;britannien hat die neue konservativ-liberal   Koalitionsregierung (&quot;ConDems&quot;) ein Paket angek&#252;ndigt, das Angriffe auf   die Sozialhilfe und schwere K&#252;rzungen bis zu 25% in jedem Bereich der   &#246;ffentlichen Investitionen plant. Die Merkel-Regierung in Deutschland   plant K&#252;rzungen in H&#246;he von 80 Milliarden Euro &#252;ber die n&#228;chsten vier   Jahre.<\/p>\n<p>  Die oben genannten Zahlen geben einen kleinen Einblick in die sich   entwickelnde Situation in Europa, w&#228;hrend der 29. September n&#228;her r&#252;ckt,   wobei das Tempo und die Merkmale verschieden sind in einigen L&#228;ndern.   Die Situation kennzeichnet sich durch beispiellose Angriff von oben und,   sehr entscheidend, sich entwickelnden Widerstand von unten aus.<\/p>\n<h4>  K&#228;mpfe brauen sich zusammen &#8211; f&#252;r eine Kampfstrategie!<\/h4>\n<p>  Griechenland war in der letzten Phase Europas Epizentrum von   Entwicklungen. Allerdings ist es auch der fast-Staatsbankrott, vor allem   aber die Welle von K&#228;mpfen, mit sechs Generalstreiks in 2010, die   Griechenland ins Zentrum der Entwicklungen ger&#252;ckt haben. Das hat den   Kampfinstinkt von ArbeiterInnen auf dem ganzen Kontinent wachger&#252;ttelt.   Die Situation in Griechenland ist ein Vorgeschmack auf Vorg&#228;nge, die   auch in anderen L&#228;ndern kommen werden, da die sch&#228;umende Wut &#252;ber die   Auswirkungen der Krise und die Angriffe kurz vor dem &#220;berkochen ist. Wir   konnten in Frankreich gewaltige Streiks und Demonstrationen sehen, wo   zwei Millionen Menschen auf die Stra&#223;e gingen, um die Renten zu   verteidigen. In Italien, wo es im Juli einen Generalstreik gegen die   Regierung gab, wird es eine landesweite Demonstration am 16. Oktober   geben. Sie wird von der FIOM, der Gewerkschaft der MetallarbeiterInnen,   organisiert, welche klarmacht, wie eine k&#228;mpferische Strategie aussehen   kann, die die Angriffe auf L&#246;hne und Arbeitersbedingungen   zur&#252;ckgeschlagen kann.<\/p>\n<p>  Spanien wurde Zeuge eines Generalstreiks im &#246;ffentlichen Dienst mit zwei   Millionen TeilnehmerInnen, dem vorausgegangen waren   Massendemonstrationen im Februar, was dazu f&#252;hrte, dass die Regierung   ihrer Plan zur Erh&#246;hung des Renteneintrittsalters zur&#252;cknehmen musste.   Wir stehen nun kurz vor einem Umbruch in der Situation, weil der Ruf von   der Basis nach entschlossenen und k&#228;mpferischen Aktionen un&#252;berh&#246;rbar   f&#252;r die Gewerkschaftsf&#252;hrung geworden ist. Am 29. September wird Spanien   durch seinen ersten vollen Generalstreik ersch&#252;ttert, der die Antwort   auf die verw&#252;stende Krise mit vier Millionen Erwerbslosen und die   arbeiterfeindliche Reaktion der Regierung darauf ist.<\/p>\n<p>  Doch in den meisten L&#228;ndern bedeutet die feige Rolle des Gro&#223;teils der   Gewerkschaftsf&#252;hrung, auf effektiven Kampf zu verzichten, dass sie eine   Bremse f&#252;r die Entwicklung von Widerstand der Arbeiterklasse gegen die   kapitalistische K&#252;rzungsoffensive sind. In Gro&#223;britannien verzichtete   die F&#252;hrung des Gewerkschaftsdachverbandes TUC besch&#228;menderweise, als   sie sich mit den brutalen Angriffe konfrontiert sah, komplett darauf, zu   einer landesweiten Demonstration aufzurufen, die der &#252;berw&#228;ltigen   Opposition von ArbeiterInnen gegen&#252;ber diesen Angriffen Ausdruck   verliehen h&#228;tte. In Deutschland jedoch wurden die   Gewerkschaftsf&#252;hrerInnen soweit gedr&#252;ckt, dass sie zu regionalen   Demonstrationen aufrufen, die nun f&#252;r den Aufbau und die Vorbereitung   einer verallgemeinerten, bundesweiten Reaktion genutzt werden m&#252;ssen.   Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Rolle und der Charakter dieser   F&#252;hrung in einigen L&#228;ndern wie Deutschland, Irland oder Gro&#223;britannien   dazu f&#252;hrt, dass es am 29. September nur begrenzte, symbolische Aktionen   geben wird.<\/p>\n<p>  Die Kr&#228;fte des Komitees f&#252;r eine Arbeiterinternationale (CWI) werden in   diesen L&#228;ndern kompromisslos gegen die ineffektive Strategie der rechten   Gewerkschaftsb&#252;rokratie, die Angriffe auf ArbeiterInnen und Jugendliche   zu beantworten, ank&#228;mpfen. Wir versuchen, eine Opposition gegen&#252;ber   dieser F&#252;hrung aufzubauen, die ein Programm von k&#228;mpferischen Aktionen   entgegenstellen kann. In Gro&#223;britannien versuchen die CWI-Mitglieder in   der F&#252;hrung der PCS (eine Gewerkschaft des &#246;ffentlichen Dienstes, Anm.   d. &#220;.) die F&#252;hrung des TUC dazu zu bewegen, effektiven Widerstand zu   organisieren. Vor dem Hintergrund einer kampfunwilligen TUC-F&#252;hrung   allerdings, versuchen CWI-Mitglieder Bewegungen von unten anzusto&#223;en,   die ArbeiterInnen und GewerkschafterInnen &#252;ber die K&#246;pfe von   hinderlichen Gewerkschaftsf&#252;hrungen hinweg mobilisieren k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Ein sofortiger Generalstreik steht momentan zweifellos noch nicht auf   der Agenda in einigen L&#228;ndern, trotzdem sind vorausgehende Schritte und   Vorbereitung jetzt notwendig. Die Arbeiterbewegung sollte   Massendemonstrationen vorbereiten, die in einigen L&#228;ndern an   angrenzenden Wochenenden durchgef&#252;hrt k&#246;nnten, um ihre Gr&#246;&#223;e und Effekt   zu maximieren. Das k&#246;nnte einen Vorgeschmack auf die potentielle Macht   von Massenaktionen geben, als erster Schritt zu weiteren k&#228;mpferischen   Aktionen wie Streiks im &#246;ffentlichen Dienst und Generalstreiks.<\/p>\n<h4>  Solidarit&#228;t in Aktion umwandeln! F&#252;r einen internationalen Aktionsplan   zur Vorbereitung eines eint&#228;gigen europaweiten Generalstreiks!<\/h4>\n<p>  In einer Reihe von L&#228;ndern haben AktivistInnen aus der Arbeiterklasse   klargemacht, dass sie den Widerstand mit Generalstreiks steigern wollen.   Eine Welle von Streiks und Massendemonstrationen, darunter eine am 29.   Mai mit mehr als 300.000 DemonstrantInnen, haben in Portugal gezeigt,   dass die Situation reif ist f&#252;r einen Generalstreik, der die   Socrates-Regierung mit ihrer K&#252;rzungsoffensive in Form von brutalen   K&#252;rzungen und Privatisierungen in die Knie zwingt. Ein begeisternder   Aufruf an die portugiesischen ArbeiterInnen sich den spanischen   Schwestern und Br&#252;dern in einem m&#228;chtigen iberischen Generalstreik   anzuschlie&#223;en w&#252;rde zweifellos auf massenhafte Resonanz sto&#223;en und einen   bedeutsamen Schritt nach vorne bedeutet, der ArbeiterInnen &#252;ber Grenzen   hinweg in k&#228;mpferischen Aktionen vereint. ArbeiteraktivistInnen in   Griechenland, darunter GenossInnen von Xekinima (CWI in Griechenland)   fordern auch, dass die Gewerkschaften die Verbindung im gemeinsamen   Kampf mit den spanischen ArbeiterInnen am 29. September bekannt geben.   Eine &#228;hnliche Stimmung existiert auch in Frankreich; dort wird nach zwei   Gewerkschaftsaktionstagen dieses Jahr am 7. September ein gewaltiger   Streik- und Protesttag stattfinden. Ein echter Generalstreik im   &#246;ffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft w&#228;re der n&#228;chste Schritt   nach vorne im Kampf gegen die arbeiterfeindlichen Reformen der   Sarkozy-Regierung.<\/p>\n<p>  Das CWI hat einen stolzen Ruf vom Kampf f&#252;r internationale Solidarit&#228;t   und K&#228;mpfe. Die momentane Konjunkturentwicklung mit dem internationalen   Charakter der Krise und ihren Angriffen sowie die Geier der Finanzm&#228;rkte   und Spekulatoren, die das Elend von Milliarden von Menschen weltweit   eingefordert haben, um die Krise ihres Systems zu bezahlen, zeigt die   dringende Notwendigkeit f&#252;r internationalen Widerstand. Die Situation   wirft implizit eine internationale Alternative auf. Joe Higgins, MdEP   f&#252;r die Socialist Party (CWI in Irland) hat die Frage einer   internationalen Aktionswoche zwischen dem 21. und dem 26. Juni   aufgeworfen. Dies wurde von der GUE (Vereinigte Linke) im   Europaparlament unterst&#252;tzt und hat eine Schl&#252;sselrolle darin gespielt,   die Frage von koordinierter internationaler Aktion in der   Arbeiterbewegung und der Linken aufzurwerfen.<\/p>\n<h4>  Nationalismus<\/h4>\n<p>  Die dringende Notwendigkeit f&#252;r Internationalismus im Sinne der   Arbeiterklasse stellt sich auch, weil der Kapitalismus versucht,   nationalistische und spalterische Gef&#252;hle anzuheizen. Sie dienen dem   Zweck, die Aufmerksamkeit von den brutalen Angriffen abzulenken. J&#252;ngst   haben wir die Bestrebungen der Sarkozy-Regierung gesehen, die sich   entwickelnde Bewegung von den Angriffen abzulenken durch eine   rassistische Kampagne gegen MigrantInnen, besonders gegen die   Gemeinschaft der Roma. Es ist in diesem Zusammenhang kein Zufall, dass   Sarkozy sein Paket von Reformen gegen MigrantInnen am 7. September   durchs Parlament boxen wollte, am gleichen Tag wie der n&#228;chste   Aktionstag der Gewerkschaften gegen seine Regierung. Kapitalistische   Politiker haben in einer &#228;hnlichen Weise versucht, die muslimische   Bev&#246;lkerung zu stigmatisieren. Die katalanische Regierung hat, aus   &quot;Sicherheitsgr&#252;nden&quot;, ein &#246;ffentliches Verbot der Burka (welche nur von   einer Hand von Leuten getragen wird) erlassen, ein nutzloser Versuch,   die anstehende explosive Reaktion der spanischen Arbeiterklasse zu   schm&#228;lern.<\/p>\n<p>  Die Konsequenzen aus der griechischen Schuldenkrise, die auch die   Begrenztheit der europ&#228;ischen Integration auf kapitalistischer Basis   gezeigt hat, waren auch eine b&#246;se nationalistische Kampagne gegen die   GriechInnen seitens Teile des deutschen Kapitalismus. Das wurde mit   Bestrebungen von s&#252;deurop&#228;ischen Herrschenden, in Spanien und   Griechenland beispielsweise, verbunden, die Schuld ausl&#228;ndischen   Spekulatoren zuzuschieben, um die Verantwortlichkeit f&#252;r ihre   bereitwillige Kriecherei vor den Anweisungen des IWF und der   r&#228;uberischen M&#228;rkte abzugeben. Die ArbeiterInnen und Jugendlichen von   Europa, die sowohl von den kapitalistischen Staaten als auch von deren   internationalen M&#228;rkten und Institutionen ausgepresst werden, haben viel   mehr gemeinsam mit ihren Gegenst&#252;cken in anderen L&#228;ndern im gemeinsamen   Kampf gegen den selben Kahlschlag als mit den einheimischen   Kapitalisten, deren r&#252;cksichtslose Spekulation und Profitgier Europas   Wirtschaft abst&#252;rzen lies.<\/p>\n<h4>  Aufbau des Widerstands<\/h4>\n<p>  Der 29. September hat das Potential, ein Anzeichen der St&#228;rke der   organisierten Arbeiterklasse im Kampf &#252;ber Landesgrenzen hinweg zu geben   und sollte ein erster Schritt in der Entwicklung eines Aktionsplans auf   internationaler Ebene sein. Der Europ&#228;ische Gewerkschaftsbund EGB wurde   dazu gebracht, diesen Tag als Aktionstag auszurufen, weil es Druck von   der Basis der Gewerkschaften f&#252;r Aktionen der internationalen   Solidarit&#228;t gab. Manche Gewerkschaftsf&#252;hrerInnen werden den Tag jedoch   auch daf&#252;r nutzen, um weiter Dampf abzulassen und wirkungslose   Alibiaktionen zu organisieren. AktivistInnen sollten daf&#252;r k&#228;mpfen, dass   der 29. September nicht als ein blo&#223; einmaliger Aufzug in Br&#252;ssel   verbannt wird, sondern zum Tag der aktiven Gegenwehr wird. Wo   Demonstrationen ausgerufen sind, sollten diese einen k&#228;mpferischen   Charakter haben und dazu beitragen, eine wirkliche Massenbewegung   aufzubauen.<\/p>\n<p>  Das CWI fordert die Organisierung von Versammlungen in Betrieben,   Universit&#228;ten, Schulen und Gemeinden, um den Widerstand zu diskutieren   und die n&#228;chsten Schritte vorzubereiten. Im Baskenland, wo es am 29.   Juni schon einen erfolgreichen Generalstreik gab, wurden solche   Versammlungen in allen St&#228;dten und Gemeinden durchgef&#252;hrt, um f&#252;r den   Streik zu mobilisieren. Wenn sich die Bewegung allerorts   weiterentwickelt, sollte auf solche Beispiele gebaut werden und diese in   demokratische Organisationen und Aktionsgruppen ausgestaltet werden.<\/p>\n<p>  Streiks und Proteste am 29. September sollten mit der Perspektive   versehen werden, die Aktionen weiter zu entwickeln mit dem Ziel, einen   eint&#228;gigen europaweiten Generalstreik vorzubereiten. Solch ein Streik   w&#252;rde die Grundfesten des europ&#228;ischen Kapitalismus ersch&#252;ttern und das   Vertrauen und die Entschlossenheit von ArbeiterInnen und Jugendlichen im   Kampf gegen die K&#252;rzungsoffensive unermesslich steigern, weil er konkret   dem Elend des europ&#228;ischen Kapitalismus in der Krise die internationale   Solidarit&#228;t und den gemeinsamen Kampf entgegenstellt.<\/p>\n<p>  <b>Nein zu K&#252;rzungen! F&#252;r den Erhalt der &#246;ffentlichen Daseinsf&#252;rsorge   und der Renten! Die Reichen sollen ihre Krise selbst bezahlen! <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>F&#252;r Massenstreiks und -proteste am und um den 29. September! F&#252;r   einen Aktionsplan zu einem eint&#228;gigen europaweiten Generalstreik! <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>F&#252;r eine k&#228;mpferische Arbeiterbewegung! F&#252;r k&#228;mpferische und   demokratische Gewerkschaft und f&#252;r k&#228;mpferische Arbeiterparteien! <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Nein zur Diktatur des Marktes! Nieder mit den Ratingagenturen und dem   IWF! Nein zur Zahlung der Auslandsschulden der Kapitalisten! Nehmt den   superreichen Spekulatoren den Reichtum weg! F&#252;r die Verstaatlichung der   Banken und des Finanzsektors unter demokratischer Kontrolle und   Verwaltung der arbeitenden Bev&#246;lkerung! <\/b>    <\/p>\n<p>  <b>Nein zur Massenarbeitslosigkeit! F&#252;r weniger Wochenarbeitszeit, um   die Arbeit zu verteilen, ohne Lohnverlust! Ein massives   Investitionsprogramm in &#246;ffentliche Arbeitspl&#228;tze, um Millionen von   Menschen gesellschaftlich sinnvolle Arbeit anzubieten!<\/b><\/p>\n<h4>  Nein zur EU der Unternehmer und M&#228;rkte! F&#252;r ein   sozialistisch-demokratisches Europa!<\/h4>\n<p>  Wir stehen f&#252;r den Aufbau einer internationalen Bewegung gegen das   System der Unternehmer, das die Gesellschaft in Europa und dar&#252;ber   hinaus durch die Implosion der profitorientierten kapitalistischen   Wirtschaft in den Ruin getrieben hat. Wir lehnen es ab, dass die Kosten   der Krise auf den R&#252;cken der Arbeiterklasse und der Jugend abgew&#228;lzt   werden und fordern die Nichtbezahlung der kapitalistisch erzeugten   Schulden, in deren Namen den Massen in Griechenland und anderswo in der   n&#228;chsten Phase Leid auferlegt wird. Die Verstaatlichung der Banken und   des Finanzsektors unter demokratischer Kontrolle der Arbeiterklasse, die   die Macht der Geier des Aktienmarktes brechen w&#252;rde, verbunden mit der   Entwicklung eines sozialistisch-demokratischen Produktionsplan, der auf   der Verstaatlichung der Schaltzentralen der Wirtschaft basiert, um allen   ein angemessenes Leben zu erm&#246;glichen, ist der einzig brauchbare Weg   heraus aus dem momentanen Alptraum von kapitalistischer Krise und   Angriffen.<\/p>\n<p>  Wir lehnen die kapitalistische Europ&#228;ische Union ab, deren Begrenztheit   klargeworden ist. Wir stehen f&#252;r ein demokratisches sozialistisches   Europa, eine freie und gleiche F&#246;deration von L&#228;ndern, das ernsthaft und   demokratisch die europ&#228;ischen Wirtschaften zu plant und integriert, die   Gesellschaft voran bringt und die grundlegenden Probleme der Menschheit   beseitigt, als Teil des Aufbaus einer sozialistischen Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      F&#252;r einen europaweiten eint&#228;gigen Generalstreik!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[102,46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13875"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13875"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13875\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}