{"id":13872,"date":"2010-09-03T17:00:00","date_gmt":"2010-09-03T17:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13872"},"modified":"2010-09-03T17:00:00","modified_gmt":"2010-09-03T17:00:00","slug":"13872","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/09\/13872\/","title":{"rendered":"Erster Erfolg f&#252;r k&#228;mpferische Metaller"},"content":{"rendered":"<p>  Ortsvorstand der IG Metall empfiehlt keine Ausschl&#252;sse von   &#8222;Alternativen&#8220; im Werk Marienfelde<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Gruppe &quot;Alternative&quot; im Mercedes-Werk Marienfelde Berlin steht f&#252;r   einen k&#228;mpferischen Kurs in der IG Metall. Wachsende Unzufriedenheit   &#252;ber die Co-Management-Politik der Betriebsratsmehrheit haben dazu   gef&#252;hrt, dass sich KollegInnen um die Zeitung &quot;Alternative&quot; sammelten.<\/p>\n<p>  Bei den Betriebsratswahlen im M&#228;rz 2010 traten sie mit einer eigenen   Liste an. Dies war notwendig geworden, weil eine inhaltliche   Auseinandersetzung um Programm und Praxis der IG Metall im Betrieb nicht   erm&#246;glicht wurde. KritikerInnen wurden von der Betriebsrats-Mehrheit   ausgegrenzt, die strittigen Punkte wurden in der Mitgliedschaft nicht   zur Diskussion gestellt. Die durch Unterschriften dokumentierte   Forderung von einem Drittel der KollegInnen nach einer au&#223;erordentlichen   Betriebsversammlung zum Thema &quot;ERA&quot; (Entgeltrahmenabkommen) wurde beispielsweise   von der Betriebsratsspitze ignoriert. Die &quot;Alternative &#8211; offene Liste&quot;   beantragte aus diesen Gr&#252;nden beim Ortsvorstand der IG Metall in Berlin,   als zweite Liste der IG Metall anerkannt zu werden, so wie es auch im   Berliner BMW Werk seit Jahren praktiziert wird. Das wurde abgelehnt.   Nach der Betriebsratswahl, bei der die Alternativen 25% der Stimmen   erlangten, beantragten Unterst&#252;tzer der Mehrheitsfraktion den Ausschluss   der Alternative KollegInnen aus der IG Metall wegen   gewerkschaftssch&#228;digendem Verhalten. Daraufhin entwickelte sich eine<\/p>\n<p>  breite Solidarit&#228;tskampagne. Im Mai fand beispielsweise eine   Veranstaltung mit 170 TeilnehmerInnen statt. Proteste wurden   organisiert. Dies hat nun Wirkung gezeigt. Der Ortsvorstand der IG   Metall hat sich gegen die Empfehlung von Ausschl&#252;ssen gewandt. Noch   immer stehen Funktionsverbote im Raum. Dennoch ist es ein erster Erfolg,   der zeigt: der Druck durch die Proteste aus verschiedenen Betrieben und   die &#214;ffentlichkeit zu diesem Verfahren haben etwas bewirkt. Solidarit&#228;t   lohnt sich.<\/p>\n<h4>  Wir dokumentieren im folgenden eine Pressemitteilung des Berliner   Solidarit&#228;tskreises gegen Gewerkschaftsausschl&#252;sse:<\/h4>\n<h4>  Ortsvorstand der IG Metall empfiehlt keine Ausschl&#252;sse von &#8222;Alternativen&#8220;<\/h4>\n<p>  Im laufenden Untersuchungsverfahren gegen KollegInnen der &#8222;Alternative&#8220;   im Daimler Werk Berlin Marienfelde gibt es eine neue Entwicklung. Der   Berliner Ortsvorstand der IG Metall stimmte diese Woche &#252;ber die   Empfehlung der internen Untersuchungskommission ab.<\/p>\n<p>  Die Untersuchungskommission hatte mit drei zu zwei Stimmen eine   Empfehlung ausgesprochen, laut derer drei Betriebsr&#228;te der &#8222;Alternative&#8220;   aus der IG Metall ausgeschlossen und 15 weitere KollegInnen eine R&#252;ge   bekommen sollten, weil die Kandidatur auf einer unabh&#228;ngigen Liste zur   Betriebsratswahl gewerkschaftssch&#228;digend gewesen sei.<\/p>\n<p>  Auf diese Empfehlung hin hatte es massiven Protest gegeben, inklusive   einer Kundgebung vor dem IG Metallhaus mit 150 TeilnehmerInnen von   Daimler sowie anderer Berliner Metallbetriebe. Etwa 1000 KollegInnen   unterschrieben eine Petition gegen das Ausschlussverfahren der   &#8222;Alternativen&#8220;, die sich in ihrer Zeitung f&#252;r einen &#8222;k&#228;mpferischen Kurs   der IG Metall&#8220; einsetzen. Nun hat der Berliner IG Metall-Ortsvorstand   sich gegen Ausschl&#252;sse, daf&#252;r aber f&#252;r ein zweij&#228;hriges Funktionsverbot   von Mustafa Efe, Fehmyie Utku und Martin Franke ausgesprochen.<\/p>\n<p>  &#8222;Es ist ein erster Erfolg, dass sich der Ortsvorstand gegen die   Ausschl&#252;sse ausspricht. Aus unserer Sicht ist das ein Ergebnis der   solidarischen Unterst&#252;tzung von KollegInnen im Daimler-Werk, aber auch   aus vielen Betrieben in Berlin und bundesweit.&#8220;, so Angelika Teweleit   vom Solidarit&#228;tskreis.<\/p>\n<p>  Die endg&#252;ltige Entscheidung trifft der IG Metallvorstand in Frankfurt.   &#8222;Wir werden den Vorstand auffordern, sich auch gegen die   Funktionsverbote zu entscheiden. Alle drei sind zum Beispiel gew&#228;hlte   Mitglieder der Berliner IG Metall-Delegiertenversammlung. Mustafa Efe   bekam bei der Wahl sogar die meisten Stimmen im Werk. Die   Funktionsverbote w&#252;rden eine erneute Kandidatur im Fr&#252;hjahr 2012   verhindern. Statt Kritiker mundtot zu machen, sollten in unserer   Gewerkschaft mehr kontroverse Debatten &#252;ber Strategien, Forderungen und   Ziele zugelassen werden. Das kann nur helfen, eine regere Beteiligung in   der Mitgliedschaft zu erreichen.&#8220; sagte Markus Dahms vom   Solidarit&#228;tskreis und Mitglied der IG Metall-Delegiertenversammlung.<\/p>\n<h4>  Weiterer Ausschluss droht<\/h4>\n<p>  Im Untersuchungsverfahren gegen ein weiteres IG Metall-Mitglied, das auf   der Liste &quot;Faire Basis&quot; kandidierte, hat die Kommission diese Woche   allerdings ebenfalls einen Ausschluss empfohlen. &quot;Diese Empfehlung ist   zur&#252;ckzuweisen. Der Kollege hat unsere volle solidarische Unterst&#252;tzung,   um gegen diesen Beschluss vorzugehen.&quot;betonte Angelika Teweleit. Das   n&#228;chste Treffen des Solidarit&#228;tskreise findet am Dienstag, den 7.9. um   19 Uhr im &quot;Almende&quot;, Kottbusser Damm 25 statt.<\/p>\n<h4>  auch links zu www.alternative-berlin.de und www.solikreis.blogspot.com<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ortsvorstand der IG Metall empfiehlt keine Ausschl&#252;sse von<br \/>\n      &#8222;Alternativen&#8220; im Werk Marienfelde\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13872"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13872\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}