{"id":13868,"date":"2010-09-01T05:00:00","date_gmt":"2010-09-01T03:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13868"},"modified":"2012-05-15T14:55:06","modified_gmt":"2012-05-15T12:55:06","slug":"13868","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/09\/13868\/","title":{"rendered":"&#8222;DIE LINKE als k&#228;mpferische, sozialistische Partei aufbauen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>  Lucy Redler, Sascha Stanicic und Holger Dr&#246;ge jetzt Mitglied der LINKE<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Aller guten Dinge sind offenbar drei: Nach der dritten   Antragsstellung auf Mitgliedschaft in der Partei DIE LINKE wurden Holger   Dr&#246;ge, Lucy Redler und Sascha Stanicic Ende August endlich in die Partei   aufgenommen. Das beendet eine unn&#246;tige und zeitraubende   Auseinandersetzung.<\/b><\/p>\n<p>  <b>Im Gegensatz zum ersten Antrag auf Mitgliedschaft vor zwei Jahren   legte diesmal weder Klaus Ernst noch jemand anderes Einspruch gegen ihre   Mitgliedschaft ein. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>Stellungnahme der SAV vom 1. September 2010<\/i><\/h4>\n<p>  Der Versuch von Klaus Ernst, kritische MarxistInnen wie Redler, Stanicic   und Dr&#246;ge den Eintritt in die Partei zu verwehren, ist damit nicht   aufgegangen. Das ist ein Erfolg f&#252;r alle in der Partei, die f&#252;r einen   k&#228;mpferischen, sozialistischen Kurs der Partei streiten und sich f&#252;r   eine plurale Partei einsetzen, in der nicht administrativ-b&#252;rokratisch   entschieden, sondern politische Debatten &#252;ber unterschiedliche Ideen   gef&#252;hrt werden.<\/p>\n<p>  Alle drei werden im Bezirksverband der LINKEN in Berlin-Neuk&#246;lln aktiv.<\/p>\n<p>  Zum Hintergrund: Klaus Ernst warf den SAV-Mitgliedern damals vor, sie   w&#252;rden gegen die programmatischen Eckpunkte versto&#223;en, die Fusion   weiterhin verhindern wollen, seien nicht bereit Parteibeschl&#252;sse zu   respektieren usw. Ganz offensichtlich ging es jedoch darum, kritische   Positionen besonders zur Ablehnung von Regierungsbeteiligungen mit der   SPD aus der Partei auszugrenzen. Das war umso absurder, als es sehr   viele Mitglieder in der LINKE gibt, die sich ebenfalls gegen eine   Anpassung der Partei an SPD und Gr&#252;ne wehren.<\/p>\n<p>  Damals kam es nach dem Einspruch zu einer Verhandlung vor der   Bundesschiedskommission, die alle von Ernst vorgebrachten Argumente   zur&#252;ckwies und feststellte, dass in der von den SAV&#8217;lerInnen vertretenen   Politik, ihrem Verhalten und ihrer Person kein Widerspruch zur   Mitgliedschaft in der Partei DIE LINKE besteht. Trotzdem wurden die   GenossInnen, die zur SAV-Bundesleitung geh&#246;ren, nicht in die Partei   aufgenommen. Ihnen wurde eine direkte politische Verantwortung f&#252;r die   Kandidatur der SAV-Ortsgruppe in Rostock zu den dortigen Kommunalwahlen   im Juni 2009 zugeschrieben.<\/p>\n<p>  Das war schon damals eine fragw&#252;rdige Argumentation. Wir schrieben   damals in einer Erkl&#228;rung: &#8222;Erstens sieht die Satzung nur ein   parteisch&#228;digendes Verhalten vor, wenn man selber in persona in   Konkurrenz zur LINKE kandidiert. Vor allem aber hatte die SAV Rostock,   die aus den Zeiten vor der Gr&#252;ndung der Partei DIE LINKE mit einer   Abgeordneten in der Rostocker B&#252;rgerschaft vertreten ist, versucht auf   der Liste der LINKE zu kandidieren und einen Eintritt in die Partei   angeboten, was aber von der Rostocker LINKE nicht einmal diskutiert   wurde. Nach den Kommunalwahlen in Rostock hatte sich eine neue   politische Situation ergeben. Es besteht keine Konkurrenzsituation in   der Hansestadt, sondern es gibt inhaltliche Kooperation an vielen   Stellen in der B&#252;rgerschaft. Vor diesem Hintergrund sind die f&#252;nf   SAV&#8217;lerInnen ein Jahr nach ihrem ersten Eintrittsversuch erneut in die   Partei eingetreten.&#8220;<\/p>\n<p>  Der zweite Antrag wurde daraufhin durch den gesch&#228;ftsf&#252;hrenden   Parteivorstand formal blockiert, obwohl dieses Vorgehen gegen   Satzungsbestimmungen verstie&#223;.<\/p>\n<p>  Nun wurden die drei Mitglieder nach zwei Jahren endlich in DIE LINKE   aufgenommen. Die Aufnahme eines weiteres SAV-Bundesleitungsmitglieds,   Aron Amm, steht noch aus, da dieser seinen Antrag aufgrund von   Abwesenheit noch nicht einreichen konnte, dies aber nun vollziehen wird.<\/p>\n<p>  Lucy Redler, Sascha Stanicic und Holger Dr&#246;ge erkl&#228;ren zu ihrem Eintritt:<\/p>\n<p>  &#8222;Wir sind in die Partei eingetreten, weil wir davon &#252;berzeugt sind, dass   der Partei DIE LINKE eine bedeutende Aufgabe zukommt, in der tiefsten   kapitalistischen Krise seit Jahrzehnten eine sozialistischen Ausweg   aufzuzeigen und den Widerstand gegen Schwarz-Gelb und die Arbeitgeber   aufzubauen und politisch zu st&#228;rken.<\/p>\n<p>  Wir treten als Mitglieder der SAV in die Partei ein, die sich als   marxistische Str&#246;mung seit der Gr&#252;ndung der WASG am Aufbau der Partei   und des Jugendverbands beteiligt.<\/p>\n<p>  Wir setzen uns f&#252;r eine sozialistische, demokratische, plurale und   offene Partei ein, die ihren Schwerpunkt darin sieht, durch   Massenmobilisierungen auf der Stra&#223;e, im Betrieb, an der Schule und in   der Uni Ver&#228;nderungen zu erk&#228;mpfen. Wir sind der Auffassung, dass die   Arbeit in Parlamenten den au&#223;erparlamentarischen Mobilisierungen und   Kampf untergeordnet werden muss.<\/p>\n<p>  DIE LINKE hat den Anspruch, als einzige Partei die Interessen von   Erwerbslosen, Besch&#228;ftigten, RentnerInnen und Jugendlichen zu vertreten.   Daraus folgt unter anderem, dass die Mandatstr&#228;gerInnen der Partei   sowohl ihren Mitgliedern als auch ihren Unterst&#252;tzerInnen gegen&#252;ber   rechenschaftspflichtig sein m&#252;ssen und keine Privilegien oder Geh&#228;lter   beziehen sollten, die sie materiell von den Menschen entfernen, die sie   vertreten wollen. Wir setzen uns deshalb daf&#252;r ein, die Mandatsbez&#252;ge   auf einen Lohn in H&#246;he eines durchschnittlichen Tariflohns zu begrenzen.   Das w&#228;re auch die beste Antwort auf die aktuelle Kampagne der   b&#252;rgerlichen Medien, die derzeit gef&#252;hrt wird, um der LINKEN als Ganzes   zu schaden.<\/p>\n<p>  DIE LINKE ist Bezugspunkt f&#252;r viele Menschen, weil sie die einzige ist,   die auf Bundesebene den Krieg in Afghanistan, Hartz IV und die Rente mit   67 ablehnt. Wenn man f&#252;r die Positionen k&#228;mpfen will, muss sich die   Partei mit dem Kapital und ihren Vertretern in den Parteien von CDU,   SPD. FDP und Gr&#252;nen anlegen anstatt auf weitere Beteiligungen an   Regierungen mit den prokapitalistischen Parteien SPD und Gr&#252;ne zu   setzen. Wir wollen keine LINKE als soziales Korrektiv zur SPD, sondern   eine grundlegend andere Partei als die etablierten Parteien. Die   Erfahrungen in den Regierungsbeteiligungen in Berlin und Brandenburg   zeigen, dass dadurch nicht die SPD nach links ger&#252;ckt ist, sondern die   LINKE sich dem Sozialabbau der SPD angepasst hat. Wir lehnen daher   Beteiligungen an oder die Tolerierung von Regierungen mit SPD und Gr&#252;nen   ab und werden unsere Opposition dagegen auch weiterhin in der Partei zur   Geltung bringen.<\/p>\n<p>  Wir stehen f&#252;r eine Partei, die den Sozialismus nicht nur auf dem Papier   einfordert, sondern sich als sozialistische Kraft pr&#228;sentiert und eine   Br&#252;cke schl&#228;gt von den K&#228;mpfen gegen Schwarz-Gelb, gegen Entlassungen   und lokalen Auseinandersetzungen zur Notwendigkeit einer sozialistischen   Gesellschaft. Die letzten Umfragen zeigen eine gro&#223;e Offenheit f&#252;r   Alternativen zu diesem System. Immer mehr Menschen verstehen, dass   dieses System nur im Interesse einer Minderheit ist, die ihre Profite   steigern wollen. DIE LINKE muss unmissverst&#228;ndlich deutlich machen, dass   sie den Stalinismus ablehnt und f&#252;r eine sozialistische Demokratie   eintritt.&#8220;<\/p>\n<\/p>\n<p>  dokumentiert: Pressemitteilung 01.09.2010<\/p>\n<h4>  Lucy Redler ist Mitglied der LINKEN<\/h4>\n<p>  &#8222;DIE LINKE als k&#228;mpferische, sozialistische Partei aufbauen&#8220;<\/p>\n<p>  Zur Aufnahme von Sascha Stanicic, Holger Dr&#246;ge und Lucy Redler in den   Bezirksverband Berlin-Neuk&#246;lln der Partei DIE LINKE Ende August 2010   erkl&#228;rt Lucy Redler:<\/p>\n<p>  &#8222;Ich freue mich, Mitglied der LINKEN zu sein und mich gemeinsam mit   vielen anderen daf&#252;r einzusetzen, dass sich die Partei aktiv und mit   aller Kraft an den Mobilisierungen gegen das Sparpaket, die Rente mit 67   und die Gesundheitsreform beteiligt. Wir wollen einen Beitrag dazu   leisten, DIE LINKE als eine starke, k&#228;mpferische und sozialistische   Interessenvertretung f&#252;r Lohnabh&#228;ngige, Erwerbslose, Jugendliche und   RentnerInnen aufzubauen.&#8220;<\/p>\n<p>  Nach fr&#252;heren Einspr&#252;chen gegen ihre Mitgliedschaft werten Redler,   Stanicic und Dr&#246;ge ihre Aufnahme als Erfolg, dass es letztendlich nicht   gelungen sei, kritische MarxistInnen aus der Partei auszugrenzen.<\/p>\n<p>  Jetzt wollen sie sich in die laufende Programmdebatte der Partei   einbringen. &#8222;Der Entwurf f&#252;r ein Parteiprogramm stellt an verschiedenen   Stellen &#8211; wie zum Beispiel der Verstaatlichung der Banken und dem   deutlichen Bekenntnis zu einer sozialistischen Gesellschaft &#8211; einen   wichtigen Fortschritt dar&#8220;, so Redler. &#8222;Auch die deutliche Ablehnung von   Regierungsbeteiligungen, die zu Privatisierungen, Sozial- und   Arbeitsplatzabbau f&#252;hren, muss innerparteilich verteidigt werden.&#8220; Noch   wichtiger sei Redler zufolge jedoch, diese programmatischen   Feststellungen in die Praxis umzusetzen: &#8222;Wenn man den Programmentwurf   ernst nimmt, m&#252;ssten die Regierungsbeteiligungen in Berlin und   Brandenburg beendet werden.&#8220;<\/p>\n<p>  Redler, Stanicic und Dr&#246;ge wollen den Fl&#252;gel in der Partei st&#228;rken, der   sich gegen Regierungsbeteiligungen mit SPD und Gr&#252;nen wendet, weil die   Zustimmung zu Sozialabbau in Regierungen mit der SPD den   au&#223;erparlamentarischen Widerstand gegen Hartz IV, Rente mit 67 und   Sozialabbau schw&#228;che und der LINKEN ihre Glaubw&#252;rdigkeit nehme.<\/p>\n<p>  Redler: &#8222;Nur wenn DIE LINKE ausstrahlt, dass sie sich grundlegend von   allen anderen Parteien unterscheidet, kann sie Menschen f&#252;r sich   begeistern und Ver&#228;nderungen erk&#228;mpfen.&#8220; Daf&#252;r m&#252;ssen Programm und   Praxis &#252;bereinstimmen und die Partei einen Schwerpunkt auf   au&#223;erparlamentarische Mobilisierungen legen. Dar&#252;berhinaus sei eine   plurale demokratische Struktur und Diskussionskultur und die Ablehnung   jeglicher Privilegien n&#246;tig.<\/p>\n<p>  Das Ziel einer sozialistischen Gesellschaft d&#252;rfe nicht nur Teil des   Programmentwurfs sein, sondern solle sich in der t&#228;glichen Politik und   im Kampf gegen K&#252;rzungen auf Bundes- und Landesebene und die Angriffe   von Arbeitgebern widerspiegeln. Redler:&#8222;Wenn 88 Prozent der Bev&#246;lkerung   laut letzter Emnid-Umfrage f&#252;r eine neue Wirtschaftsordnung jenseits des   Kapitalismus sind, muss DIE LINKE auf der Stra&#223;e, im Parlament und in   Talkshows einen sozialistischen Ausweg aus diesem krisenhaften System   aufzeigen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Lucy Redler, Sascha Stanicic und Holger Dr&#246;ge jetzt Mitglied der LINKE\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13868"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13868"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13868\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}