{"id":13865,"date":"2010-08-30T00:00:00","date_gmt":"2010-08-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13865"},"modified":"2012-05-15T14:55:31","modified_gmt":"2012-05-15T12:55:31","slug":"13865","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13865\/","title":{"rendered":"F&#252;r einen durchschnittlichen Tariflohn f&#252;r Funktion&#228;re"},"content":{"rendered":"<p>  &#220;ber Klaus Ernst und die Springer-Hetze<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die b&#252;rgerlichen Medien, allen voran die Springer-Bl&#228;tter Welt und   BILD, f&#252;llten das Sommerloch mit Angriffen auf Linkspartei-Chef Klaus   Ernst. Mit den Schlagzeilen &#252;ber Flugreisen, Parteibez&#252;ge und   Mitgliederkarteien in Bayern zielte man nicht allein auf Ernst ab,   sondern wollte DIE LINKE insgesamt treffen.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Michael Koschitzki, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Vom &#8222;Champagner-Sozialisten&#8220; sprach die Welt. Chef-Kolumnist der BILD,   Franz Josef Wagner, riet: &#8222;W&#228;re ich arm und m&#252;sste von Hartz IV leben,   dann w&#252;nschte ich mir einen Menschen, der f&#252;r mich spricht, der mit mir   in der Schei&#223;e lag. Und keinen Porsche-Fahrer.&#8220;<\/p>\n<p>  Die Aufgabe der b&#252;rgerlichen Medien ist es, Meinungsmache zu betreiben &#8211;   im Interesse der Herrschenden. Die Spitzen der Medien sind durch   vielf&#228;ltige F&#228;den mit den etablierten Politikern und Konzernchefs   verbunden. Zudem sind sie auf hohe Werbeeinnahmen angewiesen: F&#252;r diese   Auftr&#228;ge m&#252;ssen sie entsprechende Stories und Schlagzeilen liefern. Zu   Recht gestand ein Ex-Herausgeber der FAZ, Paul Sethe, einmal:   &#8222;Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu   verbreiten.&#8220;<\/p>\n<p>  Darum geht es Springer und seinen Werbepartnern auch nur vordergr&#252;ndig   um Klaus Ernst und sein Einkommen. Ihre Intention ist es vielmehr, den   einzigen im Bundestag vertretenen Ansatz f&#252;r eine Interessenvertretung   von Besch&#228;ftigten und Erwerbslosen zu besch&#228;digen. Deshalb titelte die   Welt auch: &#8222;Wann zerbricht die Doppelspitze der Linkspartei?&#8220;<\/p>\n<p>  Die beste Antwort auf die Kampagne von Springer und Co. w&#228;ren Einkommen   f&#252;r Parteifunktion&#228;re, die sich an den Geldbeuteln derjenigen   orientieren, die sie vertreten sollen. Wie die Wahlbeteiligung zeigt,   gibt es eine zunehmende Entfremdung vom politischen System. Laut   neuester Emnid-Umfrage kritisieren sogar 88 Prozent die heutige   Wirtschaftsordnung. Um diese anzusprechen, muss sich eine Partei f&#252;r   Besch&#228;ftigte, Jugendliche und Erwerbslose von den anderen Parteien   grundlegend unterscheiden. Offene und demokratische Diskussionen und   Strukturen geh&#246;ren ebenso dazu wie die klare Ablehnung von Privilegien.<\/p>\n<p>  Es schadet der LINKEN, wenn ihr Chef 7.668 Euro Di&#228;ten plus   Kostenpauschale, 1.913 Euro f&#252;r das Fraktionsamt und 3.500 Euro f&#252;r den   Job als Parteichef nimmt und das auch noch rechtfertigen m&#246;chte mit   Worten wie: &#8222;Wir predigen nicht nur Wein, sondern wir trinken ihn auch.&#8220;   Bei einem solchen Lebensstandard entfernt man sich unweigerlich von   denjenigen, die man eigentlich vertreten will. Das zeigt die ganze   Geschichte der Arbeiterbewegung.<\/p>\n<p>  Wenn alle Mandatstr&#228;gerInnen der LINKEN hingegen die vom L&#228;nderrat von   Linksjugend [&#8217;solid] 2008 geforderte Einkommensobergrenze von 2.000 Euro   einhalten w&#252;rden und alle Bez&#252;ge dar&#252;ber hinaus nachweislich f&#252;r   politische und soziale Zwecke abf&#252;hren w&#252;rden, k&#246;nnte DIE LINKE &#8211;   verbunden mit k&#228;mpferischer, sozialistischer Politik &#8211; ihre   Unterst&#252;tzung enorm ausbauen.<\/p>\n<p>  Ein positives Beispiel ist Joe Higgins, der letztes Jahr f&#252;r die   Socialist Party, der irischen SAV-Schwesterorganisation, ins   Europa-Parlament gew&#228;hlt wurde. Joe Higgins k&#228;mpft unerm&#252;dlich an der   Seite der arbeitenden Bev&#246;lkerung und stellt auch durch sein Einkommen   sicher, dass er sich nicht von ihnen entfernt: So stellt er alles, was   &#252;ber einen durchschnittlichen Arbeiterlohn hinaus geht, f&#252;r die Arbeit   von SozialistInnen, f&#252;r K&#228;mpfe und Kampagnen zur Verf&#252;gung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#220;ber Klaus Ernst und die Springer-Hetze\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[80,25],"tags":[229],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13865"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13865"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13865\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13865"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13865"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13865"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}