{"id":13836,"date":"2010-08-19T15:00:00","date_gmt":"2010-08-19T15:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13836"},"modified":"2010-08-19T15:00:00","modified_gmt":"2010-08-19T15:00:00","slug":"13836","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13836\/","title":{"rendered":"Sixt Konzern geht in die n&#228;chste Runde"},"content":{"rendered":"<p>  Unternehmen will Arbeitsverh&#228;ltnis wegen SAV-Mitgliedschaft aufl&#246;sen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Sixt AG, Deutschlands gr&#246;&#223;ter Autovermieter, scheut weder Kosten   noch M&#252;hen um seine Ziele zu erreichen. Dazu geh&#246;rt seit einem halben   Jahr einen Betriebsrat in Rostock zu verhindern.<\/p>\n<h4>  <i>von Rene Henze, Rostock<\/i><\/h4>\n<p>  Wir berichteten schon mehrfach dar&#252;ber, dass im Rostocker Call-Center   von Sixt, mehrere KollegInnen versuchten einen Betriebsrat zu gr&#252;nden.   Nachdem die IG Metall, die Gesch&#228;ftsleitung anschrieb um die Details der   Wahl abzustimmen, bekamen insgesamt vier Kollegen die fristlose   K&#252;ndigung. Diese versuchten nun von au&#223;en, ihr Ziel weiterzuverfolgen.   Im Betrieb wurde laut mehreren Zeugen, die Belegschaft damit   eingesch&#252;chtert, dass im Falle einer Betriebsratsgr&#252;ndung, eine   Verlagerung drohe. In einer Presseerkl&#228;rung des Unternehmens von Ende   Juni, wird diese Drohung im Zusammenhang mit drohenden   Kostensteigerungen wiederholt. Als die Kollegen Flugbl&#228;tter verteilten,   wurden diese von Vorgesetzten wieder entfernt. Diese Vorg&#228;nge behindern   das Ziel, f&#252;r die Gr&#252;ndung eines Betriebsrates zu werben und versto&#223;en   gegen geltendes Recht.<\/p>\n<h4>  Neue Stufe<\/h4>\n<p>  Nachdem zwei Kollegen die an dem Projekt beteiligt waren (in Abstimmung   mit den anderen Kollegen) eine Abfindung annahmen, sind noch zwei Aktive   &#252;brig. Einer davon ist das SAV-Mitglied Torsten Sting. Nachdem er seinen   ersten Prozess gegen eine &#8222;ordentliche&#8220; K&#252;ndigung gewann, steht am 7.   September die Klage gegen die fristlose K&#252;ndigung an. Die Chancen stehen   nicht schlecht, dass auch dieser Prozess zugunsten von Torsten Sting   ausgeht. Ihm wird vorgeworfen, &#8222;provozierende&#8220; T-Shirts getragen zu   haben. Der Konzernf&#252;hrung und ihren Anw&#228;lten scheint die Sache auch   nicht ganz geheuer. Deshalb setzen die Herrschaften noch eins drauf. Zum   einen folgte die dritte K&#252;ndigung &#8222;aus wichtigem Grund&#8220;. Zum anderen   beantragt die Unternehmerseite, die Aufl&#246;sung des Arbeitsverh&#228;ltnisses.   Die Weiterbesch&#228;ftigung sei f&#252;r Sixt nicht zumutbar, da Torsten Sting in   den vergangenen Monaten wahrheitswidrig gegen das Unternehmen in der   &#214;ffentlichkeit agitiert habe. Auch seine Mitgliedschaft in der   Sozialistischen Alternative (SAV) wird von Unternehmensseite angef&#252;hrt.   Diese sei eine &#8222;gewaltbereite&#8220; Organisation, welche den Sturz der   bestehenden Gesellschaftsordnung anstrebe. Zudem sei sie f&#252;r die   Enteignung von Sixt, trete f&#252;r &#8222;wilde Streiks&#8220;, Generalstreik,   Betriebsbesetzungen etc ein. Kronzeuge ist eine der &#8222;seri&#246;sesten&#8220;   Institutionen dieses Staates: der Verfassungsschutz.<\/p>\n<h4>  Neue Form von Berufsverbot?<\/h4>\n<p>  Mit dieser Methode, bekommt das Verfahren eine neue, politische   Dimension. Es geht nicht mehr &#8222;nur&#8220; um das Ziel eines Betriebsrates bei   Sixt und um den Kampf gegen illegale Entlassungen. Kommt Sixt mit dieser   Argumentation durch, droht ein neues, inoffizilles Berufsverbot f&#252;r   k&#228;mpferische GewerkschafterInnen, Linke, AntikapitalistInnen und   SozialistInnen.<\/p>\n<p>  <b>Sendet daher bitte an folgende Stellen Protestmails:<\/b><\/p>\n<p>  grit.langhof@sixt.de<\/p>\n<p>  oliver.kaltenbach@sixt.de<\/p>\n<p>  reservierung@sixt.de<\/p>\n<p>  Fax: 0381-80705885<\/p>\n<p>  Kopien bitte an:<\/p>\n<p>  betriebsrat-jetzt@gmx.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Unternehmen will Arbeitsverh&#228;ltnis wegen SAV-Mitgliedschaft aufl&#246;sen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13836"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13836\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}