{"id":13833,"date":"2010-08-23T00:00:00","date_gmt":"2010-08-23T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13833"},"modified":"2010-08-23T00:00:00","modified_gmt":"2010-08-23T00:00:00","slug":"13833","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13833\/","title":{"rendered":"Proteste in China und Hongkong"},"content":{"rendered":"<p>  Bewegung zur Verteidigung der kantonesischen Sprache<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In Guangzhou (Kanton) und Hong Kong ist es zu Protesten gekommen,   nachdem der Vertreter der Zentralregierung in Guangzhou, Ji Kekuang,   seine Absicht ge&#228;u&#223;ert hat, dass der Fernsehkanal &#8222;Guangdong&#8220; keine   Nachrichten mehr auf Kantonesisch, sondern nur noch in Hochchinesisch   (Mandarin), der Amtssprache Chinas, ausstrahlen soll.<\/p>\n<h4>  <i>von Dikang, erschienen am 31. Juli 2010 auf dem Internetportal <a href=\"http:\/\/www.chinaworker.info\">www.chinaworker.info<\/a><\/i><\/h4>\n<p>  Ironischer Weise kam der Vorschlag von Ji, weil er &#8222;f&#252;r Harmonie sorgen&#8220;   wollte. Statt dessen l&#246;ste er Proteste haupts&#228;chlich von Studierenden   und Jugendlichen aus, darunter rund 500 DemonstrantInnen in Hong Kong am   1. August und &#228;hnlich viele in Guangzhou zur selben Zeit. &#8222;Socialist   Action&#8220; (Sektion des CWI in Hong Kong) nahm an der Demonstration in Hong   Kong teil, um f&#252;r die Rechte der kantonesisch-sprachigen und aller   anderen Minderheiten und gegen Diskriminierung und Zensur auf die Stra&#223;e   zu gehen. Eine gek&#252;rzte Fassung dieses Artikels wurde als Flugblatt   verteilt, und ein Sympathisant des CWI verlas selbiges auf der   Kundgebung.<\/p>\n<p>  Der &#252;berw&#228;ltigend jugendliche Protest an einer U-Bahnstation in   Guangzhou am Samstag, 25. Juli, bekam gro&#223;e Aufmerksamkeit und f&#252;hrte in   China zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte. Das wiederum zeigte   auch seine Wirkung unter der Jugend in Hong Kong. Unter dem Motto   &#8222;Verteidigt die kantonesische Sprache&#8220; hielten tausende junger Leute   (einige Zeitungsberichtete sprachen von bis zu 10.000 TeilnehmerInnen)   einen illegalen Protest gegen das Vorhaben einiger Stadtoberer ab, den   Gebrauch des Kantonesischen im wichtigsten TV-Sender der Stadt zu   beschneiden.<\/p>\n<p>  Mit rund 70 Millionen MuttersprachlerInnen handelt es sich beim   Kantonesischen um die am dritth&#228;ufigsten benutzte Regionalsprache in   China. Es ist die Muttersprache der BewohnerInnen der Provinz Guangdong   und von Ost-Guangxi. Au&#223;erdem wird sie in auch Hong Kong und Macau   gesprochen. Jegliche Pl&#228;ne zur Niederwerfung der kantonesischen Sprache   abstreitend, betonen die Verwaltungsbeh&#246;rden von Guangzhou, der   Provinzhauptstadt Guangdongs, dass es sich bei ihrer vergangenen Monat   im st&#228;dtischen CPPCC (beratender Ausschuss) ge&#228;u&#223;erten Absicht lediglich   um einen einfachen Vorschlag handele und nicht um eine Dienstanweisung.   &#8222;Die Stadtverwaltung hat niemals derlei Absichten gehabt, die   kantonesische Sprache abzulegen oder sie zu schw&#228;chen,&#8220; sagte Su Zhijia,   ein stellvertretender Sekret&#228;r der &#8222;Kommunistischen Partei&#8220;. Ein   Abgeordneter des CPPCC hatte vorgeschlagen, das Programm zweier   Hauptsender von &#8222;Guangzhou TV&#8220; von Kantonesisch auf Putonghua (Mandarin)   umzuschalten, um bei den im November in Guangzhou stattfindenden   &#8222;AsienSpielen&#8220; f&#252;r Touristenstr&#246;me aus den anderen Provinzen zu sorgen.   Dabei gibt es bereits einige Fernstationen in dieser Provinz, die auf   Putonghua senden.<\/p>\n<p>  Dass dieses Thema offensichtlich solch eine Wirkung vor allem unter   einer Schicht von jungen Leuten hatte, unterstreicht, welch tiefer   Graben aus Argwohn und Feindseligkeit zwischen der B&#252;rokratie des   chinesischen Regimes und der Bev&#246;lkerung als solcher besteht. W&#228;hrend   Opposition gegen das chinesische Regime in Folge der von ihm angewandten   diktatorischen Methoden und einer habgierigen Wirtschaftspolitik, die   ausnahmslos &#252;ber die Belange der Kommunen hinweg geht, zunimmt, nehmen   einige dieser Oppositionsbewegungen un&#252;bersehbar nationalistische oder   regionalistische Z&#252;ge an. SozialistInnen und AktivistInnen, die den   Aufbau einer Arbeiterbewegung propagieren, m&#252;ssen sich mit derlei Trends   und auch die mit ihnen aufkommenden Konflikte auseinandersetzen. Dabei   muss ein Politikverst&#228;ndnis und eine Methode der Auseinandersetzung   vorangetrieben werden, mittels der die Arbeiterklasse und die   unterdr&#252;ckten Schichten s&#228;mtlicher ethnischer oder sprachlicher   Minderheiten miteinander im Kampf vereint werden k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Das chinesische Regime betrachtet die Ausbreitung der Putonghua- oder   Mandarinsprache, die von ihr &#252;ber administrative und &#246;konomische   Ma&#223;gaben vorangetrieben wird, als Ma&#223;nahme zur Zementierung der   Kontrolle &#252;ber das chinesische Staatsgebiet. Und dazu z&#228;hlen dann eben   auch riesige Gebiete, in denen sprachliche und ethnische Minderheiten   vorherrschend sind. Das Regime greift in zunehmendem Ma&#223;e auf den   Nationalismus zur&#252;ck, um seine wackelige soziale Basis zu festigen. Ein   Ansatz, zu dem auch die Verurteilung von Forderungen nach mehr   religi&#246;ser oder kultureller Freiheit in der mehrheitlich muslimisch   gepr&#228;gten Provinz Xinjiang geh&#246;rt, um nur ein Beispiel zu nennen. In   diesem Zusammenhang wird auch immer wieder auf den Vorwurf des   &#8222;Separatismus&#8220; und &#8222;Terrorismus&#8220; zur&#252;ckgegriffen. Peking weist in dieser   Hinsicht ein H&#246;chstma&#223; an &#220;berheblichkeit und Unflexibilit&#228;t auf, was   unweigerlich Spannungen anheizt und Diskriminierung bef&#246;rdert.<\/p>\n<p>  Die Sprache betreffende Aspekte sowie die Rechte nationaler und   kultureller Minderheiten stellen dementsprechend ein politisches wie   soziales Minenfeld dar. Das liegt daran, dass die nationale Frage in   China weit davon entfernt ist, gel&#246;st zu sein. Der oftmals plump   anmutende politische Kurs Pekings nach dem Motto &#8222;eine Politik f&#252;r   alle&#8220;, der anhand diktatorischer und militaristischer Methoden umgesetzt   wird, f&#252;hrt nur dazu, dass Spannungen versch&#228;rft und neuer Z&#252;ndstoff   bereitet werden, der in den n&#228;chsten Jahren zur Explosion kommen kann.   Wie formal logisch auch immer es oberfl&#228;chlich scheinen mag, im Sinne   wirtschaftlicher Zusammenarbeit und nationaler Administration eine   gemeinsame Sprache f&#252;r alle zu etablieren: Dies ist die chinesische   Realit&#228;t, die auf gewaltigen sozialen, von der chinesischen Elite   herbeigef&#252;hrten Widerspr&#252;chen gr&#252;ndet. Die oben genannten Ziele k&#246;nnen   nur auf freiwilliger Basis erreicht werden, durch Konsens und nicht &#252;ber   Zwangsma&#223;nahmen. Das aber ist unter einem diktatorischen Regime   unm&#246;glich.<\/p>\n<p>  Aus Sicht der jungen Leute, die in Guangzhou auf die Stra&#223;e gegangen   sind, muten die Ideen der herrschenden Elite zum &#246;ffentlichen Gebrauch   der kantonesischen Sprache wie ein Angriff auf sie selbst an. Die Frage   des Status des Kantonesischen ist dabei nur ein Element in einem weitaus   umfassenderen Gemisch, zu dem auch die steigende Jugendarbeitslosigkeit,   wirtschaftliche Unsicherheit und eine katastrophale Wohnungssituation   geh&#246;ren. Prestigeprojekte wie die &#8222;AsienSpiele&#8220; oder die Olympiade in   Peking werden immer unbeliebter, da sie mehr und mehr als   Propaganda-Veranstaltungen f&#252;r den Ein-Parteien-Staat gesehen werden.   Schlie&#223;lich sind das Ergebnis solcher Ereignisse Gesch&#228;ftsabschl&#252;sse f&#252;r   die super-reichen Grundst&#252;cksmakler, w&#228;hrend durchschnittliche   EinwohnerInnen meist leer augehen. Neben der dramatischen Zunahme an   sozialen Spannungen &#252;berall in China, die sich im immer gr&#246;&#223;er werdenden   Graben zwischen arm und reich manifestieren, steht der alles   durchdringende Staatsapparat im Geiste von &#8222;Big Brother&#8220;, der vor allem   gegen&#252;ber der Jugend mit harten Ma&#223;nahmen durchgreift. Staatliche   Repression und Zensur haben in den letzten zwei bis drei Jahren stark   zugenommen. Das ist es, was zum Aufkommen der von der Jugend getragenen   Proteste gef&#252;hrt hat und nicht die in den letzten Tagen von einer Reihe   von soziologischen &#8222;Experten&#8220; ins Feld gef&#252;hrte &#8222;Identit&#228;tskrise&#8220; der   Jugend. Dabei muss festgehalten werden, dass dieser Trend nicht bewusst   stattfindet.<\/p>\n<p>  Die Bewegung &#8222;Verteidigt die kantonesische Sprache&#8220;, die davor steht,   sich mit einem Solidarit&#228;tsmarsch am 1. August auch auf Hong Kong   auszubreiten, steht daher im Grunde genommen f&#252;r eine Gegenreaktion auf   das b&#252;rokratische und undemokratische System der Regierung. Doch obwohl   bei diesen Protesten durchaus fortschrittliche und antiautorit&#228;re   Tendenzen festzustellen sind, gilt dies nicht f&#252;r die ganze Bewegung.   Man st&#246;&#223;t auch auf reaktion&#228;re Stimmungen und Ideen, die die Gefahr   eines zunehmenden Rassismus in der gesamten Gesellschaft mit sich   bringen k&#246;nnen. Auf Grund des Wettbewerbs um Arbeitsstellen, der unter   HochschulabsolventInnen zugenommen hat, kommt es zwangsl&#228;ufig auch zu   einer Zunahme von Ideen wie &#8222;&#246;rtliche Arbeitspl&#228;tze f&#252;r die Menschen vor   Ort&#8220;. Das richtet sich gegen MigrantInnen von au&#223;erhalb Guangdongs.   Gerade in einem totalit&#228;ren Staat, in dem Massenorganisationen und die   offene Debatte verboten sind, mag ein Mix aus verwirrten Ideen durch   jede neu entstehende gesellschaftliche Eruption an die Oberfl&#228;che   gelangen.<\/p>\n<p>  Chauvinistische Elemente versuchen auf dieser Welle zu segeln. Auf   Internetportalen wie z.B. bei &#8222;Facebook&#8220; sind Slogans zu lesen wie   &#8222;Kantonesen sollten Kantonesisch sprechen, und wenn du&#180;s nicht   verstehst, dann geh zur&#252;ck in dein Kaff&#8220;. Einige posten sogar die Idee,   dass die Amtssprache Putonghua \/ Mandarin bei der n&#228;chsten Demonstration   in Guangzhou verboten werden sollte (die zeitgleich mit der in Hong Kong   stattfinden soll). MigrantInnen, die mit ihrer Arbeitskraft dabei   mitgeholfen haben, Guangdong in &#246;konomischer Hinsicht zur ersten Adresse   werden zu lassen, sprechen grunds&#228;tzlich Putonghua &#8211; auch, wenn dies   nicht ihre Muttersprache ist. Aus diesem Grund k&#246;nnen derlei Aussagen   (Putonghua &#8222;zu verbieten&#8220;) zu einem Angriff auf MigrantInnen werden.   SozialistInnen sind gegen die Diskriminierung, mit der das Kantonesische   vermeintlich verteidigt werden soll. Wir sind jedoch auch gegen die   Diskriminierung von Leuten, die kein Kantonesisch sprechen!<\/p>\n<p>  Rassistische oder chauvinistische Statements und Ideen spalten die   arbeitenden Menschen untereinander und spielen den chinesischen   Autorit&#228;ten direkt in die H&#228;nde. Ihnen wird damit erm&#246;glicht, die jungen   kantonesischen ProtestiererInnen als reaktion&#228;r und sich selbst als die   H&#252;ter der &#8222;Einheit&#8220; darzustellen. Viele der ProtestiererInnen haben sich   allerdings schon deutlich von derartigen &#196;u&#223;erungen distanziert. Die   regierungstreue Zeitung &#8222;Global Times&#8220; zitierte einen Demonstranten aus   Guangzhou, der sagte: &#8222;Ich stehe f&#252;r Multi-Kulti, und ich lehne den Plan   der Regierung, die Sprache Putonghua mit administrativen Mitteln zu   f&#246;rdern, entschieden ab&#8220;. In &#228;hnlicher Weise hat einer der   OrganisatorInnen des Protests in Hong Kong die Aufmerksamkeit darauf   gelenkt, dass das Kantonesische wie eine &#8220;Sprache zweiter Klasse&#8221;   behandelt wurde, als Gro&#223;britannien &#252;ber Hong Kong herrschte und dass   die Sprachenpolitik Pekings &#8222;eine (&#228;hnliche) Form der Repression gegen   die Minderheitenrechte&#8220; darstellt. Der Kampf f&#252;r gleiche Rechte ist   vollkommen gerechtfertigt, wohingegen Versuche, MigrantInnen zu   S&#252;ndenb&#246;cken zu machen, reaktion&#228;r sind und die M&#246;glichkeiten   unterminieren, zu einem gemeinsam gef&#252;hrten Kampf der Massen und somit   zum Kampf gegen die Diktatur zu kommen.<\/p>\n<p>  SozialistInnen halten die Forderung nach gleichen Rechten f&#252;r alle   sprachlichen Minderheiten aufrecht und sind gegen Diskriminierung auf   Grund von Sprachverschiedenheiten, Nationalit&#228;t oder religi&#246;sem Glauben.   Wir sind nicht f&#252;r die Bevorzugung einer bestimmten Sprache oder Kultur   auf Kosten anderer. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt bedeutet   dies, dass wir keinem der &#8222;Sprachen-Lager&#8220; angeh&#246;ren, sondern f&#252;r die   Rechte aller sprachlichen Minderheiten k&#228;mpfen und gegen Zensur und   Diskriminierung sind. Wir verteidigen die Rechte der Kantonesisch   sprechenden Menschen und rufen dazu auf, dass denen, die nicht des   Kantonesischen m&#228;chtig sind, in China und in Hong Kong dieselben Recht   zu Teil werden. Wir rufen dazu auf, dass es kostenlosen Unterricht f&#252;r   Erwachsene sowohl in der Sprache Putonghua als auch in Kantonesisch f&#252;r   diejenigen gibt, die diese Sprachen erlernen m&#246;chten. SozialistInnen   lehnen diejenigen Stimmen vorbehaltlos ab, die in der aktuellen   Protestbewegung daf&#252;r eintreten, dass es auf Kosten von Minderheiten   (dazu z&#228;hlen auch die, die Putonghua sprechen) zu einer Art   kulturell-kantonesischer Dominanz kommt. Die Rechte derer, die in   Guangdong zu einer sprachlichen Minderheit geh&#246;ren (so beispielsweise   die Hakka oder die Chaozhou) sind seit langem von der Kantonesisch   sprechenden Elite in der Provinz missachtet worden.<\/p>\n<p>  All diese Probleme beschr&#228;nken sich nicht allein auf linguistische und \/   oder kulturelle Fragen. Sie h&#228;ngen vielmehr mit &#246;konomischer   Diskriminierung und Unterdr&#252;ckung zusammen. SozialistInnen sind gegen   die systemische Diskriminierung nicht-chinesischer MigrantInnen in Hong   Kong und fordern gleiche Rechte in den Bereichen Besch&#228;ftigung, Wahl des   Wohnorts und neuem gesetzlichem Mindestlohn. Des Gleichen fordern wir   gleiche Rechte f&#252;r die zwanzig Millionen WanderarbeiterInnen aus den   anderen chinesischen Provinzen, die in Guangdong leben. Dazu z&#228;hlt auch   die Aufhebung des diskriminierenden Hukou-Systems (was die Wahl des   Wohnorts regelt). Wir fordern freien Zugang zum Gesundheitssystem, zu   Bildung und auf dem Wohnungsmarkt. Dazu muss in den &#246;ffentlichen Dienst   investiert und dieser muss unter demokratische Kontrolle gestellt   werden, statt abh&#228;ngig zu sein von Grundst&#252;cksspekulation und   verschwenderischen Prestigeprojekten.<\/p>\n<p>  Ohne gemeinsam und unabh&#228;ngig von deren jeweiliger Herkunft gef&#252;hrte   K&#228;mpfe aller ArbeiterInnen und Jugendlichen gegen das Privilegien-System   wird es unm&#246;glich sein, die weltbekannten Verletzungen von   Arbeitnehmerrechten, zu denen es in Guangdong immer wieder kommt,   auszumerzen. Auch ein angemessener Mindestlohn oder ein Ende der   Wohnungskrise w&#228;ren ohne dies nicht zu erreichen. Die von den   WanderarbeiterInnen gef&#252;hrten Streiks in den Fabriken Guangdongs in den   letzten Wochen sind ein hervorragendes Beispiel f&#252;r Arbeitereinheit im   Kampf. Diese K&#228;mpfe haben das Regime schwer getroffen, zu beachtlichen   Lohnerh&#246;hungen gef&#252;hrt und ebenfalls auch junge Leute in der Aktion   unabh&#228;ngig ihrer sehr unterschiedlichen regionalen und sprachlichen   Hintergr&#252;nde miteinander vereint.<\/p>\n<p>  Ehrliche SozialistInnen &#8211; nicht die stalinistisch-maoistischen   Karikaturen &#8211; stehen f&#252;r die weitestm&#246;gliche Auslegung demokratischer   Rechte. Wir k&#228;mpfen gegen Repression und staatliche Zensur, f&#252;r   Versammlungsfreiheit, das Recht, politische Vereinigungen gr&#252;nden zu   d&#252;rfen und das Streikrecht. Wir verteidigen die nationalen und   kulturellen Rechte s&#228;mtlicher chinesischer Minderheiten, wozu auch das   Recht geh&#246;rt, in Angelegenheiten mit dem Staat die eigene Sprache   sprechen zu d&#252;rfen. Alle sprachlichen Minderheiten m&#252;ssen im Schulsystem   denselben rechtlichen Status haben und jegliche Diskriminierung muss   beendet werden, um jeder und jedem das gleiche Recht bei der Wahl des   Arbeitsplatzes, einer Wohnung und im &#246;ffentlichen Dienst einr&#228;umen zu   k&#246;nnen. Um diese Forderungen umsetzen zu k&#246;nnen, ist eine starke   Arbeiterbewegung n&#246;tig, die gegen die Eliten k&#228;mpfen kann, welche zu   Rassismus und Nationalismus greifen, um das Prinzip &#8222;teile und herrsche&#8220;   anzuwenden. Dazu bedarf es des Aufbaus unabh&#228;ngiger und durch und durch   demokratischer Gewerkschaften sowie eines massenhaften Kampfes zur   Beendigung der Ein-Parteien-Herrschaft.<\/p>\n<p>  <b>&#8226; Zum Kampf gegen die Diktatur braucht es die Stimmen aller! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8226; F&#252;r kulturelle und sprachliche Freiheit, gegen Zensur und   Diskriminierung! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8226; F&#252;r massive Ausweitung kostenlosen Sprachunterrichts f&#252;r die, die   es m&#246;chten, um sicherzustellen, dass es Klassen f&#252;r Kantonesisch und   Putonghua gibt! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8226; Kampf f&#252;r demokratische Rechte &#8211; schafft die rein funktionalen   Versammlungen in Hong Kong ab &#8211; ersetzt LEGCO durch eine echte   Volksversammlung, die nach allgemeinem Wahlrecht gew&#228;hlt wird und die   Kraft hat, sich aus dem wirtschaftlichen W&#252;rgegriff der Tycoons zu   befreien, Privatisierungen r&#252;ckg&#228;ngig zu machen und den &#246;ffentlichen   Sektor auszuweiten! <\/b><\/p>\n<p>  <b>&#8226; F&#252;r gemeinsame K&#228;mpfe von KantonesInnen und MigrantInnen gegen das   verrottete System und den Kapitalismus &#8211; f&#252;r Arbeitspl&#228;tze, einen   angemessenen Mindestlohn und Wohnungen als Grundrecht!<\/b><\/p>\n<p>  &#8226;<b> F&#252;r internationalen Sozialismus und Solidarit&#228;t!<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bewegung zur Verteidigung der kantonesischen Sprache\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13833"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13833"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13833\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}