{"id":13825,"date":"2010-08-22T00:00:00","date_gmt":"2010-08-22T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13825"},"modified":"2010-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2010-08-22T00:00:00","slug":"13825","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13825\/","title":{"rendered":"F&#252;r einen hei&#223;en Herbst!"},"content":{"rendered":"<p>  Vorschlag f&#252;r ein Aktionsprogramm gegen Sparpaket und Gesundheitsreform<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  In allen europ&#228;ischen L&#228;ndern versuchen die Regierungen derzeit Seite an   Seite mit den Arbeitgebern die Lohnabh&#228;ngigen und Erwerbslosen f&#252;r die   tiefste kapitalistische Krise seit 80 Jahren bezahlen zu lassen.<\/p>\n<h4>  <i>von Lucy Redler<\/i><\/h4>\n<p>  In Gro&#223;britannien schn&#252;rt die neue konservativ-liberale Regierung ein   K&#252;rzungspaket, das selbst die Angriffe der Thatcher-Regierung in den   achtziger Jahren in den Schatten stellt und an die K&#252;rzungen in den   1920er Jahren erinnert, die 1926 zum Generalstreik f&#252;hrten. 600.000   Arbeitspl&#228;tze im &#246;ffentlichen Dienst stehen zur Disposition. In   Griechenland soll die Arbeiterklasse auf zwanzig bis drei&#223;ig Prozent des   Einkommens verzichten.<\/p>\n<p>  Das hat im Fr&#252;hling und Fr&#252;hsommer bereits zu massivem Widerstand in   vielen L&#228;ndern gef&#252;hrt.<\/p>\n<p>  Die franz&#246;sische Arbeiterklasse hat sich in den Sommer mit dem   Versprechen verabschiedet, im September weiter gegen die   Rentenk&#252;rzungspl&#228;ne der Sarkozy-Regierung zu k&#228;mpfen. Der n&#228;chste   Generalstreik ist f&#252;r den 7. September geplant.<\/p>\n<p>  In Italien gab es bereits einen vierst&#252;ndigen Generalstreik gegen die   Angriffe der Berlusconi-Regierung. In Griechenland soll es am 29.   September, dem internationalen Aktionstag des Europ&#228;ischen   Gewerkschaftsbundes (EGB) zum siebten Generalstreik in diesem Jahr   kommen. Auch in Spanien ist ein Generalstreik geplant.<\/p>\n<p>  Minister in Griechenland k&#246;nnen nicht mehr in Kneipen gehen, ohne   angespuckt oder ausgepfiffen zu werden. Die Wut ist gro&#223; und verwandelt   sich mehr und mehr in Widerstand.<\/p>\n<h4>  2010: Jahr des Generalstreiks<\/h4>\n<p>  Der Herbst wird in einer Reihe von s&#252;d- und nordeurop&#228;ischen L&#228;ndern   hei&#223; werden. Die Lage und Stimmung ist explosiv: Generalangriffe auf die   Bev&#246;lkerung werden in vielen L&#228;ndern mit Massendemonstrationen und   Generalstreiks beantwortet. Der verallgemeinerte Charakter der Angriffe   auf die gesamte oder zumindest gro&#223;e Teile der Arbeiterklasse stellt den   Generalstreik als verallgemeinertes, kollektives Kampfmittel nahezu   zwangsl&#228;ufig auf die Tagesordnung.<\/p>\n<p>  Es spricht alles daf&#252;r, dass das Jahr 2010 als das Jahr bekannt werden   wird, in dem der Generalstreik als Kampfmittel auf breiter Front in   Europa wieder auf die Tagesordnung kommt &#8211; bisher in der Form zeitlich   befristeter Proteststreiks, die anders als unbefristete Generalstreiks   nicht die Frage aufwerfen, welche Klasse die Macht in der Gesellschaft   hat.<\/p>\n<p>  Das gilt trotz der unterschiedlichen Situationen und Kampftraditionen in   verschiedenen L&#228;ndern.<\/p>\n<p>  In L&#228;ndern wie Frankreich und Griechenland gibt es eine andere Tradition   politischer Massen- und Generalstreiks als in Deutschland oder   Gro&#223;britannien. W&#228;hrend in Griechenland eint&#228;gige Generalstreiks von der   Gewerkschaftsf&#252;hrung zum Dampfablassen genutzt werden k&#246;nnen und sich   die Aufgabe stellt, einen effektiven Kampfplan zu entwickeln, der mehr   als wiederkehrende eint&#228;gige Generalstreiks umfassen muss, w&#228;re ein   solcher in Deutschland ein riesiger Schritt f&#252;r die Arbeiterbewegung.<\/p>\n<h4>  Wie weiter nach dem 12. Juni?<\/h4>\n<p>  Welche Aufgaben stellen sich der Bewegung in Deutschland, die mit zwei   Demonstrationen gegen die Krisenfolgen am 12. Juni 40.000 Menschen   mobilisieren konnte?<\/p>\n<p>  Der Erfolg des 12. Juni geht vor allem darauf zur&#252;ck, dass es den   Antikrisenb&#252;ndnissen gelungen ist, von unten mit wenig finanziellen und   organisatorischen Mitteln viele AktivistInnen zu erreichen und auch eine   Wirkung in DIE LINKE und Gewerkschaften zu erzielen. Wenn auch sp&#228;t,   rief ver.di-Chef Bsirske am Ende zu den Demonstrationen auf.<\/p>\n<p>  In Berlin nahmen am 12. Juni bis zu 20.000 Menschen an den Protesten   teil. Der abstrakte Haupslogan &#8222;Die Krise hei&#223;t Kapitalismus&#8220; war dabei   weniger eine Hilfe Massen zu mobilisieren und dr&#252;ckt die Orientierung   vieler an dem Antikrisenb&#252;ndnis beteiligter Gruppen auf linke   AktivistInnen aus.<\/p>\n<p>  Der n&#228;chste Schritt im Widerstand gegen Sparpaket, Gesundheitsreform und   weitere K&#252;rzungen ist eine Steigerung der Proteste im Ausma&#223; aber auch   in der Qualit&#228;t.<\/p>\n<p>  Um die Angriffe zu stoppen sind nicht nur einzelne Aktionen, sondern der   Aufbau einer Protest- und Streik-Bewegung von Hunderttausenden und   Millionen n&#246;tig. Denn das jetzige sogenannte Sparpaket ist nur die   Spitze des Eisbergs. Weitere Angriffe sind geplant &#8211; wie die   Diskussionen &#252;ber eine Eintrittsgeb&#252;hr bei jedem Arztbesuch und die   Verkleinerung des Wohnraums auf 25 Quadratmeter f&#252;r   Hartz-IV-Empf&#228;ngerInnen zeigen. Zudem drohen K&#252;rzungen in einer Vielzahl   von Kommunen und Arbeitsplatzabbau im &#214;ffentlichen Dienst und in der   Privatindustrie.<\/p>\n<p>  Demonstrationen sind wichtig, um viele Menschen zusammen zu bringen und   Wut und Protest zum Ausdruck zu bringen. Sie allein werden aber nicht   ausreichen, um die Angriffe abzuwehren. Die Gefahr ist gro&#223;, dass die   Regierung Protestdemonstrationen aussitzen kann oder dadurch nur zu   minimalen &#196;nderungen an ihren Vorhaben gezwungen wird.<\/p>\n<p>  Um die Angriffe zu stoppen, ist es n&#246;tig, die Bewegung wie in den   s&#252;deurop&#228;ischen L&#228;ndern in die Betriebe und Gewerkschaften zu tragen und   zu Massenstreiks gegen die Politik der Bundesregierung und der   Arbeitgeber zu kommen. Streiks bedeuten eine politische Zuspitzung der   Auseinandersetzung auf den Konflikt &#8222;Klasse gegen Klasse&#8220;. Sie werfen   anders als Demonstrationen f&#252;r alle sichtbar die Frage auf, wer in   diesem Land den Reichtum produziert und wer die Macht hat, die gesamte   Wirtschaft lahmzulegen. Hinzu kommt, dass Streiks auch &#246;konomischen   Druck erzeugen, weil sie die Banken und Konzerne an ihrem   Allerheiligsten, dem Profit, treffen.<\/p>\n<h4>  Aufgabe der Gewerkschaften<\/h4>\n<p>  Die Gewerkschaften sind mit immer noch sechs Millionen Mitgliedern die   Organisation der Lohnabh&#228;ngigen, die durch eine Mobilisierungskampagne   die Vorbereitung f&#252;r Massenstreiks und einen eint&#228;gigen Generalstreik   ergreifen k&#246;nnen. N&#246;tig w&#228;re aber eine ernsthafte Vorbereitung durch   Betriebs- und Vertrauensleuteversammlungen, Aktionskonferenzen von   Betriebs- und Personalr&#228;ten, Vertrauensleuten und anderen   gewerkschaftlichen AktivistInnen und durch eine Informations- und   Mobilisierungskampagne in Betrieben und auf den Stra&#223;en. Millionen   Flugbl&#228;tter und Plakate, Fernsehspots und Veranstaltungen, Info-St&#228;nde   und aktive Mittagspausen k&#246;nnten dazu f&#252;hren, dass der Widerstand gegen   Sparpaket und Gesundheitsreform in aller Munde und aller Ohren ist.<\/p>\n<p>  Eine solche Kampagne k&#246;nnte &#252;ber die schon geplanten Mobilisierungen   Ende September und Ende Oktober\/Anfang November zu einem zun&#228;chst   eint&#228;gigen Generalstreik f&#252;hren. In Deutschland h&#228;tte die Durchf&#252;hrung   eines solchen &#8211; der erste seit 1948 in Westdeutschland und 1953 in   Ostdeutschland &#8211; unzweifelhaft eine riesige Wirkung. Das Gef&#252;hl vieler,   allein nichts ver&#228;ndern zu k&#246;nnen, w&#252;rde ersch&#252;ttert und in den K&#246;pfen   von Hunderttausenden w&#252;rde das Selbstbewusstsein &#252;ber die eigene St&#228;rke   und Kampfkraft aufleben. Er w&#228;re ein politischer Dammbruch und eine   positive Ermutigung auch f&#252;r betriebliche K&#228;mpfe, selbst wenn ein   solcher eint&#228;giger Generalstreik nicht ausreichen sollte, um alle   Angriffe zu stoppen.<\/p>\n<p>  Viele AktivistInnen w&#252;rden einen solchen Schritt begr&#252;&#223;en, stellen aber   zu Recht in Frage, wie das denn in Deutschland mit dieser   Gewerkschaftsf&#252;hrung m&#246;glich sein soll. Statt alle Kraft darauf zu   verwenden, den Widerstand zu st&#228;rken, agieren die Gewerkschaftsf&#252;hrer   als Co-Manager.<\/p>\n<p>  Der tiefere Grund f&#252;r diese Politik liegt darin, dass sich die   Gewerkschaftsf&#252;hrer ideologisch innerhalb des Rahmens des Kapitalismus   bewegen und keine Alternative zu diesem System vertreten. Schon zu   Aufschwungzeiten f&#252;hrte das zur Akzeptanz der Standortlogik durch breite   Teile der Gewerkschaftsf&#252;hrungen, was unter anderem zur Stagnation der   Reall&#246;hne beitrug. In Zeiten der Krise wird die Sozialpartnerschaft   fortgesetzt und unter anderem durch Zustimmung zu Kurzarbeit oder dem   Verzicht der IG Metall auf eine Lohnforderung in der letzten Tarifrunde   versucht, Klassenk&#228;mpfe zu bremsen.<\/p>\n<p>  Diese Politik bremst nicht nur die Gegenwehr, sondern hat Auswirkungen   auf das Bewusstsein und die Kampfmoral von Kolleginnen und Kollegen. Es   fehlt die Vorstellung einer Alternative zur pro-kapitalistischen Politik   der etablierten Parteien und die Zuversicht, dass K&#228;mpfe gewonnen werden   k&#246;nnen. Das wiederum macht es f&#252;r k&#228;mpferische Vertrauensleute oder   Betriebsr&#228;te in manchen F&#228;llen schwerer, in ihren Betrieben KollegInnen   zum Widerstand zu motivieren, denn sie sp&#252;ren keinen R&#252;ckenwind aus den   F&#252;hrungen der Gewerkschaften.<\/p>\n<p>  Gerade in der Krise wird also deutlich, wie dringend n&#246;tig eine   politische und personelle Alternative zur heutigen Gewerkschaftsf&#252;hrung   ist.<\/p>\n<h4>  Bisherige Planungen im Widerstand<\/h4>\n<p>  F&#252;r den Sp&#228;therbst, beginnend am 24. Oktober, haben die   Gewerkschaftsf&#252;hrungen drei Aktionswochen angesetzt. Das ist sehr sp&#228;t.   Am 6. November in Hannover und am 13. November in mehreren St&#228;dten soll   es zu Gro&#223;demonstrationen kommen, f&#252;r die Aktionswochen sind Betriebs-   und Personalversammlungen und weitere Aktionen in der Diskussion.<\/p>\n<p>  Ver.di-Chef Bsirske kommentiert die Planungen im ver.di-Mitgliedernetz   wie folgt: &#8222;Ja, der DGB-Bundesvorstand hat beschlossen, dass alle   Gewerkschaften zu den Aktionswochen zwischen dem 24. Oktober und dem 13.   November mobilisieren. Es wird mehrere regionale Demonstrationen und   Kundgebungen der DGB-Gewerkschaften geben. Auch in vielen Bezirken   werden gemeinsame Aktivit&#228;ten mit dem DGB und den anderen Gewerkschaften   geplant. W&#228;hrend der Aktionswochen sollen m&#246;glichst viele Betriebs- und   Personalversammlungen in den verschiedenen Branchen am selben Tag   stattfinden, die schlie&#223;lich &#8211; abgestimmt &#252;ber die beteiligten   Gewerkschaften beziehungsweise den DGB vor Ort &#8211; in eine gemeinsame   Veranstaltung m&#252;nden. Hier ziehen die Gewerkschaften und die   Besch&#228;ftigten aus verschiedenen Branchen an einem Strang.&#8220;<\/p>\n<p>  AktivistInnen in Betrieben und Gewerkschaften sollten Bsirske beim Wort   nehmen. Noch ist offen, wie intensiv f&#252;r die Aktionswochen mobilisiert   und wie viele Belegschaften einbezogen werden sollen. Offen ist auch,   welchen Charakter die Aktionen genau annehmen sollen.<\/p>\n<p>  Es w&#228;re daher ein Fehler, die gewerkschaftlichen Proteste einfach   abzuwarten und Berthold Huber und Frank Bsirske Rhythmus und Ausma&#223; der   Proteste bestimmen zu lassen. AktivistInnen aus Anti-Krisen-B&#252;ndnissen,   Gewerkschaften, die Partei DIE LINKE und linke Organisationen k&#246;nnen   eine wichtige Rolle dabei spielen, Druck von unten aufzubauen.<\/p>\n<p>  N&#246;tig ist eine Kampfstrategie zum Aufbau einer Protest- und   Streikbewegung, die Massen mobilisiert, den Protest in die Betriebe   tr&#228;gt und damit den Druck auf die Gewerkschaftsspitzen f&#252;r die   Durchf&#252;hrung eines eint&#228;gigen Generalstreiks erh&#246;ht &#8211; sp&#228;testens dann,   wenn das Sparpaket in dritter Lesung im Bundestag am 26. November   beschlossen werden soll.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder haben aus diesem Grund in den letzten Wochen in den   Anti-Krisen-B&#252;ndnissen die Durchf&#252;hrung einer bundesweiten Demonstration   in Berlin f&#252;r Anfang Oktober, nach der ersten Lesung des Sparpakets,   vorgeschlagen. Leider wurde dieser Vorschlag von der bundesweiten   Koordinierung der Anti-Krisen-Proteste nicht aufgenommen. Auch DIE LINKE   und ver.di Berlin, die anfangs Unterst&#252;tzung signalisiert hatten, haben   ihre Unterst&#252;tzung zur&#252;ckgezogen.<\/p>\n<p>  Eine bundesweite Demonstration mit mehreren Zehntausend Menschen h&#228;tte   eine Steigerung zu den Protesten am 12. Juni dargestellt und damit den   Druck auf die Gewerkschaftsspitzen erh&#246;ht, tats&#228;chliche Kampfma&#223;nahmen   zu organisieren. Sie h&#228;tte einen Beitrag dazu geleistet, dass die   Erwartungen an die Aktionswochen ab dem 24. Oktober gestiegen w&#228;ren.   Dass diese M&#246;glichkeit der Einflussnahme nicht wahrgenommen wird, ist   ein gro&#223;er Fehler.<\/p>\n<p>  Stattdessen hat die &#8222;Bundeskoordination Krisenproteste&#8220; im Juli   beschlossen, am 29. September zu lokalen Aktionen egal ob   Bankbesetzungen, Aktionen oder Demonstrationen, im Oktober zur   Beteiligung an den gewerkschaftlichen Aktionswochen und dann im November   zu einer Blockade des Bundestags am Tag der dritten Lesung des   Sparpakets aufzurufen.<\/p>\n<p>  Jeder dieser Aktionsvorschl&#228;ge scheint f&#252;r sich genommen positiv zu   sein, aber insgesamt entspricht das gleichwertige Aneinanderreihen   verschiedene Aktionsformen keiner politisch wirksamen Strategie, die   Angriffe der Regierung zu stoppen. Die Frage, welche gesellschaftliche   Kraft durch welche Ma&#223;nahmen dies erreichen kann, wird nicht einmal   gestellt. N&#246;tig ist eine Strategie, breitere Teile von Besch&#228;ftigten und   Erwerbslosen zu mobilisieren und die F&#252;hrungen der Gewerkschaften unter   Druck zu setzen, auch in Deutschland politische Streiks durchzuf&#252;hren.<\/p>\n<p>  Nat&#252;rlich k&#246;nnen auch Aktionen zivilen Ungehorsams wie Bankbesetzungen   politische Botschaften transportieren. Sie k&#246;nnen symbolisch aufzeigen,   wo sich der Reichtum befindet und helfen, AktivistInnen zu mobilisieren.   Aber in der gegenw&#228;rtigen Situation sind nicht begrenzte Mobilisierungen   von AktivistInnen das Gebot der Stunde, sondern breite   Massenmobilisierungen der betroffenen Besch&#228;ftigten und Erwerbslosen.   Das ist dringend n&#246;tig, denn der Generalangriff von oben wird nicht   durch viele kreative Aktionen von einem Kreis von AktivistInnen   gestoppt, sondern durch den Aufbau von Massenwiderstand und indem der   Protest in die Betriebe getragen wird. Dazu ist es n&#246;tig, die   Gewerkschaftsf&#252;hrungen herauszufordern.<\/p>\n<h4>  Welche Kampfstrategie?<\/h4>\n<p>  Um die Angriffe zu stoppen, braucht es mehr als das, was von den   Gewerkschaftsf&#252;hrungen und Anti-Krisen-B&#252;ndnissen bisher geplant ist.   Deshalb ist es wichtig, sowohl ernsthafte Kampfschritte von den   Gewerkschaftsf&#252;hrungen einzufordern, als auch den Widerstand von unten   aufzubauen, um den Druck ganz praktisch zu steigern.<\/p>\n<p>  Dass das m&#246;glich ist, zeigt das Beispiel der Gro&#223;demonstration gegen die   rot-gr&#252;ne Agenda 2010 am 1. November 2003. Diese wurde gegen die   Unt&#228;tigkeit der Gewerkschaftsf&#252;hrung von unten organisiert und konnte   100.000 Menschen mobilisieren. Sie hat die Gewerkschaftsf&#252;hrungen unter   enormen Druck gesetzt und f&#252;hrte zu gro&#223;en Mobilisierungen der   Gewerkschaften im Dezember 2003 gegen die Aushebelung der Tarifautonomie   und im April 2004 gegen die Agenda 2010, an der sich eine halbe Million   Menschen beteiligten.<\/p>\n<p>  <b>1. F&#252;r Demos und Streiks am 29. September<\/b><\/p>\n<p>  Ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Notwendigkeit von   Arbeitsniederlegungen wie in anderen L&#228;ndern herauszustellen, bietet der   internationale Aktionstag des Europ&#228;ischen Gewerkschaftsbundes (EGB) am   29. September. Betriebliche und gewerkschaftliche AktivistInnen sollten   jetzt vom DGB und den Einzelgewerkschaften einfordern, an diesem Tag   auch hier Streiks zu organisieren. Wenn die offiziellen   Gewerkschaftsstrukturen dazu nicht bereit sind, kann versucht werden   Aktionen von unten durch Vertrauensleutek&#246;rper oder oppositionelle   Betriebsgruppen durchzuf&#252;hren. Das k&#246;nnen aktive Mittagspausen oder   zeitlich begrenzte Arbeitsniederlegungen, Betriebsversammlungen,   Informationsbesuche beim Betriebsrat oder &#228;hnliches sein.<\/p>\n<p>  Au&#223;erdem sollten &#252;berall Demonstrationen am sp&#228;ten Nachmittag gegen das   Sparpaket, die Gesundheitsreform und kommunale K&#252;rzungen stattfinden.   Dazu sollten Gewerkschaften, DIE LINKE, Antikrisenb&#252;ndnisse und andere   linke und soziale Bewegungen aufgefordert und entsprechende Initiativen   ergriffen werden.<\/p>\n<p>  Dabei ist die Verbindung zu realen K&#228;mpfen vor Ort wichtig &#8211; wie   beispielsweise zur Bewegung gegen Stuttgart 21 oder zu Protesten gegen   K&#252;rzungen auf Landesebene wie in Sachsen oder Schleswig-Holstein. Wenn   Tausende in vielen St&#228;dten am 29. September auf die Stra&#223;e gehen und   Streiks und einen gemeinsamen Kampf bundesweit und international   einfordern, kann das eine wichtige Wirkung erzielen.<\/p>\n<p>  <b>2. F&#252;r betriebs- und branchen&#252;bergreifende Streiks in den   Aktionswochen der Gewerkschafte<\/b>n<\/p>\n<p>  Bsirskes Ank&#252;ndigungen zu gemeinsamen Aktionen der Einzelgewerkschaften   m&#252;ssen Taten folgen. Praktisch k&#246;nnen Linke in den Gewerkschaften   einfordern, w&#228;hrend der Aktionswochen in m&#246;glichst vielen Betrieben   branchen&#252;bergreifend am selben Tag zur selben Uhrzeit   Betriebsversammlungen durchzuf&#252;hren, um die Besch&#228;ftigten dann zu   gemeinsamen zentralen Demonstrationen in den Innenst&#228;dten w&#228;hrend der   Arbeitszeit rauszuholen.<\/p>\n<p>  Das w&#228;re auch die beste Mobilisierung f&#252;r Massendemonstrationen am   Samstag, den 13. November. Innerhalb der Gewerkschaften sollte   eingefordert werden, dass nicht nur &#8211; wie bisher geplant &#8211; die IG   Metall, sondern alle Einzelgewerkschaften gemeinsam ihre Mitglieder zum   13. November mobilisieren.<\/p>\n<p>  <b>3. F&#252;r einen 24-st&#252;ndigen, von den Gewerkschaften organisierten   Generalstreik<\/b><\/p>\n<p>  Teile der Anti-Krisen-B&#252;ndnisse bereiten derzeit eine Blockade des   Bundestags am Tag der 2. oder 3. Lesung des Sparpakets im Bundestag Ende   November vor. Wieviel m&#228;chtiger w&#228;ren solche Blockaden von Kreuzungen   und Zufahrtswegen zum Bundestag, wenn nicht nur linke AktivistInnen   demonstrieren, sondern die Gewerkschaften ihre Mitglieder mobilisieren   w&#252;rden!<\/p>\n<p>  Sp&#228;testens f&#252;r den 26. November, dem Tag der dritten Lesung des   Sparpakets im Bundestag, muss ein eint&#228;giger Generalstreik eingefordert   werden. Eine Kampagne daf&#252;r k&#246;nnte darin bestehen, diese Forderung auf   den Aktionen am 29. September, in den gewerkschaftlichen Aktionswochen   und auf den Demos am 13. November massenhaft zu erheben. Gleichzeitig   sollten Resolutionen in m&#246;glichst vielen gewerkschaftlichen Gremien   verabschiedet werden, die von den Gewerkschaftsf&#252;hrungen die   Vorbereitung und Durchf&#252;hrung eines eint&#228;gigen Generalstreiks einfordern.<\/p>\n<h4>  F&#252;r einen Kurswechsel der LINKE<\/h4>\n<p>  Die Partei DIE LINKE hat sich bisher nur unzureichend an den Protesten   beteiligt. Bei der Demo am 12. Juni stellte sie zwar einen Block von   zweitausend Menschen, tat aber fast nichts zur Mobilisierung im   Vorhinein. Was f&#252;r einen Unterschied h&#228;tte es gemacht, wenn DIE LINKE   mit eigenen Flugbl&#228;ttern und Plakaten in Massenauflage zu den Protesten   mobilisiert h&#228;tte, aus allen Kreisverb&#228;nden Busse organisiert h&#228;tte und   ihre VertreterInnen jeden &#246;ffentlichen Auftritt genutzt h&#228;tten, um zu   den Demonstrationen zu mobilisieren!<\/p>\n<p>  Die Partei hat die Chance, mit einer Massenkampagne gegen das Sparpaket   eine qualitativ andere Unterst&#252;tzung in der Bev&#246;lkerung zu gewinnen.   Viele der im LINKE-Programmentwurf genannten Forderungen wie die   Verstaatlichung aller Banken oder Arbeitszeitverk&#252;rzung ohne   Lohnverzicht sind gute und wichtige Forderungen. Doch sie helfen nicht   viel, wenn sie in den Aussagen der LINKE-Politiker in Talkshows und   LINKE-Flugbl&#228;ttern keine Rolle spielen.<\/p>\n<p>  Aufgabe einer sozialistischen Partei ist es in der gegenw&#228;rtigen   Situation nicht nur einen maximalen Beitrag zum Aufbau einer   massenhaften Widerstandsbewegung zu leisten, sondern vor allem auch eine   umfassende politische Alternative zur Regierungspolitik und auch zur   Politik der pro-kapitalistischen Oppositionsparteien SPD und Gr&#252;ne   anzubieten. Wenn sie dies glaubw&#252;rdig und &#252;berzeugend t&#228;te und   ArbeiterInnen und Jugendlichen ein Forum zur Debatte und zur gemeinsamen   Aktion b&#246;te, k&#246;nnte sie zu einer Massenpartei werden, wie es die SPD am   Ende des 19. Jahrhunderts war.<\/p>\n<p>  Doch dazu bed&#252;rfte es einen grundlegenden Kurswechsel. Denn das Problem   liegt tiefer: Statt alle Kraft in den Aufbau der Bewegung zu stecken,   bot der neue Vorsitzende der Partei DIE LINKE Klaus Ernst, SPD und   Gr&#252;nen einen gemeinsamen Oppositionsgipfel an! Den Parteien, die die   Agenda 2010 und Hartz IV eingef&#252;hrt haben! Einer SPD, deren Redner am   12. Juni bei der Demo in Stuttgart von mehreren Tausend Menschen   ausgebuht und mit Eiern beworfen wurde. Dahinter steht die Orientierung   auf weitere Regierungsbeteiligungen mit SPD und Gr&#252;nen.   Antikapitalistische Kr&#228;fte in der LINKEN sollten jetzt einfordern, dass   diese Orientierung sofort beendet wird. Die Koalitionspartner der Partei   d&#252;rfen nicht Gabriel und K&#252;nast, sondern m&#252;ssen Erwerbslose,   Lohnabh&#228;ngige, Azubis und Studierende sein.<\/p>\n<p>  Gleichzeitig argumentieren einige VertreterInnen der LINKE gegen   eigenst&#228;ndige Mobilisierungen von unten und orientieren lediglich auf   die offiziellen gewerkschaftlichen Demonstrationen im Herbst. Mit dieser   Argumentation lehnten LINKE-Vertreter im Berliner B&#252;ndnis &#8222;Wir zahlen   nicht f&#252;r Eure Krise&#8220; den Vorschlag einer bundesweiten Demo ab. Darin   dr&#252;ckt sich aus, dass die LINKE-F&#252;hrung einem Konflikt mit der   Gewerkschaftsf&#252;hrung aus dem Weg gehen will. N&#246;tig w&#228;re es aber, mit   einem klaren sozialistischen Programm die sozialpartnerschaftliche   Politik der Gewerkschaftsoberen herauszufordern und die Parteimitglieder   in den Gewerkschaften aufzufordern, in diesen f&#252;r einen Kurswechsel hin   zu k&#228;mpferischer und antikapitalistischer Gewerkschaftspolitik zu   streiten.<\/p>\n<h4>  F&#252;r eine Regierung im Interesse der ArbeiterInnen<\/h4>\n<p>  Statt f&#252;r eine Regierungsbeteiligung mit SPD und Gr&#252;nen einzutreten,   sollte DIE LINKE deutlich machen, dass eine grundlegend andere Regierung   im Interesse von Lohnabh&#228;ngigen, Erwerbslosen und RentnerInnen n&#246;tig ist.<\/p>\n<p>  Wenn eine solche Regierung tats&#228;chlich Punkte aus dem Programmentwurf   der LINKEN umsetzen w&#252;rde &#8211; wie die Verstaatlichung aller Banken, eine   drastische Besteuerung von Verm&#246;gen und einer Verk&#252;rzung der   Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich &#8211; w&#252;rden die Banken und Konzerne   Sturm laufen und mit Investitionsboykott, Entlassungen und Kapitalflucht   drohen. Solch eine Politik k&#246;nnte nur eine sozialistische Regierung   durchsetzen, die bereit ist mit den kapitalistischen Spielregeln zu   brechen, indem sie Banken und Gro&#223;konzerne in &#246;ffentliches Eigentum bei   demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bev&#246;lkerung   &#252;berf&#252;hrt und die Masse der Bev&#246;lkerung gegen die Interessen des   Kapitals mobilisiert. n<\/p>\n<h4>  <b>F&#252;r ein sozialistisches Programm zur Rettung von Arbeitspl&#228;tzen,   Einkommen und unserer Gesundheit<\/b><\/h4>\n<p>  Das Sparpaket stellt erst den Beginn der Angriffe auf unseren   Lebensstandard dar. Ein Blick in andere L&#228;nder und erste Ank&#252;ndigungen   von Ministern machen deutlich, wohin die Reise gehen soll. Br&#252;derle   k&#252;ndigt eine Absenkung der Renten an, R&#246;sler plant den schrittweisen   Einstieg in die Kopfpauschale, von der Leyen bereitet neue Angriffe auf   Erwerbslose und Geringverdiener vor und will den Niedriglohnsektor   ausweiten. Zum Jahresbeginn soll der Beitrag zur   Arbeitslosenversicherung angehoben werden. Auf Landesebene stehen wie in   Hessen und Schleswig-Holstein K&#252;rzungen im Bildungsbereich an. Die   Schuldenbremse wird den Spardruck noch vergr&#246;&#223;ern. Der Abbau von Stellen   im &#214;ffentlichen Dienst wird sich intensivieren und angesichts der weiter   bestehenden &#220;berkapazit&#228;ten in der Privatindustrie ist auch hier mit   Arbeitsplatzvernichtung zu rechnen, wovon im besonderen Ausma&#223;   Jugendliche und &#228;ltere Arbeitnehmer betroffen sind.<\/p>\n<p>  Vor allem gilt jedoch eins: Das alles ist erst der Anfang. Zuletzt hat   die Euro-Krise im Fr&#252;hsommer gezeigt, wie instabil die Lage ist. Ein   erneutes Abtauchen der deutschen Wirtschaft in eine Rezession ist   jederzeit m&#246;glich. Dann drohen noch drastischere Sparma&#223;nahmen.<\/p>\n<p>  Die jetzigen K&#252;rzungsma&#223;nahmen sind eine direkte Folge der   kapitalistischen Krise und einer Politik im Interesse der Banken und   Konzerne. Dieses System basiert nicht auf der Befriedigung der   Bed&#252;rfnisse der Mehrheit der Bev&#246;lkerung, sondern auf der Maximierung   von Profit.<\/p>\n<p>  Wenn nicht ausreichend profittr&#228;chtige Anlagem&#246;glichkeiten in der   Produktion vorhanden sind, sucht sich das Kapital andere lukrativere   Anlagem&#246;glichkeiten wie zum Beispiel auf den Finanzm&#228;rkten. Es kommt zum   Bau eines gigantischen Kartenhauses, dessen Einsturz des Seitenfl&#252;gels   wir gerade beobachten konnten. Der Kapitalismus ist das Gegenteil von   sinnvollem und effizienten Einsatz menschlicher Ressourcen. Die Gesetze   dieses Systems wirken blind und f&#252;hren immer wieder zu Chaos und Krisen.<\/p>\n<p>  Anstatt die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen, sollen jetzt   diejenigen f&#252;r die Krise zahlen, die sie nicht verursacht und schon vom   Aufschwung nicht profitiert haben.<\/p>\n<p>  &#8222;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise&#8220; wurde deshalb in vielen europ&#228;ischen   L&#228;ndern zum Hauptslogan der Bewegung. Der Kampf gegen Sozialabbau,   Arbeitsplatzvernichtung, gegen Armutsl&#246;hne und Armuts-Arbeitslosengeld   beginnt mit der Weigerung, sich den Sachzw&#228;ngen des Kapitalismus zu   beugen. Unsere Forderungen orientieren sich deshalb nicht daran, was uns   Konzernchefs unter den Krisenbedingungen gerade noch zugestehen, sondern   daran, was angesichts des gesellschaftlich vorhandenen Reichtums und   technischen Wissens machbar w&#228;re.<\/p>\n<p>  Die Durchsetzung dieser Forderungen steht im Widerspruch zum   Kapitalismus. Sie k&#246;nnen nur gegen den geballten Widerstand des Kapitals   durch Massenmobilisierungen von Lohnabh&#228;ngigen und Erwerbslosen   durchgesetzt werden.<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Armut bek&#228;mpfen<\/b><\/p>\n<p>  Hartz IV ist Armut per Gesetz und hat dem Ausbau des Niedriglohnsektors   T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet. W&#228;hrend regul&#228;re Arbeitspl&#228;tze abgebaut werden,   haben Ein-Euro-Jobs Hochkonjunktur. Hartz IV hat zugleich zu einer   Erpressbarkeit von Belegschaften gef&#252;hrt. Die Angst den eigenen   Arbeitsplatz zu verlieren und auf Hartz-IV-Niveau zu landen ist weit   verbreitet und f&#246;rdert den Druck, Lohnverzicht hinzunehmen, um den   eigenen Arbeitsplatz zu erhalten. Die Regierung setzt mit ihrem   Sparpaket darauf, bei ALG-II-BezieherInnen weiter zu k&#252;rzen und dadurch   die Spaltung zwischen Erwerbslosen und Lohnabh&#228;ngigen weiter zu   vertiefen.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Weg mit Hartz I bis IV und der Agenda 2010 <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Umwandlung aller Ein-Euro-Jobs in regul&#228;re tariflich bezahlte,   sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&#228;tze <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Garantierte Mindestsicherung f&#252;r Erwerbslose und Arbeitsunf&#228;hige   und Mindestrente von 750 Euro plus Warmmiete &#8211; ohne   Bed&#252;rftigkeitspr&#252;fung, Schikanen und Durchleuchtung <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Einkommen verteidigen<\/b><\/p>\n<p>  Schon im Aufschwung sind die Reall&#246;hne gesunken: von 2003 bis 2009 laut   DIW um vier Prozent. In der Krise ist es zu weiteren Lohnsenkungen   gekommen: durch Kurzarbeit, Arbeitszeitverk&#252;rzung mit Lohnverlust,   Ausweitung der Leiharbeit und eine Ausweitung des Niedriglohnsektors.   Die Gewerkschaftsf&#252;hrungen haben kein Gegenkonzept, sondern unterst&#252;tzen   die Kurzarbeit. Die IGM-F&#252;hrung ist in der letzten Lohntarifrunde das   erste Mal ohne eine Lohnforderung in die Tarifrunde gegangen.<\/p>\n<p>  Das Ausma&#223; der Leiharbeit ist mit 750.000 LeiharbeiterInnen trotz Krise   weiterhin sehr hoch. Die Einf&#252;hrung der Leiharbeit verfolgte das Ziel   der Spaltung von Kern- und Stammbelegschaften, um die Kampfkraft von   Belegschaften zu sch&#228;chen. Alle Behauptungen, dass Leiharbeit Menschen   in Arbeit bringen w&#252;rde, entpuppten sich als L&#252;ge: Laut Studie des   Instituts f&#252;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung findet nur jeder 20.   Leiharbeiter &#252;ber Leih- und Zeitarbeit eine dauerhafte Stelle, wenn er   vorher arbeitslos war. Daf&#252;r werden jedoch regul&#228;re Stellen abgebaut.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; F&#252;r ein gesetzliches Verbot von Leiharbeit <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Statt Kurzarbeit und Arbeitszeitverk&#252;rzung mit Lohnverlusten:   Einf&#252;hrung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Sofortige Einf&#252;hrung eines Mindestlohnes von zehn Euro pro   Stunde als erster Schritt zu einem Mindestlohn von zw&#246;lf Euro pro Stunde <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; F&#252;r k&#228;mpferische und demokratische Gewerkschaften, um das zu   erreichen ist eine politische und personelle Alternative zur heutigen   Gewerkschaftsf&#252;hrung n&#246;tig <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; F&#252;r ein &#246;ffentliches Gesundheitswesen<\/b><\/p>\n<p>  Die Einfrierung des Arbeitgeberbeitrags in der Gesundheitsversorgung   stellt den ersten Schritt zur Einf&#252;hrung der Kopfpauschale dar.   Schwarz-Gelb plant nicht weniger als die Abschaffung der   Sozialversicherung im Gesundheitswesen. Was Hartz IV f&#252;r die   Arbeitslosenhilfe war, droht jetzt unter Schwarz-Gelb im   Gesunheitswesens. Weitere Pl&#228;ne umfassen die Anhebung der Zuzahlen und   die Einschr&#228;nkung des Leistungskatalogs &#8211; w&#228;hrend die Pharmaindustrie   weiterhin Milliardengewinne einf&#228;hrt.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Nein zu Kopfpauschale und allen K&#252;rzungen im Gesundheitswesen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; R&#252;cknahme der Praxisgeb&#252;hr und aller Zuzahlungen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Privatisierung, Outsourcing und Fallpauschalen stoppen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Statt Konkurrenz unter den Krankenkassen: Abschaffung der   privaten Krankenkassen und Zusammenf&#252;hrung aller Kassen zu einer   einzigen &#246;ffentlichen Krankenkasse unter demokratischer Kontrolle und   Verwaltung durch Belegschaftskomitees und von VertreterInnen der   arbeitenden Bev&#246;lkerung. <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Umwandlung des Gesundheitswesens zu einem kostenlosen,   staatlichen Gesundheitswesen finanziert durch die Gewinne der Banken und   Konzerne <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Enteignung der Pharma-, Bio-, Gentechnik-, Medizinger&#228;te- und   Lebensmittelindustrie, sowie der privaten Krankenhaus-Konzerne und   &#220;berf&#252;hrung in &#246;ffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle und   Verwaltung durch die Besch&#228;ftigten, gesetzliche Krankenkassen und   VertreterInnen der arbeitenden Bev&#246;lkerung <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Nein zur Rente mit 67<\/b><\/p>\n<p>  Wirtschaftsminister Br&#252;derle plant direkte K&#252;rzungen der Renten. Schon   in den letzten Jahren wurde die gesetzliche Rente immer mehr ausgeh&#246;hlt   durch die Teilprivatisierung der Rente und die st&#228;ndige Erh&#246;hung des   Renteneinstrittsalters. Da immer weniger Menschen aufgrund von   Krankheiten bis 65 Jahre arbeiten k&#246;nnen, wirkt eine weitere Erh&#246;hung   des Eintrittsalters direkt als K&#252;rzung der Rente. Der Anstieg der   Altersarmut ist die Folge. Das Bild von &#228;lteren Menschen, die in   U-Bahnh&#246;fen M&#252;lleimer durchsuchen geh&#246;rt in vielen Gro&#223;st&#228;dten zum   Alltag. Die einzigen Renten, die stabil bleiben, sind die Renten der   Abgeordneten, Minister und Manager.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Abschaffung der kapitalgedeckten Rente (Riester-Rente) <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Einf&#252;hrung einer Mindestrente von 750 Euro plus Warmmiete <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Absenkung des Renteneintrittsalter auf 60 Jahre <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b><i>&gt;&gt; F&#252;r den Erhalt aller Arbeitspl&#228;tze<\/i><\/b><\/p>\n<p>  Ein Gro&#223;teil der Arbeitspl&#228;tze im &#214;ffentlichen Dienst und der   Privatindustrie wird derzeit durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors   schleichend abgebaut. Mit dem Sparpaket der Bundesregierung sollen auf   Bundesebene dar&#252;ber hinaus &#252;ber 10.000 Stellen gestrichen werden. Zu   weiterem Personalabbau kommt es aufgrund leerer Kassen in L&#228;ndern und   Kommunen. Dabei herrscht Personalmangel in Krankenh&#228;usern, Schulen und   &#196;mtern und die Besch&#228;ftigten leider unter Stress und Arbeitshetze.<\/p>\n<p>  Auch in der Privatindustrie ist angesichts weiter bestehender   &#220;berkapazit&#228;ten mit massivem Arbeitsplatzabbau zu rechnen. Die &#220;bernahme   vieler Auszubildenen ist dadurch gef&#228;hrdet.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Arbeitszeitverk&#252;rzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn   und Personalausgleich &#8211; Verteilung der vorhandenen sinnvollen Arbeit auf   alle Arbeitsf&#228;higen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; F&#252;r ein &#246;ffentliches Investitionsprogramm zur Schaffung von   einer Million Arbeitspl&#228;tzen j&#228;hrlich in den Bereichen Bildung, Umwelt,   Soziales und Gesundheit <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Garantierte und unbefristete &#220;bernahme aller Auszubildenden im   erlernten Beruf <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Betriebe, die Entlassungen durchf&#252;hren, m&#252;ssen verstaatlicht und   unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der arbeitenden   Bev&#246;lkerung weitergef&#252;hrt werden. Fortf&#252;hrung beziehungsweise Umstellung   der Produktion auf gesellschaftlich sinnvolle Produkte und Schaffung von   Ersatzarbeitspl&#228;tzen <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Kostenlose Bildung f&#252;r alle<\/b><\/p>\n<p>  Hunderttausende Studierende und Sch&#252;lerInnen beteiligten sich in den   letzten Jahren an Bildungsstreiks in vielen St&#228;dten. Die   Unterfinanzierung des Bildungssystems und die Zunahme von Leistungsdruck   und Lernstress durch Turboabi und Bachelor\/Master brachte Jugendliche   auf die Stra&#223;e. Aufgrund der Schulzeitverk&#252;rzungen suchen n&#228;chstes Jahr   in vielen Bundesl&#228;ndern doppelt so viele Schulabg&#228;ngerInnen einen   Studien- Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Vielen Jugendlichen fehlt   jegliche Zukunftsperspektive. Der Abbau von Arbeitspl&#228;tzen und K&#252;rzungen   im Bildungsbereich auf L&#228;nderebene versch&#228;rfen die Lage weiter.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Kostenlose Bildung f&#252;r alle: Einen Ausbildungs-, Studien- oder   Arbeitsplatz f&#252;r jedeN Jugendlichen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Geld f&#252;r Bildung statt f&#252;r Banken: j&#228;hrlich 40 Milliarden Euro   mehr f&#252;r Bildung <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Wer nicht ausbildet, zahlt: Ausbildungsplatzabgabe zur Schaffung   von 300.000 betrieblichen Ausbildungspl&#228;tzen im &#214;ffentlichen Dienst <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Als Alternative zu BA\/MA und Turbo-Abitur: Demokratische   Neugestaltung der Lehrpl&#228;ne, Bildungsdauer, Pr&#252;fungs- und   Studienordnungen durch Lernende, Lehrende und VertreterInnen der   Gewerkschaften <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Demokratische Verwaltung der Schulen, Berufs- und Hochschulen   durch gew&#228;hlte Komitees von Lernenden, Lehrenden und   GewerkschaftsvertreterInnen <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Ausbluten der Kommunen stoppen<\/b><\/p>\n<p>  Eine Kommune nach der anderen legt K&#252;rzungshaushalte nach dem Prinzip   der Rasenm&#228;hermethode vor. So umfasst das Sparpaket der Stadt F&#252;rth 120   Ma&#223;nahmen mit einem Volumen von 5,6 Millionen Euro j&#228;hrlich. Mehr als 80   Prozent der Kommunen planen laut ver.di Geb&#252;hren- oder Steuererh&#246;hungen,   vor allem der Grundsteuer. Fast die H&#228;lfte wollen Eintrittspreise f&#252;r   B&#228;der, Theater, Museen erh&#246;hen, ein Drittel die Beitr&#228;ge f&#252;r Kitas und   Ganztagsschulen.<\/p>\n<p>  Das Ausbluten der Kommunen ist kein Zufall sondern wurde von   verschiedenen Bundesregierungen systematisch betrieben. Die letzte   Unternehmenssteuerreform f&#252;hrte dazu, dass selbst im Boomjahr 2007 die   Gewerbesteuer, die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen, um 1,6   Prozent sank. Sinkende Einnahmen einerseits werden durch steigende   Ausgaben f&#252;r Soziales andererseits begleitet. Die Kommunen schultern   einen Gro&#223;teil der Kosten des sozialen Verfalls in Deutschland.<\/p>\n<p>  Wer die Logik der kommunalen Haushaltskonsolidierung akzeptiert, landet   direkt in der Sparzwanglogik und akzeptiert die kriminelle Entleerung   der kommunalen Kassen durch den Bund zugunsten der Umverteilung von   unten nach oben.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Anhebung der Gewerbesteuer in allen Kommunen auf einen   einheitlichen Hebesatz <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Schluss mit dem Ausbluten der Kommunen: F&#252;r bedarfsgerechte   kommunale Haushalte auf Grundlage ausreichender Zuweisungen durch Bund   und L&#228;nder <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Nein zu Prestigeprojekten <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Rekommunalisierung ehemals &#246;ffentlicher Unternehmen unter   demokratischer Kontrolle und Verwaltung der arbeitenden Bev&#246;lkerung <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Stopp der Zinszahlungen an die Banken <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Die Reichen sollen f&#252;r die Krise zahlen<\/b><\/p>\n<p>  Die Reichen werden reicher, die Armen werden immer &#228;rmer. Und das ist   offensichtlich so gewollt. So wurde der Spitzensteuersatz von 53 Prozent   auf 42 Prozent abgesenkt, die Gewinnsteuer von GmbHs von 40 auf 15   Prozent. Gleichzeitig wurde die Mehrwertsteuer, die alle zahlen m&#252;ssen   egal wie hoch das Einkommen ist, immer wieder erh&#246;ht.<\/p>\n<p>  Die Weigerung der Regierung, die Verm&#246;genssteuer wieder einzuf&#252;hren ist   angesichts der 860.000 Dollar- Million&#228;re in Deutschland unfassbar. Und   die Zahl der Million&#228;re steigt, seit 2003 um 14 Prozent.<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Abschaffung der Mehrwertsteuer <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Umstellung des Steuersystems auf direkte Steuern auf Einkommen,   Gewinne und Verm&#246;gen bei starker Progression f&#252;r hohe Einkommen <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Einf&#252;hrung einer Million&#228;rssteuer in H&#246;he von zehn Prozent auf   Verm&#246;gen <\/i><\/b><\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>&gt;&gt; Macht der Banken und Konzerne brechen <\/b><\/p>\n<p>  Krisen k&#246;nnen innerhalb des Kapitalismus nicht gel&#246;st werden, weil ihre   Ursachen in Privateigentum an Banken und Konzernen, Konkurrenzwirtschaft   und Profitlogik liegen. Um Krisen zu beseitigen und tats&#228;chlich im   Interesse der Mehrheit der Bev&#246;lkerung zu wirtschaften, ist es n&#246;tig,   die gro&#223;en Konzerne und Banken in &#246;ffentliches Eigentum zu &#252;berf&#252;hren.   Dann kann gesamtgesellschaftlich und demokratisch geplant werden<\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Offenlegung der Gesch&#228;ftsb&#252;cher aller in die Krise verwickelten   Banken und Konzerne <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Dauerhafte Verstaatlichung aller Banken und Schaffung eines   einheitlichen &#246;ffentlichen Bankensektors <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Enteignung der DAX-30-Konzerne und weiteren 150 gr&#246;&#223;ten Banken   und Konzerne und &#220;berf&#252;hrung in &#246;ffentliches Eigentum <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Entsch&#228;digung nur f&#252;r Kleinaktion&#228;re <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Demokratische Kontrolle und Verwaltung des einheitlichen   &#246;ffentlichen Bankensektors und der verstaatlichten Konzerne durch   Belegschaftskomitees und gew&#228;hlte VertreterInnen der arbeitenden   Bev&#246;lkerung <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Statt Produktion f&#252;r den Profit: Entwicklung einer demokratisch   geplanten Wirtschaft zur Befriedigung der Bed&#252;rfnisse von Mensch und   Umwelt <\/i><\/b><\/p>\n<p>  <b><i>&#8226; Statt &#252;berbezahlter Manager und korrupter B&#252;rokraten   durchschnittlicher Tariflohn und jederzeitige W&#228;hl- und Abw&#228;hlbarkeit   f&#252;r alle Personen in Leitungsfunktionen in Wirtschaft, Verwaltung und   Staat<\/i><\/b><\/p>\n<h4>  Demokratische Planwirtschaft<\/h4>\n<p>  Die SAV setzt sich f&#252;r eine sozialistische Gesellschaft international   ein, in der nicht gem&#228;&#223; der Profite, sondern entlang von Bed&#252;rfnissen in   einer demokratisch geplanten Wirtschaft produziert wird.<\/p>\n<p>  Davor, dass dieses System nicht funktioniert, k&#246;nnen selbst die   hartn&#228;ckigsten Anh&#228;nger des Kapitalismus die Augen nicht mehr v&#246;llig   verschlie&#223;en. Dann verweisen sie aber auf das Scheitern des Ostblocks.   Nur: Warum hat die Planwirtschaft in Sowjetunion und DDR nicht   funktioniert? Niemand wird bestreiten, dass es in diesen L&#228;ndern keine   Demokratie gab. Das hei&#223;t aber, es war nicht m&#246;glich, Entscheidungen   frei zu kritisieren, Fehler zu benennen und zu korrigieren. Auf solch   einer Grundlage kann man nat&#252;rlich keine hochkomplexe Wirtschaft mit   Millionen Menschen organisieren und koordinieren. Das hat das Scheitern   des Stalinismus bewiesen. Der Versuch aber, eine Wirtschaft demokratisch   zu planen und zu organisieren, ist bis heute noch nirgendwo unternommen   worden.<\/p>\n<p>  Wer behauptet, dass Planung der Produktion an sich unm&#246;glich sei,   ignoriert, dass auch heute innerhalb von Unternehmen und Konzernen die   Produktion geplant wird. Jede gr&#246;&#223;ere Baustelle erfordert eine   umfassende Planung der zeitlichen Abl&#228;ufe, des Einsatzes von Menschen   und Maschinen und Materialien.<\/p>\n<p>  Eine gesamtgesellschaftliche Planung w&#252;rde mit einer Bestandsaufnahme   beginnen: Welche Aufgaben sind am dringendsten? In welchen Bereichen   gibt es den meisten Bedarf? Wie viele Menschen mit welchen beruflichen   F&#228;higkeiten haben wir? Welche Fabriken, welche Maschinen stehen zur   Verf&#252;gung?<\/p>\n<p>  Zentral w&#252;rde man insbesondere die grunds&#228;tzliche Richtung entscheiden.   Zum Beispiel w&#252;rde man es als oberste Priorit&#228;t ansehen, die gesamte   Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. In einer   demokratischen Planwirtschaft w&#252;rde jede Frage auf der Ebene   entschieden, auf der es sinnvoll ist. Eigeninitiative, Engagement,   selbstst&#228;ndiges Denken w&#252;rden nicht unterdr&#252;ckt, sondern gef&#246;rdert. Im   Ostblock waren die Personen in Leitungsfunktionen grunds&#228;tzlich   privilegiert. Schafft man die Privilegien ab, dann schafft man das   entscheidende Motiv ab, an einem Posten zu kleben, Kritik abzub&#252;geln und   f&#252;r Leitungsaufgaben talentiertere Menschen auszubremsen.<\/p>\n<p>  Warren Buffet meinte bereits vor ein paar Jahren: &#8222;Es ist Klassenkampf   und meine Klasse gewinnt.&#8220; Wenn nicht seine, sondern unsere Klasse   gewinnen soll, ist es an der Zeit, dem Programm von Warren Buffet und   seinen Freunden den Kampf anzusagen, f&#252;r eine sozialistische Ver&#228;nderung   der Welt.<\/p>\n<h5>  <i>Lucy Redler ist Bundessprecherin der SAV und lebt in Berlin<\/i><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Vorschlag f&#252;r ein Aktionsprogramm gegen Sparpaket und Gesundheitsreform\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[23,11,78],"tags":[258],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13825"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13825"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13825\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}