{"id":13796,"date":"2010-08-23T00:00:00","date_gmt":"2010-08-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=13796"},"modified":"2012-05-15T14:55:44","modified_gmt":"2012-05-15T12:55:44","slug":"13796","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13796\/","title":{"rendered":"&#8222;Mit Betroffenen zusammen Widerstand leisten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>  Interview mit Beate Jenkner, LINKE-Abgeordnete im Bezirkstag Oberbayern   und SAV-Mitglied. Die Fragen stellte Aron Amm<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  Im September 2008 bis du gemeinsam mit Klaus Weber f&#252;r die Linkspartei   in den Bezirkstag Oberbayern gew&#228;hlt worden. Zeit f&#252;r eine   Zwischenbilanz. Welche Folgen hat die Schuldenkrise bei Euch?<\/h4>\n<p>  Die leeren Kassen in St&#228;dten und Gemeinden und jetzt auch noch das   Sparpaket der Bundesregierung gef&#228;hrden die Finanzmittel des Bezirks.   Die &#246;ffentlichen Einrichtungen werden nicht mehr ausreichend finanziert.   Hier ist es wichtig, dass wir als Bezirksr&#228;te der LINKEN gegen jede Form   von K&#252;rzungen protestieren und mit den Betroffenen zusammen Widerstand   leisten.<\/p>\n<p>  Die ersten Auswirkungen der Sparpl&#228;ne hat das M&#252;nchner   Rehabilitationszentrum, die Stiftung Pfennigparade, vor kurzem zu sp&#252;ren   bekommen. Im M&#228;rz mussten die Bezirksr&#228;te aus der Zeitung erfahren, dass   die Verwaltung des Bezirks mit den Stimmen von CSU und SPD das Fach- und   Betreuungspersonal in der Werkstatt f&#252;r Behinderte um ein Viertel, 20   Mitarbeiter, k&#252;rzen will. Eine Sondersitzung wurde eingefordert, zu der   wir auch alle Betroffenen eingeladen haben. Durch den &#246;ffentlichen Druck   musste der Bezirk die K&#252;rzungspl&#228;ne vorerst zur&#252;cknehmen.<\/p>\n<h4>  Der Bezirkstag soll vor allem f&#252;r Pflege, Gesundheit und die F&#246;rderung   von Menschen mit Behinderungen zust&#228;ndig sein. F&#252;r welche Positionen   machst du dich hier stark?<\/h4>\n<p>  Als Bezirksr&#228;tin fordere ich die R&#252;cknahme der Ausgliederung aller   Bezirkskliniken und Einrichtungen und die Einhaltung der Tarifvertr&#228;ge.   Leih- und Zeitarbeit in Bezirkseinrichtungen sind abzulehnen.<\/p>\n<p>  Im April 2010 wurde unser Antrag gegen Leiharbeitsverh&#228;ltnisse im   Bezirks-ausschuss abgelehnt. Wir hatten gefordert, der Bezirk solle   keinerlei Vertr&#228;ge mit Leih- und Zeitarbeitsfirmen abschlie&#223;en und die   bestehenden aufk&#252;ndigen. Weder die SPD noch die GR&#220;NEN konnten sich dazu   durchringen, gegen Leiharbeit zu stimmen. Wir werden den Antrag erneut   bei der Bezirkstagssitzung Ende Juli stellen. Der Bezirk sieht sich   nicht in der Pflicht, auf die Einhaltung von Tarifl&#246;hnen hinzuwirken.   Deshalb ist es wichtig, dass wir dies einfordern.<\/p>\n<h4>  Wie verh&#228;lt es sich mit den Verflechtungen des Bezirks zu den   sogenannten Heimatvertriebenen?<\/h4>\n<p>  Gerade die CSU ist ein enger Kooperationspartner der r&#252;ckw&#228;rtsgewandten   Donauschwaben und der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Als LINKE   fordern wir die Streichung aller F&#246;rdermittel. Dieses Jahr lud die   Sudetendeutsche Landsmannschaft den sogar von der Bundesregierung als   rechtsextreme Gruppierung eingestuften Witikobund zu ihrem   &#8222;Sudetendeutschen Tag&#8220; ein. Der Vorsitzende des Witikobundes forderte   k&#252;rzlich, den Vers&#246;hnungsversuchen zwischen Tschechen und Bayern &#8222;einen   Riegel vorzuschieben&#8220;. Bislang hat keine der anderen Fraktionen darauf   reagiert. Wir fordern, dass die Gelder stattdessen zum Beispiel den   Behindertenverb&#228;nden zu Gute kommen.<\/p>\n<p>  Die sogenannte Heimatpflege der Sudetendeutschen Landsmannschaft wird   durch den Verband der bayerischen Bezirke und der Bayerischen   Staatsregierung mit einem Gesamtbetrag von 103.000 Euro j&#228;hrlich   gef&#246;rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Interview mit Beate Jenkner, LINKE-Abgeordnete im Bezirkstag Oberbayern<br \/>\n      und SAV-Mitglied. 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