{"id":13794,"date":"2010-08-12T00:00:00","date_gmt":"2010-08-12T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=13794"},"modified":"2010-08-12T00:00:00","modified_gmt":"2010-08-12T00:00:00","slug":"13794","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2010\/08\/13794\/","title":{"rendered":"L&#252;beck: K&#228;mpfen lohnt"},"content":{"rendered":"<p>  Aber wie verh&#228;lt sich DIE LINKE als Teil von Rot-Rot-Gr&#252;n?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Dank Massenprotesten bleibt der von Schlie&#223;ung bedrohte   Medizinstudiengang in L&#252;beck erhalten. Die schwarz-gelbe Landesregierung   von Schleswig-Holstein hatte im Mai angek&#252;ndigt, das L&#252;becker   Medizin-Studium im Rahmen eines umfangreichen K&#252;rzungsprogramms 2012   auslaufen zu lassen. Es stand zu bef&#252;rchten, dass die geplante   Streichung von 1.500 Studienpl&#228;tzen (von insgesamt 2.600) das Ende der   kompletten Universit&#228;t bedeutet h&#228;tte. Au&#223;erdem sah das &#8222;Sparpaket&#8220; eine   Privatisierung des Universit&#228;tsklinikums vor.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Heino Berg, G&#246;ttingen<\/i><\/h4>\n<p>  Der Sturm der Entr&#252;stung in Schleswig-Holstein, und vor allem in L&#252;beck,   war eindrucksvoll. Auf dem H&#246;hepunkt protestierten am 16. Juni in Kiel   14.000 gegen den Landeshaushalt, am 31. Juni waren es noch einmal 8.000   in L&#252;beck. &#220;ber 130.000 Menschen setzten ihre Unterschrift unter die   Forderung nach dem Erhalt des Studiengangs.<\/p>\n<h4>  Protestwelle<\/h4>\n<p>  Wochenlang verging in L&#252;beck kein Tag, an dem nicht in irgendeiner Form   demonstriert wurde. Der Druck war so stark, dass sich sogar die   Landtagsabgeordneten von CDU und FDP aus der Hansestadt im   Landesparlament nicht trauten, f&#252;r die Einstellung des   Medizinstudiengangs zu stimmen. Und das bei nur einer Stimme Mehrheit   f&#252;r die Landesregierung von Peter Harry Carstensen (CDU)!<\/p>\n<p>  Jetzt musste CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan 25 Millionen   zus&#228;tzlich locker machen. Das beweist einmal mehr, dass starke   Mobilisierungen auch in Zeiten von Krise und Schulden Erfolg haben   k&#246;nnen. Nicht umsonst werden in der Presse schon Bef&#252;rchtungen laut,   dass solche Zugest&#228;ndnisse Signalwirkung haben und auch in anderen   Bundesl&#228;ndern das Spardiktat durchbrochen werden k&#246;nnte.<\/p>\n<h4>  Falsche Freunde<\/h4>\n<p>  Der wochenlange Widerstand, mit den Studierenden an der Spitze, fand   zwar bei der in der Stadtregierung vertretenen LINKEN (die 2008 auf 11,7   Prozent kam und sieben Abgeorndete z&#228;hlt), ebenso wie bei SPD und   Gr&#252;nen, Unterst&#252;tzung. Gleichzeitig schreibt die L&#252;becker LINKE in einer   Presserkl&#228;rung vom 6. Juli aber, dass der von ihnen mit zu   verantwortende Haushalt der Stadt 2010 kein &#8222;Griff in die   sozialpolitische Wundert&#252;te&#8220; sei. Zudem will der rot-rot-gr&#252;ne Senat   2011 selbst ein Streichkonzert anstimmen, dem weitere Arbeitspl&#228;tze zum   Opfer fallen sollen. &#8222;Entschuldigt&#8220; wird dies mit den 1,3 Milliarden   Euro Schulden der Stadt. SPD-B&#252;rgermeister Bernd Saxe r&#252;hmt sich laut   FAZ vom 18. Juni sogar, seit 2004 &#8222;viel mehr Personal eingespart zu   haben, als das Land es jetzt in seinem Sparpaket vorsieht&#8220;. Wobei der   neue, mit den LINKEN ausgehandelte Kommunalhaushalt bislang trotzdem   nicht von der Landesregierung genehmigt wird.<\/p>\n<p>  Statt mit SPD und Gr&#252;nen den Rotstift zu z&#252;cken &#8211; und sich so von den   b&#252;rgerlichen Parteien gar nicht abzuheben &#8211; gilt es, auch in L&#252;beck die   Sozialabbau-Regierung zu verlassen und mit antikapitalistischer   Programmatik und der Entwicklung einer Kampfstrategie an dem Erfolg der   Proteste anzukn&#252;pfen. Noch sind nicht alle Medizinstudienpl&#228;tze   gesichert. Au&#223;erdem k&#246;nnte Schwarz-Gelb versuchen, nun an anderer Stelle   mehr als bislang geplant einzusparen. DIE LINKE muss jetzt unbedingt den   Widerstand st&#228;rken. Damit auch im Norden der Republik nicht   Lohnabh&#228;ngige, Erwerbslose und sozial Benachteiligte f&#252;r die   Umverteilungs- und Kahlschlagspolitik bluten m&#252;ssen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Aber wie verh&#228;lt sich DIE LINKE als Teil von Rot-Rot-Gr&#252;n?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[23],"tags":[228],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13794"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13794\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}